Wie teste ich einen FI?

Also, ich habe ein zukünftiges Badezimmer verdrahtet, bestehend aus einer Wechselschaltung und zwei Steckdosen mit einem 16er-Automaten als Vorsicherung und einem FI ausgelegt für 30mA.

Wechselschaltung kann man ja einfach prüfen, auf den Steckdosen war auch 230V Aussenleiter gegen N und Aussenleiter gegen Schutzleiter.

Ich habe im Internet gelesen, der FI löst auch aus, wenn man eine leitende Verbindung zwischen N und PE herstellt.

Habe diese Verbindung mit einem Stück Draht hergestellt, der FI hat aber nicht ausgelöst.

Habe dann spasseshalber mal eine Verbindung mit dem Neutralleiter und dem Heizungsrohr her gestellt, da hat der FI dann ausgelöst.

Das hätte doch aber auch passieren müssen, wenn ich N und PE verbinde, oder?

Ist also deswegen zu erwarten, daß der FI im Fehlerfall nicht funktioniert?
Bin mir sehr sicher, daß alles richtig angeschlossen ist.

Hi,

hole Dir spaßeshalber einen Elektriker wenn Du genüsslich und sorgenfrei baden willst.
Es sei denn Du willst Deine Frau aufräumen.

Nein, Spaß beiseite.
Für Tests gibt es hierfür spezielle FI- Testgeräte.
Auch wenn Dein FI mit der Drahtbrücke auslösen würde kann nicht
davon ausgegangen werden das dieser bei 30mA auslösen würde.

Also, ich habe ein zukünftiges Badezimmer verdrahtet,
bestehend aus einer Wechselschaltung und zwei Steckdosen mit
einem 16er-Automaten als Vorsicherung und einem FI ausgelegt
für 30mA.

Wechselschaltung kann man ja einfach prüfen, auf den
Steckdosen war auch 230V Aussenleiter gegen N und Aussenleiter
gegen Schutzleiter.

Ich habe im Internet gelesen, der FI löst auch aus, wenn man
eine leitende Verbindung zwischen N und PE herstellt.

richtig

Habe diese Verbindung mit einem Stück Draht hergestellt, der
FI hat aber nicht ausgelöst.

Dann ist schon der Wurm drinn!

Habe dann spasseshalber mal eine Verbindung mit dem
Neutralleiter und dem Heizungsrohr her gestellt, da hat der FI
dann ausgelöst.

toller Spaß

Das hätte doch aber auch passieren müssen, wenn ich N und PE
verbinde, oder?

Ist also deswegen zu erwarten, daß der FI im Fehlerfall nicht
funktioniert?

ja

Bin mir sehr sicher, daß alles richtig angeschlossen ist.

nein

nicki

Hallo!

Also, ich habe ein zukünftiges Badezimmer verdrahtet,
bestehend aus einer Wechselschaltung und zwei Steckdosen mit
einem 16er-Automaten als Vorsicherung und einem FI ausgelegt
für 30mA.

Du bist sicher Elektrofachkraft, wenn du solche Installationen ausführst.

Ich habe im Internet gelesen, der FI löst auch aus, wenn man
eine leitende Verbindung zwischen N und PE herstellt.

Halbwissen aus dem ach so allwissenden Internet! So kann man keinen FI prüfen. Ob er bei diesem „Test“ auslöst, kommt auf verschiedene Gegebenheiten an, aber nicht auf die ordnungsgemäße Funktion oder Installation.

Habe diese Verbindung mit einem Stück Draht hergestellt, der
FI hat aber nicht ausgelöst.

Na und?

Habe dann spasseshalber mal eine Verbindung mit dem
Neutralleiter und dem Heizungsrohr her gestellt, da hat der FI
dann ausgelöst.

Kauf dir doch mal spaßeshalber ein FI Prüfgerät. Z.B. das Profitest 0100 von Gossen Metrawatt. (netto 1330€) oder das Unitest 0100 (1600€ netto) von Beha. Natürlich jeweils ohne Zubehör wie Software. Damit kann man dann neben dem Auslösestrom auch die Berührungsspannung messen. Ach womit hast eigentlich den Isolationswiderstand gemessen? Mit dem Multimeter? Gar nicht? Dazu brauchst dann aber kein Extrameßgerät, die aufgeführten Geräte können das auch.

Für den Umgang mit diesen Geräten und die Beurteilung der Meßwerte ist allerdings etwas Fachwissen nötig. Das bekommt man in einer elektrotechnischen Ausbildung, z.B. einer Lehre zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.

Ist also deswegen zu erwarten, daß der FI im Fehlerfall nicht
funktioniert?

Solange die Schaltung nicht geprüft ist, ist selbstverständlich zu vermuten, daß sie NICHT funktioniert.

Bin mir sehr sicher, daß alles richtig angeschlossen ist.

Ach ich hab schon soooo viel gesehn…

Übrigens: Den halbjährlichen Test der FI-Mechanik darfst du nach fachgerechter Installation und Prüfung selbst machen. Prüftaste drücken, Schalter muß auslösen. Diesen auch wichtigen regelmäßigen Test macht komischerweise kaum einer.

Hans

Viel Spaß beim Baden… *grins* Ich komme sicherlich nicht zu Besuch und Dusche bei Dir.

Erste Szene bitte genau ansehen :smile:)

http://youtube.com/watch?v=dAQdCxG9H4w

gruß
dennis

Hallo Dennis

Erste Szene bitte genau ansehen :smile:)

Die Szene weicht von der Wirklichkeit eines elektrischen Schlages erheblich ab.

  1. Wenn Wasser in die Wanne mit dem Fön läuft, geht das Licht nicht kurz aus und wieder an.
  2. Die Tussi bekommt keine Explosionsfrisur (ich weiß nicht wie ich das sonst nennen soll)
  3. In den Haaren fahren keine Blitze herum.
  4. Sie wird nicht rückwärts aus dem Bad geschleudert.

Und überhaupt: Was war das für ein Pfuscher? Die Steckdose befindet sich im Bereich 2, viel zu nah an der Wanne!

Wenn ein funktionierender Fehlerstromschutzschalter mit Nennfehlerstrom kleiner oder gleich 30mA eingebaut ist, so wird dieser in den meisten Fällen die Stromversorgung abschalten, bevor die Körperdurchströmung lebensgefährlich wird.

Als geeignete Methode, einen Fehlerstromschutzschalter zu prüfen, halte ich das im Spot Gezeigte aber trotzdem nicht.

Hans

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