Hallo Wolkenstein!
Ich hätt Dir die Frage auch im Auslandsbrett stellen können,
von dort wurde sie inspiriert:
mit dieser Frage wären wir dort aber total offtopic gewesen 
Wenn christliche Amerikaner glauben, dass sie Wiedergeborene
sind, ist das nicht ein Widerspruch zur christlichen
Einstellung? Und wenn das möglich ist, von wo kommen die
Christen wieder, aus dem Paradies oder aus der Hölle? Eine
scherzhafte Zusatzfrage, aber irgendwo müssen die christlichen
Seelen für die Wiedergeburt ja zwischengelagert werden.
Hier handelt es sich um ein sprachliches Missverständnis.
Den Ausgang nimmet die Sache mit den „wiedergeborenen Christen“ bei Joh.3. Dort sagt Jesus zu Nikodemus:
„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“
und die Erklärung dazu:
„Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“
Es handelt sich also nicht um eine Wiedergeburt der Seele.
Es geht vielmehr darum, dass der „Geist des Menschen“ zu neuem Leben erweckt wird. Der „stirbt“ nämlich durch die Sünde.
Deshalb konnte Jesus auch zu einem seiner Nachfolger sagen:
„_Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben. _“ (Matth.8,21-22)
Was nun die wiedergeborenen Christen in den USA betrifft, handelt es sich leider meist um Fanatiker, die das Ansehen der Christen in Verruf bringen. So wie es leider die Kirche im Mittelalter auch getan hat.
(
Gruss Harald