Wie soll ich auf eine Kündigung reagieren

Mir würde nahe gelegt fristgerecht selbst zu kündigen oder es erfolgt die fristlose Kündigung. Ich wird erst einmal Freigestellt.

Hintergrund: vor einigen Jahren bekam ich einen neuen Vorgesetzten, wurde aber nicht davon in kenntnis gesetzt. Gespräche, wie Gehaltserhöhungen, die ich immer mit meinen Haupt Chef hatte, fanden nicht mehr statt. Die Gehaltserhöhung bekam ich aber ca. 1,5 - 2 Jahre gab es keine Gespräche. Dann bekam ich zu Entlasstung eine Halbtagskraft. Hier gab es aber immer wieder Schwierigkeiten. Trotz ständiger Erklärung wurden Dinge falsch oder ganz anders bearbeitet. Oder ich stellte fest, dass meine Anweissungen meinem Vorgesetzten geändert wurden.

Erst als ich Ihn darauf ansprach, das er mein Vorgesetzter ist, bestätigte er das. Ich versuchet ein paarmal mit Ihm darüber zu Reden das er mir keine Unterstützung bietet, auch das der Informationsfluß, den ich zur Bearbeitung meines Aufgabengebietes benötigte nicht funktioniert. Er meinte dann nur, das er das nicht versteht.

Vor einem halben oder dreiviertel Jahr ereignete sich da mein Computer defekt war, und ich wichtige Arbeiten nicht anfangen konnte. Eine neue Kollegin sagte, ich müsse nur immer wieder den Resetkopf drücken dann funktioniert der Computer schon wieder, das hatte sie gestern auch schon. Ich sagte ihr das unser EDV Mitarbeiter gesagt hat: wir sollten besser den Rechner ganz aus machen, denn das risetten würde den Computer nur schaden. Anschließend wurde ich zum Gespräch gebeten und mir wurde gesagt das ich die Kollegin der Sabutage bezichtigt hätte und immer von mir unfrieden aus gehe. Beim nächstenmal gäbe es eine Schriftliche Abmahnung.

Jetzt gab es wieder Schwierigkeit, bei ich der auslöser bin und eine Kollegin moben würde. Darau stände die fristlose Kündigung. Man würde mir freistellen selbst fristgerecht zu kündigen, dann könnt ich noch ein vernünfiges Zeugnis bekommen, oder ich bekäme die fristlose Kündigung. Ich habe bis Dienstag bedenkzeit bekommem. Was soll ich tun

Hallo Marionh,
ohne Deinen Fall jetzt im einzelnen genau nachvollziehen zu können, kann ich eigentlich nur grundsätzlich zu folgendem raten:

  • Unterschreibe auf keinen Fall irgendwelche Dokumente deines Arbeitgebers voreilig, und ohne Dich beraten zu haben !
  • Setze Dich am besten mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Verbindung und bespreche alle weitere Schritte im persönlichen Gespräch mit diesem Anwalt !
  • Auf ein qualifiertes, wohlwollendes Zeugnis hast Du sowieso ein Anrecht - auch hier: nimm einen Anwalt, der Dich vernünftig berät und Dir zu Deinem Recht verhilft, evtl. anfallende Kosten zahlen sich hier wirklich aus !
  • lasse Dich nicht von Deinem Arbeitgeber mit irgendeiner Frist unter Druck setzen ! Wenn Dein Arbeitgeber Dir fristlos/ oder fristgerecht kündigen sollte, musst Du wiederum eine Frist von 3 Wochen einhalten, innerhalb derer Du Kündigungssschutzklage einreichen kannst !
    Viele Grüße - corpusd

Hallo Marion,
in keinem Fall selber kündigen. Wenn die fristlose Kündigung astrein wäre, dann hätte der Betrieb sie sofort ausgesprochen.
Am Dienstag erklären, dass du dir keiner Schuld bewußt wärest und nicht kündigen willst. Erhältst du dann doch die fristlose Kündigung, sofort einen Anwalt aufsuchen. Ansonsten kann man das alles nicht so sehr beurteilen. Passiert am Dienstag nichts, dann würde ich über einen Gewerkschaftsbeitritt nachdenken, damit du im Kündigungsfall kostengünstigen Rechtsbeistand durch die Gewerkschaft hast.
Außerdem würde ich mich auf dem Arbeitsmarkt nach einer neuen Stelle umsehen.
VG
Kerstin

grundsätzlich würde ich sagen wenn das was du schreibst alles so stimmt und du nicht der auslöser das letzten „streits“ warst ist eine fristlose kündigung nicht rechtens. das klingt für mich alles dannach, das die firma sich von dir trennen will, dir aber keine abfindung o.ä. auszahlen will.
meiner meinung nach solltest du die fristgerechte kündigung ablehnen! hintergrund: wenn du selbst kündigst bist du die nächsten 3 monate vom arbeitsamt aus gesperrt und bekommst keine solzialhilfen.
desweiteren würde ich dir raten dich nach einem neuen job umzusehn und dann die firma zu verlassen. ich kenne das vom meiner firma, wenn die jemanden loshaben wollen, dann schaffen die das auch! du solltest dir erstma nichts!!! zu schulden kommen lassen, also auch kein kulli oder irgendwas mit heim nehmen, selbst wenn du ihn am nächsten tag wieder mitbringst.

hast du eine rechtsschutzversicherung die arbeitsrecht abdeckt ? wenn nicht und es sollte zur fristlosen kündigung kommen solltest du dir auf jedenfall rechtsbeistand holen. wenn du eine hast kann es nicht schaden dieser dein problem zu schildern und nach rat zu fragen.

weiß ich dir auch noch raten kann ist mal mit dem betriebsrat zu sprechen, insofern einer vorhanden ist. vllt kann dieser dir auch weiterhelfen!

hoffe ich konnte dir helfen, wenn noch was ist, frag einfach :wink:

Hallo,

da offensichtliches und nachgewiesenes Mobbing eine nicht zu unterschätzende straftat darstellen kann kann ich ich nur den direkten Weg zum Anwalt empfehlen. Das Unternehmen scheint nach dieser darstellung eher einen Grund zu suchen jemanden zu entlassen. Eine eigene Kündigung stellt gleichzeitig eine Benachteiligung beim zuständigen Arbeitsamt dar. Es gibt zwei möglichkeiten. Entweder direkt einen Anwalt mit der Sachlage und Prüfung vorab beauftragen oder die Kündigung abwarten und gegen diese auf jedenfall vorgehen. Die Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen und auf keinen Fall unter druck setzen lassen. Ein unternehmen darf kein negatives Zeugnis ausstellen.
mfg
I. Fischer