Hallo zusammen - ich habe mal eine Frage und zwar. Der Vater meines ältesten Sohnes ist in diesem Jahr verstorben. Wir hatten über viele viele Jahre überhaupt keinen Kontakt mehr, es war zuviel vorgefallen. Trotzdem war ich vom Tod des Exmannes geschockt. Er tat mir einfach nur sehr leid, weil er so alleine starb - er war erst Mitte 50! Mein jetztiger Mann konnte das nicht so gut verstehen, als ich geweint habe - er sagte nur: „Er hnat Euch doch soviel angetan!“ Das habe ich ihm - im Angesichts des Todes alles verziehen, da es mir heute sehr gut geht! Mein Sohn berührte das ebenfalls nicht, da er keinen Kontakt zu ihm hatte und auch nie aufbauen konnte. Das kann ich auch verstehen - der letzte und einzige Kontak war sehr sehr verletzend für meinen Sohn. Trotzdem empfand ich Trauer, er tat mir nur unendlich leid - weil ich wusste wie gerne er gelebt hat und dann so schwer krank wurde. Es kommt noch dazu, das er aus seiner 2. Ehe einen Sohn von Anfang 20 hat - den ich ein mal gesehen habe. Er hat seine Mutter mit 7 Jahren auch so früh - auch an Lungenkrebs - verloren. Beide waren starke Raucher! Ich habe das Bedürfnis mich um den jungen Mann zu kümmern, da er keinerlei Familie mehr hat. Meine Familie rät mir aber davon ab, es wäre doch ein Fremder für sie. Für mich ist es der Halbbruder meines großen Sohnes und der Junge hat doch niemandem etwas getan. Er hat schon eine Menge durchmachen müssen und er tut mir sehr leid. Warum sollte ich ihm denn nicht helfen? Ich würde auch einem Fremden helfen, wenn ich das mitbekomme, dass es ihm schlecht geht und alleine ikst. Der Junge hat bald Geburtstag, er hat keine Wohnung mehr zu Zeit, wohnt bei Freunden. Bald ist Weihnachten - auch wenn er nicht mehr so klein ist - es ist doch ein Mensch der keine Familie mehr hat! Ich möchte trotzdem helfen - ohne meinen Mann zu verärgern - aber ich glaube das wird nicht gehen? Wie würdet Ihr regagieren?
herz
hallo,
du hast ein großes herz.
es gibt keinen grund, es künstlich klein zu halten.
nimm kontakt mit dem jungen mann auf, aber überlege den ersten schritt genau. es hetzt dich ja keiner.
die gefühle deines mannes sind verständlich. ich würde in einer ähnlichen situation sein, stürbe mein ex.
der jetztige hat viel aushalten müssen, vielleicht eifersucht empfunden, trösten müssen, hilflos ansehen müssen, wie dir /euch was angetan wurde.
da braucht es fingerspitzengefühl.
aber er wird früehr oder später vielleicht auch stolz auf deine großherzigkeit sein. schließlich bist du ja seine frau 
tilli
p.s. ich bin ein großer fan von beratungen. diakonie oder so. fa könntest du ja 1-2x hingehen, zum sortieren und abwägen.
Mhhh, schwierige Sache - ich würde auf jeden Fall den Kontakt zu dem „Jungen“ suchen und ihm anbieten, dass Du auch für ihn da bist, wenn er Hilfe benötigt oder sich alleine fühlt. Vielleicht hat er ja tatsächlich niemanden, dann wird er vielleicht auf Dich zukommen - in dem Alter hatte ich einen großen Freundeskreis der einen gut getragen hat, so dass ich das Auftauchen von entfernten Familienmitgliedern als merkwürdig empfunden hätte.
Vielleicht findet man sich ja auch als „Familie“ aber es wird sicherlich ein langer Prozess werden.
Wenn Du das Bedürfnis hast ihm zu helfen, dann gehe dem nach - allerdings würde ich das in einem Rahmen belassen, der zeitlich und finanziell mit Deiner Familie zu vereinbaren ist. Kann mir gut vorstellen, dass Dein Mann den Jungen schon bei Euch einziehen sieht und ihr für ihn aufkommt, als wäre es euer eigenes Kind. Die Sorge würde ich ihm einfach mal nehmen. Ihn dagegen bei der Wohnungssuche und der Auflösung der alten/ Beerdigung etc. zu unterstützen und beratend bei weiteren Fragen die das Leben betreffen zur Seite zu stehen kann so falsch nicht sein.
Gruß,
Alexandra *die zumindest auch dafür gesorgt hätte, dass alle gut unter kommen*
mhmmm Schwierig zu sagen :-/
Ich habe eine ältere halbschwerster Väterlicherseits die habe ich bis auf einem Foto noch nie gesehen und nie mit ihr gesprochen. Ich weiss das sie verheiratet ist und ein Kind hat… K.A wie ich reagieren würde wenn plötzlich nur noch das Kind da währe… die warscheinlicheit das dies Passiert ist jedoch doch ziemlich gering… da dazu die mutter, die grossmutter, Der Grossvater (mein Vater) auch gleich noch sterben müsste.
Ich würde sagen :
- kommt es auf deinen Sohn an, ob er sich konntakt mit dem halbbruder vorstellen kann… Ich könnte mir das z.b. ganz gut mit meiner halbschwester…
2.Ob der Halbbruder selber das überhaupt möchte
Du müsstest dich jedenfalls nicht verantwortlich für den Jungen fühlen, ich kann dir jedoch nachfühlen. Man wünscht keinem Menschen so ein schicksal und auch ich würde wohl reagieren.
Deinem jetztigen mann kann das ja wurscht sein solange es nur um den konntakt geht. Wie du beschreibt wird es das aber nicht sein, weisst für mich auf eiversucht hin. Ob das stimmt weiss ich nicht.
Naja ich würde einfach einen Brief schreiben im Sinne das der Halbbruder bei euch auf offene türen trifft und mann ihn gerne zum tee einladen würde.
Was deinen Mann betrifft… das ihn den Tod deines Exs nicht berührt ist das eine aber deine trauer sollte er dir schon eingestehen, es wird ja auch seine gründe gehabt haben das du mit ihm schliesslich ein Kind gezeugt hast. Du hast auch die Positiven Seiten gekannt und um die getrauert…
gruss Sev
Danke für Eure Antworten, mein Mann ist ein sehr lieber Mensch und kümmert sich allerdings aufopferungsvoll um unsere kleine Familie. Er hat auch noch einen Sohn aus erster Ehe, der uns ab und zu besucht. Darüber freue ich mich auch immer sehr, weil es auch ein so netter Junge ist. Das war nicht immer so, er war ein richtiger Giftzwerg wie er kleiner war und uns alle 2 Wochen besuchte. Ich habe meinem Mann nie Vorschriften gemacht - egal was es auch war. Ich habe ihn sogar dran erinnert, dass er ihn mal wieder anrufen soll usw. Ich bin auch da großzügig. Jetzt dieser junge Mann ist schon auf die schiefe Bahn geraten und versucht gerade wieder Fuß zu fassen. Ich bin sogar mit zur Beerdigung gegangen - es waren ja kaum Leute da - und habe mit dem Jungen gesprochen und ihn in den Arm genommen. Das habe ich mit meinem Mann vorher besprochen und er war da auch nicht böse - da ich ihm gesagt habe - so könnte man auch so eine Sache vernünftig abschliessen - denn es war ja mal ein Teil von meinem Leben. Mit dem Jungen bin ich jetzt für übernächste Woche verabredet. Er wohnt nichtg gleich um die Ecke - aber es geht auch von der Zeit her. Ich finde einfach, er hat ein Chance verdient. Er hat mir auch erzählt, dass er sehr gute Freunde hat - da wo er jetzt auch lebt. Ich habe ihm gesagt, dass ich immer fpür ihn da bin, egal was ist - er hat keinen einzigen überlebenden Verwandten mehr - außer 2 Halbbrüder - einer davon ist mein großer Sohn (der lebt im Ausland) und einen noch kleinen von 11 Jahren! Ich möchte ihn nur auf den richtigen Weg bringen, damit er weiß, da gibt es noch jemanden. Ob ich nun Mutter von 2 Söhnen bin oder von 3en ist für mich völlig wurscht!
Hallo,
könnte man hier Herzen anstatt Sterne vergeben, dir würde ich so einige davon geben!
Ich drücke euch allen ganz ganz doll die Daumen, das alles so klappt, wie du es dir vorstellst!
Toll!
LG
Hallo,
Wenn du schreibst der junge Mann sei schon auf die schiefe Bahn geraten, hat dein Mann evtl. Angst das er euch betrügt und ausnutzt…?
Ich kann verstehen das du dem Jungen helfen willst und finde das toll:smile:
Vielleicht setzt du dich nochmal mit deinem Mann zusammen und besprichst wie deine Hilfe aussehen könnte: Was du gerne tun möchtest, wie weit du gehen würdest,warum genau er bedenken hat, was in seinen Augen zuviel Hilfe wäre (z.B.das er nicht möchte, das du den Jungen bei euch wohnen lässt)
Steckt eure Grenzen ab, dann wird das schon.
Alles Gute Bats
Hallo,
soche Menschen wie dich braucht die Welt 
Wenn Liebe und Mitgefühl die dominierenden Maßstäbe der Gesellschaft wären, würde es hier nicht so aussehen, wie es derzeit aussieht …
Sei deiner Intuition/geistigen Führung dankbar und handele danach. Vernunft war gestern:smile:, hat mehr Schaden als Nutzen über die Menschheit gebracht.
LG
sine
Danke an Euch - das hat mir sehr geholfen!
Ihr Lieben, ,
das habt Ihr ganz lieb geschrieben. Ja, genauso denke ich auch. Menschen die wegschauen haben wir genug. Mir ist es egal ob er zu meiner Familie gehört oder nicht. Er hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich und ich habe ihn damals kennengelernt, da war er gerade 8 Jahre alt und seine Mutter war gerade gestorben. Mein Exmann hatte hier eine Bescheinigung bei uns abgeholt und wir saße alle zusammen im Garten. Es war das erste Mal nach langen Jahren, dass wir wieder KOntakt hatten. Mein Exmann war immer sehr unfair und man wusste eigentlich nie woran man mit ihm war. Er hat damals gesehen, dss es uns gut geht und der Junge lag bei uns auf der Hollywood-Schaukel und wär an diesem Abend am liebsten bei uns geblieben. Die Mutter fehlte ihm so sehr. Das hat mir so weh getan, dem Jungen nicht helfen zu können. Ich habe danach gewagt meinem Exmann einen Brief zu schreiben und ihm angeboten, dass ich mich um den Jungen kümmern würde, wenn er es zulassen würde. Da ist er über mich hergefallen und ich habe ganz böse E-Mails bekommen - er hatte wohl Angst, ich wollte ihm den Jungen wegnehmen. Unter anderem hat er uns angerufen und wollte Geld von uns haben - es war schlimm. Als die Mutter beerdigt wurde, hat mein Exmann eine Party gefeiert - weil sie es sich angeblich gewünscht hatte - wie mag das alles bizarr auf den Jungen gewirkt haben??? Aber ich wollte damals dem Jungen schon helfen. Wir haben hier auch Platz im Haus gehabt, ich hätte ihn ohne weiteres aufgenommen und mit meinem jüngsten Sohn zusammen aufgezogen. Später ist der Junge dann auf die schiefe Bahn geraten, Drogen usw. - ich kann ihm das nicht verdenken. Wer zu Hause keinen halt hat, der verliert irgendwann den Boden unter den Füßen. Trotzdem ist er liebenswert und nett und vor allem ist er nicht auf den Kopf gefallen. Ich werde mich mit ihm treffen und mal sehen, wie und wobei ich ihm helfen kann. Ich habe ihn schon gefragt, ob er nicht in unsere Nähe ziehen möchte, ich würde ihm eine kleine Wohnung besorgen - aber er will in seiner Umgebung bei seinen Freunden bleiben. Kann ich auch verstehen. Aber ich bleibe dran. Ich weiß, warum mein Mann Angst hat, weil er Drogen genommen hat und das kann ich ihm auch nicht verdenken - wir haben ja auch Verantwortung unserem Jüngsten gegenüber. Ob man viel Alkohol trinkt oder Drogen nimmt - diese Menschen sind doch krank, wir können sie doch nicht alle untergehen lassen. Ich werde das langsam angehen lassen und mit meinem Mann nochmal reden. Danke für Eure lieben und ganz netten Antworten. Ich weiß jetzt, dass ich auf dem richtigen Weg bin! Was soll daran falsch sein? Mein jüngster Sohn findet das übrigens gut, wenn ich ihm helfen würde und freut sich, wenn wir zu ihm hinfahren. Ihr habt Recht! Alles Liebe auch für Euch und Grüße