Doch, darum ging es. Ich zitiere silly und deine Antwort
darauf:
ich empfehle Dir dringend einen Arztbesuch am besten gleich
bei einem sogenannten D-Arzt.
das würde aber nur dann gehen, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt.
Du hast also behauptet, man könne nur dann zu einem D-Arzt,
wenn es ein Arbeitsunfall ist. Das stimmt aber so nicht.
Wir reden aneinander vorbei. Zu einem D-Arzt in seiner Eigenschaft als D-Arzt kann man nur dann, wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelt. Ist es kein Arbeitsunfall kann man zu jedem x-beliebigen Chirurgen gehen und muß nicht extra einen Chirurgen mit D-Arzt-Zulassung aufsuchen. Hat der Chirurg zusätzlich zu seiner Kassenzulassung eine BG-Zulassung ist es egal. Braucht man nicht zwingend einen Arzt mit BG-Zulassung, kann man auch zum Arzt seines Vertrauens gehen.
Ich sehe hier nur, daß man nicht zwangsläufig zu einem D-Arzt
muß, es gibt auch sehr gute andere Ärzte, die keine
BG-Zulassung haben.
Das hat auch keiner behauptet, dass das so ist. Allerdings
gibt es inzwischen immer mehr Orthopäden und Chirurgen, die
auf die Anschaffung eines Röntgengerätes verzichten. Bei
bestimmten Verletzungen ist aber recht wahrscheinlich, dass
geröntgt werden muss. Bei einem D-Arzt kann man sicher sein,
dass der ein Röntgengerät hat. Das erspart möglicherweise
Lauferei.
Das kann ich nicht beurteilen, denn jeder Chirurg oder Orthopäde, unabhängig ob D- oder nicht D-Arzt, die ich in den letzten 25 Jahren aufsuchte, haben ein Röntgengerät.
Silly hat ausdrücklich auf die Ausstattung hinaus wollen. dazu
gehören übrigens auch noch großzügigere Öffnungszeiten als
Muss. Das ist, verbunden damit, dass man keinen Termin
braucht, auch oft der Grund, warum die Wartezeiten meist etwas
länger sind. (Es sei denn, man trägt den Kopf unterm Arm.)
Ich weiß ja nicht, wie oft Du bei einem D-Arzt bist, aber ich gehe seit 1985 jedes Jahr mindestens 1 - 2 x im Jahr zum D-Arzt, umzugsbedingt in verschiedenen Städten und da der eine oder andere Arzt auch mal in Rente geht auch innerhalb eines Ortes zu verschiedenen Ärzten. Ich kann keinen Unterschied, weder in der Ausstattung noch anhand von Öffnungszeiten feststellen. Allerdings ist die Wartezeit bei D-Ärzten in der Regel deutlich länger, als bei den anderen Orthopäden/Chirurgen die ich sonst noch aufsuche, weshalb ich persönlich dann, wenn es nicht die BG betrifft, zu einem anderen Orthopäden/Chirurgen gehe. Auch die Qualität der Arbeit schwankt von D-Arzt zu D-Arzt zum Teil erheblich.
Wir wissen nicht, ob es hier einen Arzt mit D-Zulassung braucht, weil wir nicht wissen, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt.
Es kann sein, daß sie die Arbeiten bei sich zu Hause ausgeführt haben. Es kann sein, daß es sich um eine nicht BG-relevante Nachbarschaftshilfe (einmal kurz hinlangen) gehandelt hat. Die Chance hierfür stehen 50:50.
Deshalb mein Einwand: Es muß nicht zwangsläufig ein BG-zugelassener Arzt sein, auch andere Ärzte sind nicht auf der Wassersuppe dahergeschwommen und zum Teil deutlich besser ausgestattet und fachlich kompetenter.
Gruß
Tina