Husten ist doch eine Folge von Reizen im Rachen- oder gar Lungenraum, oder was ist das genau. Worauf ich hinaus will ist, wie kommt der Saft dorthin? Bekanntlich trinke ich ihn doch. Dann landet er doch im Magen. Also wie läuft das ab?
Husten ist doch eine Folge von Reizen im Rachen- oder gar
Lungenraum, oder was ist das genau. Worauf ich hinaus will
ist, wie kommt der Saft dorthin? Bekanntlich trinke ich ihn
doch. Dann landet er doch im Magen. Also wie läuft das ab?
Der Wirkstoff gelangt dort oder im Darm ins Blut und kann
so wirken. Vermutlich wäre auch eine schwache Wirkung möglich, wenn der Saft sublingual eingenommen würde (d.h.
gar nicht schlucken, sondern eine Zeitlang unter der Zunge
„verweilen“ lassen) oder durch einreiben der Nasenscheide-
wand.
Husten ist doch eine Folge von Reizen im Rachen- oder gar
Lungenraum, oder was ist das genau.
Husten ist prinzipiell ein wichtiger Bestandteil der Schleimbeseitigung, und somit ein Schutz- und Reinigungreflex.
Auch bei gesunden Menschen wird kontinuierlich Schleim produziert, der aus den Atemwegen transportiert und im weiteren verschluckt wird. Erst bei vermehrter Schleimproduktion wird diese normale Klärfunktion überlastet und es kommt zum Husten, der den Schleim aus den großen Atemwegen entfernen soll. Es ist z.Zt. noch ungeklärt, ob allein die Schleimmenge und/oder eine veränderte Konsistenz des Schleimes zur Stimulation der Hustenrezeptoren führt. Möglicherweise wird Husten in diesen Fällen auch durch eine Änderung der Sensivität der Rezeptoren allein gesteuert. Mechanische Stimulation (Einatmen von Fremdkörperteilchen) oder chemische Stimulation ( Einatmen von giftigen Gasen) lösen ebenfalls Hustenreiz aus. Desweiteren gibt es eine Reihe von Medikamenten, die Einfluß auf die Schleimproduktion ausüben und somit zu Hustenreiz führen.
Der chronische Husten ist vor allem ein Symptom des Rauchers. Bei diesen Patienten ist auf eine Änderung der Hustensymptomatik zu achten, da sich dahinter pulmonale Erkrankungen verbergen können (z.B. Asthma bronchiale).
Bei festsitzendem Husten gibt man als Medikament Schleimlöser. Verschiedene Wirkstoffe helfen auf unterschiedliche Weise:
Ambroxol erniedrigt die Oberflächenspannung des Schleimes, das Festsitzen am Bronchialepithel entfällt (z.B. Ambroxol)
Bromhexin regt Drüsenzellen zur Schleimbildung an. Es entsteht mehr Schleim, der dadurch weniger zäh ist
Acetylcystein erniedrigt die Schleimviskosität durch Spaltung von Disulfidbrücken im Proteinanteil der Schleimmoleküle.
(Im übrigen ein gutes Mittel bei Paracetamol-Vergiftungen)
Auf jeden Fall muß der Patient viel trinken. Alle Schleimlöser sollten nicht kurz vor dem Zubettgehen eingenommen werden, sondern die letzte Gabe sollte gegen 17.00 Uhr erfolgen.
Auch Präparate gegen Reizhusten haben unterschiedliche Wirkweisen.
1.Chemische Mittel - wie z.B. Silomat - unterdrücken den Hustenreflex. Daraus ergibt sich auch der Hinweis, niemals Schleimlöser und Hustenreizstiller zusammen einzunehmen. Ein zeitlicher Abstand von mindestens 2 Stunden sollte gewährleistet sein. Der Schleim, der durch die Schleimlöser entsteht, muß ja gerade abgehustet werden. Den Hustenstiller nimmt man dann direkt zum Schlafengehen.
Pflanzliche Mittel - wie z.B. Isla Moos Tbl. - „schleimen den Hals einfach aus“. Nur diese Tabletten wirken direkt im Hals bzw. Rachen.
Achtung!
Eukalyptusbonbons erwecken auch den Eindruck direkt am Ort des Geschehens zu helfen. Sie unterdrücken zwar den Hustenreiz im Moment, aber trocknen zusätzlich den Hals- und Rachenraum aus, so daß alleine dadurch schon wieder Hustenreiz entsteht.