Wie wehren gegen Mutter? (xtra lang)

Hallo,

hoffe ich bin im richtigen Brett gelandet…

Ich bin gezwungen für eine Weile wieder zu meinen Eltern zu ziehen (bin während dieser Zeit auch finanziell nicht 100 % unabhängig), mache das aber sehr ungern, da ich sehr froh war vor Jahren da endlich raus zu kommen. Ich war total eingeschüchtert,da extrem autoritär erzogen, sie redet schlecht über mich, durchwühlt mein Zimmer, bedient sich an meinem Schrank, platzt grundsätzlich einfach so rein ins Zimmer…

Ich muss mir immer ihr Gejammre über angebliche gesundheitliche Probleme anhören. Des weiteren geht es ihr ja psychisch sooo schlecht und alles nur durch ihre böse Familie – wir sind schuld, dass es ihr so schlecht geht (früher hab ich das geglaubt und versucht ihr alles Recht zu machen, aber nie war ihr was gut genug). Vor ner Weile hat sie sogar regelmässig damit gedroht sich umzubringen, und immer wieder betont nur wegen uns… Wiederworte dazu sind sinnlos, drüber reden ist sinnlos. Am Ende kommen von ihr „Argumente“ wie „so wie du bist ist es kein Wunder, das keiner deiner Partner geblieben ist“ zu mir. Letzteres wiederholt sie gern und oft, da sie weiss, dass es besonders wenn eine Trennung frisch ist gut wirkt.

Statt mich in Ruhe zu lassen muss sie immer wieder stänkern, wie zum Beispiel mich immer wieder antipsen/antatschen (ich weiss, Kleinigkeiten- aber es nervt!) und immer provozierender obwohl ich ihr 3 mal sage sie soll das lassen – Hätt ich ihr da auf die Finger hauen könne beim 3. mal???
Mein Paps sitzt sagt da kaum was dazu. (Sie hasst das sonst gute Verhältnis zwischen mir und meinem Paps) Meine Geschwister auch nicht. Hab ihr ne Familientherapie vorgeschlagen, wurde von ihr abgelehnt mit den Worten : sie kennt ihre Probleme und das sind wir. Psychotherapie will sie (trotz Vorschlag des Arztes) nicht machen… soll der Rest der Familie machen.

Wie kann ich mich dagegen wehren??? Welche Rechte hab ich? Reden ist ja leider sinnlos mit ihr.

Danke für eure Meinungen!
Gruss Manu

Warum wehren gegen Mutter?
Hallo Manu,

Du willst also die Hand beißen, die Dich füttern soll. Von mir bekommst Du dafür keine Anleitung.

Ich verzichte aber darauf, Dich wegen Deiner Lebenssituation zu kritisieren.

Das Gefühl der Dankbarkeit ist gut für die Gesundheit.

Du kommst in das Alter, wo man damit beginnen sollte, die Ursachen für nicht zufriedenstellende Lebensumstände nicht mehr bei den bösen Eltern, sondern bei sich selbst zu suchen. Dafür gibt es mehrere Gründe; und die Tatsache, daß die Eltern böse Eltern waren/sind, gehört nicht zu diesen Gründen.

Der Schwache wünscht Toleranz, der Starke kann sie gewähren.

Wie kann ich mich dagegen wehren??? Welche Rechte hab ich?

Du hast das Recht, Dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und die räumliche Distanz zwischen Dir und Deinen Eltern aufrechtzuerhalten. Du hast das Recht, andere Menschen zu lieben und für ihr Wohlergehen zu sorgen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Servus Manu,

Dein Posting ist wenig sachlich, dafür aber umso emotionaler.
Es wird Zeit, daß Du Erwachsen wirst - älter wirst Du von alleine, aber nicht erwachsen, da mußt Du schon selbst was tun.

Mein Rat:
Überdenke Deine Situation und ändere was an Deiner Einstellung.

Gruß Richard

Ich glaub es ist sinnlos, so eine Lösung zu suchen… die Probleme sind auch zu tiefgreifend und privat um näher drauf einzugehen…und wahrscheinlich auch zu tiefgreifend um zu glauben, dass meine Ma sich jemals ändert…
Die beiden Antworten reichen eigentlich schon… es war der Wille meiner Eltern, da wieder hinzuziehen solange ich auf Jobsuche bin. Die beiden Postings bestärken mich nur in meiner Meinung mein Ding durchzuziehen und das nicht zu tun… Bin wohl wirklich alt genug zu machen was ich will, und nicht was sie wollen.
Danke.
Gruss Manu

… in die richtige Richtung.

Servus Manu,

das war jetzt sachlich und nicht emotional, aber die Enttäuschung daß nicht eine „gewünschte“ Lösung kam klingt deutlich durch.

Ich glaube Du hast diesen Schubser gebraucht um Dich daran zu erinnern daß Du selbst 2 Beine hast auf denen Du stehen kannst.

Aus der Ferne läßt sich Dein Kind-Mutter-/Mutter-Kind-Konflikt bestimmt besser lösen. Vieleicht ist Deine Ma ja auch ein bisschen eifersüchtig auf Dein super Verhältnis zu Deinem Pa.
Zeige Ihr einfach, daß Du sie magst, aber halt anders.
Ich kenne das Thema von meinen Töchtern, da war Mami auch nicht immer ganz unproblematisch.

Viel Glück auch für Deine Diplomarbeit,
Richard

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Hallon Manu,

hoffe ich bin im richtigen Brett gelandet…

ich will mal ein bisschen dazu schreiben, damit Du dran glauben kannst, im richtigen Brett gelandet zu sein.

Ich bin gezwungen für eine Weile wieder zu meinen Eltern zu
ziehen (bin während dieser Zeit auch finanziell nicht 100 %
unabhängig), mache das aber sehr ungern, da ich sehr froh war
vor Jahren da endlich raus zu kommen.

Warum bist Du in Deinem Alter „gezwungen“? nur aus finanziellen Gründen?

Ich war total
eingeschüchtert,da extrem autoritär erzogen, sie redet
schlecht über mich, durchwühlt mein Zimmer, bedient sich an
meinem Schrank, platzt grundsätzlich einfach so rein ins
Zimmer…

Schlechtes Benehmen bereits bei 12-13-jährigen.

Am Ende kommen von ihr „Argumente“ wie „so
wie du bist ist es kein Wunder, das keiner deiner Partner
geblieben ist“ zu mir. Letzteres wiederholt sie gern und oft,
da sie weiss, dass es besonders wenn eine Trennung frisch ist
gut wirkt.

Tja, da hat Deine Mutter vermutlich eine falsche Vorstellung davon, wie sich Partnerschaften heute zusammenfinden. Ich halte nicht viel davon, wenn „von der Schlubank weg“ eine lebenslange Partnerschaft als zwingend vorausgesetzt wird.

wie zum Beispiel mich immer wieder antipsen/antatschen (ich
weiss, Kleinigkeiten- aber es nervt!) und immer provozierender
obwohl ich ihr 3 mal sage sie soll das lassen – Hätt ich ihr
da auf die Finger hauen könne beim 3. mal???

Bei mir könnte sowas schon passieren, auch bei wildfremden Menschen. Ich hasse es, wenn ich ungefragt angetatscht werde.

Wie kann ich mich dagegen wehren??? Welche Rechte hab ich?
Reden ist ja leider sinnlos mit ihr.

Du hast das Recht, einen bereits gegründeten eigenen Haushalt beizubehalten. Wenn Du Dich sonst nicht finanzieren kannst, kannst Du während der Jobsuche auch zu Arbeitsamt und Sozialamt gehen. Ggf. wenn noch Unterhaltspflicht der Eltern besteht, werden die Dich schon informieren, was sonst zu tun sei.

Danke für eure Meinungen!

Ich wünsche Dir einen guten Erfolg bei der Jobsuche, damit dieses Problem sich dank eigener Selbständigkeit ganz schnell von alleine erledigt.

Gruß, Karin

die im Leben nicht drandenkt, in irgendwelchem Kram der Tochter zu wühlen, obwoh sie im Augenblick noch den Grundunterhalt derselben bezahlt.

weil sie sonst keine Luft bekommt
Hallo Wolfgang,

dir scheint das besondere Verhältnis zwischen einer Mutter und einer Tochter weder im allgemeinen noch im besonderen vertraut zu sein, denn sonst würdest du nicht so ausführlich von familiären Beziehungsidealen schreiben, die in Manus Situationen nicht umsetzbar sind.
Z.B. wirfst du Manu vor, dass sie ihre Eltern für böse hält. Ich aber verstehe aus ihrem Schreiben, dass sie mit der Art, wie die Eltern mit ihr umgegangen sind nicht zurecht kommt. Beziehungen sind zweiseitig so auch die Verantwortung für Umgangsweisen. Bei dir klingt es durch, als dürften Eltern mit Kindern alles tun.

Der Schwache wünscht Toleranz, der Starke kann sie gewähren.

wenn Manu denn wirklich stark ist. Sie scheint es nicht zu sein. Aus ihrem Posting lese ich sehr viel Panik, und da tut sie mir leid.
Es gibt Mütter, deren Distanzlosigkeit uferlos sein kann, weil sie unfähig sind in ihrem Kind ein Individuum zu sehen.

Du hast das Recht, Dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen
und die räumliche Distanz zwischen Dir und Deinen Eltern
aufrechtzuerhalten. Du hast das Recht, andere Menschen zu
lieben und für ihr Wohlergehen zu sorgen.

Ich habe das Gefühl, dass Manu bei diesem Problem nicht mit Recht- und Pflichterwägungen weiterkommt, weil das Problem viel zu spezifisch ist, also sich jeder Beteiligte in der Familie so benimmt, wie er es immer schon getan hat und auch tun wird. Zurück bleibt Unfriede, Unzufriedenheit und Sprachlosigkeit.
Wenn Eltern nicht loslassen, müssen Kinder manchmal von sich aus das Band (wenn nicht gar Fessel) mit Gewalt durchtrennen. In ihrem Fall scheint die räumliche Distanz nicht gereicht zu haben, so dass ihre Eltern sie verstanden haben.

viele Grüße
claren

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ähnliche Erfahrungen gemacht
Hallo Manu,

dein Problem kommt mir bekannt vor, vielleicht nicht ganz so extrem. Auch wenn du vor hast jetzt doch nicht Daheim zu wohnen (halte ich für eine sehr gute Idee!), möchte ich dir noch erzählen, wie ich das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter ein bisschen verbessern konnte.
Ich habe ihr irgendwann einen Brief geschrieben, in dem ich ihr erklärte, dass mir es mir sehr wichtig ist von ihr als eigenständige Person mit einem eigenen Lebensweg gesehen zu werden. Sie hat den Brief niemals zur Sprache gebracht, ich habe das auch gar nicht erwartet. Ich wollte, dass sie endlich zur Kenntnis nimmt, dass ich nicht wie ein routierender Planet bin, der sich um sie als Sonne dreht.
Ansonsten ist mir bei meiner Mutter vollkommen klar, dass sie ihre Aufmerksamkeiten braucht: der regelmäßige Schwatz am Telefon mit all ihren Zipperlein und Erkenntnissen über Behandlungsmethoden (die armen Ärzte :wink:)), ein stundenlanger Aufenthalt beim Konditor (ich höre nur zu, es interessiert sie nicht die Bohne was mich derzeit beschäftigt) oder Arm in Arm flanieren gehen und bunte Kleider anschauen. Sie hat sich immer eine Tochter gewünscht, die gleichzeit ihre beste Freundin ist. Sehr praktisch, da bringt man seinen Ansprechpartner auf die Welt und biegt ihn sich zurecht, wie man es braucht.
Und wie bitter, dass die Tochter anderen Menschen mehr Aufmerksamkeit schenkt.

Schenk deiner Mutter ein wenig Aufmerksamkeit und ignoriere deine Verletztheit. Wenn du es von dir aus tust, dann haben ihre Grenzüberschreitungen für dich nicht mehr die Bedeutung, und sie wird mit ihren Annährungsversuchen weniger massiv.
Ihre Probleme gehen dich nichts an. Das ist ihre Sache, ob sie zur Therapie geht oder nicht. Es kann nicht sein, dass sie sich behandeln läßt, damit du dich besser mit ihr verstehst - bitte verzeih, so habe ich den Teil in deinem Posting verstanden.
Aber du kannst dir überlegen, wie du dir einen erträglichen Draht zu deiner Mutter schaffst, und gleichzeitig dabei erwachsen wirst. Das sind übrigens Erfahrungen, die einem enorm viel Stehvermögen verschaffen: zu seinen Wurzeln zu stehen und sich abzunabeln.
Und noch etwas. Pflege auch das Verhältnis zu deinem Vater. Auch das ist für Euch beide wichtig, eventuell für den Vater mehr als für dich.

viele Grüße
claren

Hallo, Manu,
ich kann Dich nur in diesem Vorsatz bestärken. Ziehe Dein „Ding“ durch, verlasse Dich auf die einzige Person, die Dich immer und uneingeschränkt unterstützen wird: Dich selbst.
So belastet das Verhältnis zu Deiner Mutter auch jetzt ist, es wird sich bessern, wenn Du nicht mehr das Gefühl haben mußt, auf sie angewiesen zu sein.
Viel Glück, Du schaffst das!
Eckard

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Liebe Manu,

ich kann leider nix produktives bringen, aber ich versteh dich so gut. Meine Eltern haben auch Probleme (jeder einzeln) und als ich noch zu Hause gewohnt hab, konnt ich das nicht mehr so einfach von mir abschütteln und hab irgendwann nen Fass aufgemacht. Hab zu meiner Mutter gesagt, sie soll sich Hilfe holen und einfach mal zu einem Psychologen gehen. Die braucht sie nicht, es wäre alles ok. Da hab ich gesagt geh doch erstmal hin. Der Arzt kann immernoch sagen, bei dir ist alles i.o. Ich hab auch gesagt, dass es ihr dann viel besser gehen würde. Das hat sie nicht interessiert. Ich bin ja nur das junge Mädel ohne Lebenserfahrung.
Jetzt bin ich für ein Jahr im Ausland und unendlich froh darüber, dass ich nicht nach Hause muss. Früher hab ich das aus Pflichtgefühl getan.

saus

Hallo Wolfgang

Du willst also die Hand beißen, die Dich füttern soll. Von mir
bekommst Du dafür keine Anleitung.

das klingt nach der Auffassung „solange du die beine unter meinen tisch stellst, …“

meinst du, es macht ihr spaß, abhängig zu sein? ich bin auch nicht unabhängig und weiß auch nicht wie ich das anstellen soll, ohne zu studieren, bis ich 30 bin. natürlich bin ich dafür meinen eltern dankbar, aber ich erwarte trotzdem respekt vor mir als mensch. den haben sie leider nicht und ich komme mir oft vor wie ein springball - dumm nur, dass sie nicht zulassen, mich dagegen mit worten zu wehren - geschweige denn zu respektieren, wenn ich sage ich möchte etwas nicht.
jetzt bin ich eben gegangen und das geld nehm ich trotzdem.

saus

Hi,

Du willst also die Hand beißen, die Dich füttern soll. Von mir
bekommst Du dafür keine Anleitung.

ich bin nicht scharf drauf da hin zu ziehen!!! Meine anderen erwachsenen GEschwister wohnen auf Wunsch meiner Eltern auch dort, obwohl sie voll verdienen… Und soviel würd ich nicht von meinen Eltern bekommen: nur Unterkunft und Essen. Sie dazu im Gegenzug mein Kindergeld und mich (ich durfte damals schon den Haushalt meiner Mutter schmeissen! meine Brüder muessen nix machen, sind ja maennlich…)

Ich verzichte aber darauf, Dich wegen Deiner Lebenssituation
zu kritisieren.

es ist in meinem Bekanntenkreis völlig normal nach Ende des Studiums kurzzeitig nach Haus zu ziehen… ich war da nie scharf drauf, sondern es war der Wille meiner Eltern, die der Meinung sind, dass ich das ohne sie ja nie auf die Reihe krieg… bisher hab ichs auch geschafft

Das Gefühl der Dankbarkeit ist gut für die Gesundheit.

Ich denke dafür gibt es gesunde Grenzen…

Du kommst in das Alter, wo man damit beginnen sollte, die
Ursachen für nicht zufriedenstellende Lebensumstände nicht
mehr bei den bösen Eltern, sondern bei sich selbst zu suchen.
Dafür gibt es mehrere Gründe; und die Tatsache, daß die Eltern
böse Eltern waren/sind, gehört nicht zu diesen Gründen.

ich möcht da nicht näher drauf eingehen, du hast recht und ich sollte nicht wieder dahin ziehen. Trotzdem bin ich an all dem nicht allein schuld…

Der Schwache wünscht Toleranz, der Starke kann sie gewähren.

Gruss Manu

… in die richtige Richtung.

Hi,

das war jetzt sachlich und nicht emotional, aber die
Enttäuschung daß nicht eine „gewünschte“ Lösung kam klingt
deutlich durch.:
Ich glaube Du hast diesen Schubser gebraucht um Dich daran zu
erinnern daß Du selbst 2 Beine hast auf denen Du stehen
kannst.

Falsch, ich hab die Bestätigung gebraucht, dass sich zu Haus nichts ändern lässt… So kann ich mich nämlich endlich mal auf meine Hinterbeine stellen und mich gegen den Willen meiner Eltern wehren wieder dahin zu ziehen.

Aus der Ferne läßt sich Dein Kind-Mutter-/Mutter-Kind-Konflikt
bestimmt besser lösen.

Ich war schon ne Weile im Ausland… ich glaub nicht an eine Lösung… in dem ganzen Jahr was ich weg war hat mir meine Ma 3 mal geschrieben…

Vieleicht ist Deine Ma ja auch ein

bisschen eifersüchtig auf Dein super Verhältnis zu Deinem Pa.

bisschen ist gut

Zeige Ihr einfach, daß Du sie magst, aber halt anders.

kann und will ich nicht mehr, dafür ist da zu viel gelaufen, auf das ich hier nicht eingehen möchte… ich will lediglich, dass sie mich in Ruhe lässt. Hab oft genug versucht, ihr zu zeigen, dass ich sie mag und bin immer damit auf die Nase gefallen…

Viel Glück auch für Deine Diplomarbeit,

danke.

Gruss Manu

Hallo Manu,

wenn ich Dich richtig verstehe, siehst du dich gezwungen wieder bei deinen Eltern zu wohnen…warum? worin besteht der Zwang?

Ich selbst habe mal für 3 Monate in meiner Heimatstadt gearbeitet und in dieser Zeit das „Hotel Mama“ frequentiert. Es machte keinen Sinn eine Wohnung zu bezahlen, da es sich ja nur um 3 Monate handelte. Wahrlich kein Vergnügen, auch wenn ich mich mit meiner Mum wunderbar verstehe.

Ab einem gewissen Zeitpunkt sind die Lebensformen zu unterschiedlich, als dass sie noch zusammenpassen würden. Wenn du dir also vorher schon im klaren darüber bist, dass das „nach hinten“ losgehen wird, würde ich versuchen das zu umgehen. Wozu sich diesen Stress, der schon im Vorfeld Magenschmerzen verursacht, antun???

Die Zuneigung der Kinder ist nicht käuflich. Kann es sein, dass du dich „verpflichtet/gezwungen“ fühlst, weil sie dich finanziell unterstützen?? Mach dich davon frei, meine Mutter sagte auch immer sinngemäß was von „jaja, bezahlen darf ich…aber wenn ich mal was will…“ Nur: finanzielle oder andere Unterstützung sollte freiwillig sein und nicht -mit unterschwelliger „Erpressung“ gepaart- ein schlechtes Gewissen machen wollen. Das ist der falsche Weg.

Sieh zu, dass du das umgehen kannst. Wenn man sich in dem Zustand den ihr in der Familie habt ein paar mal im Jahr sieht muss das reichen.
Zusammen wohnen führt -so wie du das schilderst nur zu Mißverständnissen, Tränen und Auseinandersetzungen, die man sich echt ersparen kann.

Viel Glück beim Umgehen des „nachhause zurück“

NF

Hi Claren,

Dank dir für dein Posting.

Schenk deiner Mutter ein wenig Aufmerksamkeit und ignoriere
deine Verletztheit. Wenn du es von dir aus tust, dann haben
ihre Grenzüberschreitungen für dich nicht mehr die Bedeutung,
und sie wird mit ihren Annährungsversuchen weniger massiv.
Ihre Probleme gehen dich nichts an. Das ist ihre Sache, ob sie
zur Therapie geht oder nicht. Es kann nicht sein, dass sie
sich behandeln läßt, damit du dich besser mit ihr verstehst -
bitte verzeih, so habe ich den Teil in deinem Posting
verstanden.

NEIN! Ich will nicht, dass sie wegen mir zu einer Therapie geht. Ich merke aber dass sie schon seit 10 Jahren unzufrieden ist und es ihr nicht gut gut… Sie kommt (nach ihren eigenen Aussagen) mit ihrem Leben nicht mehr klar. Die Idee mit der Therapie kam von mehreren ihrer Ärzte… Ich selbst bin in Therapie, weil ich lange Zeit nicht verarbeiten konnte, was da alles in meiner Family gelaufen ist.
Ich muss aber ehrlich zugeben, ich habe nach alle auch kein Interesse an einem gutem Verhältnis (die Hoffnung hab ich aufgegeben) sondern will einfach nur toleriert werden.

Aber du kannst dir überlegen, wie du dir einen erträglichen
Draht zu deiner Mutter schaffst, und gleichzeitig dabei
erwachsen wirst.

Wegbleiben… aber vermiss halt auch meine Geschwister und meine Freunde dort :frowning:

Gruss Manu

auf keinen Fall aufgeben
Hi Manu,

Ich muss aber ehrlich zugeben, ich habe nach alle auch kein
Interesse an einem gutem Verhältnis (die Hoffnung hab ich
aufgegeben) sondern will einfach nur toleriert werden.

Ich kann´s gut nachvollziehen: in aufrechter Haltung einfach nur machen dürfen und ohne Kommentare zu bekommen. Schön wär´s, wenn das ginge.

Aber du kannst dir überlegen, wie du dir einen erträglichen
Draht zu deiner Mutter schaffst, und gleichzeitig dabei
erwachsen wirst.

Wegbleiben… aber vermiss halt auch meine Geschwister und
meine Freunde dort :frowning:

hm, das tut mir leid. Versuche auf jeden Fall zu den Familienmitgliedern Kontakte aufrecht zu erhalten, zu denen es möglich ist - ein Bein in die Tür stellen, was für dich selbst wichtig ist, vom Gefühl her, weißt du? Nicht nachlassen und nicht aufgeben.
Bei mir hat es zig Jahre gedauert, bis ich dahin gekommen bin, wo ich jetzt bin. Zum Teil liegt es daran, dass meine Mutter ebenfalls älter geworden ist, und sich ein paar ihrer Einstellungen geändert haben. Und ich habe mich mit ihrem Weltbild abgefunden, in das ich als eine Persönlichkeit vorkomme, die ich nicht bin. Ab und zu mache ich bei ihrem Theater mit, weil sie von bestimmten Mechanismen nicht wegkommt und sie an dem besagtem Bild hängt.
Dass du zu dem Theater, das deine Mutter inzeniert, keine Lust hast, kann ich gut verstehen, weil die dir zugewiesene Rolle dir weder gerecht wird und noch du dadurch zum Sympathieträger wirst. Akteure und Publikum haben sich an die alt hergebrachten Rollen gewöhnt.

Eine Therapie ist keine schlechte Sache, weil dadurch die Chance besteht mit Hilfe eines Außenstehenden verfahrene Beziehungen von mehr als nur einem Standpunkt zu betrachten. Mit der Ansammlung von Sichtweisen kannst du dann Ideen entwickeln, wie du Einfluß auf die mütterliche Inzenierung nehmen kannst.

Aus Gesprächen mit anderen und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man ungelöste Beziehungsprobleme zu den Eltern aufschieben aber nicht unter dem Teppich kehren kann. Darum laß dir Zeit, aber gib nicht auf.

Ich wünsche dir die Chance diesen Familienkummer bald hinter dich zu lassen, und Gelegenheiten deine Familie möglichst schadensfrei zu besuchen zu können. :smile:)))

Mit herzlichen Grüßen
claren

Servus Manu,
hast wohl ne kleinigkeit fehlinterpretiert,
bei uns, da bin ich der Pa und die Ma ist meine Frau, beschrieben aus sicht meiner Töchter.
Gruß Richard

Hallo,

ich denke, sie sollte mal zum Arzt gehen. Es klingt nach schweren Depressionen.
Sie darf nicht einfach in Dein Zimmer gehen oder Deine Sachen durchwühlen. Meine hat immer meine Post gelesen. Ich möchte nicht wissen, was sie noch alles gemacht hat. Sehe zu, dass Du einen Schlüssel für das Zimmer bekommst. Ich habe meinen mit 15 bekommen. Vor allem Schutz vor meinen Geschwistern.

MfG
Sandra

Was ist nur mit unseren Müttern los? (megalang)
Hallo Manu

was ist nur mit all den Müttern los? Ich denke, es geht vielen so wie dir.
Unsere Mütter stammen aus einer Generation, wo die Emanzipation gerade so angefangen hat und die meisten Frauen wurden noch nicht so zu Selbstwertgefühl erzogen wie man es heute tut. Man gab den Frauen das Gefühl, dass sie nur etwas wert sind, wenn sie gebären, erziehen, helfen, bemuttern, bekochen, beputzen, dienen…Nun, welche eigenen Wertvorstellungen und Aufgaben haben sie dann noch, wenn die Kids alt genug sind und aus dem Haus sind? Sie haben dann lediglich noch ihren Partner, aber mit dem ist eben auch alles futsch, weil die Mütter die letzten 20 Jahre auf ihr „Muttersein“ reduziert (nicht wertend gemeint!) wurden und nicht als vollwertige Partnerin angesehen wurden. Also, etwas salopp gesagt, nun versuchen sie mit allen Mitteln ihre Babys wieder nach Hause zu holen. Dazu ziehen sie eben alle Register.
Dazu kommt, dass die Frauen dieser Generation ein mangelndes Selbstwertgefühl haben, sehr darunter leiden was schlussendlich Krankheit, psychische Krankheit und Sucht zur Folge haben kann.

Auch meine Mutter ist ein Hypochonder und hat ein Alkoholproblem. Ich musste lernen, dass ICH keine Verantwortung für IHR Leben übernehmen muss. Wenn sie sich in ihrer Rolle als Leidende gefällt, soll sie sie spielen, aber dadurch kriegt sie von mir keine Aufmerksamkeit.
Wenn sie aber auf normale Weise auf mich zu kommt, freue ich mich und geniesse die gemeinsame Zeit. Ich finde es grossartig, dass sie jetzt auch eine Psychotherapie macht.

Dir würde ich empfehlen, deinen eigenen Weg zu gehen und etwas Distanz zu gewinnen. Wenn du auch finanziell unten durch musst, versuche auf eigenen Beinen zu stehen und tu dir selbst zulieben den Psychoterror zuhause nicht an.
Denn du kannst nichts dafür und brauchst auch nicht die Verantwortung dafür zu übernehmen, denn deine Eltern sind auch erwachsene Menschen.
Ich wünsche dir die Stärke, das zu tun, was dir gut tut
Andrea