Wie Unternehmenszugehörigkeit herausfinden?

Moin,

wie bekomme ich unkompliziert heraus wie es sich mit einer Unternehmenszugehörigkeit verhält?
Ein Heinz-Peter Fichter hatte einst eine lokale Apotheke in Bad Rothenfelde, die Bad-Apotheke. Daran angeschlossen gab es eine Versandapotheke unter der Domain apotal.
Vor 5 Jahren hieß es in mehreren Quellen, dieser Versandhandel „Apotal“ wäre an den Konkurrenten DocMorris verkauft worden und die lokale Apotheke zwischenzeitlich vom Sohn des Gründers Henning Fichter übernommen worden.
Dessen Namen steht heute als „e.K.“ allerdings im Impressum der Versandhandelsseite. Wem gehört also nun diese Versandapotheke? Klar wird so ein Impressum auch mal nicht angepasst. Aber nach 5 Jahren immer noch nicht? Von einem Unternehmen wie DocMorris? Das denke ich eher nicht.

Wer weiß Rat?

Dank und VG
J~

Gruß
C.

Hi

die Apotheke gehört dann immer noch der Familie Fichter.

DocMorris hat keine Apotheken “aufgekauft”, die Apotheken konnten sich Doc Morris anschließen (Franchise) - die Apotheken selber blieben eigenständige Unternehmen durften aber die Möglichkeiten die DocMorris bietet nutzen (Werbung, Handelsplattform, DocMorris-Logo etc) - deswegen sah es so aus als würden sie DocMorris gehören, tatsächlich blieben sie aber eigenständig.

Gruß h

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Das hilft mir leider nicht weiter. Ich will nicht wissen wem die lokale Apotheke gehört, sondern der Versandhandel unter besagter domain. Oder wie findet man das dort heraus? Zu der Domain gibt es dort keinen Eintrag.

VG
J~

Okay, du sprichst aber schon auch von dem der Apotheke (früher?) zugehörigen Versandhandel?
Wie gesagt, zu der Meldung „verkauf“ gibt es mehrer Quellen:
NOZ
„Doc-Morris-Mutter kauft Bad Rothenfelder Versandapotheke Apotal“

apotheke-adhoc
„Zur Rose kauft Apotal“ (Anmerkung: Zur Rose gehört DocMorris)

VG
J~

Wie @Hexerl schon schreibt, wird der Versandhandel gem. Impressum von Bad Apotheke Henning Fichter e.K. betrieben. Natürlich kann man anzweifeln, dass das Impressum die korrekten Daten enthält, aber wenn die letzten Eintragungen gerade mal einen Monat alt sind (wie in diesem Fall), darf man wohl davon ausgehen, dass die Daten leidlich aktuell sind.

Die Angaben im Impressum passen halt irgendwie nicht zu den Verkaufsmeldungen. Das irritiert mich.

VG
J~

Ich habe mir das nun noch einmal angeschaut. DocMorris hat das Service- und Versandgeschäft übernommen und nicht die Apotheke. Diese - also quasi der pharmazeutische Bereich - gehört weiter Herrn Fechtner und firmiert wie angegeben unter Bad-Apotheke Henning Fichter e.K. Anders geht es ja nach dem Apothekengesetz auch gar nicht.

DocMorris hat also die Marke gekauft, die IT-Infrastruktur, die Logistik und was so noch dazu gehört. Herr Fechtner betreibt die eigentliche Apotheke, nutzt aber für den Versand das, was DocMorris gekauft hat und zahlt dafür dann irgendwelche Provisionen oder feste Entgelte.

Gruß
C.

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Danke fürs raussuchen. Es ist doch offenbar einigermaßen kompliziert und mit „die haben das alles gekauft“ nicht erklärt gewesen. Dass im Impressum der lokalen Apotheke Hr.Fichter angegeben ist fand ich ja verständlich, aber eben nicht auf der Seite des Versandhandels. Das hat mich irritiert.

VG,
J~

Fast Korrekt … Es wurde nicht das komlette Unternehmen an Zur Rose (DocMorris) verkauft.

Es dürfte auch an der besonderen Rechtslage für Apotheken in Deutschland liegen, dass nach aussen hin der Apotheker als rechtlich zustândig erscheint. Zudem soll Apotal als Zweitmarke mit dem Schwerpunkt Diabetes erhalten bleiben und dem Verbraucher suggeriert werden, dass es sich um zwei unabhängige Marken handelt.

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Das ist nicht nur der Schein, sondern eben Tatsache. Zum Einen wird ja weiterhin dort (bzw. inzwischen ein Haus weiter) eine stationäre Apotheke betrieben. Rechtlich und fachlich bleibt auch die Versandapotheke in der Hand eines Apothekers (siehe auch die von mir erwähnten AGB).

Um mal ein Beispiel zu nennen, bei dem das im Grunde ähnlich läuft: Zahlungsverkehr. Wenn Du bspw. eine Überweisung bei einer Sparkasse in Auftrag gibst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahlung von der Landesbank Hessen-Thüringen abgewickelt wird, sehr groß. Bist Du Kunde einer Privatbank, ist es wahrscheinlich im Hintergrund die Deutsche Bank.

Wobei sich beide wieder IT-Dienstleister bedienen, aber so kompliziert brauchen wir es dann nicht zu machen.

Der Punkt ist: Vertragspartner für Dich ist die Sparkasse oder die Bank, bei der Du Kunde bist. Die technische Plattform stellt aber jemand ganz anderes, der dafür Provisionen von Sparkassen und Banken erhält und genauso verhält es sich bei Apotel und DocMorris.

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Tatsache ist erstmal nur, dass ein Apotheker dort genannt sein muss. Warum es des bisherige Beitzer von Apotal ist und nicht z. B. das Impressum von www.docmorris.de übernommen wurde, lässt sich damit nicht erklären. Die stationäre Apotheke hätte dann auch ihrer ursprünglichen Adresse www.bad-apotheke.com nutzen können.

Es muss also noch mehr dahinterstecken.

liegt daran, dass docmorris.de eine Versandapotheke betreibt und der Betreiber in den Niederlanden sitzt, wo das deutsche Apothekengesetz nicht gilt. Der Europäische Gerichtshof hat in der Sache entschieden, dass der freie Warenverkehr in der EU höher zu gewichten ist als das deutsche Apothekengesetz.

Die stationären Apotheken, die in Deutschland unter DocMorris auftreten, haben dem Apothekengesetz entsprechend einen eigenen, menschlichen Apotheker als Inhaber (was Apothekerinnen als Inhaberinnen beinhaltet).

Nein.

Selbstverständlich hätte Apotal tiefer in DocMorris N.V. integriert werden können oder eine niederländische Tochter werden können.

Zum Zeitpunkt der Übernahme gab es keine deutsche Tochtergesellschaft, so dass es dafür mindestens einen weiteren Grund gegeben haben muss, sich mit Apotal auf dieses Konstrukt einzulassen.

Es gibt zig denkbare Varianten, aber wenn die Apotheke und der Arzneimittelversand in Deutschland bestehen bleiben sollte, kommt man ohne Apotheker nicht aus. Natürlich hätte man die Apotheke in Deutschland schließen und den Versand von den Niederlanden aus fortsetzen können, aber vielleicht wollten die Parteien bzw. eine von beiden das nicht, wofür es wiederum zig Gründe geben kann.

Ich finde das weder bemerkenswert noch mysteriös.

Doc Morris hat auch vor der Übernahme in Deutschland verkauft.

„Dafür muss es einen weiteren Grund geben“ hat nichts mit „mysteriös“ zu tun! Eine abschließende Antwort hat wohl auch keiner erwartet (und wenn, so hätte er wohl gefragt). Stattdessen steht die Feststellung, dass es nicht komplett auf die spezielle Rechtslage bei Apotheken zurückzuführen ist.

Mysteriös finde ich allerdings, warum Du mal wieder meinst, deine Sicht durchsetzen zu müssen, obwohl es offensichtlich die genannte Lücke gibt.

EOT

Ja, über den niederländischen Versandhandel und die in Deutschland ansässigen, stationären Apotheken, deren Inhaber ApothekerInnen sind. DocMorris steht über der Tür, aber Vertragspartner ist der Apotheker/die Apothekerin.

Mir ist nicht ganz klar, was Du meinst. Der wesentliche Punkt ist dieser:

Der Rest der Konstruktion kann natürlich frei gestaltet werden und auch das schrieb ich sinngemäß schon. Die Ursprungsfrage drehte sich darum, warum einerseits über einen Verkauf an DocMorris berichtet wurde, im Impressum aber noch der e.K. steht. Der Grund dafür ist, dass eben nicht die Apotheke verkauft wurde, sondern nur der technische Unterbau, um das mal so zu bezeichnen. Das ist die Antwort auf die Frage.

Dass Herr Fichter seine Apotheke hätte auch schließen und der Versandhandel von DocMorris aus den Niederlanden hätte fortgesetzt werden können, ist klar und das schrieb ich auch schon.

Insofern ist mir nicht klar, wo genau der Dissens zwischen uns besteht.