beim suchen nach einem bestimmten politischen thema bin ich auf einen erschreckenden Artikel gestoßen.
Die euthanasie-Befürworter arbeiten neue Pläne aus!
bitte dazu lesen:
http://www.solidaritaet.com/neuesol/2001/38/col.htm
(Jutta Dinkermann, neusolidarität)
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
mit Bestürzung habe ich den Artikel gelesen!
Mit welchem Recht erlauben sich Menschen über Leben und Sterben anderer Menschen zu bestimmen?
Wenn ein Mensch nicht mehr selber bestimmen kann, was er möchte oder auch nicht möchte, dann ist es unsere Pflicht, ihm sein Leben zu lassen und ihm ein Leben, so gut es uns möglich ist, zu ermöglichen. Wenn jemand aus freien Stücken bei vollem Verstand sich für den Tod entscheidet, dass ist das eine ganz andere Sachlage.
In welch einer perversen Zivilisation leben wir eigentlich?
Für ein totkrankes Tier wird alles getan, doch einem Menschen, der nicht mehr selber in der Lage ist, sein Leben zu leben, will man das Leben absprechen.
Kann sich jemand vorstellen, wie qualvoll verhungern und verdursten ist? Nein! Allerdings ich weiss aus vielen Berichten, dass es ein grausames Sterben ist.
Man muss sich für die „Moral“ dieser Menschen schämen!!!
MfG Userine
Zustimmung
hallo Usrine,
es passt allerdings in unsre Zeit. In einer Zeit in der kleine Länder auf Grund fadenscheiniger „Beweise“ überfallen werden und tausende für das Erreichen eines Machtzieles sterben müssen, in dem ein Verteidigungsminister öffentlich sagt: wenn es nach ihm ginge, würden keine Gefangenen gemacht, in einer Zeit in der nur eines zählt: wie komme ich am schnellsten zu möglichst viel Geld. Und das mit möglichst wenig Aufwand.
Die Grenzen werden für die Euthanasie noch weiter herabgedrückt. Bis wir dort sind, wo Deutschland vor bald 60 Jahren schon mal war und die Sovjetunion seit ihres Bestehens: der politisch ungeliebte kann nur geistig so verwirrt sein, dass er ein lebensunwertes Leben führen muss. Hier muss man helfend eingreifen und ihn von seinem Leiden befreien: Spritze!
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
ein mir nahestehender Mensch ist trotz körperlicher Gesundheit und optimaler Pflege wegen Altersdemenz bettlägerig und nahezu erblindet. Die Nahrung wird ihm durch einen Kanal in den Magen gespritzt („PEG“). Alleine dämmert er regungslos in seinem Bett dahin, doch wenn jemand bei ihm ist, dann kennt er nur angstvolle Wut oder heulendes Heimweh, was er leidenschaftlich mit dem einen Dutzend Wörtern ausdrückt, die er noch sagen kann. Verstehen tut er keine Wörter mehr. Es ist ein 80jähriges fünfjähriges Kind, das in feindseliger Fremde verzweifelt einfach nur heim will zu den Eltern und Großeltern.
…da macht man sich schon so Gedanken…
Gruß
Wolfgang Berger
Moin Raimund,
Die Grenzen werden für die Euthanasie noch weiter
herabgedrückt. Bis wir dort sind, wo Deutschland vor bald 60
Jahren schon mal war und die Sovjetunion seit ihres Bestehens:
der politisch ungeliebte kann nur geistig so verwirrt sein,
dass er ein lebensunwertes Leben führen muss. Hier muss man
helfend eingreifen und ihn von seinem Leiden befreien:
Spritze!
Dein Meinungsumschwung verwundert mich. Warst du nicht selbst noch vor kurzem der Meinung, behinderte Kinder gehören getötet bzw. abgetrieben, weil sie ein DEINER Meinung nach „lebensunwertes“ Leben erwartet ?
fragt
Marion
hallo Marion,
ich glaube auch weiterhin, dass eine Frau, die ein schwerbehindertes Kind austrägt, die Möglichkeit haben muss, dieses abzutreiben. Obwohl ich ein strickter Gegner von Abtreibungen bin.
Wie gesagt: die Möglichkeit, nicht den Zwang.
Grüße
Raimund
Hallo Wolfgang,
ich gebe Dir Recht, dass so etwas zu denken gibt… doch berechtigt uns das zum Töten? Und wo ist die Grenze? Könnte es wieder mal dazu verwendet werden, unliebsame Gegner zu beseitigen?
Meine Tante wurde in 1000-jährigem Reich elendig mit medizinischen Versuchen ermordet. Von Ärzten, deren Eid das verhindern sollte.
Warum? Weil sie als Schizophrene (in der Pupertät ausgebrochen) ein überflüssiger Esser war und nicht in die glorreiche arische Rasse passte (ein Arier ist groß, blond, hochintelligent, kerngesund…). Die Todesnachricht (an Lungenentzündung gestorben…) sagt mir genau, was mit ihr gemacht wurde. Sogar das Mittel, das man ihr verabreichte ist dadurch bekannt. Es ist sadistisch!
Auf diesem Gebiet bin ich extrem misstrauisch. Ich traue da keinen Arzt und keinem Politker und keinem Pfaffen.
Bei aller Traurigkeit einzelner Fälle.
Grüße
Raimund
Hi Raimund!
Soweit ich den Artikel richtig verstanden hab, geht es darum ob überhaupt die rechtliche Möglichkeit besteht, die Leiden der jeweilig Betroffenen zu verkürzen und nicht die Verpflichtung dazu. Bei uns ist es doch so, daß, auch wenn du selber nicht mehr willst, die Ärzte sich bei Sterbehilfe strafbar machen.
Ich bin Motorradfahrer und dadurch ein wenig gefährdeter wie der leidenschaftliche Schachspieler. Im Falle einer Querschnittlähmung oder ähnlichem hätte ich gerne das Recht dazu zu entscheiden ob ich weiterleben will oder nicht.
ciao Armin
hallo Armin,
die Selbstbestimmung ist ja auch in Ordnung.Nur diesen Euthanasiefreunden ist das noch wesentlich zu wenig. Sie möchten bestimmen, wessen Leben noch lebenswert ist und welches nicht. Der Streit geht in den USA schon seit Jahren.
stell Dir vor, Du hast einen Motorradunfall, bist ab Hüfte querschnittsgelähmt, bewustlos. Jetzt kommt so ein Jogi und bestimmt, so ein leben ist nicht mehr lebenswert. Also gebt ihm eine Spritze!
Klar, solltest Du das Glück haben, leben „zu dürfen“ und wachst auf, stellst fest siehe oben. Dass Du im ersten Augenblick Dir den Tod wünschst, ist normal. Doch mit der Zeit findest Du Dich mit der Situation ab und hast wieder Gefallen am Leben. Nur, diese Typen sprechen Dir die Entscheidungsfreiheit ab! Die entscheiden für Dich.
Oder: ein Mongoloider ist inzwischen 10 Jahre alt. Jetzt finden ihn diese Selbstherrlichen und bestimmen: lebensunwertes Leben! Frag doch mal den Betroffenen, ob er sterben will! Meine Kousine pflegt einen (nicht ihr eigenes. Die Brendles haben einen anderen Tick: sie haben eine soziale Ader!). Der ist inzwischen so um die 25 Jahre. Klar, geistig ein Kind, doch ein liebes Kind!
Darf der nicht leben?
Grüße
Raimund
Hi Raimund!
die Selbstbestimmung ist ja auch in Ordnung.
Dann sind wir ja einer Meinung
Nur diesen
Euthanasiefreunden ist das noch wesentlich zu wenig. Sie
möchten bestimmen, wessen Leben noch lebenswert ist und
welches nicht. Der Streit geht in den USA schon seit Jahren.
Das war mir neu und ist unerhört.Kannst du diese Behauptung belegen?
Jeder Mensch muß das Recht haben dies selbst zu entscheiden. Wenn dieser Mensch in Koma liegt so können eigentlich nur die Verwandten darüber entscheiden. Diese müssen aber dann auch die Pflege übernehmen, da es nicht sein kann, einen solchen Fall willkürlich „aufgebrummt“ zu bekommen.
Das hört sich jetzt vielleicht hart an aber wenn das Schicksal eines einzelnen dazu beiträgt das Schicksal eines oder mehrerer anderen dermaßen maßgeblich(in den meisten Fällen negativ) zu beinflussen, dann wird man hier wohl die Konsequenzen ziehen müssen.
Ich hab hier als Beispiel eine Frau mit Kindern vor Augen deren Mann einen Unfall hatte und im Koma liegt und keinerlei Hoffnung aus Besserung hat. Wenn diese Situation Frau und Kinder überfordert und sie dadurch auch nicht mehr ihres Lebens froh werden oder vielleicht sogar ins soziale Abseits rutschen dann meine ich: Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.
stell Dir vor, Du hast einen Motorradunfall, bist ab Hüfte
querschnittsgelähmt, bewustlos. Jetzt kommt so ein Jogi und
bestimmt, so ein leben ist nicht mehr lebenswert. Also gebt
ihm eine Spritze!
Das darf nicht sein!!!
Klar, solltest Du das Glück haben, leben „zu dürfen“ und
wachst auf, stellst fest siehe oben. Dass Du im ersten
Augenblick Dir den Tod wünschst, ist normal. Doch mit der Zeit
findest Du Dich mit der Situation ab und hast wieder Gefallen
am Leben. Nur, diese Typen sprechen Dir die
Entscheidungsfreiheit ab! Die entscheiden für Dich.
Oder: ein Mongoloider ist inzwischen 10 Jahre alt. Jetzt
finden ihn diese Selbstherrlichen und bestimmen:
lebensunwertes Leben! Frag doch mal den Betroffenen, ob er
sterben will!
Solch eine Diskussion darf gar nicht erst entstehen. So etwas ist keine Sterbehilfe sondern Mord.
Meine Kousine pflegt einen (nicht ihr eigenes.
Die Brendles haben einen anderen Tick: sie haben eine soziale
Ader!). Der ist inzwischen so um die 25 Jahre. Klar, geistig
ein Kind, doch ein liebes Kind!
Darf der nicht leben?
Er darf und soll leben. Und ich bin froh, daß es solche Leute noch gibt die eine solche Belastung durchstehen. Ein Großonkel von mir hat eine seit Geburt behinderte Tochter(geistig und körperlich), sie ist jetzt schon über 50 und hat Freude am Leben. Trotzdem war es für die Eltern keine einfache Zeit.
Trotzdem oder vielleicht sogar deswegen lieben sie sie aber genauso wie die anderen ihrer Kinder.
Ich hoffe ich hab mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.
Liebe Grüße
Armin
Vergleich Tier - Mensch
Hallo Userine,
In welch einer perversen Zivilisation leben wir eigentlich?
Für ein totkrankes Tier wird alles getan, doch einem Menschen,
der nicht mehr selber in der Lage ist, sein Leben zu leben,
will man das Leben absprechen.
Rein sachlich: Der Vergleich hinkt - Tiere werden in unserer ‚perversen‘ Zivilisation in einigen Situationen durchaus eingeschläfert, wenn sie unheilbar krank, mißgebildet etc. sind.
Grüsse
Diana
Hi Raimund!
die Selbstbestimmung ist ja auch in Ordnung.
Dann sind wir ja einer Meinung
Nur diesen
Euthanasiefreunden ist das noch wesentlich zu wenig. Sie
möchten bestimmen, wessen Leben noch lebenswert ist und
welches nicht. Der Streit geht in den USA schon seit Jahren.Das war mir neu und ist unerhört.Kannst du diese Behauptung
belegen?
leider nein. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die alles, was sie lesen, archivieren, leider! Aber irgendwo in diesem Forum wurde schon mal darüber diskutiert und auch links gegeben. Darau ging einwandfrei hervor, dass die euthanasiebewegen in den USA sehr stark ist. sie haben sogar Hitler bekräftigt in seiner Einstellung gegenüber der E. Mit Besuch in Deutschland.
Grüße
Raimund
Hallo Wolfgang,
ich gebe Dir Recht, dass so etwas zu denken gibt… doch
berechtigt uns das zum Töten? Und wo ist die Grenze? Könnte es
wieder mal dazu verwendet werden, unliebsame Gegner zu
beseitigen?
Ich gebe Dir recht, das Auslöschen eines Lebens muß mit sehr viel vorsicht behandelt werden…es kann schnell zum Mord werden…
Meine Tante wurde in 1000-jährigem Reich elendig mit
medizinischen Versuchen ermordet. Von Ärzten, deren Eid das
verhindern sollte.
Mit dem Eid mancher Ärzte ist es heute auch nicht so weit her…
Warum? Weil sie als Schizophrene (in der Pupertät
ausgebrochen) ein überflüssiger Esser war und nicht in die
glorreiche arische Rasse passte (ein Arier ist groß, blond,
hochintelligent, kerngesund…). Die Todesnachricht (an
Lungenentzündung gestorben…) sagt mir genau, was mit ihr
gemacht wurde. Sogar das Mittel, das man ihr verabreichte ist
dadurch bekannt. Es ist sadistisch!
Auch hier gebe ich Dir recht, das darf nicht sein…
Ich habe Menschen erlebt und gepflegt, die bei vollem Bewußtsein regelrecht verfault sind oder vom Krebs zerfressen wurden…mit einem endlosen nicht aufzufangenden Schmerz dahinlebten, bis sie durch den Tot erlöst wurden…Diese Menschen beteten um den Tot, insofern sie noch wenige Worte herausbrachten…ansonsten bettelten sie mit den Augen, Tränen liefen ihnen über’s Gesicht…
Denkst Du nicht, wir gehen hier mit Tieren humaner um? Ich habe mich oft gefragt, ob das was ich da täglich meine Aufgabe nenne noch etwas mit Menschlichkeit und Würde zu tun hat!
Ich habe gesehen und aushalten müssen, wie ein apallischer Mensch hemmungslos am Leben erhalten wurde(so jemand bringt einer Pflegestation gutes Geld)- Human?..Menschlich?..Würde?-
Ich habe jeden Abend für ihn gebetet, daß er diese Nacht unbemerkt sterben darf…
Was ist mit den Menschen, die ihr Leid nicht mehr ertragen können? Die, die den Freitod wählen…sie werden gehindert…mit Psychopharmaka vollgestopft, bis sie bewegungslos sind…unweigerlich bekommen sie ein Parkinson- Syndrom, etliche Kontrakturen, gehen aufgrund von Bewegungsmangel auf (Decubitus)…ein entsetzlicher Ablauf, der nicht verhinderbar ist, da andere Therapieformen von den Kassen nicht bezahlt werden…-Human?..Menschlich?..Würde?-
Was ist bei diesen Menschen mit der freien Entscheidung?
Leider sind dies keine Einzelfälle sondern grausamer Alltag in Pflegeeinrichtungen!!!
Wie grausam ist das???
Auf diesem Gebiet bin ich extrem misstrauisch. Ich traue da
keinen Arzt und keinem Politker und keinem Pfaffen.
Auch hier stimme ich Dir zu…unser System ist auf *Gewinnbringend* und *Kostensparend* eingestellt!!!
Bei aller Traurigkeit einzelner Fälle.
Grüße
Raimund
Wäre es nicht besser einen Mittelweg zu finden um dem Menschen individuell helfen zu können…wäre es nicht besser aus dem Vergangenem zu lernen statt zu verurteilen und als nicht akzeptabel von sich zu schieben…???
Ohne Zweifel sind Fehler gemacht worden…aber sind sie nicht da, um daraus zu lernen und es besser zu machen??? Waren diese Fehler dann nicht um sonst???
Bei allem Verständnis für die Leute, die *Leben* mißverstehen,
Gruß
Fionny
hallo Fionny,
gegen ein würdevlles Sterben habe ich nichts einzuwenden. Das soll heißen: der, dessen Heilung auszuschließen ist, der selbst sein Leiden abkürzem will (also ein Leiden, das unweigerlich zum Tod führt)soll das Recht haben, sein Ende zu bestimmen. Das künstlich am Leben erhalten, obwohl der Patient und die Natur nein sagen, ist ebenso pervers, wie das Töten aus kaufmännischer Sicht.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
eben, ich denke es gibt auf beiden Seiten ein grausames Extrem. Es hilft auch niemanden, wenn pauschal eine Seite verurteilt wird…besser wäre doch ein Gleichgewicht zu schaffen… d. h. eben individuell zu entscheiden und zu handeln.
Eine scharfe Abgrenzung wäre dann allerdings nicht mehr möglich, denn, wer will sagen können wo und wann Leid anfängt und ab wann Leid nicht mehr erträglich ist?
Ab wann lassen wir eine Seele sterben und erhalten die Körperfunktionen…ab wann töten wir den Körper, obwohl in ihm eine sehr lebendige Seele steckt?
Hier muß noch sehr sensibel gearbeitet werden und wir alle brauchen noch sehr viel Fingerspitzengefühl um uns dieser Thematik nähern zu können.
In diesem Sinne,
Gruß,
Fionny
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