Wie wird aus einer Wiese ein Rasen?

Hallo zusammen,

ich habe eher einen technischen Hintergrund und stelle deshalb vielleicht eine sehr banale Frage: „Wie kann ich aus einer Wiese einen Rasen machen?“ Gibt es da grundsätzliche Dinge, die ich beachten sollte? Momentan mähe ich das Gras nur mit einem Rasenmäher (Rotationsmesser). Allein da stellt sich die Frage, ob es beim mähen besser ist, einen Fangkorb zu verwenden oder ob man das Schnittgut einfach so liegen lassen kann, quasi als Dünger.

Für Eure freundlichen Antworten bin ich dankbar.

Gruß, Sausewind

Hallo Sausewind!
Hier habe ich mal für dich gegoogelt und dieses gefunden:
Zwischen dem Rasen hat sich im Herbst und Winter viel Moos gebildet und auch Unkraut macht sich breit. Um dieses aufzuhalten und vorzubeugen, sollte man bei der Rasenpflege schrittweise vorgehen und den Rasen, welcher oftmals sehr beschädigt ist, immer eine Ruhephase gönnen, da man sonst mehr Schaden anrichten kann, als man dem Rasen gutes tut.

  1. Schritt - Das Vertikutieren
    Zu Beginn wird der Rasen gut von Moos und Unkraut befreit. Dazu nimmt man einen Vertikutierer oder einen Rechen und vertikutiert durch das rechen des Rasens. Gründlichkeit ist hier besonders wichtig. So erhält man einige Schubkarren Moos und abgestorbenes Gras, welches entsorgt werden sollte.
  2. Schritt - Das Kalken
    Kalk reguliert den pH-Wert des Bodens, sodass Moos, welches sauren Boden bevorzugt, am Wachstum gehindert wird und der Rasen bei optimalen Kalken Moosfrei bleibt. Daher so schnell als möglich direkt nach dem Vertikutieren den Rasen kalken. Den Kalk für den Rasen gibt es in jedem Gartencenter. Das Kalken sollte bis spätestens Ende März durchgeführt werden. Nachdem Kalken lässt man dem Rasen eine Pause um sich zu erholen, da das Lüften des Rasens durch die Vertikutierung Spuren hinterlassen hat. Durch das feucht warme Wetter beginnt der Rasen verstärkt zu wachsen. Hat sich der Kalk aufgelöst und sich der Rasen erholt? Dann ist es Zeit für den nächsten Schritt, dem Düngen.
  3. Schritt - Das Düngen
    Den Rasen zu Düngen ist besonders bei einem geschwächten Rasen wichtig. Der Dünger versorgt den Boden mit Nährstoffen, die auf den Rasen abgestimmt sind. Vorteilhaft sind Langezeit-Rasendünger. Ein geringer Eisenanteil im Dünger verhindert zusätzlich das Ausbreiten von Moos. Gedüngt wird nur nach Vorgabe auf der Düngerverpackung und bei regnerischem Wetter. Der Dünger wird oftmals in Wasser gegeben und der Rasen damit gegossen. Der notwendige Regen transportiert die Nährstoffe in den Boden. Regnet es nicht, kann es vorkommen, dass es zu Verbrennungen der Rasenfläche kommt.
  4. Schritt - Rasen mähen
    Hat der Rasen frisches Grün ausgetrieben, kann er gemäht werden. Zu Beginn jedoch nur gering, sodass er nicht zu sehr beansprucht wird. Im Laufe des Frühlings beginnt der Rasen sehr stark zu wachsen, da das Wetter und der Dünger dies sehr unterstützt. Nun kann wieder normal mit dem Benzinrasenmäher oder Elektrorasenmäher gemäht werden.

Gruß
Rainer

Was kann ich jetzt im Juli/August tun?
Hallo Rainer,

herzlichen Dank für die rasche Antwort. Im wesentlichen bezieht sich die erwähnte Rasenpflege auf den Frühjahr. Was kann ich jetzt tun? Konkret, soll ich überhaupt etwas tun, außer vielleicht düngen oder Rasen mähen? Und wenn Rasen mähen, dann mit oder ohne Fangsack oder ist das bei meiner Wiese egal?

Gruß, Sausewind

Bei diesem Wetter würde ich überhaupt nichts machen! Wenn du mal genauer hinsiehst, müsste das Moos schon eigentlich am verbrennen sein.
So ist es jedenfalls bei mir. Denn ich habe auch das leidige Problem mit dem Moos und habe, kurz bevor die Hitzeperiode anfing, den Rasen nochmals gemäht, ohne Fangsack. Ich lasse das Gras dann meistens einen Tag liegen, wegen dem Dünger!
Aber ich würde jetzt wirklich nicht mähen. Selbst mein Nachbar, der sonst jeden 5.Tag am mähen war, hat seit 3 Wochen nicht mehr gemäht!

Gruß
Rainer

Rasen: Gerade im Juli/August soll man was tun!

Bei diesem Wetter würde ich überhaupt nichts machen! Wenn du
mal genauer hinsiehst, müsste das Moos schon eigentlich am
verbrennen sein.

Ojojoi und aua! Und wenn das ganze Moss verbrennt, die „Nachsaat“ bleibt dir
doch! Also musst man gerade jetzt was tun und den Boden gut durchlüften
(Vertikutierer, scharfer Rechen) und anschließend die Moosplacken und
abgestorbenen Pflanzenreste (bzw. die „Un“kräuter)entfernen. Danach leicht
düngen und immer gut wässern, damit sich kleinere Narben bald wieder
füllen.
Größere Kahlstellen werden gut gelockert, eingesät (teure „Nachsaatmischungen“
braucht’s nicht!) und mit 1 cm Sand bedeckt.
Das schützt gerade jetzt vor Verkrustung und hilft den schwachen Jungpflanzen
„auf die Wurzeln“.

… Ich habe auch das leidige Problem mit dem Moos und habe, kurz bevor die

Hitzeperiode anfing, den Rasen nochmals gemäht, ohne Fangsack. Ich lasse
das Gras dann meistens einen Tag liegen, wegen dem Dünger!

Ojojoi und aua - zum Zweiten! Welcher „Dünger“ entsteht an einem Tag??? In der
Zeit hat vielleicht ein Welkeprozess eingesetzt, aber keine Verrottung. Ganz
abgesehen davon würde diese dem Boden zunächst mal Nährstoffe entziehen. Ganz
abgesehen davon würde verrottetes Gras am Ende eine Art „Staub“ ergeben, aber
keinen wirklichen krumigen Humusboden. Für solchen sorgen nur Würmer

Aber ich würde jetzt wirklich nicht mähen. Selbst mein
Nachbar, der sonst jeden 5.Tag am mähen war, hat seit 3 Wochen
nicht mehr gemäht!

Ojojoi und aua - zum Dritten! Nein, was sind die deutschen Vorstadtbürger doch
fleißige Gärtner: Häusle gebaut, Aushub eingeebnet, Rasenmischung aus dem
Baumarkt drauf (natürlich zuwenig) – und ein halbes Jahr lang freuen wir uns
übers satte Grün. Damit uns die Nachbarn auch sehen und hören („Siehste, der
pflegt seinen Garten …“)wird samstags gemäht. Oder einer ist sogar – Himmel,
wie eifrig! – „sonst jeden fünften Tag am Mähen“!
Will heißen: Würden wir richtig schneiden und (vorsicht, Wortspiel) den Rasen
nicht so stiefmütterlich behandeln, dann müsste man je nach Wachstumsperiode
spätestens (!) alle drei, vier Tage mit dem Mäher drüber … Und dank Düngergaben
im Frühjahr, im Juli/August (nach dem zweiten Vertikutieren) und im
Spätherbsterbst (so genannte Wintergabe) hätten wir einen regelrechten Teppich
– (fast) frei von Kräutern, Blattpflanzen und Moos. Natürlich nur, wenn die
Grünfläche im Sommer mehr als nur ein paar oberflächliche Spritzer abbekommt.
Also: Jedem sein Wembley-Rasen!

Nix für ungut.
Pepe