Ich habe eine Frage:
Ich suche schon seit langem im Internet etwas über den Gewinn von „fast“ reinem Uran nach einer Wiederaufbereitung. Es ist zwar viel über die Zusammensetzung eines nicht mehr benötigten Brennelementes die Rede, jedoch wird nichts darüber gesagt, ob diese Wiederaufbereitung effektiv ist. Liegt der Wert vielleicht bei etwa 3% und der Rest ist Abfall? Oder liegt der Wert bei fast 100%?
Vielen Dank für Antworten.
Gruß Stefan
Hallo erstmal!
Ich habe eine Frage:
Ich auch.
Ich suche schon seit langem im Internet etwas über den Gewinn
von „fast“ reinem Uran nach einer Wiederaufbereitung. Es ist
zwar viel über die Zusammensetzung eines nicht mehr benötigten
Brennelementes die Rede, jedoch wird nichts darüber gesagt, ob
diese Wiederaufbereitung effektiv ist. Liegt der Wert
vielleicht bei etwa 3% und der Rest ist Abfall? Oder liegt der
Wert bei fast 100%?
Was meinst du mit 100% ? Das Ziel der (zivilen) Wiederaufarbeitung neue Brennelemente (sog. MOX-Brennelemente) zu machen, da im Kernkraftwerk nur ein kleiner Teil des spaltbaren Urans (und Plutoniums) auch wirklich genutzt wird.
Daneben entsteht auch ein Haufen (radioaktiver) Abfall, der in D im Zwischenlager Gorleben eingelagert wird.
Cu Rene
Eben…
Es entsteht Abfall. Nur wie effektiv ist dann so eine Aufbereitung?
Ich bereite alte Brennstäbe auf und bekomme Abfall und verwendbares Uran.
Wie effektiv ist dann diese Aufbereitung?
Hallo,
was immer du mit „effektiv“ meinen könntest, kann ich nicht erraten. Es kommt auf den jeweiligen Standpunkt an:
Ökologisch ist grundsätzlich jedes mg wünschenswert, das anstatt im Endlager in neuen Brennstäbern landet (vorausgesetzt, die werden gebraucht).
Wirtschaftlich stellt sich die Frage, ob das gewonnene Uran billiger oder teurer ist als neu gefördertes, im letzteren Fall wäre es wirtschaftlicher, die Brennstäbe komplett endzulagern. Das steht aber in klarem Widerspruch zur ökologischen Beurteilung.
Bei unterschiedlicher Haltung gegenüber der Ökologie kann man sich also von vornherein jede Argumentation sparen, weil sie zu nichts führt.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Stefan
Soweit ich weiß, ist das Hauptproblem alter Brennstäbe das, das sie eine nicht mehr verwendbare Zusamensetzung haben und eventuell auch noch mechanisch beschädig(z.B. versprödet) sind.
In den alten Brennstäben sei bis zu 30% Plutonium habe ich mal gelesen, und das möchte man nicht im Salzstock vergraben,
Bzw. Mir ist nicht ganz klar, was man mit soovieel Pu eigentlich macht.
Dieses PU ist auch politisch brisant, weil seine (relativ einfache)Abtrennung den Bau von Atombomben ermöglich.
Anscheinend ist aber noch mehr U235 drin als wie im Natur-U(cirka 0,3%), sonst würde man wohl nicht von Wiederaufbereitung sprechen.
Die ganzen anderen Spaltprodukte müssen auch entfernt werden, da sie stören oder den Reaktor unberechenbar machen.
Das sind jetzt aber nur angelesene Kenntnisse ohne genauere Daten.
Etwas, was ich nicht weiß, das ist, das PU als Spaltstoff bezeichnet wird, mir aber eine Nutzung in Kernreaktoren nicht bekannt ist. Kann mir dazu jemand etwas sagen? Was macht man mit PU außerhalb der Waffentechnik?
MfG
Matthias
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Hallo!
Es entsteht Abfall. Nur wie effektiv ist dann so eine
Aufbereitung?
Ich bereite alte Brennstäbe auf und bekomme Abfall und
verwendbares Uran.
Wie effektiv ist dann diese Aufbereitung?
Wenn man den Aussagen der Betreiber glaubt (mehr weiß ich leider auch nicht) werden in der Tat die Spaltproduke zu nahezu 100% (hoppla, da sind ja die 100%) entfernt. Allerdings ist es meiner Meinung nach wissenschaftlich fraglich in diesem Bereich mit Prozenten zu arbeiten, da man recht schnell 99% hat, und der Rest auch noch genug strahlt. Außerdem fällt ja noch der Ganze Abfall aus der Ummantelung der Brennstäbe an, der auch vertstrahlt ist (darüber findet man aber noch weniger Infos als über den Rest, obwohl es nach Volumen sicher einiges ist).
Wie Reinhard schon geschrieben hat, ist es (derzeit) billiger neues Uran zu kaufen.
Cu Rene