Bevor ich mir einen Golf 5 bestelle mal eine Frage an die, welche schon einen haben: Der Golf war immer ein tolles und durchdachtes Auto. OK.
Aber in neuerer Zeit gibt es Wagen (auch von VW) da muss man…
für den Glühbirnenwechsel in die Werkstatt weil der Motor raus muss
für den Klimaanlagenfilterwechsel das Armaturenbrett wegbauen
und weitere Mätzchen mehr
Wie sieht es da - bei den kleineren Selbst-Mach-Reparaturen - beim Golf 5 aus?
Der Golf war immer ein tolles und
durchdachtes Auto. OK.
Nö. Nicht OK. Schon darüber lässt sich trefflich streiten. Ich fand den Golf schon immer entsetzlich fade. Du siehst, das ist Geschmackssache.
Gruß,
Branden
Wie sieht es da - bei den kleineren Selbst-Mach-Reparaturen -
beim Golf 5 aus?
Das wird wie bei allen neuen Autos mit allem technischen Schnickschnack sein: Für die eine oder andere Sache, muß eben das eine oder andere weggebaut werden. Ich denke, der Golf ist da nicht schlimmer oder besser als andere. Nur daß im Januar 2004 nach drei Monaten bereits das 17. Rundschreiben zwecks Nachbesserung in der Werkstatt war, macht mich nachdenklich.
Auch ich muß an meinem CorollaVerso die Batterie lockern, wenn ich Standlicht links erneuern will.
Wie sieht es da - bei den kleineren Selbst-Mach-Reparaturen -
beim Golf 5 aus?
Sehr schlecht.
VW hat das so gebaut,
dass der Kunde wegen jedem Pups zum freundlichen VW-Partner fahren soll.
Da sind manchmal sogar kleine, freie Werkstätten überfordert.
Ob die Rechnung von VW aufgeht weiss ich nicht,
ich persönlich würde mir das nicht antun.
Wenn ich das Auto kaufe, sehe ich das als mein persönliches Eigentum, und will nicht ständig auf den PC von der VW- Werkstatt angewiesen sein.
Und wenn die das nicht einsehen, müssen sie Ihre Autos an jemand anderes verkaufen.
Hallo,
es ist ja nicht so, dass nur VW vorne verbaut ist. Das sind doch mittlerweile alle in der Kompaktklasse. Die Autobauer stecken in dem Dilemma es soll alles im Auto drinnen sein, aber der Innenraum so gross wie es geht. Dann muss halt alles im Motorraum etwas enger zusammenrücken.
Als Beispiel, dass es bei anderen auch nicht besser ist, fällt mir spontan die A-Klasse ein, bei der man wegen jedem Scheiss den Motor ausbauen muss.
Selbst austauschen kannst Du Scheibenwischerblätter und mit geschickten Fingern Glühlampen der Beleuchtung rundherum. Ansonsten Räder, Reifen, Batterie, Ölwechsel - das wars. Für weitere Dinge brauchst Du vertiefte Kenntnisse, Meßmittel, spezielle Werkzeuge und nicht ohne weiteres zugängliche Unterlagen. Da kannst Du nehmen, was Du willst, es gilt inzwischen für alle Fabrikate und Modelle.
Auf diese Weise sind inzwischen viele freie Werkstätten an ihre Grenzen gestoßen und müssen über jede ältere Möhre froh sein, die auf den Hof rollt. Hinzu kommt, daß etliche am einzelnen Fahrzeug ausgeführte Arbeiten im jeweiligen Datennetz des Herstellers gespeichert werden. So sieht eine fabrikatsgebundene Werkstatt nach Eingabe der Fahrgestellnummer, daß an diesem Fahrzeug noch diese und jene Überprüfungen oder Veränderungen vorgenommen werden müssen.
Die eingeschränkten Möglichkeiten des Selbermachens und die Grenzen vieler Werkstätten gelten keineswegs nur für vollgestopfte Kompaktautos. Das zieht sich durch alle Fabrikate und Modelle und noch ausgeprägter im Nutzfahrzeugbereich. Einige Diagnosen sind nicht einmal der werksgebundenen Werkstatt möglich, sondern finden online im Werk oder in größeren Niederlassungen statt.
Lt. Vika lebst Du in Rheinland-Pfalz. Dann könntest Du Glück haben und Dir den unerhörten Luxus leisten, den Fahrersitz Deines Fahrzeugs wegen eines Brandlochs oder Flecks neu beziehen zu lassen. Etwa in McPomm darf man auf solche Idee nicht kommen. Hier gibts zwar etliche Autosattler, aber keiner darf einen Sitz mit eingebautem Airbag anfassen und sogar die Sitzheizung ist schon ein richtiges Problem.
Inzwischen sind einige ambitionierte „Bastler“ mit Sachkenntnis, sehr gut ausgestattetet Privatwerkstatt und über das Internet auf halblegalen Wegen beschafften Werksunterlagen leistungsfähiger als manche Werkswerkstatt. Im Grunde ist die ganze Entwicklung keineswegs neu. Schon seit Jahrzehnten ist die normale Werkstatt nicht in der Lage, einen Motor oder ein Getriebe zu zerlegen und wirtschaftlich sinnvoll zu überholen. Solche „ins Eingemachte“ gehenden Arbeiten sind seit vielen Jahren den Herstellern, spezialisierten Werkstätten und wenigen Privatleuten vorbehalten.
doch mittlerweile alle in der Kompaktklasse. Die Autobauer
stecken in dem Dilemma es soll alles im Auto drinnen sein,
aber der Innenraum so gross wie es geht. Dann muss halt alles
im Motorraum etwas enger zusammenrücken.
Woher nehmen die Autobauer dieses Dilemma eigentlich? Aus Umfragen? Von den Autos der Konkurrenz?
Mich habe sie jedenfalls nicht gefragt. Ich hätte gern ein einfaches Auto zum Fahren. Motorsteuergerät und Radio als Elektronische Bauteile sind ok. Servolenkung, ABS, Gurtstraffer, Airbags, ASR, Scheibenwischerautomatik, elektrische Sitzverstellung(besonders schlimmer Ballast), elektrische Fensterheber, elektrische Aussenspiegel, Pollenfilter, Automatik, Tipptronic, Gurt-nötigender-Pipton, Knopf zum Anlassen, Abstandsradar, Geschwindigkeitsregelanlage, elektronische Handbremse (grausames Bauteil) usw. brauche ich nicht, genauso wie bestimmt noch 300kg weiterer unnötiger Ballast. Das Zeug vermiest mir den Spaß am Autofahren, es treibt den Spritverbrauch sinnlos in die Höhe und den Fahrzeugpreis. Vermutlich wird mein nächstes Auto eine Dacia Doka Saugdiesel (alter Vorkammermotor, kein Direkteinspritzer) sein, den ich direkt in Rumänien holen muss. Einen dieser neumodische Fahrcomputer werde ich nicht kaufen, höchstens nach einem Werkstattbesuch, bei dem der ganze Müll ausgebaut und dann bei ebay entsorgt wird.
Was ich nicht einsehe ist, dass dieser ganze Krempel, besonders komplett bei den Reisschüsseln, serienmäßig eingebaut wird. Falls mal ein Hersteller eine preiswerte Basisversion „ohne alles“ anbietet, dann bin ich dabei. Wer den Schnickschnack gern hätte, kann ihn aus der Aufpreisliste doch ordern, jeder nach seinem Geschmack.