Hallo, Citruskenner!
Die hier schon mal erwähnte Buddhafingrige gedeiht jetzt endlich prächtig. Da tauchen auch gleich die folgenden Fragen auf:
Wie schwierig ist es, diese etwas eigenwillige Zitrone durch Pfropfen zu vermehren?
Welche Unterlage verwendet man dafür? Wie kommt man an eine solche?
Beste Grüße!
H.
Hallo Hannes,
kannst du mal erzählen, was du in der Zwischenzeit getan hast, damit deine Buddhafingige wieder gedeiht? Falls ich bei Gelgegenheit mal zu dieser anscheinend doch sehr empfindlichen Pflanze komme, sind mir (und anderen Interessierten) Hinweise von Eingeweihten willkommen.
Danke im Voraus!
LG Barbara
Hallo Barbara!
Erstmal besten Dank für deine Anteilnahme!
kannst du mal erzählen, was du in der Zwischenzeit getan hast,
damit deine Buddhafingige wieder gedeiht?
- Ich hab sie dreimal umgetopft, weil in der Erde immer wieder irgendwelche minitausendfüßlerartige Viecher rumgewuselt sind. Allem Anschein nach haben die an den Faserwurzeln genagt.
- Schließlich habe ich Zuflucht zu Gift genommen. Jetzt wird man dann die Früchte nur noch als Dekoration verwenden können. Aber fleischig sind die sowieso nicht, sondern fast nur Schale. Es sind ja Zitronatzitronen.
- Sie war unterernährt, als ich sie bekam. (Ich war wohl die letzte Anlaufstelle, bevor sie auf dem Müll gelandet wäre.) Sie hatte kleine, hellfleckige Blätter. Ich habe das für Schäden durch ein Virus gehalten. Mittlerweile reagiert die Pflanze aber munter auf den Zitrusdünger und zusätzliche Eisengaben: Die neuen Blätter sind dreimal so groß wie die alten, dunkelgrün, und werden auch schon schön derb ledrig; die alten Blättchen wachsen kaum weiter, aber die hellen Flecken werden immer grüner, waren also chlorotisch.
- Außerdem musste ich feststellen, dass die Pflanze von Schildläusen regelrecht ausgesaugt wurde. Die saßen vor allem am Stamm und in den Blattachseln, wo sie nur schwer auszumachen waren.
- Ich halte sie auch im Sommer im Wintergarten. Sie ist auffallend wärmebedürftig. Auf gelegentliche Trockenheit reagiert sie nicht; d.h. ja wohl, dass sie es nicht zu nass haben will.
Das Bäumchen selbst unterscheidet sich in nichts von den gewöhnlichen Zitrusarten und ist recht wüchsig, wie es halt Zitronen sind. Momentan treibt es an allen Ecken und Enden, und wenn das so weitergeht, werde ich ihm im Herbst einen Formschnitt verpassen müssen.
Wenn du irgendwo ein solches Exemplar kriegen kannst, dann greif zu. Diese Früchte sind sowas von absurd.
Schönen Gruß!
H.
Hallo Hannes,
DANKE!!!
Aha, also abgesehen von der Wärmebedürftigkeit eigentlich nicht soooo viel anders zu pflegen als „normale“ Zitronen. Gut zu wissen. Und ja, sobald ich ein solches Gewächs irgendwo sehe, werde ich es besorgen, wenn ich es mir leisten kann (keine Ahnung, was diese Kuriosität so kostet, oder ich auch ein gequältes Exemplar eretten kann).
Viel Spaß weiterhin,
Barbara