Hallo! Ich schreibe gerade meine Diplomarbeit und bin ratlos was ich in die Fußnote schreiben soll wenn ich aus der Einleitung eines Sammelwerks zitiere. Die Einleitung wie einen Aufsatz zu behandeln kommt mir dämlich vor. Und wenn ich nur eine Seitenzahl angebe ist nicht klar wer der Autor ist (wobei der Herausgeber meistens auch die Einleitung schreibt). Ich zitiere übrigens mit Kurztiteln (z.B. Berger (Hg.) 1999 – The desecularization of the world), was die Sache noch komplizierter macht. Kann mir jemand weiterhelfen?
PS: Frohes neues Jahr allerseits!
Hallo Natascha,
es ist von Fach zu Fach verschieden, welche Zitationen man wählt. Manchmal gibt es auch Vorschriften in Prüfungsordnungen etc… In den Sozialwissenschaften ist es mittlerweile üblich, die Zitation nicht in der Fußnote sondern im Text anzugeben, also in Klammer. Das ist leserfreundlicher. IN den Geisteswissenschaften werden häufig noch Fußnoten als Beleg verwendet. Auch als Formatierungsvorschriften bei Verlagen kann dies der FAll sein.Wenn ich im Text ein Zitat bringe, dann belege ich es auch im Text, dh. nicht in der Fußnote. Ein Vorwort aus einem Sammelband wird genauso gehandhabt wie ein Ausfsatz aus einem Sammelband.
Jetzt aber ein konkretes (fiktives)Beispiel, das dir weiterhelfen soll:
Im Text:[…] (Müller 1998, 9-13)
Im Literaturverzeichnis: Müller, Hans-Peter (1998): Vowort. In Müller, Hans-Peter (Hrsg.): Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens.2. Aufl. München. 1998: Beispielverlag
Achte aber gegenenfalls auf die „Vorschriften“ in dienem Fachbereich.
Noch ein Tipp am Rande: Es gibt mittlerweile sehr gute Literaturverwaltungsprogramme, mit denen du deine Literatur verwalten, Recherchieren in Datenbanken und auch die Literaturlisten erstellen kannst (und noch vieles mehr). (Endnote, Citavie etc.)Für eine Diplomarbeit lohnt sich so etwas schon. Es gibt Demoversionen,die kostenlos sind und mit denen man arbeiten kann (z.b. Citavi). Hochschulen haben i.d. Regel auch eine CAmpuslizenz, die es ermöglicht, die Programme in vollem Umfang kostenlos zu nutzen. Überlege dir, ob sich das Lohnt. Die Arbeitserleichterung ist enorm.
Hoffe ich konnte dir weiterhelefn.
Gruß
Seppi
Hallo Seppi,
danke für die Antwort. Ich verwende bereits Citavi und die Kurztitel wie sie Citavi automatisch erstellt. Bei den Einleitungen hat man dann einen Kurztitel wie „Johnston 2001 - Introduction“ und das kommt mir irgendwie komisch vor …
In meinem Fachbereich sind verschiedene Zitierweisen möglich. Die Zitationen in Klammern finde ich nicht sehr leserfreundlich, in den Fußnoten stören sie weniger finde ich. Aber es stimmt schon, dass die Powis das gerne machen. Die orientieren sich ja gerne mal an den USA …
Viele Grüße,
Natascha
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Natascha, das darf dir ruhig komisch vorkommen. Allerdings würde ich die Kurztitelaufnahme wie sie bei Citavi vorkommt so nicht in die Arbeit übernehmen. Das kannst du auch direkt in Citavi ändern. Ich empfehle dir, dich an mein Besispiel zu halten Z.B: (Müller 1998, S.3-9). Ob es ich dabei um eine Introduction handelt ist doch an der Stelle im Text zunächst egal. Es geht ja nur, darum, den genauen Literaturnachweis später im Literaturverzeichnis zu finden. Falls dir das mit dem Vorwort wichtig ist, dann würde ich das in den Text einbauen: Z.B.In seinem Vorwort betont Müller, das […]. ODER Bereits im Vorwort zu „blabla“ schreibt Müller: "[…]
Lieben Gruß und viel Erfolg
Seppi