Wie steht es um unser Gesundheitswesen?

Liebe Community, Ärzte unter Druck: Gerade mal 9 Minuten bleiben ihnen in Deutschland pro Patient. In keinem anderen europäischen Land haben Mediziner so wenig Zeit für ihre Patienten. Ist das ein Zeichen dafür, dass in unserem Gesundheitswesen etwas nicht stimmt?

Ich kann nur rätseln, wer auf welche Weise die Zahl von 9 Minuten ermittelt hat. Falls das die Division aus Arbeitszeit aller Ärzte in Minuten und Anzahl aller Arztkontakte ist, habe ich Zweifel ob wir da einen relevanten Wert vorliegen haben der die Frage gestattet, ob in unserem Gesundheitswesen etwas nicht stimmt. Es ist aus meiner Sicht wenig hilfreich, zwei (weiche) Parameter in ein Verhältnis zu setzen um daraus weitreichende Schlüsse zu ziehen.

Ja auf alle Fälle. Man sieht daran das die Behandlung nicht auf den Menschen ausgerichtet ist. Wir haben ein Gesundheitswesen das auf Apparatemedizin ausgerichtet ist dafür kann der Arzt „viel“ abrechnen nicht aber für Gesprächsführung und die ist gerade wichtig um Ursachen von Erkrankungen zu finden.

Hallo,

im europäischen Vergleich ist die Zeit/Patient relativ gering. Bei einem solchen Detail darf man aber die Komplexität des Systems nicht vergessen. Wir haben eines der besten Systeme der Welt, aber es ist nuicht perfekt. Und im Jammern sind die deutschen sowieso spitze - meist auf sehr hohem Niveua. Und letztlich sind wir es, die zum Arzt gehen - sicher nicht immer, weil das notwendig wöäre.

G.L.

Ich denke das Problem liegt daran, dass der Verwaltungsaufwand immer größer wird. Alles muss penibel genau dokumentiert werden. Allein der Verwaltungsaufwand den man durch die Hausarztverträge hat ist enorm. Gerade hier sollte doch ein Riegel vorgeschoben werden und einheitliche Verträge gemacht werden. Bespiel Hausarztvertrag Ersatzkassen: Um die Chronikerziffer (0003) abzurechnen, muss man eine Diagnose aus einer 2seitigen Liste raussuchen. Die Techniker Krankenkasse setzt noch 2 Dinge oben drauf. Die Chronikerziffer heißt bei der Techniker 0003TK und zusätzlich zu der 2seitigen Diagnoseliste fordert die Techniker noch eine Diagnose aus einer 18seitigen(!) Diagnosenliste.
Dies ist nur ein Beispiel dafür womit sich Ärzte tagtäglich beschäftigen müssen, was ihnen von der Zeit, die sie sinnvoller für die Patienten nutzen könnten, abgeht!
Weg mit der unnötigen Bürokratie im Gesundheitswesen! Dann bleibt auch mehr Zeit für die Patienten.

Hallo,
es stimmt was nicht an den Vorgaben, um Geld zu sparen, der Krankenkassen. Ich plädiere für Rechnungsstellung an den Patienten der diese dann der Krankenkasse einreicht zum bezahlen - Transparens -. Abschaffung der Krankenkassenvielfalt und Reduzierung auf wenige, spart erhebliche Kosten für Verwaltung u. a. Kosten der überbezahlten Vorstände und deren Fuhrpark.