Hallo Ihr Lieben!
Ihr habt mir so nett bei der Ziegentür geholfen, jetzt fiel mir ein weiteres Problem ein. Nur ein Rätsel, nix Weltbewegendes, aber ich verwend’ es immer wieder mal gerne.
Da glaube ich zwar, die Lösung zu kennen, mein Problem ist bloß - ich erklär’ die Lösung scheinbar so blöd, daß sie nie einer versteht.
Das Problem kennt Ihr vielleicht.
Da heißt es, ein Läufer und eine Schildkröte laufen um die Wette. Weil die Schildkröte langsamer ist, bekommt sie 100 Meter Vorsprung.
Frage: Wie ist es möglich, daß der Läufer die Schildkröte jemals überholt.
Denn: In der Zeit, die der Läufer braucht, um dorthin zu laufen, wo die Schildkröte loslief, ist die Schildkröte auch wieder eine Strecke, Hausnummer 50 m, gelaufen.
In der Zeit, die der Läufer braucht, um wiederum diese 50 m zu laufen, legt die Schildkröte wieder eine Strecke zurück.
Und so fort. Die Distanz zwischen dem Läufer und der Schildkröte wird zwar immer kleiner werden, doch der Läufer kann die Schildkröte mathematisch betrachtet nie überholen.
Ende Rätsel. Nun habe ich selbst ja Stunden gebraucht, um dieses Rätsel zu lösen - bin eben mathematische Laiin. Und die meisten Menschen, denen ich begegne, ebenfalls - und die wollen von mir die Lösung hören. Nur hab’ ich nie eine Lösung bekommen - bekam das Rätsel von jemandem, der die Lösung selbst nicht kannte (und meiner Lösungserklärung damals auch nicht folgen konnte).
Meine Erklärung klingt so:
Die Fragestellung ist „unfair“. Laut Fragestellung gibt man dem Läufer ja stets nur so viel Zeit, wie er braucht, um zum letzten bekannten Standort der Schildkröte zu kommen - man gibt ihm gar nicht die Zeit, die er braucht, zu dem Punkt auf der Strecke zu kommen, wo er die Schildkröte überholt.
Aber irgendwie versteht man diese Lösung so oft nicht.
Wie kann ich das besser erklären?
Hoffe das langweilt Euch nicht - habe mal so die letzten Themen hier angesehen - nicht meine Kragenweite. 
Karin