Angenommen in einem Haus wohnt ein älterer Mann und dieser ist Alkoholiker und geistig nicht mehr ganz fit. Ihm wurde der Strom abgestellt und deshalb geht auch die Heizung nicht. Die Hygiene hat stark nachgelassen, sowohl Körperliche wie auch in der Wohnung. Er bringt keinen Müll mehr raus und alte Essensreste stehen im Wohnzimmer auf den Tisch. Im Treppenhaus riecht es teilweise extrem nach Schweiß und anderem. Die Treppe wird auch nicht gereinigt. Nach bemühen von Mietern und Vermieter ist nun nach längerem ein Betreuer für 3 Monate dem Mieter zur Seite gestellt worden. Dieser kümmert sich aber nur um die Finanzen.
Wie sollte sich ein weiterer Mieter in diesem Haus nun verhalten? Ist eine Mietminderung angebracht? Es besteht auch die Angst, das wenn die Heizung wieder geht, sich Fliegen ausbreiten. Da, trotz Winterlichen Temperaturen, im Treppenhaus immer wieder welche auftauchen. Die Kinder der zweiten Mietpartei schämen sich auch Freunde einzuladen, wegen dem Dreck und Gestank. Zur Zeit wird die miete unter Vorbehalt gezahlt, weil eine Minderung vor ein paar Monaten schon angedroht wurde. Weil damals auch die Treppe nicht gemacht wurde. Diese wurde dann einmalig vom Vermieter gereinigt ( ist jetzt 8 Monate her).
Oder sollte/kann der Vermieter dem Mieter kündigen? Abgemahnt wurde er deswegen schon nur weil jetzt ein Betreuer da ist, scheint dieses wieder abgewendet zu sein.
Seit wann hat ein Vermieter die Pflicht, seine Wohnung vom Mieter vergammeln zu lassen?
Selbstverständlich kann der Vermieter hier eine Abmahnung und später eine Kündigung vornehmen, da offensichtlich nicht so mit seinem Eigentum umgegangen wird wie vertraglich vereinbart.
Und selbstverständlich können die anderen Mieter mittels Mietminderung darauf hinwirken, dass der Vermieter etwas unternimmt. Über die Höhe dieser Mietminderung sollte auf jeden Fall mit dem Mieterbund oder einem Anwalt gesprochen werden - das kann man aus der Entfernung nicht abschätzen.
Und selbstverständlich sollte man auch im Sinne des alten Herrn etwas unternehmen. Offensichtlich kann er selber das nicht mehr. Wenn er Verwandte hat, kann man diese vielleicht ansprechen. Welches Amt alternativ dafür in Frage käme, kann ich allerdings nicht sagen - dafür gibt es auch ein anderes Brett hier im Forum.
Gruß
loderunner (ianal)
Hallo Grisu,
da ich niemanden Speziell angesprochen habe, hab ich die Anrede weggelassen. Das Lied kenne ich nicht, hab aber grad nach dem Text geschaut. Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Es geht hier um die Mieter, die durch Gestank und Dreck belästigt werden, die trotzdem versucht haben dem Mieter zu helfen. Dieser die Hilfe aber ablehnt und die Mieter nicht mehr gewillt sind, das so hinzunehmen. Dieser Mieter wird auch in Zukunft seine Treppe nicht machen, weil er nicht mehr dazu in der Lage ist. Genauso wenig wird er sich um seinen Müll kümmern. Dieser Mieter bräuchte eine Haushaltshilfe, dieses wurde aber nicht vom Amtsgericht angeordnet, sondern ein Betreuer für die Finanzen.
Gruß Athlind
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es wurden bereits sämtliche Stellen eingeschaltet. Über Sozialpsyachtrischen Dienst, Gesundheitsamt, Amtsarzt, Landkreis und Amtsgericht. Diese hat dann entschieden.
Wegen der Mietminderung, müssen die Mieter sich an die von Dir genannten Stellen wenden. Da im Netzt in dieser Richtung nichts passendes zu finden ist. Aber was kommt danach? Denn der Mieter wird die Treppe trotzdem nicht machen und die mieter können ja auch nicht ewig verminderte miete zahlen. Wenn der Vermieter nichts unternimmt, bleibt ja nur der Auszug, oder?
Gruß Athlind
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anscheinend ist der Mieter nicht hilflos genug, oder was weiß ich.
Zur Zeit sieht es jedenfalls so aus, das der Mieter entweder „Füße voran“ raus getragen wird, oder die anderen Mieter soviel Druck auf dem Vermieter ausüben das dieser ihm kündigt, oder die Mieter selber ausziehen. Es geht den Mieter nicht darum, das der Mieter unbedingt aus dem Haus raus soll, es geht vielmehr darum, das die Hygiene wieder normale Ausmaße annimmt und es im Treppenhaus nicht mehr stinkt.
Gruß athlind
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wenn der VM dem hilflosen M kündigt, der aber nicht auszieht,
da er ja hilflos ist, kommt es vmtl. zu einer Räumungsklage und das kann dauern!
Die Frage ist also, wie leidensfähig sind die anderen Mieter,
oder, wie monetär Gesund ist der Vermieter?
Kann er eine hohe Mietminderung aller Mieter verkraften?
Über diese Höhe sollte man mal mit einem Mieterschutzverein oder, als Rechtschutzversicherter, mit einem Anwalt sprechen.
Hallo Grisu,
zur Zeit sind nur 3 von 4 Wohnungen vermietet. Es sind auf jeder Seite zwei Eingänge. also wohnen zwei Mietparteien auf jeder Seite. Die Mieter, die mit dem alten Herren zusammen im Haus wohnen sind nicht mehr „leidensfähig“. 'Ob der Vermieter das verkraftet, ist egal.
Gruß Athlind
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wenn der VM dem hilflosen M kündigt, der aber nicht auszieht,
da er ja hilflos ist, kommt es vmtl. zu einer Räumungsklage
und das kann dauern!
Wenn der Mieter krank ist, braucht er ohnehin nicht ausziehen, da kann VM sein Geld sparen.
Die Frage ist also, wie leidensfähig sind die anderen Mieter,
oder, wie monetär Gesund ist der Vermieter?
Kann er eine hohe Mietminderung aller
Mieter verkraften?
Über diese Höhe sollte man mal mit einem Mieterschutzverein
oder, als Rechtschutzversicherter, mit einem Anwalt sprechen.
Geruchsneutrale Grüße Grisu
Hallo Grisu,
zur Zeit sind nur 3 von 4 Wohnungen vermietet. Es sind auf
jeder Seite zwei Eingänge. also wohnen zwei Mietparteien auf
jeder Seite. Die Mieter, die mit dem alten Herren zusammen im
Haus wohnen sind nicht mehr „leidensfähig“. 'Ob der Vermieter
das verkraftet, ist egal.
Für die eingangs erwähnten fehlende Treppenhausreinigung könnte auch eine externe Lösung geben. Alles ein Kostenfrage…
Wird da nicht Geduld mit Leidensfähigkeit verwechselt
Das mit dem egal ist ja verständlich, aber sollte sich ein VM nicht auch an Regeln des Mietrechts halten. Wie gesagt Krank ist Krank, und solange eine Sucht als Krankheit gilt kann sich das hinziehen. Eine Räumungsklage hätte erst bei Genesung Erfolg.
Andersherum gefragt, was wäre wenn man selbst in eine ähnliche Situation des alten Mannes kommen? Nur weil es einem gerade jetzt „gut“ geht, muss das nicht so bleiben.
btw kann ich deine Situation gut verstehen…aber:
Als Mieter kann man der Situation ausweichen, aber was macht der VM?
An sowas kann ein VM Bankrott gehen und das Haus verlieren. Schön, wenn man diese Probleme nicht hat und sich über nur das „übrige“ sorgen macht.
Hallo MCLeo
Den anderen Mietern ist es egal, ob der Vermieter es verkraften kann. Es ist dem Vermieter seit Monaten bekannt, das er keinen Müll raus bringt, auch das die Treppe nicht gemacht wird. Der Aktuelle stand ist so, das dem Mieter fristlos gekündigt wurde. Da Abmahnungen ohne Erfolg verstrichen sind. Der Mieter will auch keinen Entzug machen, also was bleibt dann? Die unteren Mieter haben auch den Dachboden gemietet, als Spiel zimmer und können den nicht nutzen, da die Kinder sich ekeln. Die Mieterin war auch mal in der Wohnung. Der Betreuer hatte sie eingeladen. Ekel pur. Offene Essensreste, Dreck, am Boden bleibt man kleben, Verschimmeltes Geschirr und und und.
Die Mieter haben dem Vermieter Tips und Hilfestellung ohne ende gegeben, auch selbst telefoniert und den SPD eingeschaltet. Vor ein paar Tagen gab es ein Gespärch und es wurde deutlich, das die Frau meint, wir haben genug getan und es sei nicht schön sie unter Druck zu setzen. Die Mieter sind jetzt die bösen, nur weil sie die Miete mindern.Selbst der Betreuer meinte der Vermieter muss handeln, da der Zustand haltlos ist. Der Betreuer ist aber nur für die Finanzen zuständig.
Da die Vermieter dreimal im Jahr in Urlaub fahren, Verkraften sie eine Minderung.
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