Hallo.
Ich habe eine potthässliche alte Betonmauer von etwa 50cm Höhe und 5m Länge im Garten, die meine beiden kleinen Teiche wie ein Hochbeet umgibt und deshalb bleiben soll. Um die ganze Ecke aufzuhübschen, möchte ich mit vorhandenen Natursteinen verblenden. Dass ich lose Teile von der Mauer entfernen und selbige grundieren muss, weiß ich. Habe auch einen Natursteinverlegemörtel gekauft, den ich dick auftragen und da die Steine reindrücken würde. Es handelt sich um Kalksteine. Muss ich die irgendwie vorbehandeln? Worauf muss ich beim Verkleben achten?
Danke für die Hilfe!
Hallo Angela.
Tja, eine Kalksandsteinmauer ist zwar nicht gerade von Vorteil, aber wenn das ganze mit Mörtel verputzt ist und dieser Putz fest sitz, dürfte das kein Problem werden. Den losen Putz also ab und neu verputzen.
Denn Kalksandstein ist wie ein Schwamm.
Nun ist die Frage, was hast du da an Naturstein? Reichen diese von oben bis unten oder sind es kleinere Stücke.
Wenn sie von oben bis unten reichen, setze sie nicht vollflächig an, so, dass Wasser dahinter weg kann. (denn Naturstein ist NICHT wasserdicht. Auch nicht Granit, wie viele denken)
Die Platten solltest du von hinten mit Natursteinkleber bestreichen um eine Haftbrücke zu bekommen.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
Grüße aus Bremen,
Frank
Verputzt ist da eigentlich nichts. Basis ist halt eine ziemlich alte, etwas marode Mauer aus gegossenem Beton, wo schon einige Löcher und Abplatzer vorhanden sind. Die Steine sind zwischen 15 und 30cm groß, unregelmäßige Formen aber recht flach. Ich sollte also den Kleber nur punktförmig hinten auf die Steine auftragen, so dass sozusagen Abflussrinnen fürs Wasser frei bleiben? Sollte ich die Mauer vorher nochmal mit einer Schicht Mörtel glätten und LÖcher verschließen? Über die Steine soll kein Putz, ich möchte ja den Natursteinanblick haben. Muss ich die Steine dann noch speziell verfugen?
Wenn es eine Mauer aus Beton ist, dann braucht auch nichts verputzt werden.
Nu stellt sich die Frage, warum ist da was abgeplatzt?
Rostende Eisen im Beton? Da müßte man was gegen tun.
Die Steine sind ja nicht so groß, daher kann und sollte man sie auch vollflächig kleben.
Mein Gedanke war, wenn die Platten größer gewesen wären, hätte man es sowieso nicht hin bekommen, diese vollflächig zu kleben und daher lieber einen Raum lassen zum Wasserablauf dahinter.
Aber so ist das natürlich etwas anderes.
Verfugen kann man diese mit dem Natursteinmörtel. Die Fugen sollten aber nicht zu eng sein, sonst bekommt man da nichts rein.
Ich wage zu bezweifeln, dass da Eisen im Beton sind. Es ist eine Kleingärtnerarbeit, vermutlich über 20 Jahre alt und mit dem gebaut, was halt da war. Vermutlich wird man mit Zement eher geizig gewesen sein und es wurde recht grober Kies für die Mischung verwendet. Eine Ecke werde ich ausbessern müssen, weil da von unten her was weggebröckelt ist. Da ist nix, wo ich die Steine drankleben könnte…
Nach aktuellsten Plänen soll das dann in eine mit Betonsteinen neu zu errichtende Mauer übergehen, die ein Becken bilden und mittels Teichfolie ein Sumpfbeet ergeben soll, das sich an die Teiche anschließen soll. Optisch durch die Verblendung mit den Kalksteinen zu einer Einheit verbunden.
Also verfuge ich mit demselben Mörtel, mit dem ich die Steine auch anklebe? Im Grunde also dick auftragen, die Steine reindrücken und das Überquellende glatt streichen?
„Im Grunde also dick auftragen, die Steine reindrücken und das Überquellende glatt streichen?“
Ja, so in etwa.
Nur, wenn es sich um Fliesenkleber handelt, dann nicht damit verfugen.
Sollte schon Mörtel sein.
Ich hab „Natursteinverlegemörtel“ gekauft, damit wirds dann also gehen. Danke für die ausführlichen und äußerst hilfreichen Antworten!
Jetzt brauch ich bloß noch das richtige Wetter und ne große Tüte voll Zeit… 