weiß = steril und ungemütlich
Hallo Lea,
Also, ich finde rein weiße Wände immer am besten, sie bringen
eine gewisse Ruhe für die Augen in eine Wohnung und haben den
Vorteil, dass man alles dazu kombinieren kann.
in meinem Schlafzimmer ist eine Wand rot, an der nächsten Wand ist das Fenster (mit farbigen Vorhängen), an der dritten Wand steht der Kleiderschrank, die vierte Wand ist nur weiß. Das finde ich nicht beruhigend sondern es blendet. Überhaupt nicht schön. Da nützt auch kein Bild mehr was, es blendet trotzdem.
Wenn also schon uni und unaufdringlich würde ich ein helles orange oder beige immer reinem weiß vorziehen. Auch diese Farben sind nicht so schwierig, dass man dazu nichts kombinieren könnte, aber verbeiten eine etwas gemütlichere Atmosphäre als weiß. Weiß sieht imho meistens sehr steril und ungemütlich aus.
Es wird kompliziert mit Textilien und Bildern und
Bilderrahmen, wenn diese nicht mit den Wandfarben harmonieren.
Naja, einen gewissen einheitlichen Stil sollte man schon haben. Aber das ist unabhängig von der Wandfarbe, es kann auch zu einer optischen Katastrophe werden, wenn die Wände weß bleiben. Bzw. sollte man natürlich Farben wählen, die auch zu einem selbst und seiner Einrichtung passen.
Stell Dir nur vor: Eine rostrote Wand und violette Bettwäsche:
Eine ästhetische Katastrophe!
Oder eine orangefarbene Küche mit Naturholzmöbeln:
Augenkrebs!!!
Mein Wohnzimmer ist orange und braun, mit Naturholzfußboden. Sieht super aus.
Was hälst du von lila Wänden mit „gestreiftem“ Holz? So ist meine Küche eingerichtet und lass dir sagen: Es sieht gut aus.
Genauso gut sieht übrigens mein Flur in halb Grasgrün, halb Dunkelgrün aus.
Man muss einfach auch mal ein bisschen was wagen, man sollte nur darauf achten, dass es auch zusammen passt. Das geht ganz einfach, indem man sich einige Farben aussucht, die man sich vorstellen kann und aus diesen Farben dann die raussucht, die am besten mit den Möbeln etc. harmoniert (Farbkarte dranhalten wirkt Wunder).
Und Farbe sollte man gezielt einsetzen. Das komplette Wohnzimmer uni in leuchtend orange hat natürlich wieder eine ganz andere Wirkung als die Farbe an ausgesuchte Wände, als Spiegel in Wischtechnick.
Mal abgesehen davon, dass Du bei einer Mietwohnung alles
wieder in einen weißen Zustand versetzen musst, wenn Du
ausziehst:
Das bedeutet nämlich, mindestens zweimal zu streichen, bevor
die Farbe nicht mehr zu sehen ist.
Das kommt jeweils auf die Farbqualität an. So deckt zB eine Farbe mit hohem Kreideanteil ganz anders als eine Farbe aus dem Fachhandel. Genauso gibt es Unterschiede bei den zu überstreichenden Farben, helle Töne muss man nicht unbedingt mehrfach überstreichen, schwarz hingegen (wer malt seine Wände schon alle schwarz?) wird natürlich nicht nach einmal weißen verschwinden.
Abgesehen davon hatte ich bisher immer Mietverträge, nach denen ich bei Auszug die Tapeten komplet entfernen musste, da musste ich nichts überstreichen. Man sollte also einfach mal in den Mietvertrag gucken, muss man die Wände blank hinterlassen spricht nichts gegen Farbe für die Zeit, in der man dort wohnt.
Und letztlich würde ich auch nicht 5 Jahre, die ich in der Wohnung vielleicht bleibe, ständig weiße Wände anstarren wollen, nur weil ich sie hinterher weiß übergeben muss. Die Zeit, die ich dafür in einer gemütlicheren Wohnung wohne wäre mir späteres weißen wirklich wert.
Vielleicht sehr stringent, diese „Wände-gehören-weiß-Haltung“
meinerseits, aber vielleicht eine Überlegung wert. Und
kostengünstiger kommt es auch.
Sofern man vernünftige weiße Farbe kauft und nicht irgendwelche Billigfarbe ist farbige Farbe (*g*) nicht wesentlich teurer.
Grüße,
Sue