Wie wurden Eier und Milch früher aufbewahrt?

Früher, noch ohne Kühlschrank, konnte man die Lebensmittel nicht so lange lagern.
Wie wurde dies früher gemacht?
Kühle Keller?
Die ganze Milch konnte ja nicht zu Butter verarbeitet werden?

Hallo!

Man hob die auch nicht lange auf, man trank mehr und kaufte täglich neue Milch.
Für Eier braucht man auch heute keinen Kühlschrank.

Und bei Selbstversorgern hatte man die Sorge des Aufbewahrens gar nicht, jeden Tag gabs neu frisch.

Es gab schon Lagerkeller für die Einlagerung von Obst und Gemüse,Milchprodukten(Käse), selbst Eiskeller mit Natureis aus dem Winter.

Und Kühlschränke gab es zumindest in Stadtwohnungen bereits vor Einführung der Elektrischen Kühlgeräte, mit Stangeneis befüllt.

MfG
duck313

Eier wurden in Lake eingelegt, die Milch wurde zu Käse oder Quark verarbeitet.

Zudem hatten die Leute auch damals Kühlschränke, den von duck beschrieben, oder schlicht und einfach ein Loch im Boden. Letzteres hatten wir im Schrebergarten, da dort kein Strom war.

Gruß
Kati

…zudem hatten alle einen kalten, feuchten Keller, der genau so gut wie ein Kühlschrank war, falls doch mal was übrigblieb.
Ansonsten wurde frisch produziert, frisch gekauft, frisch verzehrt und das jeden Tag.

Hallo Mavie,

früher wurden die Eier auf Vorrat, jedenfalls bei uns, in abgelöschten Kalk eingelegt, die Wochen, sogar Monate lang „frisch“ blieben, das Gemüse und das Obst wurde größten Teil eingekocht (eingeweckt) oder durch Salzkonservierung haltbar gemacht.

Wenn hier jemand schreibt, „man hob nicht lange auf“ , oder „für Eier braucht man auch heute keinen Kühlschrank“ , der hat von der damaligen Zeit keine Ahnung, weil er dafür einfach zu jung ist! Und glaub mir, auch früher legten die Hühner im Winter keine, oder kaum Eier!
Auch haben die Selbstversorger damals nicht von der Hand in den Mund gelebt, sondern dann, wenn Nahrungsmittel im „Überfluss“ zur Verfügung standen, diese mit den damals üblichen Mitteln haltbar gemacht!

@duck313, es gab nicht, wie heute, die Möglichkeit, täglich irgendwo frisches Obst oder Gemüse zu kaufen, vom Fleisch ganz zu schweigen. Geschlachtet wurde ein paar mal im Jahr, das Fleisch wurde eingedost, geräuchert, oder in Gläser eingekocht, genauso wie alles andere, was in der kalten Jahreszeit nicht zur Verfügung stand! Eier?

Na ja, die jetzige Generation, ist eben sehr verwöhnt!

MfG weissheit

Hallo,

früher wurden die Eier auf Vorrat, jedenfalls bei uns, in
abgelöschten Kalk eingelegt, die Wochen, sogar Monate lang
„frisch“ blieben

Wochenlang hielten sich Eier auch im kühlen Keller oder in einer kühlen Speisekammer

  • nur für Monate brauchte man Kalk oder Wasserglaslösung…

das Gemüse und das Obst wurde größten Teil
eingekocht (eingeweckt) oder durch Salzkonservierung haltbar
gemacht.

Manchmal auch eingedost - es war nicht ungewöhnlich selber Dosen zu produzieren.

Wenn hier jemand schreibt, „man hob nicht lange auf“ , oder
"für Eier braucht man auch heute keinen Kühlschrank" , der hat
von der damaligen Zeit keine Ahnung, weil er dafür einfach zu
jung ist!

Oder sich nicht richtig informiert ;o)
Vieles wurde allerdings tatsächlich jeden Tag frisch verzehrt, solange es nämlich die Zeit dafür war.
Musste die ‚Ernte‘ nun aber endgültig geborgen werden, machte man alles haltbar
für die Zeit bis zur nächsten Ernte…

Und glaub mir, auch früher legten die Hühner im
Winter keine, oder kaum Eier!

Ja.

Auch haben die Selbstversorger damals nicht von der Hand in
den Mund gelebt, sondern dann, wenn Nahrungsmittel im
„Überfluss“ zur Verfügung standen, diese mit den damals
üblichen Mitteln haltbar gemacht!

Na klar und zwar mit sehr vielfältigen Methoden…

@duck313, es gab nicht, wie heute, die Möglichkeit, täglich
irgendwo frisches Obst oder Gemüse zu kaufen

Und vorallem nicht in so großer Auswahl.
Über Winter gab es Kohl, Rüben, Kartoffeln, trockene Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen
und alles was man vorher gelagert oder eingemacht hatte.
Manchmal auch Trockenobst wie z.B. Apfelschnitze.
Lagerobst wurde in Sand oder Stroh eingelagert und auch noch gegessen wenn es schon ganz schrumpelig war…

vom Fleisch ganz zu schweigen.
Geschlachtet wurde ein paar mal im Jahr, das
Fleisch wurde eingedost, geräuchert, oder in Gläser
eingekocht, genauso wie alles andere, was in der kalten
Jahreszeit nicht zur Verfügung stand!

Es wurde vorallem viel mehr geräuchert. Nicht nur Schinken und Speck, sondern auch Füße, Kopf und jede Menge Würste.
Auch geräucherte Blut und Leberwurst gehörte dazu…
Jeder kleinste Brocken wurde verarbeitet - zu Schmalz und Sülze und vielem mehr…
Die ‚gute, alte Zeit‘ war harte Arbeit ums tägliche Brot…

Na ja, die jetzige Generation, ist eben sehr verwöhnt!

Das stimmt wohl - aber nicht alle haben vergessen wie es ist und wer schon mal eine Obstschwemme verarbeiten mußte
oder eine Hausschlachtung mitgemacht hat, kann gut nachvollziehen wie es früher war…

Manchmal denke ich, es wäre einiges besser, wenn man mehr Arbeit hätte von seinen Nahrungsmitteln.
Man wüßte sie dann sicherlich mehr zu schätzen und es würde lange nicht so viel einfach im Müll landen…

Es grüßt Yvisa

Hi, und über den Milchtopf wurden, nach dem Abkochen, nasse Tücher gelegt. Dadurch entstand die sogenannte Verdunstungskühle, die die Milch dann auch noch mind. 2 Tage frisch hielt.
Möhren und Kohl kamen in den Keller in sandgefüllte Kisten und hielten so monatelang, teilweise sogar den ganzen Winter über.
MfG ramses90

Hallo,

Manchmal auch eingedost - es war nicht ungewöhnlich selber
Dosen zu produzieren.

auch ich stamme noch aus der Generation „selbstverarbeiten“ aber bei Gott, wie geht Dosen produzieren?
Machte das der Dachdecker, der Blech falzen konnte? Oder wo wären leere Dosen zu kaufen gewesen?

verwirrte und rätselhafte Grüße

Nastaly

kennt Weißblechdosen, Dosenverschlussmaschinen, Rotosklaven, Autosklaven und reichlich mehr (berufsmäßig) über Konserven-Herstellung