Wie soll ich reagieren?

Hallo Experten,

ich habe von Dritten gehört, daß man mich aus meiner Arbeitstelle ausmustern will (als Freiberuflerin, in der Werbung, da gibts genug andere)wegen Teamunfähigkeit. Ich muß meist von Daheim aus arbeiten, ich sehe also die Angestellten aus meinem Büro nicht viel und es wird so auch nicht viel Besprochen. Ich habe seit einiger Zeit versucht, ein paar Änderungen einzuführen, ich war auch manchmal nicht gut drauf, ich glaube das war nicht gut und mein Chef ist nicht erfreut. Aber ich brauch doch die Arbeit. Und daß sie es mir nicht direkt sagen, sondern wohl hoffen, daß ich kündige, ist schon arg. Man könnt sich ja auch mal zusammensetzen. Man hat mir auch einiges zugemutet und ich muss es mitmachen. Ich will jetzt nochmal reinhorchen und „gut Wetter machen“ mit einer email, aber ich weiß nicht wie und ich bin so aufgeregt und wütend und enttäuscht, ich könnt glatt die Wände hoch. Ich würde denen am liebsten alles hinwerfen, vor die Füße, aber so schnell find ich ja nichts und so im Streit gehen will ich auch nicht.
Was und wie soll ich dne schreiben? Was auf keinen Fall?

Danke,
Nara

Hallo Nara,
wer sind die Dritten? Ist deren Aussage Fakt oder nur „dashatderundergesagt“?
Wenn du die meiste Zeit von zuhause aus arbeitest, hast du nicht viel mit deinem kollegen zutun-oder?
Hört sich ein wenig nach Mobbing an, wohl leider eine Krankheit bei Werbefuzzis ( gehöre ja auch zu denen) und gar nicht mal so selten.
Sprich die Person direkt an, die dir das erzählt hat. Und was für eine e-mail willst du schicken? Lieber Chef, bitte bitte lassen sie mich hier?!
Wenn du von der Dritten mehr weisst, dann geh zu deinem Vorgesetzten und mach dich nicht verrückt!
Schlechte Tage hat jeder mal und wenn du neue Vorschläge für die Firma hast, dann ist das nur gut…

alles gute
Manu

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Hallo Nara,
wer sind die Dritten? Ist deren Aussage Fakt oder nur
„dashatderundergesagt“?
Wenn du die meiste Zeit von zuhause aus arbeitest, hast du
nicht viel mit deinem kollegen zutun-oder?
Hört sich ein wenig nach Mobbing an, wohl leider eine
Krankheit bei Werbefuzzis ( gehöre ja auch zu denen) und gar
nicht mal so selten.
Sprich die Person direkt an, die dir das erzählt hat. Und was
für eine e-mail willst du schicken? Lieber Chef, bitte bitte
lassen sie mich hier?!
Wenn du von der Dritten mehr weisst, dann geh zu deinem
Vorgesetzten und mach dich nicht verrückt!
Schlechte Tage hat jeder mal und wenn du neue Vorschläge für
die Firma hast, dann ist das nur gut…

alles gute
Manu

Hallo Manu,
Dank Dir für die Antwort. Ne, der Person, die es mir gesteckt hat, glaube ich mal, er hat es mitbekommen, obwohl er es wohl auch nicht hören sollte, aber arbeitet in einem anderen Bereich, wir sind auch nicht befreundet, aber kommen ganz gut aus. Ich kann auch nicht hingehen und sagen, ich weiss das und das, denn dann gerät der Kollege vielleicht in Probleme.
Ja, ich frage mich, was ich schreiben soll. Ich werd so als aggressive und unausgeglichene Frau hingestellt, aber ich fühle mich im Recht bei Sachen, die ich gefordert habe und meine Launen kenn ich leider, da kann ich schon mal patzig sein. Das weiss ich ja. Ich will klarstellen, dass ich auch Respekt verdient habe, und dass ich die guten Ideen für die Firma hatte, um was zu verbessern. Vielleicht war ich zu aufdringlich. Und jetzt bin ich schon so ein bisschen in der Position, nett sein zu müssen und den Obrigen zu schmeicheln, aber es ändert nichst daran daß sie mich nicht ernst nehmen.
Grüße Dich,
Nara

Hi,

du arbeitest da freiberuflich?
Da kann man Dir ja nicht kündigen, sondern irgendwann deine Dienste nicht mehr ‚benötigen‘.

Versteh ich das richtig?

Egal - ob freiberuflich oder angestellt: Wenn Du meinst, dass Chef nicht ahnen kann, dass Du Wind davon bekommen hast:

Nix schreiben. Wenn du dort mal wieder bist, suchst Du den Chef und erwähnst ‚ganz nebenbei‘, dass es Dir in letzter Zeit nicht so gut ging, und dass Du hoffst, dass du während dieser Zeit niemandem auf die Füsse getreten bist…

So können noch Wunder geschehen…

Gruss, Isabel

Hallo Nara,

es ist leider ganz oft so, dass Mitarbeiter ihre schlechte Laune an Freiberuflern auslassen. Manchmal muss man auch als schwarzes Schaf herhalten. Man gehört ja nicht wirklich dazu, hat weder einen Chef, der einen verteidigt noch Kollegen, bei denen man sich ausheulen kann. Du stehst ja ganz alleine da - und manche Menschen sehend as quasi als Einladung zum Mobbing.

Viele denken auch, Du als Freiberufler willst Ihnen ihren Arbeitsplatz streitig machen. Es ist ja heute oft so, dass Freie wie eine Vollzeitkraft eingesetzt werden. Der Auftraggeber muss keine Sozialabgaben leisten und wenn Du krank bist oder Urlaub machen willst, ist es Dein Problem. Ausserdem kommt oft der Neidfaktor hinzu. Wenn Angestellte sehen, was Du verdienst, denken die oft, dies wäre der Nettolohn, also das, was Du ungeniert ausgeben kannst. Ich kenne das ganze Problem aus eigener Erfahrung, leider.

Falls Konflikte auftauchen, würde ich Dir raten:

  • Achte in jedem Fall ganz genau drauf, dass Dir keine Mängel an Deiner Arbeit in die Schuhe geschoben werden können. Schreibe für jedes Briefing ein Re-Briefing, verfasse Protokolle über Meetings, halte Abgabetermine, Kostenvoranschläge und andere Vereinbarungen unbedingt schriftlich fest, bedanke Dich schriftlich für übergebenes Material. Das kommt beim Projektleiter gut an, ist aber auch wichtig für Dich. Du hast dann im Zweifelsfall E-Mails, die eben belegen, was Du wie bis wann für welches Budget zu machen hast.
  • Falls Kritik an Deiner Leistung kommt, bitte immer darum, dies sachlich zu erläutern. Sprüche wie „Der Text muss schöner werden“ oder „Das Design ist mir irgendwie zu aufgeräumt“ helfen niemandem. Frage nach, wie das gemeint ist. Kommt Dir wer unsachlich daher oder wird gar ausfällig, einfach kurz schweigen und dann darum bitten, doch den Ton sachlich zu halten. Sag den Leuten, dass Du ausschließlich daran interessiert bist, im Projekt gute Resultate zu erreichen. Und dass dazu das ganze Team zusammenhalten sollte.
  • Ansonsten kann ich Dir bei schlechter Stimmung im Büro nur raten, dies einfach auszuhalten, immer sachlich zu bleiben, nicht auf Streitereien oder Hickhack einzugehen. Wenn ein Art Director daherkommt und sagt, er könne heute nicht recht arbeiten, weil er weinrote Schuhe trägt und ihn das verunsichert - lass ihn!! Mach Dir keine Gedanken darüber. In der Werbung gibt es viele Kreativ-Idioten. Du sicherst Dir als Freiberuflerin wirklich dicke Pluspunkte, wenn Du solche Spinner klaglos erträgst und trotzdem einen guten Job machst. Glaub mir, die Leute wissen das nach einer Weile zu schätzen und buchen Dich immer wieder. Ich habe es sogar oft so gemacht, dass ich gezielt im Team die Leute motiviert habe. Ein Tablett voller Butterbrezen oder ein Strauss Blumen am Empfang können Wunder wirken.

Kopf hoch, des wird schon.

Liebe Grüsse
Anna

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Hallo,
aber durch einen Brief wirkst du sicherlich nicht ausgeglichener als vorher und machst dich wahrscheinlich erst recht lächerlich.
Lass es mit dem Brief!
Dann sprch lieber persönlich die Leute an, die dir setwas anhängen- oder, noch besser, lass sie sabbeln!!!
Du weisst doch was du kannst und was du für die Firma machst!!!

LG Manu

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Hallo Manu,

die sabbeln lassen, die mich dann nicht mehr arbeiten lassen? Per mail deswegen, weil man lange vorher einen Termin ausmachen muss zum SPrechen und ich nicht so lange warten will, sondern jetzt was klären.
Ist das dann trotzdem noch lächerlich?

Danke für die Hilfe,
Nara

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Hallo Anna

hab vielen Dank für Deine lange Antwort. Hier in der Agentur gab es schon seit ein paar Monaten SPannungen gegen die ich nicht stark genug bin und ich habe mich auh zu launenhaften Aussagen hinreißen lassen, was nicht so richtig gut ist. Sie fanden mich ja immer gut, darum habe icjh so viele Aufträge bekkommen, und jetzt ist es anders und ich krieg es hintenrum nur gesagt. Ich habe auch keine Vertrauensperson in der Agentur, das ist noch schwieriger, jetzt heißt es auf jedes Wort und jeden Schritt aufpassne.

Würdest Du mir aber von dem Brief abraten?

Herzliche Grüße , Nara

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Egal - ob freiberuflich oder angestellt: Wenn Du meinst, dass
Chef nicht ahnen kann, dass Du Wind davon bekommen hast:

Nix schreiben. Wenn du dort mal wieder bist, suchst Du den
Chef und erwähnst ‚ganz nebenbei‘, dass es Dir in letzter Zeit
nicht so gut ging, und dass Du hoffst, dass du während dieser
Zeit niemandem auf die Füsse getreten bist…

So können noch Wunder geschehen…

Hallo Isabel

Tja, das ist so eine Sache in der Werbung, da geht es einem nicht einfach mal nicht so gut, da strahlt man immer und immer! Es geht nur in einem ganz engen Rahmen, das zu sagen, sonst bist Du sofort raus aus der KArtei, weil Du bist so streßempfindlich! Wenn es dann mal hart auf hart kommt, kann man sich vorstellen, bei nochmehr Streß hält die das nicht aus, lieber weg damit.

Gruß, Nara

Gruss, Isabel

Hallo liebe Nara,

ich würde Dir auf jeden Fall abraten, eine Mail oder einen Brief zu verfassen. Wut, Angst und Enttäuschung - kann ich alles verstehen! Dokumentiere Deine Arbeit und mache Deinen Job ausgezeichnet - dann kann Dir auch keiner an den Karren fahren. Wenn es doch einer versuchen sollte, bleibe immer sachlich. Zwinge die Leute, auf Sachebene mit Dir zu reden. Nicht mit Emotionen! Vor einiger Zeit hat mal eine externe Firma, die zur gleichen Zeit wie ich beim Auftraggeber arbeitete, versucht, mich rauszuekeln. Der externe Projektmanager schwärzte mich hinten herum an, ich hätte meinen Job schlecht gemacht. Daraufhin wurde ich vom Auftraggeber in Abwesentheit dieses Projektmanagers zur Rede gestellt. Welche Fehler mir unterlaufen sein sollen, konnte mir aber keiner sagen. Ich habe daraufhin sofort den Projektmanager in dieses Gespräch geholt und verlangt, dass sachlich dargelegt wird, was ich falsch gemacht habe. Tja. Schweigen im Walde. Ich habe dann freundlich in die Runde geschaut und das Meeting mit den Worten geschlossen, dass ich mir künftig wünsche, dies unterbleibt. Ist auch nie mehr vorgekommen.

Ich weiß, sowas kostet unendlich Nerven. Die brauchst Du aber als Freiberuflerin. Vielleicht hilft es, nur stur den Job zu sehen, nicht das Drumherum und die ganzen wunderbar durchgeknallten kreativen Superkreativen. Lass sie reden, lass sie lästern, lass sie schwatzen. Lass Dich auf keinen Hickhack ein. Stell eine schale voller Süßigkeiten auf Deinen Schreibtisch, dann werden sie alle ankommen und naschen wollen. Nutze das für Small-Talk und sag den Leuten ein paar nette Worte. Ich hoffe, Dein Honorar ist gut, die Aussicht auf eine dicke Rechnung hat mich dann immer bei der Stange gehalten.

Liebe Grüße
Anna

Hallo, Nara,

Ich will
jetzt nochmal reinhorchen und „gut Wetter machen“ mit einer
email

Was und wie soll ich dne schreiben? Was auf keinen Fall?

schreiben würde ich auf gar keinen Fall - davon wurde dir ja schon mehrfach abgeraten.

In einem solchen Fall ist ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht m. E. das Einzige, was Aussicht auf Erfolg hat. Wenn du eine Mail schickst, geht die erst mal ins „Leere“ - du hast keine Möglichkeit zu sehen, ob sie überhaupt gelesen wird und - vor allem - wie sie aufgenommen wird. Es könnte der Eindruck entstehen, dass du dich - in einer für dich existenziell wichtigen Sache! - hinter einer Mail versteckst und es dir weniger um echte Konfliktbereinigung als um „gut Wetter“ geht. „Ich brauch doch die Arbeit“ wird leider kaum ein Argument sein in den Augen eines Chefs, der dich für wenig teamfähig und kooperationsbereit hält.

Was machst du, wenn du auf gleichem Wege kurz und bündig eine „Abfuhr“ erhältst oder dein Schreiben einfach ignoriert wird?

Ich würde im direkten Gespräch zu klären versuchen, wie die Situation einzuschätzen ist. Wie du schreibst, handelt es sich ja um teilweise berechtigte Kritik an deinem Auftreten. Daher wäre es wohl ratsam, dich in dieser Hinsicht einsichtig zu zeigen und für die Zukunft deinen guten Willen zu signalisieren. Allzu offensives Vorgehen und Vorwürfe deinerseits werden deine Chancen nicht verbessern.

Und dann versuch denen zu beweisen, dass du auch anders kannst. Wenn du dich ohnehin nur selten in der Firma aufhältst, lass dir deine schlechte Laune nicht anmerken und schluck die eine oder andere Kröte - dann ist den anderen schon viel Wind aus den Segeln genommen.

Alles Gute
Kreszenz

Tja, das ist so eine Sache in der Werbung, da geht es einem
nicht einfach mal nicht so gut, da strahlt man immer und
immer! Es geht nur in einem ganz engen Rahmen, das zu sagen,
sonst bist Du sofort raus aus der KArtei, weil Du bist so
streßempfindlich! Wenn es dann mal hart auf hart kommt, kann
man sich vorstellen, bei nochmehr Streß hält die das nicht
aus, lieber weg damit.

Entweder Du bist schon resigniert, und willst gar nicht ausprobieren, ob ein ‚Wunder‘ doch möglich wäre (so hört sich Deine Antwort an), oder Du traust es Dir nicht zu, souverän einem Chef gegenüber aufzutreten (aufzutreten! nicht SEIN! es ist ne show!), und ihm durch Dein Verhalten deutlich zu machen, dass Du nicht nur kritikfähig bist, sondern eigenes Fehlverhalten auch selber revidieren kannst.

Du redest hier nur von Stress - sind denn die Sachen, die schiefgelaufen sind, alle nur in Stresssituationen gewesen? Oder warst Du allgemein ‚schlecht drauf‘?

Selbst jemandem, der normalerweise Stress abkann, kann mal ne Phase haben, wo das nicht geht. Enge Verwandte krank, verstorben, etc, Freund schlussgemacht, …

Ich will nicht sagen, dass Du Deine persönlichen Probleme auspacken solltest - zur 'Verteidigung… - bloss nicht!

Ich kenne die Werbebranche auch, und mir ist klar, dass es sowohl schwierig als auch nicht empfehlenswert ist, in dieser Branche zur Kenntnis zu geben, dass man zB an Depressionen litt, etc etc…

In dieser Branche sind Vorurteile gegen Erkrankungen psychischer Art noch viel stärker als im Allgemeinen sowieso schon…

Nur Du weisst, was wirklich vorgefallen ist.
Wie auch immer Du das jetzt ‚verpacken‘ kannst, um daraus ne story zu machen, musst Du Dir schon selber ausdenken. Aber mach ne story draus, eine abgeschlossene. Aus, vorbei, jetzt geht’s weiter, ich gebe 150%, und ich halt die Klappe - das Team hat das sagen.

Entschuldige Dich bei deinem Chef nicht nur an ihn, sondern auch ans Team.

Anyway, mehr als vorschlagen kann ich Dir das eh nicht.

iz.

Persönliches Gespräch
Hallo Nara,

Probleme am Arbeitsplatz und speziell im Bereich Kooperation und Teamentwicklung sind nicht selten. Tatsächlich werden aus diesem Grunde mittlerweile immer mehr entsprechende Kurse und Seminare in Firmen abgehalten, um die Mitarbeiter als Team koordiniert arbeiten lassen zu können.

Ich empfehle Dir dringend, direkt die Problematik anzusprechen. Auf ein Gerücht vorschnell unpersönlich zu reagieren kann sehr negativ werden, mindestens aber peinlich, wenn es nicht stimmt. Du solltest die entsprechenden Personen um einen persönlichen Termin bitten und fragen, was los sei.

Viel Erfolg

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Hallo Kreszenz,

danke für Deine Antwort, ich kann leider momentan nicht beweisen, was ich kann, denn ich habe auch erstmal keinen Auftrag bekommen, auch keine Möglichkeit nach dem direkten Gespräch. Und natürlich hast Du recht, eine mail kann das nicht lösen. „Gut Wetter machen“ war vielleicht auch ein bisschen falsch ausgedrückt, ich wollte eher ein bisschen das Problem ansprechen, ohne zuviel zu sagen. Ich werd halt in Konfliktsituationen schnell komisch, zieh mich innerlich zurück oder laufe heiss, oder alles beides, ich glaub, eine mail hätte für mich ein bisschen Dampfablassen geheißen aber kontrolliert.

Grüße, Nara

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Hallo Nara,

Probleme am Arbeitsplatz und speziell im Bereich Kooperation
und Teamentwicklung sind nicht selten. Tatsächlich werden aus
diesem Grunde mittlerweile immer mehr entsprechende Kurse und
Seminare in Firmen abgehalten, um die Mitarbeiter als Team
koordiniert arbeiten lassen zu können.

Ich empfehle Dir dringend, direkt die Problematik
anzusprechen. Auf ein Gerücht vorschnell unpersönlich zu
reagieren kann sehr negativ werden, mindestens aber peinlich,
wenn es nicht stimmt. Du solltest die entsprechenden Personen
um einen persönlichen Termin bitten und fragen, was los sei.

Viel Erfolg

Hallo Sam,

auch Dir danke ich für die Antwort. Ich wurde von einer Person, der ich in der Hinsicht vertraue von der Sache informiert (der weiss es eigentlich auch nicht), daher ist es fast mehr als nur ein Gerücht. Ich habe keinen Termin bei den Directors kriegen können, alle sind viel beschäftigt, in Urlaub, beim Kunden. Ich scheu mich auch ein bisschen vor einem Gespräch, weil, obwohl ichs schon weiss wird’s mir trotzdem viel ausmachen, denn ich hab nicht einen Abgabetermin verpaßt oder Kunden verschreckt, sondern es geht darum, wie ich bin. Das ist schlimmer für mich. Und ich hab auch meine Probleme mit gewissen Situationen mit der Arbeit gehabt, aber war ziemlich allein gelassen. Daher ists auch schwer zu ertragen, dass man nicht Probleme zu lösen versucht.

DAnke nochmals und Grüße,
Nara

Hallo Experten,

ich habe von Dritten gehört, daß man mich aus meiner
Arbeitstelle ausmustern will (als Freiberuflerin, in der
Werbung, da gibts genug andere)wegen Teamunfähigkeit. Ich muß
meist von Daheim aus arbeiten, ich sehe also die Angestellten
aus meinem Büro nicht viel und es wird so auch nicht viel
Besprochen. Ich habe seit einiger Zeit versucht, ein paar
Änderungen einzuführen, ich war auch manchmal nicht gut drauf,
ich glaube das war nicht gut und mein Chef ist nicht erfreut.
Aber ich brauch doch die Arbeit. Und daß sie es mir nicht
direkt sagen, sondern wohl hoffen, daß ich kündige, ist schon
arg. Man könnt sich ja auch mal zusammensetzen. Man hat mir
auch einiges zugemutet und ich muss es mitmachen. Ich will
jetzt nochmal reinhorchen und „gut Wetter machen“ mit einer
email, aber ich weiß nicht wie und ich bin so aufgeregt und
wütend und enttäuscht, ich könnt glatt die Wände hoch. Ich
würde denen am liebsten alles hinwerfen, vor die Füße, aber so
schnell find ich ja nichts und so im Streit gehen will ich
auch nicht.
Was und wie soll ich dne schreiben? Was auf keinen Fall?

Danke,
Nara

;Daher ists auch schwer zu

ertragen, dass man nicht Probleme zu lösen versucht.

Ja aber Du machst es doch nicht besser. Du weichst dem offenen Gespräch aus, statt einfach mal zu fragen, was den das Problem sein könnte. Das wäre ja auch für künftig nicht ganz unwichtig. Viele Menschen verhalten sich ja ganz unbewusst nachteilig. Wenn sie mal drauf hingewiesen werden und sich mal selbst beobachten, können sie ihr Verhalten auch ändern. Oder man kann Missverständnisse aufklären.

Wie wichtig speziell in Deinem Fall die Teamfähigkeit ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung, wie viel es bringen kann, wenn die Mitarbeiter einigermaßen harmonieren, selbst wenn jeder ein eigenes abgeschlossenes Arbeitsgebiet hat.

Liebe Grüße
Maid :smile:

hallo tina nara,

ich würde das thema nicht allzu groß aufbauschen im sinne „du, ich muss da mal
ein ernstes gespräch mit dir führen…“ erfahrungsgemäß ist das genau das, wovor
sich die GL am liebsten drückt. ich finde die idee von isabell gut: einfach mal
im nebensatz erwähnen, dass es einem grade nicht gut geht…usw sicher, unsere
leistungsgesellschaft lässt vermuten, dass persönliche befindlichkeiten keine
rücksicht verdienen. ich habe es aber auch schon anders erlebt, dass leute, die
sich in schweren persönlichen krisen über längere zeit geschont und mitgezogen
wurden.

apropos leistungsgesellschaft: eine gute strategie wäre, dich durch deine
leistung hervorzutun. also nochmal eins draufzulegen, noch eine idee mehr zu
haben, noch ein quäntchen mehr engagement einzubringen. dann werden sie es sich
überlegen, ob sie dich ersetzen wollen. in der werbung gibt genug extreme
persönlichkeiten, die durch ihre art für viele einfach nur eine pest und plage
sind. aber sie werden trotzdem geliebt, weil sie vielleicht dafür wunderbare
ideen haben, extrem geile headlines schreiben, usw. vergiss nicht, in der
werbung wird man dafür bezahlt, nicht ‚normal‘ zu sein… in diesem sinne,
alles gute, cachoo