ich hatte heute schonmal in einem anderem Board gepostet (habe das Psychologie-Board übersehen). Nun zu meinem Problem seit Montag habe ich eine immer schlechter werdende Stimmung. Mittlerweile kann ich nicht mehr Lachen und ich fühle mich leer, antriebslos und lustlos.
Tja - genau weiß ich nicht warum das so ist. Es kam plötzlich. Wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht habe ich zuviel Streß. Bei der Arbeit, privat zu hause (viel arbeit), fahrerei zu meiner Freundin und dann noch privat unternehmen, Sport - hm - ich kann nicht mehr. Das geht seit 3 Monaten so und kein Ende in Sicht.
Wie kann ich wieder eine bessere Stimmung bekommen, an meiner Situation kann ich zur Zeit gar nichts ändern. Hm - und eigentlich dachte ich auch - dass das gar nicht der Grund ist. Aber vielleicht ja doch??
Hab deinen anderen Artikel auch gelesen, muss zugeben, dass es wohl keine Allheil-Antwort gegen Depressionen gibt. Aber es gibt einige Menschen (gute Freunde), die einen aufmuntern können. Wenn das bei Dir schon so lange dauert (Du schreibst was von 3Monaten), dann wäre es vielleicht ratsam, sich mit einer Beratungsstelle in Verbindung zu setzen. Dort bekommst Du kostenlos sofort Tipps und Hilfe. Außerdem gibt es im Internet viele Seiten, die sich mit Depressionen beschäftigen und wo Du bestimmt auch hilfreiche Tipps bekommen kannst.
Meiner Meinung nach haben Dir die ersten 3 Poster hier klasse Tipps dazu gegeben, wie Du (wenn Du magst) zunächst selbständig versuchen kannst, Deine Stimmung wieder zu verbessern. Vor allem timekillers Empfehlungen sind richtig gut!
Ich habe auch noch eine kleine Anregung: Es müssen keine Depressionen sein. Es kann auch ein Burn-Out Syndrom oder ein beginnendes sein. Der Inhalt des folgenden Links behandelt das BOS und was man tun kann, um die Symptomatik zu überwinden:
Hallo Frank,
als ich Deine Artikel las, sprachst Du mir praktisch aus der Seele, vor ein paar Wochen ging es mir ebenso, ich hatte auch schon überlegt hier nachzufragen. Am Ende dieses Zustandes bekam ich eine Hirnhautenzündung, die mir zuerst eine Woche Krankenhausaufenthalt einbrachte und dann nochmal eine Woche absolute Ruhe zu hause. Danach ging es mir Stimmungsmäßig supergut.
Was ich nun im Nachhinein denke, ist, daß ich auch so eine Art Burn-out-Syndrom hatte, und echt mal ne Weile Ruhe nötig hatte. Wer gönnt sich das schon.
Vielleicht denkst Du über diese Möglichkeit nach, ich wünsche Dir jedenfalls gute Besserung!
Conny
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Hallo und guten Abend,
der Tipp „geregelter Tagesablauf“ ist goldrichtig. Zusätzlich kann ich dir nur sagen: viele Depressive Verstimmungen oder Depressionen sind Erschöpfungsdepressionen. Wenn man sich zu viel zumutet und „ausgebrannt“ ist (siehe auch Hinweis auf Burn-Out-Syndrom) sagt der Körper bzw. Geist: Schluss! Aus! Ende! Kann nicht mehr, will nicht mehr. Das schützt uns vor dem endgültigen Zusammenbruch, dem point of no return. Depressive Verstimmungen, Antriebsarmut signalisieren uns immer: Ruhe geben! Verschnaufen! Sich erholen! Sich etwas Gutes gönnen! Meist kommt nach kurzer Zeit wieder die Lust, nach außen zu gehen, nach draußen. Dauert dieser Zustand allerdings an und kannst du dir mit den paar Maßnahmen nicht selber helfen, so suche bitte einen Arzt oder Therapeuten auf. Auch wenn es nicht immer gut ist, Medikamente zu nehmen - manchmal sind sie nötig - aber nur von einem Arzt, dem du wirklich vertraust und der sich Zeit für dich nimmt!
Alles Gute!
Irene
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oft ist das Erste Gefühl, der Erste Gedanke (Viel Stress) der Richtige.
Tatsache ist, dass Deine depressive Stimmung schon seit 3 Monaten besteht- und genau seit dieser Zeit machst Du so weiter wie bisher. Das widerspricht jedem logischen Verstand- wenn ich es unverändert so belasse wie es ist, sollte ich mich nicht darüber beklagen.
Wir befinden uns oft in Situationen aus denen es unmöglich erscheint herauszukommen. Meistens fehlen uns simple Lösungsstrategien. Wir haben uns an bestimmte Zustände dermaßen GEWÖHNT, dass wir keine anderen Wege mehr erkennen. Der Lösungsansatz liegt ME im PROBIEREN und EXPERIMENTIEREN- dazu gehört Lebensgewohnheiten zu verändern. Die gewohnten Bahnen zu verlassen.
Wo Du anfangen möchtetst, bleibt Dir alleine überlassen- nur anfangen solltest Du.
Wenn Dein Körper Dir Signale sendet: „Ich kann nicht mehr“, dann solltest Du sie ernst nehmen. Der Körper reagiert mit KRANKHEIT. Wer krank ist sollte weniger, oder eine Zeit lang gar nicht arbeiten, um neue Kraft zu tanken. Ein Aufbäumen und dagegen steuern mit Zwang zu geregelten Tagesabläufen, ist in diesem Stadium IMHO ein zusätzlicher Kraftaufwand. Was zuviel ist- ist zuviel. Meine Devise wäre, es zuzulassen und nicht zu versuchen es zu BEWÄLTIGEN.
Tagesstrukturen lassen sich neu definieren und festlegen nach einer Phase der Erholung.
ich kenne das auch manchmal, daß ich mich leer, antriebs- und lustlos fühle. Es dauert auch manchmal relativ lange an. Wie bei Dir geht diese Stimmung oft mit großer Belastung einher. Du schreibst, daß Du nicht mehr kannst. Ist das kein Hinweis, womit Deine Stimmung zusammenhängen könnte? Wieso meinst Du, daß Du an Deiner Situation z.Z. nichts ändern kannst? Und wieso meinst Du, daß „das“ (was genau?) nicht der „Grund“ für Deine schlechte Stimmung ist? Unsere Stimmungen sind häufig von den Situationen, in denen wir uns befinden, und von dem, was wir tun, abhängig. Wenn Situationen und unser Handeln dazu führen können, wie wir uns fühlen, sollten wir dann nicht Situationen und Handlungen, die dazu führen, daß wir uns auf Dauer und dermaßen schlecht fühlen, ändern? Klar, manchmal geht es nicht. Und manchmal ist es auch sinnvoll, daß wir uns eine Zeit lang „durchbeißen“ (z.B. beim Lernen für eine Prüfung, der Arbeit an einem wichtigen Projekt). Aber es sollte auch eine Zeit kommen, in der wir nicht so stark belastet sind.
Wie wäre es, wenn Du Dir etwas weniger Belastungen (ein oder zwei Dinge von denen, die Du genannt hast, könntest Du weglassen) auflädst, um zu überprüfen, ob Deine Stimmung wirklich von Deiner jetzigen, streßreichen Situation abhängt? Wenn Du meinst, daß es nicht geht, dann hilft vielleicht wirklich nur, daß Du die Zähne zusammenbeißt und auf einen Zeitraum wartest, in dem Du z.B. Urlaub machen kannst.
danke für Deine Antwort. Naja - das einzige was ich weglassen kann, ist mein Sport. Aber dann geht es mir körperlich schlechter, da ich dann sofort Rückenprobleme bekomme.
Ansonsten kann ich an meiner derzeitigen Situation eben nichts ändern. Du fragtest, wie ich darauf komme, zu glauben, dass mein Tief nicht durch die Belastungen ausgelöst wurden. Nun ja - es ist ja nicht so, dass ich solche Belastungen früher nicht gehabt hatte. Gut vielleicht nicht die gleichen, aber eben ähnlich stark. Bisher konnte ich mit so etwas immer sehr gut umgehen. Warum jetzt nicht mehr?
An meinen Arbeitsbelastungen kann ich gar nichts ändern - außer meinen Beruf wechseln. Die private Arbeit am WE kann ich ebenfalls nicht ändern, da dies unfair gegenüber meiner Familie wäre, die ebenfalls am WE arbeiten. Zudem gibt es dort ein Termin, der unbedingt eingehalten werden muss, sonst bekomme ich Geldprobleme. Bliebe als letztes die hin- und herfahrerei, um meine Freundin zu sehen. Naja - sie sagt zwar auch zu mir, ich müsse nicht unbedingt zu ihr kommen, wenn es mir zuviel wird. Aber es ist so - dass sie eigentlich will, dass ich komme und ich ja auch. Tja - somit bin ich wieder am Anfang bis Januar kann ich kaum was ändern. Außer eben auch Sport verzichten, was ich ja zum Großteil auch schon tue. Folglich heißt das, ich muss mit meinen Problemen (auch Geldsorgen) leben. Aber wie schaffe ich das - ohne zu depressiv zu sein. Denn auch heute geht es mir nicht besser.
Danke.
Frank
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wie kommst Du darauf, dass ich seit 3 Monaten depressiv bin. Das bin ich erst seit letzter Woche. Davor hatte ich überhaupt keine Problem, ich hatte Spaß und ich fühlte mich auch nicht überbelastet.
Und hinsicht meiner Situation - habe ich in einem anderen link dargelegt, dass eine Änderung der Problematik zur Zeit nicht möglich ist. Das ich was ändern müsste - ist mir mittlerweile klar. Doch das allein ist es wohl nicht. Denn früher hatte ich oft solche - depressiven Phasen (hervorgerufen durch meine üble Schulzeit - meine Mitschüler waren wirklich nicht nett). Doch seit ich mit meiner Freundin zusammen bin - gab es das nie wieder und ich dachte ich hätte auch mit der Vergangenheit meinen Frieden gefunden.
Wie dem auch sei - eine Änderung meiner Lage wäre toll - ist aber derzeit wirklich nicht durchsetzbar. Krank hin oder her. Die Frage ist eher - wie mache ich das beste aus meiner misslichen Lage.
Danke für Deine Antwort.
Frank
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eine kleines Missverständnis, meine depri. Stimmung hält nicht seit 3 Monaten an. Nein - erst seit letzer Woche Montag. Seit 3 Monaten bin ich unter der von mir beschriebenen starken Belastung. Naja - Freund sind ganz gut - wenn ich die mal sehen würde. Die haben meistens keine Zeit. Wenn ich so darüber nachdenke - fühle ich mich etwas im Stich gelassen - aber was solls, ich will auch keinem zur Last fallen.
hm. Ok - danke für die Antwort.
Frank
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Du sprachst von Rückenproblemen, die haben oft mit depressiven stimmungen einen zusammenhang. dAs die Depression auf den Körper wie zB Rücken schlägt ist bekannt, aber das die körperliche Ursache des Rückenproblems auch die gleiche sein kann wie die ursache der Depression ist weniger bekannt.
Frage: Hast Du noxch andere körperliche Auffälligkeiten, wie zb aufgeblasenes Bäuchlein, trockene Haare/Haut, Verstopfung/Durchfall, oder sonst was?
Je nach Antwort mkann ich Dir weiterhelfen