Wie veröffenlicht man ein Buch ?

Kaum zu glauben aber wahr, ich habe ein Buch geschrieben.
Aber … was mache ich jetzt damit?

Was für Möglichkeiten hätte man sowas … WEM anzubieten?

Winni

Hallo Winfried

Ganz, zum Teil oder auch gar nicht selbstfinanziert geht das z.B. beim Frieling-Verlag (Berlin). Die haben als Verlagssymbol eine Eule, wenn ich mich recht entsinne. Und der Chef heißt, glaube ich, Ruprecht mit Vornamen.

Gruß
Markus

hallo winni,

von den sogenannten zuschussverlagen würde ich dir abraten. es sei denn, dein entschluss steht fest, zu veröffentlichen - koste, was es wolle. und wenn es denn so ein zuschussverlag sein sollte, dann gehe wirklich zu frieling. der macht wenigstens keinen hehl daraus, daß es ihm nicht um literatur geht, sondern nur um dein geld. dort wirst du ziemlich genau gesagt bekommen, was dich der spaß kostet. ansonsten gibt es eine menge schwarzer schafe in dieser branche. solche, die so tun, als wollten sie junge autoren fördern - und erst nachdem alles mögliche unterwschrieben ist, stellt sich raus, daß tausende von euros an kosten auf den autor zukommen.

dann gibt es noch die möglichkeit des BoD (book on demand), d.h. dein buch wird grob lektoriert, in form gebracht, digitalisiert und mit einem 08/15-umschlag versehen. das alles kostet natürlich. dann kümmerst du dich um werbung und vertrieb , und wenn das buch tatsächlich jemand kaufen will, wird die entsprechende anzahl an verlangten exemplaren „frisch“ fabriziert - aber auch nicht mehr.

ein anderer - gebräuchlicherer - weg wäre natürlich, dein manuskript verschiedenen verlagen anzubieten.
dazu sollest du - wenn du keinen agenten hast - erst ein wenig marktforschung betreiben, d.h. dir ansehen, welche verlage ein programm haben, in das dein buch passen könnte.

dann erstellt du ein sogenanntes exposé: auf ca. 3 bis 6 seiten stellst du dein buch vor, beschreibst den zweck und inhalt und fügst noch ca. 30 seiten als leseprobe bei. (der genaue gewünschte umfang ist von verlag zu verlag verschieden!) das ganze sollte in einer 12 punkt-schrift (arial, helvetica oder times new roman) mit 30 zeilen pro seite und 60 anschlägen pro zeile.

dieses exposé schickst du den verlagen (NICHT dein manuskript!) - und dann heißt es abwarten wie bei einer bewerbung. telefonische nachfragen nach 2 bis 3 wochen sind legitim, aber selten erfolgreich, denn auch kleine verlage bekommen heute wöchentlich hunderte von manuskripten ungefragt zugesandt.

also muß, wie bei einer bewerbung auch, schon die erste seite interesse wecken und möglichst überzeugen. im weiteren wäre es auch sinnvoll, das manuskript zuvor einem lektorat unterzogen zu haben. (ich weiß wovon ich rede, wenn ich sage, dass man selbst seine schreibfehler, fehlende worte usw. gar nicht mehr sieht!)

welchem genre würdest du denn dein buch zuordnen?

gruß
ann

guckst du mal auf

http://www.book-on-demand.de/autoren.html

ohne gewähr / keine eigenen erfahrungen.

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