Wie viel cbm Gas, um 1 cbm KW auf 60° zu bringen?

Guten Tag allerseits!
Wie viel cbm Gas brauche ich, um 1 cbm Kaltwasser auf 60° zu erwärmen? Ein befreundeter Architekt gab mir die Faustzahl 6,8 cbm. Nach der Heizkostenverordnung §9, Abs. 2 lautet aber die Formel zum Ermitteln meiner Frage:
2,5 × V × (60°-10°)kWh. Errechnet: 2,5 × 1 × 50 = 125 kWh.
Umgerechnet in cbm: 125 / 10,234 = 12,21 cbm. Welche Zahl
stimmt nun, 6,8 cbm oder 12,21 cbm?
Es wäre toll, wenn mir jemand diese Frage sicher beantworten könnte!
Mit freundlichen Grüßen
Hamidue

Guten Abend Hamidue,

Wie viel cbm Gas brauche ich, um 1 cbm Kaltwasser auf 60° zu
erwärmen?

Theoretisch wären das bei z.B. T0 = 10°:

Q = c * m * (T-T0) = 4187 J/kg*K * 1000kg * 50K = 209350kJ = 209350kNm

Weil 3600kNm = 1kWh sind das also 209350kNm/3600kNm/kWh = 58,153kWh

Bei dem von dir angegebenen Heizwert wären das 58,153kWh/10,234kWh/cbm = 5,68cbm

In der Praxis werden aber noch Verluste eingerechnet.

Ein befreundeter Architekt gab mir die Faustzahl 6,8
cbm. Nach der Heizkostenverordnung §9, Abs. 2 lautet aber die
Formel zum Ermitteln meiner Frage:

2,5 × V × (60°-10°)kWh. Errechnet: 2,5 × 1 × 50 = 125 kWh.

Umgerechnet in cbm: 125 / 10,234 = 12,21 cbm. Welche Zahl

stimmt nun, 6,8 cbm oder 12,21 cbm?

Das kommt darauf an, welcher Wirkungsgrad unterstellt wird.
Die „Heizkostenverordnungsformel“ unterstellt über den Faktor 2,5 offensichtlich einen Wirkungsgrad der Warmwasseraufbereitung von 58,153/125 = 0,465 = 46,5%, d.h. von 100% aufgewendeter Energie stecken 46,5% in dem nutzbaren Warmwasser und 53,5% gehen durch die Anlage verloren.
Dein Architekt geht bei „seiner“ Faustformel aber offensichtlich von einem entsprechend höheren Wirkungsgrad aus.

Gruß
Pontius