Wie stelle ich eine Leydener Flasche her?

Hallo

Ich versuche schon seit einiger Zeit eine funktionstüchtige Leydener Flasche zu basteln, bisher leider ohne Erfolg.

Ich habe es nach Anleitung mit einer Filmdose und einer 1l PET-Colaflasche versucht: Die Flasche bis 10 cm unterhalb der Öffnung glatt mit Alufolie beklebt, innen eine Salzlösung hergestellt.

Dann versuchte ich diese mit verschiedenen Spannungsquellen aufzuladen: 30 V Gleichstrom aus einem Netzteil, Wechselstrom aus Modellbahntrafo, Elektroschocker und einem 8KV Zündtrafo. Bei Kurzschließen der Flasche entstand jedoch nie ein Funke oder sonst irgendeine elektrische Entladung! Auch ein Multimeter zeigte keinerlei Spannung an.

Bei der Filmdose probierte ich es statt mit Salzlösung auch mit innerem Bekleben mit Alufolie, auch ohne Erfolg.

Kann mir jemand sagen was ich falsch mache? Laut etlicher Internetseiten müsste es eigentlich funktionieren.

Für Hilfe danke ich im Voraus
Gruß
Tommy69

Hallo,

Ich habe es nach Anleitung mit einer Filmdose und einer 1l
PET-Colaflasche versucht: Die Flasche bis 10 cm unterhalb der
Öffnung glatt mit Alufolie beklebt, innen eine Salzlösung
hergestellt.

Das ist auch schon alles, was Du machen mußt. Dazu kommt nur noch eine vernünftige Kontaktierung der Elektroden.

Dann versuchte ich diese mit verschiedenen Spannungsquellen
aufzuladen: 30 V Gleichstrom aus einem Netzteil, Wechselstrom
aus Modellbahntrafo, Elektroschocker und einem 8KV Zündtrafo.
Bei Kurzschließen der Flasche entstand jedoch nie ein Funke
oder sonst irgendeine elektrische Entladung! Auch ein
Multimeter zeigte keinerlei Spannung an.

Bei der Filmdose probierte ich es statt mit Salzlösung auch
mit innerem Bekleben mit Alufolie, auch ohne Erfolg.

Kann mir jemand sagen was ich falsch mache? Laut etlicher
Internetseiten müsste es eigentlich funktionieren.

Tut es sicher auch. Du mußt nur bedenken, dass ein so aufgebauter Kondensator eine sehr geringe Kapazität hat und Du deshalb keine größere Entladung beobachten wirst. Erst bei Gleichspannungen ab mehreren kV wird man eine nennenswerte Entladung sehen können. Als relativ ungefährliche Hochspannungsquelle kannst Du Reibungselektrizität, z.B. trockene Hand auf PVC-Rohr oder die Bildschirmoberfläche eines gerade eingeschalteten CRT-TV-Gerätes nehmen. Die Flasche mußt Du dazu außen erden und mit der inneren Elektrode die elektrostatischen Aufladungen einsammeln. Danach solltest Du beim Verbinden der Außenfläche mit der Innenseite einen kleinen Funken beobachten können.

Jörg

Hi,

Leydener Flasche

30 V Gleichstrom aus einem Netzteil,

Das hätte funktionieren sollen.

Wechselstrom aus Modellbahntrafo,

Das funktioniert nur dann erfolgreich, wenn du mit einer Diode eine Gleichspannung erzeugst. Wechselspannung ginge auch, nur mußt du dann im richtigen Moment die Spannungsquelle abklemmen. Dein Zeitfenster liegt dabei im Millisekundenbereich.
Letztlich aber können nur Gleichspannungen gespeichert werden.

Elektroschocker und einem 8KV Zündtrafo.

Auch hier ein ähnliches Problem. Abhängig von der Innenbeschaltung kann es sein, daß die abgegebene Ladung durch einen Trafo o.ä. wieder „vernichtet“ wird und nicht in der Flasche bleibt.

Als weitere Ladungsquelle:
Es ginge noch der klassische Gasanzünder mit Piezozündung (oder ein entsprechendes Feuerzeug), das ein wenig getunt werden muß. Eine der beiden Elektroden wird dabei mit einem Kabel verlängert.

mfg Ulrich

Hallo Ulrich,

Als weitere Ladungsquelle:
Es ginge noch der klassische Gasanzünder mit Piezozündung
(oder ein entsprechendes Feuerzeug), das ein wenig getunt
werden muß. Eine der beiden Elektroden wird dabei mit einem
Kabel verlängert.

Ein Piezozünder ist völlig ungeeignet.

  1. Ist die erzeugte Ladung viel zu gering und
  2. wird die Ladung sofort wieder neutralisiert, wenn sich der Kristall nach dem Aufschlag des Bolzens entspannt.

Jörg