Wie 'undokumentierte MoBo-Voltages' herausfinden?

hi exp’ies,

jeder kennt das spiel noch aus den socket-7-zeiten:
das manual des motherboards zeigt dir, mit welcher jumperkonfiguration du 2,8 bis 3,3 volt erzeugst. aber die interessanten bereiche unterhalb von 2,5 waren oft undokumentiert.

dafür gab es dann spezialisten, die z.b. rausfanden, daß das gleichzeitige jumpern von 2,6 und 3,2 genau 2,2 volt ergibt. danke für die vorarbeit, aber:

wie haben die das gemessen?

  • mit / ohne cpu?
  • wo plus / wo minus?
  • am jumper / am socket?
  • im laufenden betrieb / mit normal angeschlossenem netzteil?

lg, pit

Moin

  • mit / ohne cpu?

Es gibt Dummy-CPU’s für den Einsatz in Dual-Server-Boards auf denen nur eine CPU installiert ist. Damit gehts.

  • wo plus / wo minus?

An den Pin’s die laut Spec minus und plus im Sockel führen.

  • am jumper / am socket?

Socket.

  • im laufenden betrieb / mit normal angeschlossenem netzteil?

Strom muss schon da sein, OS nicht.

cu

Es gibt Dummy-CPU’s für den Einsatz in Dual-Server-Boards auf
denen nur eine CPU installiert ist. Damit gehts.

Hallo,

das sind aber nicht nur Teile, mit denen man die Leitungen nach außen verlängert, sondern Terminatoren, die die Signale natürlich verfälschen können. Ich würde eher mit eine Nadel direkt an den Pins messen.

Gruß

Matthias

Moin

das sind aber nicht nur Teile, mit denen man die Leitungen
nach außen verlängert, sondern Terminatoren, die die Signale
natürlich verfälschen können. Ich würde eher mit eine Nadel
direkt an den Pins messen.

Ja, aber dann liegt doch gar keine Last auf den Pins, das kann doch auch nicht der richtige Weg sein ? Oder wisste du von „hinten“ mit aufgestecker CPU messen ?

cu

Hallo,

das sind aber nicht nur Teile, mit denen man die Leitungen
nach außen verlängert, sondern Terminatoren, die die Signale
natürlich verfälschen können. Ich würde eher mit eine Nadel
direkt an den Pins messen.

Man kann sich auch die Schaltung des Spannungsregulators herauszeichnen, das verwendete IC kennt man ja und die grundsätzliche Beschaltung steht im Datenblatt. Dann „sieht“ man wie die Jumper verschaltet sind und den Rest kann man dann einfach berechnen.

MfG Peter(TOO)

Ja, aber dann liegt doch gar keine Last auf den Pins, das kann
doch auch nicht der richtige Weg sein ? Oder wisste du von
„hinten“ mit aufgestecker CPU messen ?

cu

Hallo,

wieso sollte „Last“ an den Pins anliegen ? Die Versorgungsspannung ist die Spannung, die zur Verfügung gestellt wird, nicht die, die aufgrund einer anliegenden „Last“ übrigbleibt.

Gruß

Matthias

Moin

Ja, aber dann liegt doch gar keine Last auf den Pins, das kann
doch auch nicht der richtige Weg sein ? Oder wisste du von
„hinten“ mit aufgestecker CPU messen ?

wieso sollte „Last“ an den Pins anliegen ? Die
Versorgungsspannung ist die Spannung, die zur Verfügung gestellt
wird, nicht die, die aufgrund einer anliegenden „Last“
übrigbleibt.

Ersten schalten 80% aller Boards die Versorgungsspannung ab wenn nix im Sockel drin ist (schon wegen der Temperatursonde) zweitens ist das eine geregelte Spannung (Grobe Erklärung, die e-brett wissens eh besser):

Der Strom wird der Last angepasst so dass die richtige Spannung rauskommt. Theoretisch stimmt die Spannung dann auch ohne Last, praktisch versagt die Regelung aber wenn die Last zu klein (oder zu gross) wird. Beispiel:  Speed-step-CPU’s auf billigen Motherboards. Bei den ersten Modellen stieg die Versorgungspannung im Langsam-modus um 15-20% im Vergleich zum Sollwert. OK, für eine grobe Abschätzung der Sollspannung reicht das immernoch, aber drauf verlassen würd ich mich nicht.

cu

Hallo,

ich möchte daran erinnern, dass es im Ursprungsposting um Sockel7 Boards ging. Und die waren noch nicht so intelligent wie die aktuellen Boards, auf die deine Ausführungen sicher zutreffen :smile:

Gruß

Matthias

Ersten schalten 80% aller Boards die Versorgungsspannung ab
wenn nix im Sockel drin ist (schon wegen der Temperatursonde)
zweitens ist das eine geregelte Spannung (Grobe Erklärung, die
e-brett wissens eh besser):

Der Strom wird der Last angepasst so dass die richtige
Spannung rauskommt. Theoretisch stimmt die Spannung dann auch
ohne Last, praktisch versagt die Regelung aber wenn die Last
zu klein (oder zu gross) wird. Beispiel:  Speed-step-CPU’s auf
billigen Motherboards. Bei den ersten Modellen stieg die
Versorgungspannung im Langsam-modus um 15-20% im Vergleich zum
Sollwert. OK, für eine grobe Abschätzung der Sollspannung
reicht das immernoch, aber drauf verlassen würd ich mich
nicht.

cu