Hallo
Ich würde zunächst einmal sagen, das Depressionen irgendwo eine naürliche Reaktion ist. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.
Woran man immer denken sollte ist, das Depressionen auch ernährungsbedingt auftreten können, verschiedene Belastungen können auch eine Rolle spielen. Beispielsweise, Du schnarchst, sie kann nicht schlafen, ist tagsüber müde. Ziemlich triviale Ursachen kann sowas haben. Sieh mal das Problem auch nicht so starr auf der Seite der Frau lokalisiert.
Ich suche einen oder gerne auch mehrere Ratschläge, wie ich
mit den Depressionen und der ständigen Müdigkeit meiner Frau
umgehen soll, denn langsam weiß ich mir keinen Rat mehr. Ich
weiß nicht wie ich ihr helfen kann, denn die Situation ist
ziehlich verfahren.
Müdigkeit: Hier können Stoffwechselprobleme eine Rolle spielen, oder sie kann aus irgendeinem Grund nicht schlafen. Üblicherweise zeigen viele Personen Müdigkeit, wenn sie umgangssprachlich die Schnauze voll haben. Es spielt auch eine Rolle, welches spirituelles oder biologisches oder gewohnheitliches Konzept, wie immer man das nennen mag, vorliegt. Ich sag nur, Bewegungs-,Essens-,Schlaf-,Fernsehgewohnheiten.
Das die Ärztin nur widerwillig behandeln will, kann zum einen daran liegen, das deine Frau wegen der Behandlung eine unerwünschte Bewertung durch die Umwelt erfährt(übrigens besonders auch durch dich), und außerdem kaschiert das nur die Abhängigkeit von den Ärzten bei Problemen, die ursprünglicherweise familiär oder sozial gelöst werden.
Ich hatte ihr schon lange und sehr oft gesagt, sie solle doch
mal bitte einen Therapeuten aufsuchen, aber ich bekam immer
die Antwort „Ja, ich kümmere mich“, aber nichts passierte.
Eigentlich muß es heißen, „Ja ich kümmere mich darum.“, nicht das ich den Orwell so gut finde, aber es scheint Selbstmitleid zu geben, wo du anschließend mit hausieren gehst.
Erst als ich sagte, „Wenn sie nichts ändert, sind meine
Tochter und ich weg.“, reagierte sie widerwillig und
vereinbarte einen Termin, zu dem wir sie begleiteten. Seit dem
geht sie einmal im Monat zu diesem Threapeuten, bis ein
Behandlungsplatz für eine intensivere Behandlung frei ist.
Naja, hört sich auch nicht gut an, aber immerhin scheint ein ernster Hintergrund zu bestehen, und die Sache wird sachgerecht behandelt.
Da kann man nur viel Erfolg wünschen.
Das Problem ist, das sie sich bei nichts helfen lässt und es
so, immer wieder zu Streit kommt, was auch meine Tochter
belastet, denn wenn meine Frau einmal in Fahrt ist, nimmt sie
kein Blatt vor dem Mund und beschimpft mich mit
Kraftaudrücken, die ein Kind noch nicht kennen muß. Ich möchte
aber meiner Frau helfen, damit sie sich mehr ausruhen kann.
Kraftausdrücke sind sowohl ein probates Mittel zum Ableiten gewisser Stauungen und natürlich auch ein Erziehungsproblem. Möglicherweise kennzeichnen sie auch Fehler bei Dir, das kann hier überhaut keiner beurteilen. Auf alle Fälle bist Du sehr selbstgerecht, was wohl berechtigt sein kann, was hier aber einfach keiner prüfen kann. Deine Empfehlung mit dem Ausruhen könnte auch Blödsinn sein, das weiß hier doch auch keiner. Wahrscheinlich gehst Du davon aus, was für Dich gut ist. Weißt du eigentlich, wie es sich anhören könnte, wenn du deine Frau umlegen willst? Die falsche Parteischaft hat sie ja oft genug. Nur wenn sie eine Meise hat, wird nicht bestraft oder so ähnlich? So ein Standpunkt passiert ganz leicht.
Ein Bespiel:
So oft es geht essen wir gemeinsam Abendbrot.
Um meine Tochter richtig zu erziehen, möchte ich das wir
gemeinsam nach dem Essen den Tisch abräumen. Aber meine Frau
sagt immer, „Lasst mal, ich mache das dann .“
Also ich würde sagen, da ist keine große Arbeitsleistung und viele Mütter reagieren so. Rein praktisch gesehen, treten sich wahrscheinlich alle dabei auf die Füße.
Da ich aber meine
Tochter versuche richtig zu erziehen, lasse ich das nicht
durchgehen, denn sie soll lernen, dass zum Essen auch das
Abräumen gehört.
Das buchst du hoffentlich nicht unter der Sparte „Emotions- und Intelligenzentwicklung“. Nur zum Essen zusammen, und dann den Erzieher spielen, nervt wirklich jeden.
Dieser Tatbestand reicht aus, das ein Streit
losbricht, mit der Begründung, ich würde das nicht richtig
machen.
Na klar, das ist eine Aufgabe für eine Person, was soll das denn auch für eine Exzerzierung werden?
Und so kann man das auf viele Bereiche im Familienleben
übertragen.
Lieber nicht.
Was ich möchte ist, das ich meine Tochter in der Form schütze,
dass sie nicht durch das Streiten in Mitleidenschaft gezogen
wird und dass es meiner Frau wieder besser geht. Wie soll ich
meiner Tochter sagen, sie ist sechs Jahre alt, dass das
Verhalten meiner Frau nicht richtig ist?
Ganz klar, das Streiten sieht nicht gut aus. Die Kinder macht es traurig. Einfach zu empfehlen aber schwieriger zu praktizieren ist ganz klar das sachliche Gespräch. Es kann auch sein, das Du der stärkere im Streit bist, und deine Frau deswegen krank ist. Das weiß hier auch keiner.
Und denk auch bitte immer daran, das andere Leute andere Ansichten und Meinungen haben können, das kannst du nicht einfach niederfahren.
MfG