Wie trifft/übt man als Rheinländer das vordere ch?

Für die Rheinländer ist ja das ‚ch‘ ein schwieriger Laut, manche haben ihn ganz verlernt, sagen Geschischte und Lischt, aber möschten sisch rischtisch ausdrücken lernen.

Wer weiß, mit welchen Übungen, man seine Zunge in die richtige Position bekommt. Ich weiß wohl, dass das ‚j‘ dem schon ganz gut entspricht, oder wenn man ‚hihihi‘ oft und schnell wiederholt, aber damit ist mir noch nicht geholfen. Ich bräuchte ganze Sätze, Wörter, andere Laute, über die sich die korrekte Stelle für die Zunge im Mund finden lässt.

Im Archiv habe ich viel über das Warum und Woher gefunden, aber nichts zum Wie. Vielleicht gibt es hier Logopäden, die was dazu wissen?

  • Danke schonmal für Hilfe!

in der logopädischen Therapie versuche ich mit den Patienten (meist Kinder) zunächst den Laut selbst zu isolieren. Die Kinder kommen ganz gut mit der Umschreibung „Hexenlachen“ zurecht. (die Hexe lacht „chichichi“. Also bist du mit dem „Hihi“ schon ziemlich gut dran. So sollen die Kinder den Laut zunächst einüben.
Wenn sie den Laut motorisch nicht bilden können, kann man über die Zungenmotorik herangehen. Für das -ch1- (so heißt dieser Laut) muss sich das Zungenmittelteil relativ breit machen. Am besten so weit, dass man mit den rechten und linken Backenzähnen auf die Zunge drauf beißen könnte. Hier kann einem tatsächlich das -j- wie in „Januar“ helfen.
Bei hartnäckigen Fällen kann man auch versuchen die Ausatemluft im Rachenraum zu stauen, wie man es bei einem „ki“ oder „gi“ tut. Die Zunge sollte sich dann, in Zusammenarbeit mit der Wangenmuskulatur normalerweise fast von alleine breit machen.
Der eigentliche Unterschied zwischen -chi- und -j- besteht quasi nur in der Stimmhaftigkeit bzw. Stimmlosigkeit…
Übungslaute kannst du in jedem Duden unter „ch“ oder „j“ finden. Und dann hilft nur üben, üben, üben…