Wie unabhänig sind Verbraucherschützer?

Hallo meine Frage bezieht sich darauf wie unabhänig sogenannte Verbraucherschützer sind egal ob Stiftung Warentest oder andere Tester von Banken und Versicherungen.
Oder andere Frage wie sich solche Unternehmen finanzieren?
Weiß da jemand mehr zum nachlesen ?

Danke für eure rege Teilnahme

Ela

hallo Ela,
ich glaube, die meisten versuchen wirklich neutral zu sein. Versuchen: deswegen, weil sie halt auch nur menschen sind.

  1. sind sie ebenso den Gefühlen und der Werbung (Beeinflußung) ausgesetzt, wie andere auch.
  2. Sehr oft sind sie keine Fachleute. Es ist halt was anderes, ob ich eine Waschmaschine oder eine krankenversicherung teste.
  3. würde ich jedem misstrauen, der von der Werbung und vom Verkauf lebt (ja, auch Vertretern). Ich bekomme immer das große Grinsen, wenn jemand sagt, er traut nur seiner Bank. Die sind genauso ein gewinnmaximiertes Unternehmen, wie jedes andere auch. Wenn der Banker der Pfefferminzia sagen würde: „unsere Fonds (pfefferminzia-Fonds) sind zwar gut… doch die von der Volksbank sind besser.“ dann kann er das einmal sagen… aber nur hinter vorgehaltener Hand zu seinem Freund. sonst fliegt er. Fristlos.
    Kannst Du Dir vorstellen, dass die Zeitschrift… sagen wir mal MANAGER von der XY-Versicherung sagen würde, dass sie eine der schlechtesten Versicherungen auf dem markt ist, wenn diese sogar in der gleichen Ausgabe eine ganzseitige Anzeige schaltet? Dem Journalisten würde der Chefredakteur die Haare und die Ohren einzeln ausreißen! ich kann mich noch gut an einen Bekannten von mir erinnern. Der war bei einem Rundfunk beschäftigt. Er hatte immer die neuesten Headskier, Skistifel… Kostenlos!
    Bei Vergleichsfirmen kann man leider auch nicht immer davon ausgehen, dass sie neutral sind. Eine sehr bekannte hat zugleich den Vertrieb einer Gesellschaft mit übernmmen. Rate mal, an welcher Stelle diese Versicherung im Vergleichsprgramm steht? Richtig!
    M&M ist zwar relativ gut bei LV und Kranken… doch von BUR haben die keinen blaasen Schimmer. Hat deren ehemaliger Chef auch zugegeben. Da wird halt das übernommen, was die Gesellschaft schickt… kritiklos. deswegen haben auch fast alle 5 Sterne als Qualitätszeichen. Herausragend aus so etwas ist CK-Conzepte. Warum? Nun, sie haben sich auff 2 produkte konzentriert: BUR und LV. Aber im Gegensatz zu anderen beurteilen die z.B. die BUR nach den Leistungskriterien, die in den VBB stehen (also, was einklagbar ist). Desweiteren verwenden die einen Fragenkatalog eines vereidigten Versicherungsberaters (30 Fragen). Bei der LV haben sie aller dings nur die Kapital-LV getestet. Das geht auch nicht anders. Sie testen nämlich nicht das Geschwafel der Gesellschaft, sondern die Versprechen mit der Auszahlung. Und das immer in einer 10-Jahres Spanne. Da kommt so einiges eigenartige heraus. Doch die fondsgebinden fehlen…noch! Die gibt es noch nicht so lange bei uns in D.
    Grüße
    Raimund

hallo Ela,
hierzu habe ich gerade was auf den Tisch bekommen:
Heinz Gerlach (bekannt als unabhängiger, neutraler Kapitalanlagenschützer…) erhielt Umsatzbeteiligung von Rosche Finanz.
Rosche Finanz hat einen Anlageskandal produziewrt, dessen Schaden in die hunderte Millionen geht. Gerlach hatte in seinem Blättchen diese Anlage als besonders gut bezeichnet („Nachahmenswert“). als von ihm getestet. Jetzt kommt heraus, dass er 0,4% lfd. Umsatzbeteiligung erhielt. Rechne mal aus, was der erhalten hat! Geh mal nur von 100.000.0000 DM aus.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Doch die fondsgebinden fehlen…noch! Die gibt es

noch nicht so lange bei uns in D.

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die ersten Fondgebundenen Anfang der 70er in D angeboten wurden. Oder irre ich mich da ?

Grüsse

Sven

hallo Sven,
da irrst Du dich nicht. Die erste war Eqity & Life…Ende der 70er. Die Sali war auch eine der ersten. Aber wesentlich später.
Anfangs rümpften die deutschen LV´s die Nase über dieses „proletarische Fußvolk“ aus England. Warnten vor diesen Tarifen. Sie hätten dagegen immer die Sicherheit des Kunden im Auge, außerdem seien Tarife, die teils über 10% Gewinn abwarfen kriminell…Und ähnliches dummes Zeug. Bis sie merkten, dass die ihnen langsam aber sicher das Wasser abgegraben haben. Dann kam auch noch der böse Meier, der vor Gericht erkämpfte, dass bestimmte Kapital-LV´s als Betrug bezeichnet werden dürfen.
Kurz, sie brachten alle eigene fondsgebundene Tarife.
Leider sind diese alle noch nicht alt genug, um vom Versprechen tatsächlichem Gewinn her verglichen werden zu können.
Hat zwar mit diesem Thema nichts zu tun:
kannst Du Dich noch erinnern, als alle Banken laut tönten, dass Kapitalanlagen, die 9, 10 und mehr % erwirtschaften höchste Spekulationen sind? Dass so etwas mit Warentermingeschäft zu vergleichen ist? Sieh Dir mal die Fernsehwerbung an: heute werben sie (ich glaube die Volksbank) mit Gewinnen von bis zu 40%.
Was haben die früher mit den Renditen über 6% gemacht?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

da irrst Du dich nicht. Die erste war Eqity & Life…Ende der
70er. Die Sali war auch eine der ersten. Aber wesentlich
später.

das sind aber eher die britischen LV (siehe auch Clerical Medical). Was mir in Erinnerung schwebt ist, dass auch irgendeine dt. Vers.-Gesellschaft Anfang der 70er schon eine (im Verkauf mäßig erfolgreiche) FLV angeboten hat.

Anfangs rümpften die deutschen LV´s die Nase über dieses
„proletarische Fußvolk“ aus England. Warnten vor diesen
Tarifen. Sie hätten dagegen immer die Sicherheit des Kunden im
Auge, außerdem seien Tarife, die teils über 10% Gewinn
abwarfen kriminell…Und ähnliches dummes Zeug.

Das kann man sich heute noch anhören. Habe vor kurzer Zeit meine vermietete Eigentumswohnung umfinanziert und tilge jetzt über Clerical Medical. Ich denke, eine Versicherung, die es seit 1824 gibt und die noch nie ihre Renditeversprechen verlassen musste (auch nicht im 1. und 2. Weltkrieg, trotz hohem Aktienanteil) kann nicht unseriös sein. Ausserdem ist die britische Versicherungsaufsicht nicht so ein zahnloser Tiger wie die dt. Aufsicht.

Bis sie

merkten, dass die ihnen langsam aber sicher das Wasser
abgegraben haben. Dann kam auch noch der böse Meier, der vor
Gericht erkämpfte, dass bestimmte Kapital-LV´s als Betrug
bezeichnet werden dürfen.

Gegen den die dt. LV heute noch Gerüchte streuen…

Kurz, sie brachten alle eigene fondsgebundene Tarife.
Leider sind diese alle noch nicht alt genug, um vom
Versprechen tatsächlichem Gewinn her verglichen
werden zu können.

Und in den KLV sind sie von ca. 15% Aktienanteil auf ca. 30% hochgestiegen, allerdings in der Aktienhausse von 1999/2000 und wundern sich nun, dass die stillen Reserven plötzlich erheblich weniger wert sind. Da lobe ich mir doch das langfristige Engagement der CM.

Hat zwar mit diesem Thema nichts zu tun:
kannst Du Dich noch erinnern, als alle Banken laut tönten,
dass Kapitalanlagen, die 9, 10 und mehr % erwirtschaften
höchste Spekulationen sind? Dass so etwas mit
Warentermingeschäft zu vergleichen ist? Sieh Dir mal die
Fernsehwerbung an: heute werben sie (ich glaube die Volksbank)
mit Gewinnen von bis zu 40%.
Was haben die früher mit den Renditen über 6% gemacht?

Vielleicht an die Aktionäre ausgeschüttet ? Und immer wurde das Märchen erzählt, man bräuchte die stillen Reserven um den Kunden in schlechten Zeiten doch noch eine gute Rendite bieten zu können. Und jetzt ? Wir haben schlechte Zeiten, die stillen Reserven sind weniger wert und statt es den Kunden zu geben (wie war das noch mit der Senkung der Prognosen ?) werden die Aktionäre mit Dividenden bedient.

Grüsse

Sven

hallo Sven

da irrst Du dich nicht. Die erste war Eqity & Life…Ende der
70er. Die Sali war auch eine der ersten. Aber wesentlich
später.

das sind aber eher die britischen LV (siehe auch Clerical
Medical). Was mir in Erinnerung schwebt ist, dass auch
irgendeine dt. Vers.-Gesellschaft Anfang der 70er schon eine
(im Verkauf mäßig erfolgreiche) FLV angeboten hat.

Das wäre mir neu! Ist auch ziemlich unwahrscheinlich.

Anfangs rümpften die deutschen LV´s die Nase über dieses
„proletarische Fußvolk“ aus England. Warnten vor diesen
Tarifen. Sie hätten dagegen immer die Sicherheit des Kunden im
Auge, außerdem seien Tarife, die teils über 10% Gewinn
abwarfen kriminell…Und ähnliches dummes Zeug.

Das kann man sich heute noch anhören. Habe vor kurzer Zeit
meine vermietete Eigentumswohnung umfinanziert und tilge jetzt
über Clerical Medical.

Da hast Du eine der besten genommen.

Ich denke, eine Versicherung, die es
seit 1824 gibt und die noch nie ihre Renditeversprechen
verlassen musste (auch nicht im 1. und 2. Weltkrieg, trotz
hohem Aktienanteil) kann nicht unseriös sein. Ausserdem ist
die britische Versicherungsaufsicht nicht so ein zahnloser
Tiger wie die dt. Aufsicht.

Auch richtig. Nur haben wir Deutsche ein Problem: es kann nicht sein, dass es irgend wo auf der Welt etwas gibt, das besser ist, als Made in Germany.
Eigentlich müssten 90% der Kapitallebensversicherten, die noch einige Zeit vor sich haben ihre LV auflösen (mit einem gewissen Verlust, klar) und in die z.B. C+M stecken und weiter zahlen. Der Erfolg wäre durchschlagend. Auch die Altersversorgung der C+M ist hervorragend. Aber das ist ein anderes Thema.

Bis sie

merkten, dass die ihnen langsam aber sicher das Wasser
abgegraben haben. Dann kam auch noch der böse Meier, der vor
Gericht erkämpfte, dass bestimmte Kapital-LV´s als Betrug
bezeichnet werden dürfen.

Gegen den die dt. LV heute noch Gerüchte streuen…

Kurz, sie brachten alle eigene fondsgebundene Tarife.
Leider sind diese alle noch nicht alt genug, um vom
Versprechen tatsächlichem Gewinn her verglichen
werden zu können.

Und in den KLV sind sie von ca. 15% Aktienanteil auf ca. 30%
hochgestiegen, allerdings in der Aktienhausse von 1999/2000
und wundern sich nun, dass die stillen Reserven plötzlich
erheblich weniger wert sind. Da lobe ich mir doch das
langfristige Engagement der CM.

Und die Garantie für die bereits erwirtschafteten Gewinne.

Hat zwar mit diesem Thema nichts zu tun:
kannst Du Dich noch erinnern, als alle Banken laut tönten,
dass Kapitalanlagen, die 9, 10 und mehr % erwirtschaften
höchste Spekulationen sind? Dass so etwas mit
Warentermingeschäft zu vergleichen ist? Sieh Dir mal die
Fernsehwerbung an: heute werben sie (ich glaube die Volksbank)
mit Gewinnen von bis zu 40%.
Was haben die früher mit den Renditen über 6% gemacht?

Vielleicht an die Aktionäre ausgeschüttet ? Und immer wurde
das Märchen erzählt, man bräuchte die stillen Reserven um den
Kunden in schlechten Zeiten doch noch eine gute Rendite bieten
zu können. Und jetzt ? Wir haben schlechte Zeiten, die stillen
Reserven sind weniger wert und statt es den Kunden zu geben
(wie war das noch mit der Senkung der Prognosen ?) werden die
Aktionäre mit Dividenden bedient.

Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

das sind aber eher die britischen LV (siehe auch Clerical
Medical). Was mir in Erinnerung schwebt ist, dass auch
irgendeine dt. Vers.-Gesellschaft Anfang der 70er schon eine
(im Verkauf mäßig erfolgreiche) FLV angeboten hat.

Das wäre mir neu! Ist auch ziemlich unwahrscheinlich.

gefunden !!!
schau mal hier: http://www.herold.de/unternehmen/historie/1972.html

Da hast Du eine der besten genommen.

Hat mich auch ca. 1 Jahr Suche mit Hindernislauf gekostet. Stolperfallen waren Banken mit eigenen Bausparkassen, Allfinanz-Berater (oder eher -Verbrater ?), deutsche LV-Gesellschaften usw.

Eigentlich müssten 90% der Kapitallebensversicherten, die noch
einige Zeit vor sich haben ihre LV auflösen (mit einem
gewissen Verlust, klar) und in die z.B. C+M stecken und weiter
zahlen. Der Erfolg wäre durchschlagend. Auch die
Altersversorgung der C+M ist hervorragend. Aber das ist ein
anderes Thema.

Gut finde ich auch, dass bei der CM die Gebührenstruktur sehr offensichtlich ist. Natürlich sind die auch kein Wohlfahrtsverein, im Gegensatz zu den deutschen LV war für mich aber die Transparenz ein wesentliches Argument.

Und in den KLV sind sie von ca. 15% Aktienanteil auf ca. 30%
hochgestiegen, allerdings in der Aktienhausse von 1999/2000
und wundern sich nun, dass die stillen Reserven plötzlich
erheblich weniger wert sind. Da lobe ich mir doch das
langfristige Engagement der CM.

Und die Garantie für die bereits erwirtschafteten Gewinne.

Was mich dazu bewegt hat, die CM einem Fond-Sparplan vorzuziehen, denn insbesondere in Verbindung mit einer Immo-Finanzierung hat der Aktienfond zu viel Risiko.

Grüsse

Sven