Hallo!
Also, ich habe ein zukünftiges Badezimmer verdrahtet,
bestehend aus einer Wechselschaltung und zwei Steckdosen mit
einem 16er-Automaten als Vorsicherung und einem FI ausgelegt
für 30mA.
Du bist sicher Elektrofachkraft, wenn du solche Installationen ausführst.
Ich habe im Internet gelesen, der FI löst auch aus, wenn man
eine leitende Verbindung zwischen N und PE herstellt.
Halbwissen aus dem ach so allwissenden Internet! So kann man keinen FI prüfen. Ob er bei diesem „Test“ auslöst, kommt auf verschiedene Gegebenheiten an, aber nicht auf die ordnungsgemäße Funktion oder Installation.
Habe diese Verbindung mit einem Stück Draht hergestellt, der
FI hat aber nicht ausgelöst.
Na und?
Habe dann spasseshalber mal eine Verbindung mit dem
Neutralleiter und dem Heizungsrohr her gestellt, da hat der FI
dann ausgelöst.
Kauf dir doch mal spaßeshalber ein FI Prüfgerät. Z.B. das Profitest 0100 von Gossen Metrawatt. (netto 1330€) oder das Unitest 0100 (1600€ netto) von Beha. Natürlich jeweils ohne Zubehör wie Software. Damit kann man dann neben dem Auslösestrom auch die Berührungsspannung messen. Ach womit hast eigentlich den Isolationswiderstand gemessen? Mit dem Multimeter? Gar nicht? Dazu brauchst dann aber kein Extrameßgerät, die aufgeführten Geräte können das auch.
Für den Umgang mit diesen Geräten und die Beurteilung der Meßwerte ist allerdings etwas Fachwissen nötig. Das bekommt man in einer elektrotechnischen Ausbildung, z.B. einer Lehre zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.
Ist also deswegen zu erwarten, daß der FI im Fehlerfall nicht
funktioniert?
Solange die Schaltung nicht geprüft ist, ist selbstverständlich zu vermuten, daß sie NICHT funktioniert.
Bin mir sehr sicher, daß alles richtig angeschlossen ist.
Ach ich hab schon soooo viel gesehn…
Übrigens: Den halbjährlichen Test der FI-Mechanik darfst du nach fachgerechter Installation und Prüfung selbst machen. Prüftaste drücken, Schalter muß auslösen. Diesen auch wichtigen regelmäßigen Test macht komischerweise kaum einer.
Hans