Wieder ein paar 'Übersetzungen' nötig

Halli Hallo ihr lieben schlauen Leute,

habe mal wieder ein paar Schnipsel, auf denen für mich nicht klar erkennbare Daten stehen. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Ich setze die fünf kleinen Bildchens einfach mal rein.

  1. http://www.netupload.de/detail.php?img=c632c41c4b562…

  2. http://www.netupload.de/detail.php?img=63f68c5a33495…

  3. http://www.netupload.de/detail.php?img=a4282e4912d17…

  4. http://www.netupload.de/detail.php?img=20c753cbd8235…

  5. http://www.netupload.de/detail.php?img=2e22d933d48db…

Zu Bild 1: Könnte heißen: „Sommerschenburg am dreizehnten November tausend neunhunder und eins“

Zu Bild 2: Könnte heißen: „geboren am vierzehnten?!“

Zu Bild 3: Könnte heißen: „Sohn der Eheleute Maurers(?!) Karl Tiefer und Alwine (?!) geborene Schoof(?)“

Zu Bild 4: Könnte heißen: „Tochter der Eheleute Günther Alois Lischka und Theresia geborene Segel(?!)“

Zu Bild 5: Könnte heißen: „Kinzel(?!)“

Vielen Dank im Voraus für die Mühe!

Servus,

Zu Bild 1: Könnte heißen: „Sommerschenburg am dreizehnten
November tausend neunhundert und eins“

Ja.

Zu Bild 2: Könnte heißen: „geboren am vierzehnten“

Ja.

Zu Bild 3: Könnte heißen: „Sohn der Eheleute Maurers Karl
Tiefer und Alwine geborene Schoof(?)“

Ja; wobei das erste o in Schoof ein bissel unklar bleibt und auch ein v sein könnte. Aber der Name wird dann unplausibel.

Zu Bild 4: Könnte heißen: „Tochter der Eheleute Günther Alois
Lischka und Theresia geborene Segel“

„…Eheleute Häuslers (analog zu oben „Maurers“) Alois (mit falschem s am Ende: rundes statt End-s) Lischka…“

Zu Bild 5: Könnte heißen: „Kinzel(?!)“

Könnte wahrscheinlich, wobei das K ein bissel ausgerutscht ist, und im Extremfall auch ein großes S am Anfang stehen und ein langes h als eine Art Kürzel hineingebuttert sein könnte; der Schreiber verwendet teils deutsche, teils lateinische Buchstaben, so daß das S schon einmal so und einmal anders ausschauen könnte. Gibts in der Gemeinde / Gegend auch Schinzel?

Keine Gewähr für die Familiennamen Schoof und Kinzel und für den Vornamen Alois, die mit den zugehörigen Taufbüchern bestätigt werden müssten.

Schöne Grüße

MM

Hallo, Ihr Beiden,

Zu Bild 1: Könnte heißen: „Sommerschenburg am dreizehnten
November tausend neunhundert und eins“

Ja.

hier lese ich die Jahreszahl 1904 (Vgl. auch Bild 2)

Keine Gewähr für die Familiennamen Schoof und Kinzel

allerdings sind beide ziemlich sicher, ich lese sie auch so.

den Vornamen Alois,

Der allerdings ist eindeutig
Grüße
Eckard

Servus Eckard,

dieses

hier lese ich die Jahreszahl 1904 (Vgl. auch Bild 2)

ist unter Zuhilfenahme von 2 allerdings plausibel, da hast Du recht.

Schöne Grüße

MM

Hallo miteinander,
für „vier“ bin ich auch ,
und:
wenn man hier auf das „r“ und auf das zweite „r“ in „Maurer“ schaut, könnte man dann den Namen nicht auch als „Schrof“ lesen?
Gruß!
H.

wenn man hier auf das „r“ und auf das zweite „r“ in „Maurer“
schaut, könnte man dann den Namen nicht auch als „Schrof“
lesen?

Unbedingt, Hannes,
der Schreiber wechselt fröhlich zwischen zwei Schreibweisen des kleinen „r“. Siehe „Maurers“ und „geborene“ sowie „Carl Tiefer“.
Schrof ist m.E. also durchaus eine Möglichkeit. Hier wird man tiefer graben müssen (no pun intended).
Grüße
Eckard

Zu dem Thema Schoof hier dieses Bild:

http://www.netupload.de/detail.php?img=62da8dd60bbe5…

Hab es als Unterschrift gefunden unter einem Dokument gefunden.

Und diese Unterschrift zeigt, dass Carl Tiefer mit K geschrieben wird oder hat das mit der teils latienischen Schreibweise des Schriftführers zu tun?!

http://www.netupload.de/detail.php?img=8f50164b677de…

Ich werde immer noch nicht drüber fertig, dass es „Häuslers“ heißt. Aber ich kenne mich natürlich nicht so gut aus wie ihr,von daher akzeptiere ich es,wenn ihr sagt, dass es Häuslers heißt!:smile:
Achso,eine Frage habe ich aber dennoch: Welchen Sinn ergibt der Satz „Sohn der Eheleute Maurers Carl Tiefer und Alwine geborene Schoof“? War mit Maurer der Beruf des Mannes gemeint? Und was ist dann „Häusler“ für ein Beruf?!

Bin komplett verwirrt - Bitte um Klärung!*g*

Und was ist dann „Häusler“ für ein Beruf?!

Hallo,
der Häusler (norddeutsch: Kätner) hatte keine steuerlich einschätzbare Landwirtschaft und übte keinen Handwerksberuf
aus. Er verdingte sich als Arbeiter oder verrichtete, vor dem Ende der Gutsdienstbarkeit, von der „Herrschaft“ aufgetragene Tätigkeiten.
Gruß!
H.

Hi, Kevin,

Zu dem Thema Schoof hier dieses Bild:

Na dann ist wenigstens diese Baustelle abgeschlossen.

Und diese Unterschrift zeigt, dass Carl Tiefer mit K

Die Herren Beamten damals haben sich bezüglich der Schreibweise von Namen manche Freiheit genommen, besonders bei einfachen Leuten.

Welchen Sinn ergibt der Satz
"Sohn der Eheleute Maurers …

Den Genitiv bei der Standesbezeichnung (sic!) erkläre ich mir damit, dass sie eigentlich vor dem Namen Karl Tiefer als „des Maurers“ hingehört, Der Schreiberling hat sich offenbar keinen großen Kopf gemacht und das einfach von einem anderen Formular abgeschrieben.

Maurer, Häusler: Das war weniger eine Berufs- als eine Standesangabe. Ein Maurer war als Handwerker eben „bessergestellt“ als ein Häusler, der seinen Lebensunterhalt als Tagelöhner verdiente.(Siehe dazu auch die Anmerkung von Hannes)
Gruß
Eckard

Ergänzung zu Nr. 5
Servus Martin (und auch Kevin),

Zu Bild 5: Könnte heißen: „Kinzel(?!)“

Könnte wahrscheinlich, wobei das K ein bissel ausgerutscht
ist, und im Extremfall auch ein großes S am Anfang stehen und
ein langes h als eine Art Kürzel hineingebuttert sein könnte;
der Schreiber verwendet teils deutsche, teils lateinische
Buchstaben, so daß das S schon einmal so und einmal anders
ausschauen könnte. Gibts in der Gemeinde / Gegend auch
Schinzel?

wenn das man nicht derselbe Name ist wie schon bei Kevins letzter Anfrage:
http://www.netupload.de/detail.php?img=854e34f7e33a4…
(Zeile 3 im oberen Teil)

Der „ausgerutschte“ erste Buchstabe wurde als „R“ gelesen, so daß der damalige Vorschlag Ringel/Ringeb war:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Da natürlich jetzt der mittlere Buchstabe eindeutig als „z“ (und der letzte als l) zu erkennen ist, käme neben Kinzel oder Schinzel auch Rinzel infrage.

Gruß Gudrun

Ich bedanke recht herzlich mich für alle Hilfe, die ich bekommen habe!!

MfG Kev-Boy