Wie träge sind wir geworden?!

Hi
es geht durch alle Medien, aber es gibt keinen Aufschrei:
Wir sind im Wahlkampf, daher wird keine Politik mehr gemacht. Alle neuen Reformen und Entscheidungen müssen warten.
Ja spinn ich denn?
Diese gewählten Volksvertreter haben und zu vertreten, uns zu dienen. Da können sie nicht einfach schluss machen ein jahr vor einer Wahl.
Es gibt immer noch viel zu tun, und ob es populär ist oder nicht, wichtig ist es, dass es dem Land dient. Es kann doch nicht sein, dass um der Wahl willen, Deutschland jetzt stagniert.
Die sollen weiter ihre Arbeit machen. Es ist wohl eine Unverschämtheit wenn die jetzt einfach nur noch Wahlkampf machen.
Rente
Arbeitslosigkeit
Konjunktur
Da gibt es noch viel zu tun und vieles kann in einem Jahr zu spät sein (wo das erste Jahr dann durch Koalitionsverhandlungen verjubelt werden).
Wie träge sind wir geworden, dass wir das einfach so hinnehmen?
Sind wir wirklich so bequem oder so resigniert?
Mannomann

ganz einfach erklärt: den Politikern geht es nicht um das Wohlergehen des landes, sondern dem wohlergehen des eigenen Geldbeutels. Da aber Entscheidungen immer den Nachteil haben, verschiendene Gruppen zu verärgern, lässt man es lieber sein. Nach der Wahl geht´s dann wieder los. Dann ist es ja für die verärgerten zu spät. ! jahr reicht da vollkommen aus. Meist reicht sogar ein halbes Jahr. allzuviel länger reicht das Gedächtnis der Bevölkerung nicht aus.
Frag doch mal, warum Lafontain nicht mehr in der Regierung ist und welche Umsrände damals waren! Du wirst die Antwort bekommen: wer war das denn noch einmal? Ach, ja, der CDU-Politiker!?
Grüße
Raimund

Hallo Unbekannt und Raimund,

Diese gewählten Volksvertreter haben und zu vertreten, uns zu dienen.
Da können sie nicht einfach schluss machen ein jahr vor einer Wahl.

Wie träge sind wir geworden, dass wir das einfach so hinnehmen?
Sind wir wirklich so bequem oder so resigniert?
Mannomann

Klare Antwort: JA

ganz einfach erklärt: den Politikern geht es nicht um das Wohlergehen des
landes, sondern dem wohlergehen des eigenen Geldbeutels.
Raimund

Das ist die Erklärung

Wir sollten uns abgewöhnen, auf die Politiker zu schimpfen, die sind ganz normale Menschen wie wir auch und verhalten sich so wie wir, nämlich mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichsten Erfolg zu haben.

Früher gab es Adelige mit dem Privileg das Volk zu regieren, in der sogenannten Demokratie hat sich dasselbe Privileg eine kleine Gruppe von cleveren Leuten verschafft, man nennt sie Politiker, sonst kein Unterschied. Natürlich haben diese Leute Sorge, daß sie ausgewechselt werden. Sie versuchen das mit allen Mitteln zu verhindern, machen Gesetze und Verordnungen zu diesem Zwecke und mißbrauchen die Medien um sich dem Volke populär zu machen.

Ändern kann man das System nicht mit Schimpfen, eigentlich ist es nicht veränderbar, weil wir (als Masse), wie oben gefragt, zu träge, resigniert und bequem sind.

Die einzige Möglichkeit einer Änderung wäre eine starke persönliche Beteiligung von etwa 90% der Wähler an politischen Versammlungen, an Anwesenheit in Parteilokalen, Befragung der in der Politik arbeitenden um eine Kontrolle bis nach oben hin zu erwirken. Das ist doch nicht denkbar!

Also liebe Mitfrager in Sachen Politik, sehen wir lustig zu, wie sich die Cleverly’s ihre Taschen und die Taschen ihrer Familien füllen und fühlen wir uns brav als Bürger, die dies ermöglichen. Wenn ich jetzt jung wäre, wäre Politiker mein Traumberuf.

Grüße, Rudolf

Kann sich jemand vorstellen, daß es eine Demokratie geben könnte, in der die Regierung aus gehaltsempfangenden Beamten besteht, die nichts anderes tun, als den Weisungen von gewählten Volksvertretern zu folgen?

Soziale Marktwirtschaft aber ohne Berufspolitiker - wäre dies möglich?

Ein Volk, in der jeder Wahlberechtigte je eine Stunde pro Tag politisch kommuniziert und seine Meinung zur Diskussion und Abstimmung stellt?

Geht nicht, ok, dann bleibt uns nur das Schimpfen auf die Politiker.

Nein
aber es gibt einen Mittelweg

  1. Wenn die Wahlbeteiligung unter 50% liegt müssen alle Parlamentarier zurücktreten und dürfen nicht wiedergewählt werden in kein Amt
  2. Jedes Ministerium muss mit einem Menschen seiner Zunft besetzt werden. Wirtschaftsministerium mit jemandem aus der Wirtschaft, Verkehrsministerium mit jemandem der VVerkehr hatte, ne sorry, mit jemandem aus der Verkehsbranche etc.

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  1. Wenn die Wahlbeteiligung unter 50% liegt müssen alle
    Parlamentarier zurücktreten und dürfen nicht wiedergewählt
    werden in kein Amt

Und wennn die Wahlbeteiligung dauerhaft unter 50% liegt, gibt es in Deutschland freie Selbstverwaltung? Schöner Gedanke

  1. Jedes Ministerium muss mit einem Menschen seiner Zunft
    besetzt werden. Wirtschaftsministerium mit jemandem aus der
    Wirtschaft, Verkehrsministerium mit jemandem der VVerkehr
    hatte, ne sorry, mit jemandem aus der Verkehsbranche etc.

Dann hätten wir Lobbyismus pur. Z.B. im Landwirtschaftsministerium sieht man ja gerade, dass das nicht gerade eine erfolgsversprechende Politik bietet. Und Branche ist ja auch weit: Verkehr also z.B. ein VW-Manager oder doch besser von der Bahn oder ADAC oder VCD oder BUND oder ein Verkehrswissenschaftler oder reicht es ein Fußgänger zu sein???