hallo zusammen,
ich befinde mich derzeitig noch in der Ausbildgung (1.Jahr) als fachinformatiker-anwendungsentwicklung im öffentlichen dienst in nrw. wollte mal wissen wie man genau beamter wird,
gibt es unterschiede je nach fachrichtung bzw gibt es nur eine kategorie des beamtenstatus?
darf die prüfung jeder zu jederzeit machen und sooft er will bzw. bis er diese bestanden hat?
was wird vorrausgestzt sowohl an psychische also auch physische fitniss?
kann man den beamtenstatus auch wieder verlieren?
wo findet diese prüfung statt und wer prüft eigentlich? der chef?
hallo zusammen,
ich befinde mich derzeitig noch in der Ausbildgung (1.Jahr)
als fachinformatiker-anwendungsentwicklung im öffentlichen
dienst in nrw. wollte mal wissen wie man genau beamter wird,
gibt es unterschiede je nach fachrichtung bzw gibt es nur
eine kategorie des beamtenstatus?
Es gibt nicht „den Beamten“, sondern verschiedene Kategorien (einfacher, mittlerer, gehobener Dienst, technisch und nichttechnischer Dienst). Unterschiede gibt es auch je nachdem, ob es um Bundes-, Landes- oder Kommunalbeamte geht. Um Beamter zu werden, muss man eine bestimmte Verwaltungsausbildung (die auch wieder bestimmte Voraussetzungen hat) absolvieren.
Ich persönlich kenne im IT-Bereich übrigens nur Angestellte…
man kann „Beamter“ nicht lernen sondern man wird dazu ernannt.
Auch Fachinformatiker kann man zu Beamten ernennen, wenn die Laufbahnvoraussetzungen erfüllt sind.
Ich bin mir sicher, daß im statistischen Landesamt in BY mehrere verbeamtete Fachinformatiker rumlaufen…
man bewirbt sich schriftlich bei der entsprechenden Verwaltung (Bund/Land oder Gemeinde).
Zu achten ist auf das Mindest- und Höchstalter. Wichtig ist dann, welche Vorbildung bzw. Ausbildung man hat, und ob eine entsprechende Planstelle frei ist. Überqualifizierte werden in aller Regel nicht genommen, die sind bei besserer Wirtschaftslage sonst schnell wieder weg.
Früher gab es z. B. bei der Post den gehobenen/höheren technischen Dienst, aber ob es so etwas analog heute noch gibt ?
Wenn ich eine gute Ausbildung im IT-Bereich hätte, und auch schon Erfahrung in diesem Bereich, dann würde ich ernsthaft eher in Betracht ziehen, mir die Kugel zu geben, als im öffentlichen Dienst anzufangen.
Eine Stelle als Beamter ist fast wie ein Sechser im Lotto (von der Wahrscheinlichkeit her, so eine Stelle zu ergattern, nicht vom Verdienst her). Wenn überhaupt, dann wird man als Angestellter beschäftigt, dies hatte ja schon jemand geschrieben. Die Chancen auf Aufstieg sind fast Null, das ist eine ganz üble Situation. Bei den Beamten ist es aber auch nicht viel besser.
Also, genau überlegen, Chancen freie Wirtschaft gegen öff. Dienst vergleichen, und dann entscheiden.
man kann „Beamter“ nicht lernen sondern man wird dazu ernannt.
Auch falsch, sh unten´.
Auch Fachinformatiker kann man zu Beamten ernennen, wenn die
Laufbahnvoraussetzungen erfüllt sind.
Und die hat man i.d.R. nach einem Vorbereitungsdienst und einer sich anschließenden Laufbahnprüfung.
Man „lernt“ also sehr wohl „Beamter“
Ob man nach bestandener Laufbahnprüfung übernommen und zum Beamten ernannt wird, ist dann wieder etwas anderes …
Ausnahme ist die „Laufbahn besonderer Fachrichtung“, hier gibt es keinen Vorbereitungsdienst, da der Bedarf zu gering ist, das hängt aber vom Bundesland ab, was darunter fällt.
Das könnte evtl für einen Fachinformatiker zutreffen?
… und ich kenne da eine Menge Beamte fast alle Ressorts des Landes Baden-Württemberg und auch die grösseren Städte und Landkreise haben Beamte in der IT sitzen - die sind nämlich viel, viel billiger als Angestellte, weil der Arbeitgeber die gesamten Sozialabgaben einspart)
Allerdings ist deren Ursprungsausbildung fast immer der Diplomverwaltungswirt FH (Voraussetzung für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst) und erst danach kam die Informatikausbildung …
Einzige Ausnahme für die Fachinformatiker die VORHER schon ein anderes (FH oder UNI)Studium hatten und danach denFachinformatikergemacht haben - die wurden dann erst ein paar Jahre als Angestellte eingestellt und bekamen dann später aufgrund ihres Vorstudiums in Kombination mit ihren Zeiten im Öffentlichen Dienst verbeamtet zu werden - was auch einige abgelehnt haben weil sie dann NOCH weniger Geld bekommen hätten …
Bleib lieber Angestellter und probiers in der freien Wirtschaft - das ist SICHERER und ganz sicher ertragreicher
Wenn ich eine gute Ausbildung im IT-Bereich hätte, und auch
schon Erfahrung in diesem Bereich, dann würde ich ernsthaft
eher in Betracht ziehen, mir die Kugel zu geben, als im
öffentlichen Dienst anzufangen.
Wenn man nach dem Verdienst/Karrieremöglichkeiten geht, hast du sicher recht.
Aber die Projektdurchführungen, die ich (als Außenstehende) im Privatsektor kennenlernte, zeigt mir auch Vorteile des ÖD - geregelte familienfreundliche Arbeitszeiten, kein „Leistungsdruck“
Klar wird man zum Beamten ernannt. Aber dafür sind eben ein paar Voraussetzungen zu erfüllen, die man als Fachinformatiker in der Regel nicht erfüllt - s.h. andere Antwort an dich.
Klar kann ich als Fachinformatiker noch ne Ausbildung als z.B. Diplom Verwaltungswirt (heute glaube ich Bachelor of Laws oder ähnlich) hinten dranhängen. Wenn ich denn genommen werde - was eher unwahrscheinlich ist. Dann bin ich aber anschließend nicht als Fachinformatiker verbeamtet, sondern als Diplom Verwaltungswirt.
Zu den Voraussetzungen hast du ja schon eine andere Antwort erhalten. Hier in NRW geht es jedenfalls nicht so einfach wie du es geschrieben hast. Unsere Fachinformatiker können KEINE Beamtenlaufbahn einschlagen, sondern bleiben im Angestelltenverhältnis.
Aber die Projektdurchführungen, die ich (als Außenstehende) im
Privatsektor kennenlernte, zeigt mir auch Vorteile des ÖD -
geregelte familienfreundliche Arbeitszeiten, kein
„Leistungsdruck“
Mag bei dir so sein, trifft aber noch längst nicht auf alle Behörden im ÖD zu. Bei uns können wir von geregelten familienfreundlichen Arbeitszeiten und keinem Leistungsdruck nur träumen. Der Leistungsdruck ist sicher nicht ganz so groß wie in manchen Unternehmen der freien Wirtschaft aber es gibt ihn und das nicht zu schlecht. Hängt bei uns sicherlich auch damit zusammen, dass gerade seit Jahren mehrere IT-Standorte zusammengelegt werden und jeder sich provilieren muss um mit seinen Aufgaben an seinem Standort überleben zu können. Deswegen wahrscheinlich nicht vergleichbar mit manch anderer Behörde.
Zum Urprungsposter:
Du solltest dir intensiv überlegen ob für dich wirklich der ÖD in Frage kommt. Wie gesagt, Beamter ist eh schwer zu realisieren und als Angestellter sind die Jobs längst nicht mehr so sicher wie noch vor ein paar Jahren. Jedenfalls ist es das nicht wert auf die Differenz zum Gehalt zu verzichten, dass du in der freien Wirtschaft bekommen kannst.
wenn du im ÖD in der Ausbildung bist, bist du AzuBi oder bist
du Anwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf?
mit Sicherheit Azubi. Wie ich schon sagte kann man als Fachinformatiker in NRW nicht Anwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf sein. Außerdem hat es es doch geschrieben:
„ich befinde mich derzeitig noch in der Ausbildgung (1.Jahr) als fachinformatiker-anwendungsentwicklung“
Nicht immer hat man in der Wirtschaft mehr Geld. Ab gD sind die Abzüge geringer und das Nettoeinkommen höher als bei Angestellten. Die Beamten im hD haben es noch besser. Gleich nach Einstellung so viel Geld als Anfäger bekommt in der Wirtschaft nicht jeder.