Wie steht es um meine Nieren ?

Guten Tag,
ich würde gerne mal um Eure Meinung bitten, die sich mit diesem Thema auskenne.

ich bin 28 jahre alt männlich und habe estwas mehr auf den rippen :wink: so etwa 120 kg bei einer Körpergräße von 187 cm.

im Sommer 2012 war ich bei einer Blutuntersuchung und bei mir wurde eine Kreatininwert von 1.37 gemessen. Mein Arzt hat mich damals zum Nephrologen geschickt der eine CT und ein Ultraschall von meinen Nieren gemacht hat. Er meinte zu mir als siehr gut aus nichts auffälliges ich soll mehr trinken. Eine weitere Blutunterssuchung 1 woche später ergab einen Kreatininwert von 1.18.

am 07.01 musste ich wieder zum arzt hatte über 39 fieber. bei der Blutentnahme kam heraus Kreatininwert von 1.56. Ich musste gestern wieder Blut abgeben um zu gucken ob die Infektion im Körper abnimmt, da war der Kreatininwert aufeinmal wieder auf 1.21 runter. dazu muss ich noch sagen das ich vor der ersten Blutentnahme lammfleisch gegessen habe und besonders viel trinken mach ich auch nicht.

meine Sorge ist das es sich um eine chronisches nierenversagen handelt…

danke fürs lesen

Hallo,

was würde den dagegen sprechen einfach mal auf den Arzt zu hören bei dem man in Behandlung ist? Das Problem ist doch bekannt, was spricht dagegen es zu behandeln und mal 30 kg abzunehmen, mehr zu trinken anstatt die Ursache selbst zu vermuten?

hth

Nun, ich bin kein Arzt aber wenn ich lese

„Angst vor Nierenversagen“ und „trinken tue ich auch nicht viel“ - dann fällt mir nicht viel ein.

Warum nicht erstmal mit den einfachsten und wichtigsten anfangen - zusätzlich zu der anderen Abklärung.

Mehr trinken - bei Nierenproblemen nicht unter 2 l am Tag. Bei 120 kg - wenn man 30 ml pro kg rechnet - sind es ca. 3,5 l.

Abnehmen wäre sicher auch gut - genauso wie Bewegung und entsprechende Ernährung.

Das sind mal Basics - zu dem anderen würde ich die Fachärzte fragen.

Referenzwert ist 0,5 -1,2 für Männer. Gewichtige Typen höher
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef2/lbef_kreati…
Wo ist das Problem ?
Udo Becker

Hi,

Falls du dir weiter Sorgen machst:

frag deinen Arzt, ob eine Creatinin-Clearance gemacht wurde.

Damit erhält man die sogenannte GFR (glomäruläre Filtrationsrate), den wesentlichsten und genaueren Parameter zur Bestimmung der Nierenfunktion, da das Serumcreatinin nicht zwingend mit einer Nierenfunktionsstörung korreliert (d.h. trotz eventuell im Referenzbereich liegender Creatininwerte, könnte (ich betone: könnte!) eine Nierenschädigung vorliegen.
Eine Schädigung der Niere ist in den ersten Stadien nicht spürbar. Daher zur genaueren Bestimmung der GFR + 24h Sammelurin zu weiteren Diagnostik.

Da dein Nephrologe ja auch CT und Ultraschall gemacht hat, würde ich ihm vertrauen. Stell’ ihm die Fragen, die dich noch beschäftigen!

Abnehmen, dich mit deiner Ernährung an sich (Kalium, Phosphor, Eiweiß und Natriumbestimmung, so dass man weiß, was man am Teller hat:smile: auseinanderzusetzen, täte dir aber sicher gut! Und zweimal im Jahr zur Blutuntersuchung.

Damit solltest du auf der sicheren Seite sein:smile:

Herzlichen Gruß, Maresa
(Dialyse ist lebbar)

Hallo, Maren,

Mehr trinken - bei Nierenproblemen nicht unter 2 l am Tag. Bei
120 kg - wenn man 30 ml pro kg rechnet - sind es ca. 3,5 l.

Diesen Satz möchte ich nicht ganz unkommentiert stehen lassen:smile:

Bei „gröberen“ Nierenproblemen (etwa ab dem 3. Stadium, wobei man die ersten beiden oft übersieht) muss die Flüssigkeitszufuhr eingeschränkt werden, das geht bis zur Reduktion auf unter 1 Liter (inklusive der in Nahrungsmittel enthaltenen Flüssigkeiten!) bei einer terminalen Niereninsuffizienz/Urämie mit Oligurie.

Die Flüssigkeitszufuhr bei einer gesunden Niere muss nicht mehr als 1,5 - 2,5 Liter betragen, außer es kommt zu großen Flüssigkeitsverlusten (Sport, Krankheit, Fieber etc.) Die sollte man möglichst bald und reichlich ersetzen.

Mittlerweile gibt es Studien, die zeigen, dass erhöhte Flüssigkeitszufuhr die Nierentätigkeit nicht verbessert.
(Ich habe das auch erst begreifen müssen - ich war jahrzehntelang auf das „viel Trinken“ konditioniert - geholfen hat es nichts)

Tatsache ist jedoch, und da hast du absolut recht, dass sehr viele Menschen nicht mal diese Menge Flüssigkeit zu sich nehmen. Und das ist natürlich nicht gesund.

Die Gefahr einer Verdünnungshyponatriämie ist zwar im Falle des UP wohl nicht gegeben:smile:), aber generell muss der Mensch nicht mehr als 1,5-max 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, das ergibt mit den Flüssigkeitsmengen in der Nahrung (normale Kost hat ungefähr einen Liter „in sich“) sowieso 3,5 Liter

Herzlichen Gruß, Maresa
Dialyse ist lebbar

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