Hallo,
wie wirken Protonenpumpenhemmer bei Magenschleimhautentzündung? Ok, die Magensäure wird reduziert. Kann die Schleimhaut dann besser heilen, wenn sie nicht der aggressiven Magensäure ausgesetzt ist? Ist das der Effekt?
Falls ja, könnte man das nicht auch erreichen, indem man ständig (oder vor dem Essen?) Basenpulver wie KaiserNatron, BullrichSalz etc. schluckt?
Ich habe seit Jahren Magenprobleme, wahrscheinlich immer noch eine leichte Schleimhautentzündung. Wurde mal mit Omeprazol behandelt, als der Schmerz stechend wurde, ging auch dann zurück. Aber die Probleme verschwanden nie ganz. Heisst das, ich sollte wieder Omeprazol nehmen? War das damals vielleicht zu kurz?
Ich habe seit Jahren Magenprobleme, wahrscheinlich immer noch
eine leichte Schleimhautentzündung. Wurde mal mit Omeprazol
behandelt, als der Schmerz stechend wurde, ging auch dann
zurück. Aber die Probleme verschwanden nie ganz. Heisst das,
ich sollte wieder Omeprazol nehmen? War das damals vielleicht
zu kurz?
Hi
Mit einer Magenschleimhautentzündung ist nicht zu spaßen! Du solltest unbedingt zum Arzt und eine Magenspiegelung machen lassen. Wenn es eine unbehandelte chronische Enzündung ist, dann endet das leider nicht selten mit Krebs.
Die Protonenpumpen (die H+ abgeben) werden gehemmt, dadurch kann sich weniger H+ im Magen mit dem Cl- verbinden (was zu HCl werden würde) und die Übersäuerung wird somit vermindert. Die Säure greift nicht mehr so stark die Magenschleimhaut an, sodass diese sich besser abheilen kann.
Die Pulver könnte man auch zu sich nehmen, aber ich glaube nicht dass sie eine langfristigen Effekt haben, die Säure wird auch zwischen den Mahlzeiten produziert. Zudem hat dies einen schwächeren Effekt, glaube ich.
Waren Sie schon beim Arzt wegen dem jetzigen Problem? Sprechen Sie die Symptome die Sie haben und die Medikation mit diesem ab, das ist wohl das beste in dem Fall.
Vermeiden sie zuckerhaltige und fettreiche Lebensmittel, dies trägt dazu bei, dass der Magen sich noch vermehrt anstrengen muss.
das Problem bei Basenpulvern ist, daß bei basischer Nahrung, eher noch mehr Magensäure gebildet wird um die Verdauungsfunktion aufrecht zu erhalten. Außerdem enthalten sie unterschiedlich schwere Substanzen und entmischen sich leicht. Magensäure dient auch dazu Bakterien aus der Nahrung unschädlich zu machen. Das funktioniert dann nicht mehr richtig.
Die anderen Verdauungssäfte wie Galle und Bauchspeichel sind in ihrer
Zusammensetzung darauf abgestimmt, den sauren Speisebrei aus dem Magen zu neutralisieren. Dadurch kommt es dann zu Verdauungsstörungen auch im Darm.
Im Falle, daß Du eine Heliobacter-Infektion des Magens hast, reicht das Opremazol leider nicht.
Dein Arzt kann jedoch einen Test dafür machen und Dir die entsprechenden Medikamente verschreiben.
Wenn es eine unbehandelte chronische Enzündung ist,
dann endet das leider nicht selten mit Krebs.
Das ist Gott sei Dank falsch.
Das ist ja schonmal tröstlich. Danke für die vielen Antworten.
Helicobacter wurde bei mir ausgeschlossen.
Magenspiegelung wurde vor Jahren schon 2 mal gemacht. Ergebnisse:
Spiegelung:
„…Schleimhaut ist deutlich gerötet, vermehrte Gefäßzeichnung“
Beurteilung: hypersekretorischer Reizmagen, mäßige Gastro-Duodenitis
Befund des Labors dazu: „weitgehend unauffällige Duodenalschleimhaut“, „geringe chemische Gastritis der Antrumschleimhaut, am ehesten nach medikamentöser Noxe“, „keine Helicobacterbesiedlung“
Falls ja, könnte man das nicht auch erreichen, indem man
ständig (oder vor dem Essen?) Basenpulver wie KaiserNatron,
BullrichSalz etc. schluckt?
Du musst das Ganze auch mikroskopisch betrachten:
Bevor die Neutralisation mit deinem Basenpulver stattfinden kann, müssen die beiden Moleküle erst einmal zusammen kommen.
Das Säuremolekül kann aber gerade so gut zuerst auf eine Zellwand stossen.
Wie auch schon geschrieben wurde unterliegt alles im Körper auch noch Regelmechanismen. Ist es im Magen zu wenig sauer, wird die Säureproduktion hochgefahren. Das Ganze ist aber wesentlich komplexer, sodass auch psychische Effekte die Produktion hochfahren können.
Somit macht es eben einen grundsätzlichen Unterschied ob die Produktion selbst gedrosselt wird (Protonenpumpenhemmer) oder ob man die Überproduktion nachträglich wieder vernichtet (Basenpulver).
Die Protonenpumpen (die H+ abgeben) werden gehemmt, dadurch
kann sich weniger H+ im Magen mit dem Cl- verbinden (was zu
HCl werden würde) und die Übersäuerung wird somit vermindert.
Die Säure greift nicht mehr so stark die Magenschleimhaut an,
sodass diese sich besser abheilen kann.
Das würde ja bedeuten, dass die Säure Ursache der Beschwerden in jedem Fall wäre?! Aus der Logik heraus, wäre es am besten man neutralisiert die komplette Säure, oder bzw. verhindert das Säure gebildet wird?!
Die Pulver könnte man auch zu sich nehmen, aber ich glaube
nicht dass sie eine langfristigen Effekt haben, die Säure wird
auch zwischen den Mahlzeiten produziert. Zudem hat dies einen
schwächeren Effekt, glaube ich.
Der Effekt wäre, das im Verlauf noch mehr Säure vom Magen produziert werden würde… Auf Dauer ein leichter Teufelskreis.
Du musst das Ganze auch mikroskopisch betrachten:
Bevor die Neutralisation mit deinem Basenpulver stattfinden
kann, müssen die beiden Moleküle erst einmal zusammen kommen.
Das Säuremolekül kann aber gerade so gut zuerst auf eine
Zellwand stossen.
Ich denke nicht, dass das so gesehen überhaupt eine Rolle spielt. Der einzige Effekt der Auftreten kann, ist dass das Pulver wegen Nahrungresten nicht gleich mit der Säure „reagieren“ kann.
Im Falle, daß Du eine Helicobacter-Infektion des Magens hast,
reicht das Omeprazol leider nicht.
Dein Arzt kann jedoch einen Test dafür machen und Dir die
entsprechenden Medikamente verschreiben.
Man ist sich jedoch noch nicht einig, ob man bei Beschwerdefreiheit bei postivem Helicabacter pylori eine Eradikationstherapie zur Beseidigung des Keimes durchführen soll. Es sprechen sehr viele Gründe dafür, jedoch auch welche dagegen.