Wie umgehen mit wiederholten Inkasso SMS wegen angeblicher Sexdienstleistungen

das letzte SMS über 495 €uro kommt von Riskor Inkasso mit CZ Iban und droht mit Gerichtsvollzieher und Zwangsvollstreckung wegen einer fast 1 Jahr zurückliegenden angeblichen Sexdienstleistung monströsen Umfangs
vorher kamen die SMS von Ventus Inkasso und wer weiß, was jetzt noch namentlich an Inkassofirmen " aufgemacht " wird

soll ich zur Polizei oder diesen " Verkehr " in den Mülleimer abspeichern?

Wie sagte schon Karl Valentin? Noch nicht einmal ignorieren!

Merke: Wenn jemand wirklich was von dir will, dann schickt er dir so ein altmodisches Papierstück mit schwarzen Symbolzeichen drauf (aka „Brief“).

Hallo,

Inkasso-Verfahren per SMS. Die Betrüger in Tschechien werden immer simpler. Aber offenbar werden ihre Opfer auch immer einfältiger finden sie auch auf diesem Weg genügend einfältige Opfer, sonst würden sie sich mehr Mühe geben.

Auch in Tschechien schicken echte Inkasso-Firmen ihre Rechnungen per Post. Wie schon @nurmitlesen schrieb: noch nicht mal ignorieren!

Falls beide Nachrichten vom selben Absender stammen, diese Nummer im Telefon auf die Blacklist setzen, schon wird man nicht mehr genervt.

Grüße
Pierre

P.S.: kurze Erklärung zu meinem nicht ganz sachlichen Kommentar. Hier im Forum haben vor einigen Monaten ein paar verunsicherte Nutzer ähnliche Erfahrungen gepostet. Damals kamen die „Forderungen“ noch per E-Mail herein. Aber das System war das selbe: immer mal wieder geänderte angebliche Firmennamen, Kontonummern und Beträge.

Tach,

jetzt versuchen die es also per SMS.

Eine kurze Anleitung:

Früher lag diesen Inkasso-Versuchen stets ein (natürlich irrtümlicher, ganz real aber recht schnell beendeter) Anruf bei „so einer Nummer“ vor.

Dann folgte ein Anruf von [Paketdienstleister], man habe ein Paket mit unleserlicher Adresse, aber die Telefonnummer des Adressaten sei noch erkennbar gewesen. An wen und wohin solle man das Paket zustellen?
(Ganz doofer Trick, um zur Nummer einen Namen und Adresse zu bekommen.)

Eigentlich kommen dann Briefe.

  1. Mit jedem Brief steigt die Forderung.
  2. Mit jedem x-ten Brief wechsel das Inkasso-Unternehmen, dabei existieren alle Unternehmen wohl maximal auf dem Papier und haben noch nicht einmal vernünftige Webseiten und individuelle E-Mail-Adressen.
  3. Irgendwann sinkt die Forderung als „letztes Angebot“.
  4. Die Anzahl der letzten Angebote variiert.
  5. Irgendwann ist Ruhe.

Bei diesem Vorgehen antwortet man höchstens genau einmal auf den ersten Brief mit „Der Angeschriebene hat die von Ihnen bezeichnete Dienstleistung nicht bezogen. Offenbar haben Sie eine falsche Adresse.“

SMS ist natürlich billiger für den Massenversand solcher Forderungen.
Hier kann man mit Gewissheit sagen, dass solche SMS gesperrt und gelöscht gehören - OHNE jede Reaktion. Man sollte aber darauf gefasst sein, dass irgendwann mal jemand versucht, die Adresse zu der Nummer herauszufinden.

Hellhörig sollte man werden, wenn auf einmal ein deutsches Inkasso-Unternehmen schreibt. Hier sollte die Forderung nochmals energisch bestritten werden.

Absolute Handlungsnotwendigkeit besteht erst, wenn ein Mahnbescheid zugestellt wird, hier sind unbedingt Widerspruchsfristen zu wahren.

Ich habe gerade mal ein bisschen zum Tschechien-Sex-Inkasso gesucht, deutsche Inkassounternehmen oder gar ein echter Mahnbescheid findet sich da bislang nicht.

Kleiner Beitrag.
Hab hier, weil ein ähnlicher Fall, in Prag etwas recherchiert. Die angebliche Inkassofirma war an der angegebenen Adresse nicht gemeldet, im Handelsblatt nicht eingetragen.
So eine SMS ist genauso ernst zu nehmen, wie die Tel.Anrufe am SonntagMorgen, die anfangen:„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen…“
Sch

1 Like

Ich glaube, es wäre gut für die Allgemeinheit, wenn man sowas z. B. hier meldet:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/Rufnummernmissbrauch/Beschwerdeeinreichen/beschwerdeeinreichen-node.html