wie wird eigentlich ein Trauma streng psychologisch definiert? Theoretisch könnte man doch ein Trauma aus allen möglichen Ereignissen zurückbehalten. Wann spricht man (die Psychologie) von einem Trauma und wann (nur) von einem „schmerzlichen Erlebnis“?
Vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt.
Quelle: Fischer, Riedesser ‚Lehrbuch der Psychotraumatologie‘
Wann spricht man (die Psychologie)
von einem Trauma und wann (nur) von einem „schmerzlichen Erlebnis“?
Na ja, nicht einmal ein extrem unterbelichteter Psychologe würde z. B. bei einer Vergewaltigung oder bei dem Verlust eines Kindes durch einen brutalen Mord von einem ‚schmerzlichen Erlebnis‘ sprechen. Ein Trauma ist das, was die Mutter der verschwundenen Peggy im Moment durchmacht. In diesem traurigen Fall treffen sogar sämtliche Aussagen der von mir zitierten Definition zusammen.
Als schmerzliche Erlebnisse würde ich z. B. den vorhersehbaren Tod der Oma, die schon lange an Krebs litt, die Scheidung der Eltern oder die unumgängliche Einschläferung des geliebten Haustieres einstufen.