Wie stellt man Kids ruhig? :)

Hi zusammen,

nein, ich frage nicht nach möglichen Drogen oder dergleichen. *lächel*
Aber mein Freund kam gestern völlig fertig aus der Schule. Nach einem weiteren Tag mit lauter 5 bis 7Jährigen (30!! Stück davon) brachte er nur noch „Die sind einfach zu laut.“ hervor und lag erstmal ne Stunde aufm Bett.
Hat vielleicht jemand nette Ideen, wie man die ruhig bekommt? Wenigstens ein bissl…so 10 Minuten oder so. *grins*

Lieben Gruß
Kel :smile:

Hi,

was macht dein Freund denn in der Schule?

Falls er Lehrer ist, sollte er sich mal zu einem Workshop anmelden:

Kinderpsychologie, Kommunikation o.ä.

gruss

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Hallo Kel,
vielleicht stellt er ihnen mal einfach was interessantes vor? Eine interessante Aufgabe, eine interessante Geschichte, ein interessantes Experiment?
Es gibt sogar Bücher über sowas…

Btw., oft klappt es, wenn man selber ganz leise wird und nicht den Lärmpegel noch selber erhöht, indem man immer lauter wird.

Ach ja, ab und an eine Pause kann auch Wunder wirken. Bei unserer Grundschule gibt es dazu von den Schülern mitgebrachte Kissen, mit denen man bei leiser Musik / leise vorgelesener Geschichte einfach mal leise mit dem Kopf auf dem Tisch und geschlossenen Augen zuhört und zur Ruhe kommt.

Gruß
Axel

Hi Axel, :smile:

vielleicht stellt er ihnen mal einfach was interessantes vor?
Eine interessante Aufgabe, eine interessante Geschichte, ein
interessantes Experiment?
Es gibt sogar Bücher über sowas…

Das versucht er schon, die quasseln trotzdem ständig. Das Problem ist, dass es eine Mischklasse ist (1. und 2. Schuljahr). Die eine Hälfte kann kaum den eigenen Namen richtig schreiben und der Rest hat letztes Schuljahr schon schreiben gelernt. Obwohl der Lehrplan darauf ausgerichtet ist und er zu differenzieren versucht und sie sogar in Gruppen aufteilt, damit sie (mit Hilfe einer anderen Lehrkraft) Dinge machen können, die für sie interessant sind.

Btw., oft klappt es, wenn man selber ganz leise wird und nicht
den Lärmpegel noch selber erhöht, indem man immer lauter wird.

Das hat er auch schon versucht, klappt wohl nicht so ganz. *lächel* Btw. mein Schatz wird eigentlich nie laut.

Ach ja, ab und an eine Pause kann auch Wunder wirken. Bei
unserer Grundschule gibt es dazu von den Schülern mitgebrachte
Kissen, mit denen man bei leiser Musik / leise vorgelesener
Geschichte einfach mal leise mit dem Kopf auf dem Tisch und
geschlossenen Augen zuhört und zur Ruhe kommt.

Pausen gibt’s spätestens nach 20 Minuten (was für einige Kids schon ne sehr lange Zeit ist) aber man kann ja auch nicht ständig den Unterricht unterbrechen. Ausserdem können sie auch sehr viel allein machen, soll heißen, sie müssen in diesen 20 Minuten nicht konzentriert seinem Gelaber zuhören sondern können alleine (oder in Gruppen) arbeiten und dabei zur Not auch mal gedanklich abschalten.

Hm, kennst du denn vielleicht irgendwelche Spiele, die beruhigen und die Konzentration ein wenig fördern?
Hast du Beispiele für die Bücher mit den Interessanten Fragen?
Wäre schön, noch was zu lesen.

Schönen Gruß und vielen Dank
Kel :smile:

Hi auch,

was macht dein Freund denn in der Schule?

*grins* Er versucht zu unterrichten.

Falls er Lehrer ist, sollte er sich mal zu einem Workshop
anmelden:

Soweit ich weiss, geht das hier nicht ohne weiteres und muss von der Schule genehmigt werden. Ausserdem liegt es, glaube ich, auch weniger daran, dass er keine Ahnung hat von Kinderpsychologie und dergleichen. Er hat einfach keine großartige Erfahrung in der Altersgruppe (auch wenn man die Theorie kennt, muss man dennoch in der Praxis Erfahrungen sammeln um beides erfolgreich verbinden zu können ). Das letzte mal war er während seinem Studium in dieser Klassenstufe. Danach hat er die 4./5. Klasse unterrichtet.

Es ist für ihn ne große Umstellung und besonders jetzt am Anfang (das Schuljahr hat vor eineinhalb Wochen angefangen) schwierig. Deswegen wären ein paar Tipps vielleicht hilfreicher anstatt ihn gleich als unfähig abzuschreiben und in nen Kurs zu stecken. Wie gesagt, die Theorie ist ja da…nur die Praxis fehlt.

Trotzdem vielen Dank.
Schönen Gruß
Kel

Re: Wie stellt man Kids ruhig? :smile:
Hallo, Kel,
meine Frau hat mir berichtet, das das Ausmalen von Mandalas oftmals etwas Ruhe in die Klasse bringt.
Hier zu den Grundlagen: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_A…
und hier eine Seite mit Mandalas zum runterladen und ausdrucken: http://www.free-mandala.com/de/start.html

Natürlich ganz allgemeine Grundsätze: Ruhephasen alternierend mit Bewegungsphasen. Und das restliche pädagogische Handwerkszeug.

In NRW wird ab diesem Einschulungsjahr auch dieser (meines Erachtens nicht glückliche) Versuch unternommen 1. und 2. Schj. zusammenzulegen, ohne dass die Klassen verkleinert werden und ohne dass die Lehrer auf diese Situation vorbereitet wären. Mit der Konsequenz, dass sich der verwaltungsmäßige Overhead noch vergrößert und durch die Zusammenlegung natürlich Lehrkräfte eingespart werden.
Die konzeptuelle Vorbereitung, die Differenzierungsarbeit, die intensive Beobachtung und Förderung der einzelnen Lerngruppen (von individueller Förderung ganz zu schweigen) wird durch diesen, am grünen Tisch ausgekasperten Verwaltungsakt bei „optimal“ belegten Klassen natürlich hinten herunter fallen.

Gruß
Eckard

Hallo Kel!

Bin zwar „nur“ Mutter, aber Kinder sind ziemlich fit im Einschätzen einer Person. Ob nun Lehrer oder nicht.

Wenn Dein Freund sich bereits nach 1,5 Wochen das Heft aus der Hand nehmen läßt, sollte er sich dringendst bei erfahrenen Lehrern Hilfe holen.

Hat er denn vorher nicht mal im Unterricht gesessen und wirklich keine Ahnung, was da in einer ersten Klasse auf ihn zukommt??

Nimmt die Unruhe im Lauf des Vormittages zu, oder geht es so von Anfang an im Unterricht?

Dann wäre die folgende Idee vielleicht etwas?

Meine Freundin, Grundschullehrerin, hat einen „Leisemax“.
Eine Plüschfigur, auf die energisch (!!) verwiesen wird, wenn es zu laut wird.

Meine Freundin sagt, es ist wichtig die Zügel am Anfang straff zu halten, um dann im Lauf der Zeit immer etwas lockerer zu lassen.
Das gibt den Kindern Sicherheit, denn sie kennen die relativ engen Grenzen.
Und man darf einzelnen Kindern, die besonders viel quatschen und stören auch sagen „sei jetzt ruhig“.

Grundsätzlich hast Du schon Recht, es ist sicher besser die Kinder ab und zu entspannen zu lassen.

Vielleicht mit einem gemeinsamen Lied? Das von Bewegung begleitet wird?

Sicher findet sich dazu etwas in der einschlägigen Lehrerliteratur …oder aber bei Kollegen.

Gute Nerven, Angelika

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etwas off topic
hi

Ach ja, ab und an eine Pause kann auch Wunder wirken. Bei
unserer Grundschule gibt es dazu von den Schülern mitgebrachte
Kissen, mit denen man bei leiser Musik / leise vorgelesener
Geschichte einfach mal leise mit dem Kopf auf dem Tisch und
geschlossenen Augen zuhört und zur Ruhe kommt.

Pausen gibt’s spätestens nach 20 Minuten (was für einige Kids
schon ne sehr lange Zeit ist) aber man kann ja auch nicht
ständig den Unterricht unterbrechen. Ausserdem können sie auch
sehr viel allein machen, soll heißen, sie müssen in diesen 20
Minuten nicht konzentriert seinem Gelaber zuhören sondern
können alleine (oder in Gruppen) arbeiten und dabei zur Not
auch mal gedanklich abschalten.

frage mich, warum heut soviel aufhebens um die ersten 2 schuljahre gemacht wird. kenne das von unserer nachbarin, deren kind ist jetz auch grad in die schule gekommen (sachsen) und was die da so erzählt hat: 5 verschiedene stundenpläne in 2 jahren, keine trennung zwischen klasse 1 und 2 mehr usw. ich war vor gut einem jahr beim praktikum in meiner alten grundschule. alphabet lernen nich mehr wie noch bei uns (bin vor 11 jahren eingeschult worden) bis weihnachten fertig, nee, heut isses glück, wenn man bis zun sommerferien durch is. und ein buchstabe muss immer mit allen sinnen nahegebracht werden. bsp: J. "j"oghurt essen mit verbundenen augen (schweinerei vorprogrammiert), "j"agen spielen durch die bänke und tische hindurch (verletzungsgefahr)…etc.! warum soviel kompliziertes? bei uns gabs 45 min unterricht von anfang an. basta! wir sind auch groß geworden, wir können auch lesen, rechnen, schreiben usw.
gruß
yvi

zu den mandalas
hi!

meine Frau hat mir berichtet, das das Ausmalen von Mandalas
oftmals etwas Ruhe in die Klasse bringt.
Hier zu den Grundlagen:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_A…
und hier eine Seite mit Mandalas zum runterladen und
ausdrucken: http://www.free-mandala.com/de/start.html

ich hab mir jetz mal welche runtergeladen um am computer etwas mit farbe damit rumzumatschen. jetz krieg ich aber nur graustufen hin (hab leider nur paint zur verfügung) ich hab schon in den attributen geguckt, es steht auf farbe. warum werden die bilder immer nur schwarzweis?
gruß
yvi

werden die bilder immer nur schwarzweiß?

Hallo, Yvi,
die Vorlagen sollten schwarz weiß sein, es sind Kopiervorlagen. Ausmalen sollen sie die Kinder mit Farbstiften, nicht Du mit dem PC :smile:
Gruß
Eckard

*rotwerd und schmunzel* ich mal aber doch soooooo gerne…(…aus, nich selber!)…:wink:
gruß
yvi

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Re^2: Wie stellt man Kids ruhig? :smile:
Hallo Eckard,

meine Frau hat mir berichtet, das das Ausmalen von Mandalas
oftmals etwas Ruhe in die Klasse bringt.
Hier zu den Grundlagen:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Programme/a_A…
und hier eine Seite mit Mandalas zum runterladen und
ausdrucken: http://www.free-mandala.com/de/start.html

Vielen Dank für den Link, wurde gleich gespeichert. Ich finde die Mandalas sehr schön. :smile:

In NRW wird ab diesem Einschulungsjahr auch dieser (meines
Erachtens nicht glückliche) Versuch unternommen 1. und 2.
Schj. zusammenzulegen, ohne dass die Klassen verkleinert
werden und ohne dass die Lehrer auf diese Situation
vorbereitet wären. Mit der Konsequenz, dass sich der
verwaltungsmäßige Overhead noch vergrößert und durch die
Zusammenlegung natürlich Lehrkräfte eingespart werden.

Das war eigentlich auch der Grund, warum er so ne Klasse bekommen hat. Die Lehrerin, die vorher diese Alterstufe unterrichtet hat, wurde entlassen. Die Schule kann sich einfach nicht mehr als 4 Lehrkräfte leisten um die 7 Klassenstufen zu unterrichten. Deswegen hat die Einführungsklasse jetzt ne Lehrerin, 1/2 ist zusammen, 3/4 und 5/6. Find ich auch nicht besonders toll. Vor allem, weil in jeder Klasse noch mindestens drei Leistungsgruppen vorhanden sind.

Die konzeptuelle Vorbereitung, die Differenzierungsarbeit, die
intensive Beobachtung und Förderung der einzelnen Lerngruppen
(von individueller Förderung ganz zu schweigen) wird durch
diesen, am grünen Tisch ausgekasperten Verwaltungsakt bei
„optimal“ belegten Klassen natürlich hinten herunter fallen.

Das wohl nicht gerade, aber es wird sehr schwierig. Besonders wenn Lehrer nicht richtig auf eine solche Situation vorbereitet werden.

Nochmal vielen Dank.
Kel :smile:

Hallo Angelika,

Bin zwar „nur“ Mutter, aber Kinder sind ziemlich fit im
Einschätzen einer Person. Ob nun Lehrer oder nicht.

Stimmt. :smile:

Wenn Dein Freund sich bereits nach 1,5 Wochen das Heft aus der
Hand nehmen läßt, sollte er sich dringendst bei erfahrenen
Lehrern Hilfe holen.

Ich denke nicht, dass er die Kontrolle über die Klasse verliert. Er gilt schon als recht strenger Lehrer und ist besonders am Anfang des Schuljahres nicht so der „liebe Papa“ mit dem man nur Unsinn machen kann. Aber es ist für ihn wohl sehr anstrengend, die Kiddis ständig zu ermahnen ruhig zu sein. Und um sie vor die Tür zu setzen, sind sie noch zu klein.

Hat er denn vorher nicht mal im Unterricht gesessen und
wirklich keine Ahnung, was da in einer ersten Klasse auf ihn
zukommt??

Er hatte das letzte Mal im Studium dieses Alter (und wollte es eigentlich nie wieder haben.)

Nimmt die Unruhe im Lauf des Vormittages zu, oder geht es so
von Anfang an im Unterricht?

Es nimmt im Verlauf des Tages wohl zu. Obwohl ich als Kind sicher auch unruhig geworden wäre, hätte man damals von mir verlangt von 9 Uhr morgens bis 3:30 Uhr am Nachmittag ohne Mittagsschlaf auszuhalten.

Dann wäre die folgende Idee vielleicht etwas?

Meine Freundin, Grundschullehrerin, hat einen „Leisemax“.
Eine Plüschfigur, auf die energisch (!!) verwiesen wird, wenn
es zu laut wird.

Ich werde es ihm mal vorschlagen. Er hat momentan so ne Ampel, die anzeigt, wie laut sie sein dürfen.

Meine Freundin sagt, es ist wichtig die Zügel am Anfang straff
zu halten, um dann im Lauf der Zeit immer etwas lockerer zu
lassen.
Das gibt den Kindern Sicherheit, denn sie kennen die relativ
engen Grenzen.
Und man darf einzelnen Kindern, die besonders viel quatschen
und stören auch sagen „sei jetzt ruhig“.

Ja, das kenne ich auch so und finde ich auch sehr gut. Klappt meist und er macht es ja auch. :smile:

Grundsätzlich hast Du schon Recht, es ist sicher besser die
Kinder ab und zu entspannen zu lassen.

Kann sein, dass es einfach daran liegt, dass die Kinder daheim keine Grenzen kennenlernen. Wenn ich nur höre, dass der Lover einer Mutter sie mit dem Baseballschläger verfolgt und die Kinder in der Schule mit nem Handy in nem separaten Raum verschanzt werden, während der Polizeihubschrauber über unserem Ort kreist. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es solchen Kindern zu Hause geht. *traurig den Kopf schüttel*

Vielen Dank.
Kel :smile:

Hi Yvi,

frage mich, warum heut soviel aufhebens um die ersten 2
schuljahre gemacht wird. kenne das von unserer nachbarin,
deren kind ist jetz auch grad in die schule gekommen (sachsen)
und was die da so erzählt hat: 5 verschiedene stundenpläne in
2 jahren, keine trennung zwischen klasse 1 und 2 mehr usw. ich
war vor gut einem jahr beim praktikum in meiner alten
grundschule. alphabet lernen nich mehr wie noch bei uns (bin
vor 11 jahren eingeschult worden) bis weihnachten fertig, nee,
heut isses glück, wenn man bis zun sommerferien durch is. und
ein buchstabe muss immer mit allen sinnen nahegebracht werden.
bsp: J. "j"oghurt essen mit verbundenen augen (schweinerei
vorprogrammiert), "j"agen spielen durch die bänke und tische
hindurch (verletzungsgefahr)…etc.! warum soviel
kompliziertes? bei uns gabs 45 min unterricht von anfang an.
basta! wir sind auch groß geworden, wir können auch lesen,
rechnen, schreiben usw.

Ich kenne das auch so. Wir waren damals bis Weihnachten fertig. Meine Mutter meinte neulich noch, dass ich auch nie solchen „Quatsch“ wie ne Bauecke, Kuschelecke und was sonst noch für Ecken in der Schule hatte.
Allerdings können viele Kinder heutzutage daheim nicht mehr abschalten. Der Fernseher ist an, Computer vielleicht auch noch, für Mittagsschlaf ist man ja auch schon viel zu alt…bla bla bla. Ist ja kein Wunder, wenn die da hyperaktiv werden und man für das Alphabet länger braucht.
Andererseits ist es aber auch so, dass nicht alle Kinder nach Schema F lernen können. Was für den einen vielleicht eine tolle Erklärung ist und sofort verstanden wird, bleibt für andere Kinder ein Buch mit sieben Siegeln. Deswegen versucht man heute den Lernstoff über so viele Kanäle wie möglich zu vermitteln. Dafür braucht man oft eben länger. Obwohl ich solche Lehrmethoden, wie du sie beschrieben hast, schon etwas extrem finde und sowas in meinem Klassenraum wohl nicht haben wollte.

Schönen Gruß und viel Spaß noch in der Schule
Kel :smile:

Hallo Kel,

ich will ja nichts verschreien, aber auch die kleinsten lernen sehr schnell mit welchem Lehrer sie so was machen können.

Die „gut-Freund“-Masche die manche beginnende Lehrer an den Tag legen, scheint mir zum scheitern verurteilt.
Ist ein bischen wie mit Hunden - die müssen einen auch als Rudelchef akzeptieren.

Gruß ivo

Hallo Kel,

gute Frage :wink:

Meine jüngere Tochter hatte in ihren ersten beiden Schuljahren eine ganz junge Lehrerin, die ihre erste Schulanfängerklasse betreute. Man dachte auf den ersten Blick, dieses „Mädchen“ (sorry !) würden diesen wilden Sauhaufen (nochmal sorry !) gar nienie in den Griff bekommen.

Ein Irrtum, die Frau hatte es supersuper drauf !

Erstens stellte sie von der ersten Minute an sehr ruhig und bestimmt, aber nicht mit besonders lauter Stimme klar, dass SIE die Chefin ist. Wie bei den Hunden, das hat jemand nett geschrieben *zustimm*.

Dann wurden SOFORT UND AM ERSTEN TAG verbindliche Regeln und Saktionen ausgemacht:

  1. Ein „Stillezeichen“: eine Hand auf den Mund, ein Arm in der Luft, ist das stumme Signal an die Klasse, absolut ruhig zu sein. Mit dem Versprechen, dass dann eine spannende Sache komme, hat die Lehrerin das auch toll durchgesetzt, auch wenn der Effekt „Spannung“ natürlich nur am Anfang das Bonbon war.

  2. „Karten“: Für Zuwiderhandlungen erst eine gelbe Karte, danach gelb-rot. Gelb-rot bedeutet, die Eltern werden zum Gespräch gebeten.

Am Anfang fanden unzählige Elterngespräche statt, die Eltern waren irritiert, wagten aber keine echten Widerworte *staun*.

  1. Feste Rituale, kurze Zeitspannen. Die Kinder wurden zum Beispiel bei Bedarf auch mitten in der Stunde nach draußen gejagt, und mußten um das Schulgebäude rennen. Das hat wohl geholfen.

  2. Noch was: Diese Klasse mußte sich morgens und nach der großen Pause als einzige der ganzen Schule zwei und zwei aufstellen und wurde von der Lehrerin abgeholt. Es gab eine feste Ordnung, wer an welcher Stelle marschieren mußte. So sammelten sich die Chaoten schon vor der ersten Schulstunde ein bißchen.

Das alles hört sich schrecklich reaktionär an und wurde auch von Kolleginnen belächelt, aber die Klasse ist schnell gut zusammengewachsen und fast alle Eltern waren im Laufe der Zeit absolut begeistert von dieser Lehrerin.

Meine (sehr ruhige) Tochter hat ADS (Träumertyp) und wird von Lärm sehr abgelenkt. Ihr kam die relative Ruhe in der Klasse sehr zugute. Jetzt hat sie leider eine komplett gegensätzliche Lehrerin, da war schon der erste Schultag nach den Ferien ein Graus, die Klasse randaliert, nix klappt :frowning:((((((.

Viel Erfolg Deinem Freund, vielleicht erzählst Du mal, wie es weiterging *neugierigbin*,

Inselchen

Hallo Inselchen, (schöner Nick)

Erstens stellte sie von der ersten Minute an sehr ruhig und
bestimmt, aber nicht mit besonders lauter Stimme klar, dass
SIE die Chefin ist. Wie bei den Hunden, das hat jemand nett
geschrieben *zustimm*.

Dann wurden SOFORT UND AM ERSTEN TAG verbindliche Regeln und
Saktionen ausgemacht:

Sowas macht mein Freund auch. Wird glaube ich auch allen Lehrern so geraten. Obwohl, weiss nicht, wie das in Deutschland ist. :smile:

  1. Ein „Stillezeichen“: eine Hand auf den Mund, ein Arm in der
    Luft, ist das stumme Signal an die Klasse, absolut ruhig zu
    sein. Mit dem Versprechen, dass dann eine spannende Sache
    komme, hat die Lehrerin das auch toll durchgesetzt, auch wenn
    der Effekt „Spannung“ natürlich nur am Anfang das Bonbon war.

Jepp, er hebt auch die Hand und es geht „3, 2, 1, Freeze“, dann sollten sie alle ruhig sein. *grins*

  1. „Karten“: Für Zuwiderhandlungen erst eine gelbe Karte,
    danach gelb-rot. Gelb-rot bedeutet, die Eltern werden zum
    Gespräch gebeten.

Das wäre mal was, aber die Lehrer dürfen die Eltern nicht eigenständig kontaktieren. Das muss alles über die Schulleitung gehen und Elterngespräche gibt’s nur an bestimmten Tagen, wobei da die meisten Eltern auch nicht auftauchen. *Kopf schüttel* Aber es ist eine gute Idee.

  1. Feste Rituale, kurze Zeitspannen. Die Kinder wurden zum
    Beispiel bei Bedarf auch mitten in der Stunde nach draußen
    gejagt, und mußten um das Schulgebäude rennen. Das hat wohl
    geholfen.

Um sich abzureagieren? Sehr schöne Idee. Leider kommt das bei der Schule auch nicht in Frage. Deswegen haben sie aber so viel Sportunterricht wie möglich. :smile:

  1. Noch was: Diese Klasse mußte sich morgens und nach der
    großen Pause als einzige der ganzen Schule zwei und zwei
    aufstellen und wurde von der Lehrerin abgeholt. Es gab eine
    feste Ordnung, wer an welcher Stelle marschieren mußte. So
    sammelten sich die Chaoten schon vor der ersten Schulstunde
    ein bißchen.

Hm, stimmt. Ist aber normal in der ganzen Schule und scheint sie nicht besonders zu beeindrucken. :smile:

Das alles hört sich schrecklich reaktionär an und wurde auch
von Kolleginnen belächelt, aber die Klasse ist schnell gut
zusammengewachsen und fast alle Eltern waren im Laufe der Zeit
absolut begeistert von dieser Lehrerin.

Ich finde das gar nicht schrecklich, sondern sehr gut und wenn es hilft um so besser. :smile:

Meine (sehr ruhige) Tochter hat ADS (Träumertyp) und wird von
Lärm sehr abgelenkt. Ihr kam die relative Ruhe in der Klasse
sehr zugute. Jetzt hat sie leider eine komplett gegensätzliche
Lehrerin, da war schon der erste Schultag nach den Ferien ein
Graus, die Klasse randaliert, nix klappt :frowning:((((((.

Sowas ist echt schade. Hoffentlich ist es nicht allzu schlimm für deine Tochter. Vielleicht bekommt sie ja nächstes Jahr wieder eine besser geeignete Lehrerin.

Viel Erfolg Deinem Freund, vielleicht erzählst Du mal, wie es
weiterging *neugierigbin*,

Inzwischen geht es schon ein bisschen besser. Einige der Kinder gehen jetzt mehrere Tage die Woche nochmal in die Einführungsklasse, weil sie eigentlich sowieso noch nicht ins 1. Schuljahr gehören. Sie wurden nur hochgestuft, weil sonst die legale Obergrenze der Klassengröße überschritten worden wäre. Mein Freund stellt sich wohl so langsam darauf ein. :smile:

Lieben Gruß und vielen Dank für die Tipps
Kel :smile:

Etwas spät, aber trotzdem „Hallo“,
grundsätzlich stellt sich die Frage, ob uns damit gedient ist Kinder ruhig zu stellen.Klar… wäre es einfacher ,sie wären es einfach… aber …Vielmehr scheint Schule nicht mehr geeignet zu sein, die Vielzahl von Eindrücken, Erfahrungen, Entbehrungen… eben den alltäglichen „Wahnsinn“, den auch Kinder zu jeder Zeit erleben Dürfen, in ein vertretbares Maß (zumindest aus Sicht der LeherInnen)an Lautstärke zurückzuführen.Vielleicht sollten wir den Status Quo einfach zur Kenntnis nehmen "Unsere Welt ist laut, bunt,grell… " , nicht von Kindern erwarten, was wir selber nicht (er)-leben können, sondern aus diesem- doch zumindest von Lehrkräften- empfundenen Manko nach Möglichkeiten suchen, die uns störenden „Un“-ruhe leben, benennen und ertragen zu lernen. Frei nach dem Motto: Kennst du deinen Feind, kannst du ihn besiegen…oder dir zum Freund machen.Platt, aber einfach ein Tipp: Mit den Kindern gemeinsam thematisieren …und Ruhe suchen. Sorry, Allgemeinplätze…Aber Kinder ruhig stellen ist …zu einfach…
Gru?

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