Also ich bin derzeit Arbeitslos ohne Leistungsbezug und habe als eheähnl. Gemeinschaft auf kein Anrecht auf Sozialhilfe. Ich bin daher freiwillig krankenversichert und darf von meinen definitif 0 Eu Einkommen 126 Eu an die KV berappen. Da meine Ersparnisse bald aufgebraucht sind und ich mich mit meinem Holden nicht um jeden yoghurt zancken muß, will ich endlich arbeiten.
Da mich anscheinend keiner will (19 Semester Studium da nebenbei gearbeitet), merkwürdige Fachkombi etc. dachte ich, um wenigstens ein bisschen TAschengeld zu verdienen, ein paar Kurse an der VHS anzubieten. Das läuft aber i. allgem. als freie Mitarbeit, sprich selbstständig.
Für vielleicht Max. 6 Std. Kurs die Woche plus Vorbereitungszeit werd ich aber sicher nicht genug verdienen, um Steuern zu zahlen (unter 400Eu), trotzdem muss ich mich ja nunmal beim FA anmelden.
Bin ich dann nur zur Einkommenssteuererklärung verpflichtet oder auch Umsatzsteuerpflichtig. Wieviel Steuern muss ich einkalkulieren (konfessionslos Kl.1).
Oder sollte ich es lieber bei privaten Trägern machen und irgendwie eine Angestellte Form finden, aber das ist sehr schwierig. Oder ein paar andere zusammenfinden und als Verein Kurse anbieten. Auch nicht das wahre von Ei.
Ausserdem dachte ich bei Erfolg, das ganze noch auszuweiten und andere Dienstleistungen mit hinzuzunehmen (alles freiberufliche Sachen)
Aber irgendwie muss ich ja erst mal anfangen und zwar mangels Kapital gaaaanz klein!
Und für so ein pipifax-Unternehmen einen Steurberater zu belästigen finde ich nicht angemessen.
DAnke für Tipps
Susanne
PS.: für die Besserwisser TAxifahren geht nicht, da ich keinen P-Schein kriegen würde, wg meiner Augen und Putzen ebensowenig aus gesundheitlichen Gründen, da Allergien gegen manche Putzmitttel und Frischdüfte.
Bin ich dann nur zur Einkommenssteuererklärung verpflichtet
oder auch Umsatzsteuerpflichtig. Wieviel Steuern muss ich
einkalkulieren (konfessionslos Kl.1).
1. Umsatzsteuer:
Du bist bei Selbstständigkeit ein Kleinunternehmer, musst Dich daher zwar beim Finanzamt anmelden, aber keine USt bezahlen. Die darf auch auf keiner Rechnung auftauchen!
2. Einkommensteuer:
Bei Einnahmen von 12x400 EUR, also 4.800 EUR jährlich ergibt sich noch keine Einkommensteuer. Ein zu versteuerndes Einkommen von bis zu 7.664 EUR bleibt generell steuerfrei, wenn nicht (an sich steuerfreie) Lohnersatzleistungen o. ä. Zahlungen bei der Ermittlung des Steuersatzes erhöhend zu berücksichtigen sind.
Oder sollte ich es lieber bei privaten Trägern machen und
irgendwie eine Angestellte Form finden, aber das ist sehr
schwierig.
Ein Minijob wäre tatsächlich am effektivsten.
Oder ein paar andere zusammenfinden und als Verein
Kurse anbieten.
Du scheinst nicht zu wissen, welche praktischen Probleme allein auf steuerrechtlichem Gebiet mit Vereinen zusammenhängen. Laß besser die Finger davon oder suche Dir hierzu einen spezialisierten (!) Steuerberater.
Ausserdem dachte ich bei Erfolg, das ganze noch auszuweiten
und andere Dienstleistungen mit hinzuzunehmen (alles
freiberufliche Sachen).
Was Du später evtl. noch machst, hat heute noch keine Bedeutung. Du solltest allerdings beachten, dass Du nicht versehentlich gewerbliche und freiberufliche Tätigkeiten „vermischst“.
…kann ich dir nur empfehlen, dich nicht auf 1 oder 2 Institute,
wozu ich auch die VHS zähle, zu konzentrieren.
Berwerbe dich, natürlich jedesmal individuell, flächendeckend bei
allen möglichen Bildungseinrichtungen. Und frage dort immer mal
wieder nach, da die wirtschaftliche Situation bei solchen Einrichtungen
stets im Wandel ist, d.h. wenn diese Woche keine Lehrkräfte benötigt
werden, heißt das noch lange nicht, dass nächste Woche auch keine
gebraucht werden
Achte auf eine kurze, vollständige und korrekte Bewerbungsmappe, da
bei Bildungsträgern gerade dies auch unterrichtet wird.
Klappern gehört zum Handwerk und somit würde ich jede auch nur annähernde Tätigkeit die mit „Unterricht“ zu tun hatte herauskehren.
Dann könntest du erst mal als Honorar-Kraft arbeiten (das bisschen
selbst versichern und steuerliche Angaben haben schon zig Studis
vor dir gemacht und wenn du erst mal drin bist,
stehen die Chancen für eine (befristete) Festeinstellung gar nicht
schlecht.