Wieder BU - Rating, Preise, Schlußfolgerungen..?

Also, ich habe mich mal mit den hier gefundenen Vorschlägen, dem Rating bei Franke + Bornberg, usw. mal auf die Suche gemacht…

Da F+B wohl das vernünftigste Rating bietet - habe ich mich entschieden, im Prinzip nur FFF in Betracht zu ziehen - die Auswahl ist ja nicht mehr sooo klein…

Eine Versicherungsvermittlerin hat mir als Empfehlung Gerling angeboten.
Hm, 2 Sachen gefallen mir an Gerling nicht:
a) Der Absicherungsbetrag (800 Euro) ist dort incl. Überschüssen angegeben, der wirklich garantierte liegt um fast die Hälfte niedriger
b) Der Spread zw. Netto(Zahl)-Beitrag (26 Euro) und Brutto-Beitrag (48) ist relativ groß - das könnte unliebsame Überraschungen, geben, oder?

Zum Vergleich:
Meine eigene Recherche erbrachte:
Allianz Vorsorge Plus, ebenfalls 26 Euro Monatsrate, FFF, hier sind die 800 Euro BU garantiert, der Spread zum Brutto-Beitrag (29) ist relativ klein.

Mal ehrlich, das klingt doch irgendwie besser, oder?
Oder habe ich was übersehen?

2.Teil:

Irgendwann fiel mir auf, daß im Vergleichsrechner immer wieder die „mamax“ (auch FFF) fehlte, obwohl angegeben.
Hm, deren Online-Tool benutzt - oops: 20 Euro für die gleiche Leistung, Spread auch nicht so riesig.
Hm, liegt der Umstand, daß man sie auf keiner Vergleichsseite findet, daran, daß „mamax“ keine Provisionen zahlt?

Und was ist von solchen Angeboten wie „HUK Comfort“ zu halten? In der Comfort-Version ja auch FFF, wohl auch um die 20 Euro.

Kann man sich streng auf das FFF-Rating verlassen?

Also, in meiner engeren Wahl sind nun

  • Allianz Vorsorge Plus (Alte Leipziger ähnlich)
  • mamax
  • eventuell HUK comfort
  • und - bevor Raimund’s Statement kommt - die Condor; diese BU-Zahlung schon bei 6-monatiger Arbeitsunfähigkeit klingt schon irgendwie gut - bei meinen Vergleichen wäre die Condor allerdings mit 31 Euro dabei…

Wie gesagt:
Ich will bei meiner Entscheidung nicht in erster Linie auf’s Geld schauen - aber warum nicht von den FFF-BU-Versicherungen eine der preisgünstigeren raussuchen?

Gruss,
Ralf

Hallo Ralf,

also das Thema BU beschäftigt uns schon. Das Raiting von Franke ist schön und gut, gibt aber nur einen groben Überblick über die Tarife. Wichtige Details werden hier gar nicht geprüft.
Über diese haben wir vor einiger Zeit schon nachgedacht und hier weiter unten gepostet.
Übrigens ist die Mannheimer fast genauso gut wie die Condor. Vielleicht ist sie für Dich preiswerter.
Ich würde nicht empfehlen hier nur nach der Prämie zu gehen. Wichtiger sind die Vertragsdetails, so daß im Schadensfall auch gezahlt wird.

Also Achtung! Große Namen sind keine Garantie für faire Bedingungen.

Gruss
Christian

Also, ich habe mich mal mit den hier gefundenen Vorschlägen,
dem Rating bei Franke + Bornberg, usw. mal auf die Suche
gemacht…

Da F+B wohl das vernünftigste Rating bietet - habe ich mich
entschieden, im Prinzip nur FFF in Betracht zu ziehen - die
Auswahl ist ja nicht mehr sooo klein…

Leider täuscht Du Dich.
Franke und Bornberg stehen auf der Lohnliste einer Gesellschaft. Wie neutral ist dann der Vergleich?

Kann man sich streng auf das FFF-Rating verlassen?

nein, s.o.

Also, in meiner engeren Wahl sind nun

  • Allianz Vorsorge Plus (Alte Leipziger ähnlich)
  • mamax
  • eventuell HUK comfort
  • und - bevor Raimund’s Statement kommt - die Condor; diese
    BU-Zahlung schon bei 6-monatiger Arbeitsunfähigkeit klingt
    schon irgendwie gut - bei meinen Vergleichen wäre die Condor
    allerdings mit 31 Euro dabei…

Nicht nur die CONDOR ist gut: da wären noch die Hanse Merkur (etwas teuer, da fondsgebunden: Vorteil: am Ende gibts Frisches. Also ist dann der größte Anteil der Beiträge zuückgezahlt.
Dann schau Dir mal die SALI an. Diese BUR-Absicherung kommt in keinem Vergleichstest vor, weil nicht vergleichbar.

  1. 24 schwere Krankheiten versichert,
  2. BURente versichert,
  3. dauernde Erwerbsunfähigkeit
  4. Tagegeld
  5. Fondsgebunden, also Rückzahlung großer Teile (oder sogar alles) am Ende der Laufzeit.
    Eine echte Alternative zurr „normalen“ BUR. z.B. bist Du noch lange nicht BU oder AU, wenn Du evtl. an einem Krebs erkrankst, oder einen Herzinfarkt hast (es muss ja nicht immer gleich der Weihwasserkessel geschwenkt werden. Könnte ja auch mal rechtzeitig erkannt werden.9

Wie gesagt:
Ich will bei meiner Entscheidung nicht in erster Linie auf’s
Geld schauen - aber warum nicht von den FFF-BU-Versicherungen
eine der preisgünstigeren raussuchen?

Seit ich weiß, dass F&B nicht neutral sind, trau ich diesem Ranking nicht mehr!
Vielleicht tu ich denen Unrecht… aber der Verdacht besteht seitdem bei mir.
Grüße
Raimund

Hallo Christian,
absolut richtig!
es könnte auch sein, dass einzelne Leistungspunkte einer BUR für ihn gar nicht wichtig sind, andere evtl. wesentlich stärker.
Das kann er halt nur mit einem Punktekatalog, mit dem er dann die Tarife der Engeren Wahl abcheckt.
Wie z.B. der Punktekatalog, den ich Dir geschickt habe.
Grüße
Raimund

Da F+B wohl das vernünftigste Rating bietet - habe ich mich
entschieden, im Prinzip nur FFF in Betracht zu ziehen - die
Auswahl ist ja nicht mehr sooo klein…

Leider täuscht Du Dich.
Franke und Bornberg stehen auf der Lohnliste einer
Gesellschaft. Wie neutral ist dann der Vergleich?

Kann man sich streng auf das FFF-Rating verlassen?

nein, s.o.

Neben Deinem berechtigten Einwand, Rainer, hat DAS hier mein Vertrauen in das F+B-Rating schwer erschüttert:

Die Mamax-BU verzichtet NICHT

  • auf die erneute Gesundheitsprüfung bei Erhöhung(sbegehren) der BU-Leistung
  • auf den $ 172 (Beitragsanpassung)

Und für sowas gibt’s ein FFF???
Ist ja irre…

(Das „Mutterprodukt“ der Mannheimer verzichtet übrigens auf die beiden angegebenen Punkte…)
Damit wird mir jetzt auch der Unterschied bei der finanztest-Bewertung (Mannheimer sehr gut, Mamax gut) verständlich…

Ralf

Hallo Christian,
absolut richtig!
es könnte auch sein, dass einzelne Leistungspunkte einer BUR
für ihn gar nicht wichtig sind, andere evtl. wesentlich
stärker.

Ist wohl richtig.
Verzicht auf $ 41, 172 und die Gesundheitsprüfung ist mir persönlich sehr wichtig.

Das kann er halt nur mit einem Punktekatalog, mit dem er dann
die Tarife der Engeren Wahl abcheckt.

Redest Du von diesem 30-Fragen-„Katalog“?

Gruesse,
Ralf

Nachtrag:

Zum Glück war die mamax-Mitarbeiterin so fair, mir auf die Frage nach den Unterschieden zw. dem mamax- und dem Mannheimer-Produkt, die rlevanten Punkte klar und offen zu sagen.

Liest man nämlich die Versicherungsbedingungen der Mamax, ergibt sich der Verzicht auf die Verzichtsklauseln (*g*, bzgl. 172 + Gesundheitsprüfung bei Erhöhung) dadurch, daß diese Materie GAR NICHT erwähnt wird.
Die Zahl 172 wird gar nicht und die Wörter „Erhöhung“ und „Gesundheitsprüfung“ nur in anderweitigem Zusammenhang erwähnt.

Gruesse,
Ralf

hallo Ralf,
wenn es der von Herrn Lüschen ist, ja.
Hier braucht sich keiner auf die Testzeitungen mehr verlassen. Er kann selbst testen.
Der Test von CK-COMCEPTE geht allerdings noch ein wenig tiefer!

Grüße
Raimund

Hallo Ralf,

Die Mamax-BU verzichtet NICHT

  • auf die erneute Gesundheitsprüfung bei Erhöhung(sbegehren)
    der BU-Leistung

Das dies nicht unbedingt auch zur Gesundung des Bestandes beitragen kann ist eigentlich klar, oder?

Welche Gründe sollte ich haben, dass das nicht so toll ist?
Entweder bin ich krank und dann ist es für den einzelnen gut… dadurch wird aber die Schadenfrequenz für die Gemeinschaft erhöht.
Oder ich bin gesund und es ist unrelevant für mich …

Daher…subjektiv betrachtet mag es ein Vorteil sein, aber aus Versicherersicht kann der Punkt schnell nach hinten schießen…

Gruß
Marco

Hallo BU-Diskutierer,

da auch ich zu den „alten Hasen“ im Versicherungsgewerbe gehöre, mit einer Berufserfahrung von inzwischen fast 31 Jahren, kann ich auch auf einige Schadenfälle im Bereich der BU-Versicherung zurückblicken.

Zu beachten ist hier zunächst einmal der nachstehende Paragraph:

§ 2 Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

  1. Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit,
    Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich
    dauernd außerstande ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die
    aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und seiner
    bisherigen Lebensstellung entspricht.

  2. Teilweise Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die in Absatz 1 genannten
    Voraussetzungen nur in einem bestimmten Grad voraussichtlich dauernd erfüllt sind.

  3. Ist der Versicherte sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit,
    Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, vollständig oder
    teilweise außerstande gewesen, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben,
    die aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und seiner
    bisherigen Lebensstellung entspricht, so gilt die Fortdauer dieses Zustandes als
    vollständige oder teilweise Berufsunfähigkeit.

Bemerkung:
Wenn abweichend von Abs. 3 rückwirkend von einem früheren Zeitpunkt an geleistet
werden soll, sind die Bedingungen entsprechend zu ändern bzw. zu ergänzen.

Wenn ich die Diskussionen hier richtig verfolgt habe, geht es doch hauptsächlich darum, ob der Versicherer zumindest nach 6 Monaten seine Leistung erbringt und zwar auch dann, wenn nicht vorhersehbar ist, ob die BU dauernd oder nur vorübergehend besteht.
Ob nun in den Versicherungsbedingungen von Berufsunfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit gesprochen wird, ist doch zunächst einmal zweitrangig. Wenn ich als Versicherter von meinem behandelnden Arzt krankgeschrieben werde, wurde Absatz 3 erfüllt, da die Krankheit ärztlich nachzuweisen ist.

Die mir bekannten Fälle, der verschiedenen Versicherer, haben immer zu einer Leistung geführt. Dies bezog sich vor allen Dingen auf Versicherte, die einen schweren Unfall bzw. einen Herzinfarkt erlitten hatten. In den seltensten Fällen wurde von Anfang an prognostiziert, dass die Krankheit (Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit) voraussichtlich länger als 6 Monate bestehen würde, da jeder Mensch auf medizinische Behandlungsmethoden unterschiedlich reagiert. Trotzdem wurde, sofern versichert, nach 6 Monaten die Zahlung der Versicherer aufgenommen und größtenteils auch rückwirkend die Zahlung erbracht. Der Begriff Arbeitsunfähigkeit ist - für meine Begriffe - lediglich eine kundenfreundlichere Interpretation.

  1. Neben dem Preis und den Bedingungen, sollte, und dies wird bei den Ratings auch nicht berücksichtigt, die Schadenregulierungspraxis der Versicherer betrachtet werden. Sicherlich wird jeder Einfirmenvertreter seine Gesellschaft in den Himmel heben - muss er ja auch, denn er lebt vom Verkauf. Erfahrungswerte hierzu können aber eigentlich nur die abgeben, die über einen guten Marktüberblick verfügen und entsprechende Erfahrungen gesammelt haben.

  2. Interessant ist auch, dass bei vielen Versicherern, die Eigenständige BU-Versicherung teurer ist, als BU-Versicherung in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung.

Auf Kommentare - bitte sachlich - freue ich mich.

Norbert

Hallo Norbert,

  1. Interessant ist auch, dass bei vielen Versicherern, die
    Eigenständige BU-Versicherung teurer ist, als BU-Versicherung
    in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung.

Auch logisch und nur folgerichtig. Hierbei können nämlich Spar- und Risikoanteile besser gemixt werden und der erwartete Gewinn der Bruttoprämie auf die Nettoprämie kann zur Subventionierung der BU genommen werden.

Gruß
Marco

Hallo Ralf,

Die Mamax-BU verzichtet NICHT

  • auf die erneute Gesundheitsprüfung bei Erhöhung(sbegehren)
    der BU-Leistung

Daher…subjektiv betrachtet mag es ein Vorteil sein, aber aus
Versicherersicht kann der Punkt schnell nach hinten
schießen…

Ist schon korrekt, Marko.
Aber ich bin als Kunde nun mal der subjektive Teil.
Wie die Versicherungen solche Verzichtsklauseln risikomäßig kalkulieren, ist ja nicht mein Problem.
Habe ich zwei deckungsgleiche Angebote vorliegen, eins mit, eins ohne Gesundheitsprüfung - ist die Entscheidung wohl klar…

Und:
Verzicht auf §172 ist mir eben z. B. sehr wichtig, weil es mir langfristige Planungssicherheit verschafft. Klar, hat wohl bis jetzt kein Versicherer seine Beiträge über das Brutto-Niveau hinaus angehoben (und damit von 172 Gebrauch gemacht) - aber willst Du das für die nächsten 30 Jahre garantieren?
Habe ich glaube bei Hr. Lüschen gelesen…: Als Kunde sollte man solche unvorhersehbaren Risiken lieber auf den finanzstärkeren Partner (= Versicherung) abwälzen…

Gruss,
Ralf

Hallo Ralf,

das Problem ist dann einfach, dass der Tarif geschlossen wird oder aber die Versicherung dicht macht.

Dann nützt dir dein bester Vertrag nix, wenn es nichts zu holen gibt. Das ist halt einfach die Sache, die man abwägen muss. Daher wäre Finanzstärke für mich ein sehr wichtiges Nebenkriterium.

Das wollte ich damit andeuten.

Gruß
Marco