Wie viele Hausaufgaben sind zu viel - kann man sich als Elternteil beschweren?

Hallo!
Meine Tochter geht in die 6. Klasse Gymnasium und ist eigentlich die ganze Woche nur mit Hausaufgaben beschäftigt. Ich empfinde es wirklich als übermäßig. Da ich einen älteren Sohn habe, der auch aufs Gymnasium geht und nie soviel machen musste, denke ich auch, dass ich das ganz gut beurteilen kann. Die Kinder brauchen doch auch Freizeit um das Gelernte zu verarbeiten und ihren Interessen (durch Hobbies) nachzugehen. Gibt es eine Regelung dafür wie viele Hausaufgaben in welcher Altersklasse okay sind? Wie kann ich als Mutter intervenieren…würde ich z.B. einfach zu den betreffenden Lehrekörpern gehen könnte ich mir vorstellen, dass das Image meiner Tochter darunter zu leiden hat…

Hi,

das Image deiner Tochter leidet gar nicht. Deines leidet, wenn Du dich gleich an höhere Instanzen wendest.

Ich / wir Lehrer lieben es abgöttisch, wenn wir von Fachbetreuer / Schuldirektor/ Ministerialbeauftragten / Rechtsanwalt erfahren, dass eine Mutti nicht versteht, warum ihre tochter soundsoviel Hausaufgaben hat.

Der erste Weg führt immer zum betroffenen Fachlehrer. Da es sich hier um wahrscheinlich mehrere Fächer handelt, ist es auch ok, einen Termin mit dem Klassleiter zu machen. Da sollte man das Problem vorher auch schildern, damit er / sie sich vorher informieren kann. Dann spricht es sich besser.

Darüber hinaus hängt die Zeit, die man mit dem Lösen einer Hausaufgabe verbringt, auch immer davon ab, wie gut man den Stoff beherrscht. Der eine braucht länger, der andere macht schneller. Gymnasium bedeutet auch viel Hausfleiß. Vielleicht hat Dein Sohn Dir auch nicht alles gezeigt? Kinder sind da erfinderisch, man muss ja nicht alles ins Hausheft eintragen. Dann hat Deine Tochter vielleicht auch eine Lehrkraft, die auf das Anfertigen von Verbesserungen gesteigerten Wert legt, also mehr, als die Lehrrkräfte des Sohnes. Vielleicht hat sich auch der LEhrplan zwischenzeitlich ein bisschen geändert… Dass alles, und noch viel mehr, würd ich fragen, wenn ich in der Sprechstunde wär’ (ok, Metrum ist falsch)

die Franzi

Hallo Harriew,

vielleicht machte dein Sohn halt nie soviel. Mädchen sind manchmal ehrgeiziger als Jungens.

Falls deine Tocher :

ist, helfe ihr den „Mut zur Lücke“ zu entwickeln.

Hallo,

du hast nicht geschrieben, in welchem Bundesland deine Tochter zur Schule geht. Für Niedersachsen gibt es einen Hausaufgabenerlass (wenn du bei Google „Hausaufgabenerlass“ eingibst, ist es gleich der erste Treffer - eine PDF-Datei). Dort steht u. a.:
Bei der Stellung von Hausaufgaben ist die Schülerteilnahme am Nachmittagsunterricht zu berücksichtigen. Richtwerte für den maximalen Zeitaufwand zur Erstellung von Hausaufgaben außerhalb der Schule sind

  • im Primarbereich: 30 Minuten,
  • im Sekundarbereich I: 1 Stunde,
  • im Sekundarbereich II: 2 Stunden.

Und:
Es dürfen im Primarbereich keine und im Sekundarbereich I grundsätzlich keine
Hausaufgaben vom Freitag zum folgenden Montag und über Ferienzeiten gestellt werden mit Ausnahme der Aufgabe einer Lektüre für z. B. den Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht. Für den Sekundarbereich II sollte Vergleichbares gelten.

Gruß
Christa

Gymnasium heißt nicht, dass man den ganzen Tag an den Schreibtisch gekettet ist. Sicher nicht. ich werde definitiv einen Termin mit den Lehrern machen. Bald ist sowieso Elternsprechabend.

Das stimmt schon. Mein Sohn hat weniger getan. Trotzdem ist meine Tochter noch ein Kind. Sie sollte das auch ausleben dürfen.

Hi,

Gymnasium hat sicher was damit zu tun, den ganzen Tag an den Schreibtisch gekettet zu sein. Nämlich dann, wenn man nicht so schnell lernt (oder mehr erreichen will) als die Vergelichsperson.

Aber es ist wichtig und gut, das Du zu den Lehrern gehst. Und nicht vergessen - du führst ein Gespräch und kein Gerichtsverfahren.

Liebe Grüße,
die Franzi

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Hi,

dann schick sie auf die Realschule / Gesamtschule. Das Abitur kann sie immer noch machen.

die Franzi