Wie unterhalt einfordern - studenten

student x hat ein problem mit der finanzierung seines lebensunterhaltes im studium.
x is ein ordentlicher student in der regelstudienzeit und unter 25 jahre alt.

x bekommt einen betrag aus elterlicher hand, dieser reicht gerade für die wohnung. darüber hinaus werden x leistungen mit dem hinweis auf schulden verwehrt. x bekommt kein bafög, da seine eltern durchaus noch einen hohen einkommensbetrag erwirtschaften, der aber an gläubiger fliesst.

welche möglichkeiten hat x sein „überleben“ zu sichern, ohne das studium abbrechen zu müssen und ggf. arbeit aufzunehmen?

welche möglichkeiten hat x sein „überleben“ zu sichern, ohne
das studium abbrechen zu müssen und ggf. arbeit aufzunehmen?

Wie siehts denn mit jobben neben dem Studium aus?

Hallo!

x bekommt einen betrag aus elterlicher hand, dieser reicht
gerade für die wohnung. darüber hinaus werden x leistungen mit
dem hinweis auf schulden verwehrt.

Diese Fragen sind leider immer wieder ein Problem. Als Mensch mit gesundem Menschenverstand, der noch dazu ebenfalls mit sehr wenig Geld im Studium auskommen musste, fällt es mir schwer, da einfach nur was von Unterhaltsansprüchen und deren Höhe zu erzählen - was im übrigen auch überhaupt nicht so ohne weiteres möglich ist. Wenn man tatsächlich das Bedürfnis hat, sich mit seinen Eltern zu überwerfen, ist man dann bei einem Fachanwalt für Familienrecht besser aufgehoben.

Deswegen auch von mir leider keine rechtliche Beurteilung, sondern nur der Hinweis darauf, dass es sicherlich nicht in der Natur von Eltern liegt, ihr Kind „anzukrücken“. Ich bin sicher, dass die Eltern der besagten Person tatsächlich das leisten, was sie können.
Wenn ich bei meinen Eltern auf das bestanden hätte, was mir zugestanden hätte - und dafür ist die Angabe des angerechneten Einkommens im BaföG Bescheid zum Beispiel ein guter Anhaltspunkt, hätte ich mich erstens mit meinen Eltern überworfen und sie zweitens in ziemliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht.
Ich würde der besagten Person raten, sich einen Job zu suchen. Wenn sich das mit dem Studium nicht vereinbaren lässt, kann man vielleicht nachdenken, zu sparen, indem man etwa wieder zu den Eltern zieht und am Heimatort oder in der Nähe studiert, eine WG gründet, um Miete zu sparen oder ähnliches.
An die eigenen Eltern mit irgendwelchen vermeintlichen Ansprüchen heranzutreten finde ich zumindest bei einen „normalen“ Eltern-Kind verhätnis ziemlich fehl am Platze.

Gruß,

Florian.

der moralisch-ethische aspekt bei einer solchen sachlage ist natürlich ohne zweifel schwierig.

aber sagen wir mal x hat sich mit seinen eltern schon vor langer zeit überworfen und x kann nicht neben her arbeiten, weil seine volesungen von 8-18 uhr gehen. ausserdem wird ein geschwister von x sehr wohl mit allen notwenigen leistungen bedacht.
ausserdem kann sich x auch keinen anwalt leisten.

wie würde man vorgehen?

ganz heißer tipp von mir: jobben!!! machen millionen anderer leute neben ihrem studium auch. soweit man sich natürlich zu fein dafür ist, empfehle ich plan B: eine schöne, nette hartz IV karriere. viel spaß.

Hallo,

zu meiner Zeit gab es bei der Uni eine kostenlose Rechtsberatungsstelle. (Die Rechtsanwälte dort gehörten zur Fakultät. Die konnten ihr Fach)
Ansonsten kannst du auf dem Amtsgericht Prozesskostenhilfe beantragen.
Ich würde mal mir dem Bafög-Berater sprechen, was man da machen kann. Möglicherweise wird der Schuldbetrag ja vom anrechenbaren Einkommen der Eltern abgezogen und du bekommst mehr. Außerdem kannst du - falls noch nicht geschehen - das Kindergeld an dich selbst auszahlen lassen.

Übermäßiges Arbeiten neben dem Studium halte ich für den Hauptgrund, warum Studenten ihr Studium nicht schaffen. Etwas ja, aber nicht übertrieben.

Als letzte Möglichkeit gibt es wohl immer noch das elternunabhängige Bafög. Das musst du aber komplett selbst zurückzahlen. Auch da kann dir die Stelle der Uni, die dafür verantwortlich ist, weiterhelfen.

Gruß

Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wie würde man vorgehen?

Da die Eltern wegen ihrer Verbindlichkeiten offensichtlich nicht mehr zum Lebensunterhalt beisteuern können und ein Nebenjob wegen der äußerst schwierigen Lebensumstände des Studenten auch nicht machbar ist, bleibt nur ein Ausweg:

reich heiraten.

Viel Glück

Nordlicht

wenn sich x bereits vor vielen jahren mit den eltern überworfen hat, sollte er sich eigentlich zu fein dafür sein, von ihnen auch noch geld anzunehmen.

tipp: es gibt auch jobs nach 18:00 uhr.

gruß
ann

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Hallo, - auch wenn Du nichts von Anreden oder grüssen hältst - Opti,

Deine Formulierung „einfordern“ hat mich dazu gebracht, Deinen Artikel zu lesen. Du legst Wert auf rechtliche Hinweise, gestehst die moralischen Aspekte wohl zu, ohne aber weiter darauf einzugehen. Vielleicht hilft es schon, wenn X sich gedanklich mal vom bestehenden Konflikt löst und auch die Seite der Eltern betrachtet bzw. sich in diese hineinversetzt.
Die Eltern zahlen jeden Monat - auch dieses Geld muss erst einmal verdient werden! Weiss X, was es bedeutet, dauerhaft diesen Betrag, den er immer bekommt, erst einmal zu erwirtschaften/erarbeiten?

Das Geld der Eltern reicht X nicht. Er hat Schulden gemacht. Also sollen die Eltern mehr arbeiten, mehr Geld geben, auf eigene Ausgaben in höherem Masse verzichten, damit X seinen Lebensunterhalt bestreiten kann? Hat X schon einmal darüber nachgedacht, dass Tausende von Menschen - nachdem sie einen ganzen Arbeitstag im Beruf verbracht haben, am Abend oder am Wochenende einem Nebenjob nachgehen, um Geld dazuzuverdienen?

Ein anderes Kind bekommt weiteren Unterhalt - warum wohl? Gibt es Unterschiede im verantwortlichen Umgehen mit dem Unterhalt der Eltern?

Es ist verdammt leicht, nach seinen Rechten zu fragen und seine Rechte einzufordern, und weniger darüber nachzudenken, welche Rechte (wobei ich rechtliche und auch moralische meine) auch andere haben. Alles in unserer Gesellschaft, auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern, funktioniert dauerhaft nur, wenn Rechte und Pflichten beider Seiten einigermassen ausgewogen wahrgenommen werden.

Alles Gute, Opti, für Dich und für X!
Eva

Servus!

x kann nicht neben her arbeiten,
weil seine volesungen von 8-18 uhr gehen.

Die meisten meiner Jobs haben nicht vor 18 Uhr angefangen.

ausserdem kann sich x auch keinen anwalt leisten.

Weit verbreiteter, kompletter Nonsens. In Deutschland kann sich jeder anwaltliche Beratung leisten. Man muss nur leider etwas dafür tun (woran es bei x vielleicht scheitern könnte), nämlich beim örtlichen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein ausstellen lassen. Dann kostet der Anwalt einen Zehner.

Darüber hinmaus leisten sich, wie schon erwähnt, ordentliche ASten einen kostenlosen Rechtsberatungsservice. Und zu guter Letzt: Anwälte sind gar nicht so teuer.

Hallo Peter,

Als letzte Möglichkeit gibt es wohl immer noch das
elternunabhängige Bafög. Das musst du aber komplett selbst
zurückzahlen.

Nein, das stimmt so nicht.
Für die Rückzahlung gelten m.E. die üblichen Bestimmungen (also in der Regel 50%). http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/rueckzahlung.php

Elternunabhängig wird nur jemand gefördert, wenn er bestimmte Voraussetzungen erfüllt: http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/elternunabhaengig.php
Da hier nichts von einer abgeschlossenen Ausbildung steht und Opti anscheinend noch keine 5 bis 6 Jahre berufstätig war, hat er keine Chance auf eltenunabhängiges Bafög.

Gruß
Tato

entschuldigung aber hier liegt ein krasses missverständniss vor:

nicht x sondern die eltern haben schulden. und das geschwister hat das gleiche alter ± eins, die gleiche ausbildung, ein anderes studium und volle elterliche unterstützung(trotz schulden der eltern).

es liegt hier eine krasse benachteiligung von x vor. und zwar zugunsten seines geschwisters. für x ist es unerklärlich warum die kinder verschieden von den eltern gefördert werden und x ist in einer denkbar schlechten position, weil x die initiative ergreifen muss.

und zu den moralischen aspekten: sind nicht auch sie der meinung, dass es für einen normaldenken menschen mit unter einer der letzten denkbaren schritte ist seine eltern zu verklagen. selbst vor dem hintergrund eines weitzurückliegenden streites. bei unterhaltsansprüchen generell kommt schnell eine „unmoralische“ sicht auf den fordernden auf (wenn es nicht gerade eine allein erziehende mutter mit 9 kindern ist). meiner meinung nach zu unrecht, denn umsonst gibt es diese rechte nicht. und ich bin mir vor dem demografischen hintergrund und der aktuellen politischen diskussion sicher, dass unterhaltsanstprüche in den familien demnächst noch weiter gestärkt und verschärft werden.(stichwort alg2 und unterhaltsanspruche der eltern)

grüße und besten dank für die offene, emotionale antwort.

entschuldigung aber hier liegt ein krasses missverständniss
vor:

nicht x sondern die eltern haben schulden.

Danke Opti, ja, das habe ich missverstanden.

es liegt hier eine krasse benachteiligung von x vor. und zwar
zugunsten seines geschwisters. für x ist es unerklärlich warum
die kinder verschieden von den eltern gefördert werden und x
ist in einer denkbar schlechten position, weil x die
initiative ergreifen muss.

Schon über den Hinweis (hinsichtlich evtl. anderem verantwortlichen Umgang mit dem Zuschuss der Eltern) zu diesem Punkt in meinem Posting nachgedacht? - Ansonsten wäre zu allererst und unbedingt ein vernünftiges Gespräch mit den Eltern angebracht, oder?!

und zu den moralischen aspekten: sind nicht auch sie der
meinung, dass es für einen normaldenken menschen mit unter
einer der letzten denkbaren schritte ist seine eltern zu
verklagen.

Nein, für mich nicht der letzte denkbare, sondern der gar nicht denkbare.

meiner meinung nach zu unrecht,

denn umsonst gibt es diese rechte nicht.

Wieder nur „Rechte“ und keine Pflichten … ???
Verweise nochmals auf mein Posting hinsichtlich b e i d e r Sichtweisen! Und nochmals: Auch nach 18 Uhr und am Wochenende kann man noch jede Menge arbeiten, wenn man will und Ziele hat. Es geht um die eigene Zukunft.
Einfach mal drüber nachdenken und nicht gleich gedanklich wegschieben. Aber anscheinend ist bisher nichts angekommen …

Sorry, Opti, - ich hatte damals morgens von 4 - 7 h geputzt, danach freitags bis sonntags nachts bedient, und nebenbei jede freie Minute Heimarbeit gemacht. Ich habe das erreicht, was i c h wollte. Ich weiss, dass die meisten nur sehen, was ich heute alles habe, nicht was ich dafür tun musste. Und trotz dieses Hintergrunds denke ich, war meine Antwort nicht emotional (die würde, weiss Gott, anders aussehen). Also: wäre toll, Du würdest die angeführten Dinge wirken lassen, über sie nachdenken!

Und ganz deutlich zum Schluss: In der Zeit, die X mit dieser gedanklichen „Einforderung“ verbringt, hätte X schon längst einen Job finden und ausüben können und seine Energie für seine Ziele einsetzen können.

Gruss von Eva,
die sich trotz schwer zu lesender ständiger Kleinschreibung durch Dein Posting durchgewuselt hat.

Hallo Opti,

welche möglichkeiten hat x sein „überleben“ zu sichern, ohne
das studium abbrechen zu müssen und ggf. arbeit aufzunehmen?

x könnte zum Studentenwerk gehen und dort mitteilen, was seine Eltern ihm statt des vom Amt vorgesehenen Betrags zahlen. Dann könnte x den Restbetrag vom Amt bekommen, welches sich diesen von den Eltern wiederholt (oder auch nicht, wenn die Eltern glaubhaft machen können, dass sie wirklich nicht mehr zahlen können, als Sache ist).

So ist der Prozess von x auf das Amt verlagert, was die Lage möglicherweise entspannen könnte.

Gruß, Karin