Betreff: Industriebetrieb
Mindestens einmal jährlich müssen die Mitarbeiter unterwiesen werden. Klar.
Aber was ist mit den Vorgesetzten (mehrere Techniker und Meister)? In unserem Betrieb herrscht die Meinung: Für diese Personengruppe gilt das nicht. Die Sicherheitsbesprechungen und sonstige Besprechungen genügen um für das Thema ausreichend sensibilisiert und ausgebildet zu sein.
Wie ist das bei euch?
Gruß
Forrest
Hallo,
bei uns gab es einen Sicherheitsbeauftragten. Dazu gehörten erstmal entsprechende Lehrgänge. Seine Aufgabe waren auch die Sicherheitseinweisungen und die Verfolgung von und Information über Änderungen der einschlägigen Vorschriften. Zusätzlich gab es (ich meine zweimal jährlich) Sicherheitsbegehungen und für jedes Gerät elektrische Sicherheitsüberprüfungen (-> Gerätekartei). Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein einfaches ‚drüber Reden‘ da genügt. Sensibilisierung auf diesem Gebiet ist natürlich schön, aber wie sollen denn da die dauernden Änderungen verfolgt werden? Und wer ist denn dann verantwortlich, wenn was passiert?
Axel
Hallo Axel!
bei uns gab es einen Sicherheitsbeauftragten. Dazu gehörten
erstmal entsprechende Lehrgänge. Seine Aufgabe waren auch die
Sicherheitseinweisungen und die Verfolgung von und Information
über Änderungen der einschlägigen Vorschriften. Zusätzlich gab
es (ich meine zweimal jährlich) Sicherheitsbegehungen und für
jedes Gerät elektrische Sicherheitsüberprüfungen (->
Gerätekartei).
Hört sich gut an! Aber eigentlich sollten es die Meister sein die sich mit der VDE, etc. auseinandersetzen. Unter Umständen ist ein normaler Geselle damit überfordert. Aber wie du dir denken kannst ist es die Zeit die dafür zu knapp ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein
einfaches ‚drüber Reden‘ da genügt. Sensibilisierung auf
diesem Gebiet ist natürlich schön, aber wie sollen denn da die
dauernden Änderungen verfolgt werden?
Genau das sind ja auch meine Bedenken.
Ich finde, Meister und Techniker sollten einmal im Jahr auf externe Schulungen geschickt werden.
Und wer ist denn dann
verantwortlich, wenn was passiert?
Das ist die Frage die mich auch interessiert. Und das möchte man schließlich vorher geklärt haben, bevor es der Staatsanwalt oder der Richter für uns tun. Würde mich wirklich mal interessieren wenn man irgendwo Gerichtsurteile zu Arbeitsunfällen einsehen könnte. Gibt es das vielleicht sogar im Netz?
Gruß
Forrest
Hallo,
Aber eigentlich sollten es die Meister sein
die sich mit der VDE, etc. auseinandersetzen.
der Sicherheitsbeauftragte war einer von mehreren Meistern und hatte extra dafür eine Zusatzausbildung bekommen.
Ich finde, Meister und Techniker sollten einmal im Jahr auf
externe Schulungen geschickt werden.
Ist sicher die einfachste und schnellste Möglichkeit, wenn man nicht grad in einem größeren Konzern eine eigene Vorschriftenstelle hat. Ich könnte mir vorstellen, daß die Innung bzw. die IHK solche Kurse anbietet oder zumindest Informationen darüber hat.
Würde mich wirklich
mal interessieren wenn man irgendwo Gerichtsurteile zu
Arbeitsunfällen einsehen könnte. Gibt es das vielleicht sogar
im Netz?
Kann ich leider nichts zu sagen. Wenn es sich aber um DIN-Normen handelt, wird das wohl schwierig, da gibt es Copyrights, die das Veröffentlichen verhindern. Nicht mal das Kopieren innerhalb einer Firma ist erlaubt.
Axel
Hallo!
Viele Firmen ohne eigenen Sicherheitsbeauftragten lassen Betriebsbegehungen und Unterweisungen von Dekra, TÜV o. ä. Organisationen machen.
Ich war jetzt Mo - Mi auf einem Seminar der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft.
Aber egal, ob VBG oder andere BG, ruft einfach die Telefonnummer der BG an, die auf dem vorgeschriebenen Aushang in der Firma steht.
Ihr erhaltet als Mitarbeiter kostenlos Auskünfte, Broschüren, usw. (Auch über kostenlose Seminare!)
Die BGen wollen ja Unfälle verhindern. Ein BG-Beamter kommt sogar kostenlos in den Betrieb. (Aber bitte vorher dem Vorgesetzten sagen, dass Unfälle verhütet werden sollen und dass der BG-Beamte kostenlos kommt!)
In Büros fest installierte Elektrogeräte müssen alle 4 Jahre geprüft werden, lose Geräte (incl. Steckdosenleisten, Kaffeemaschinen, Netzkabel an PCs, …) alle 2 Jahre. Im Freien zu nutzende Elektrogeräte müssen alle 6 Monate geprüft werden.
Der Prüfer braucht keine Stadtwerke-Zulassung, aber Messgeräte im Werte von ca. 22.000 Euro! Das ist übrigens der „E-Check“. Alle Geräte sind - möglichst mit laufender Nummer - in ein Prüfbuch einzutragen. Plaketten für die E-Geräte mit Prüfdatum wie bei Kfz-HU/AU-Plaketten gibt es z. B. bei Conrad.
Wußtet Ihr übrigens, dass ehrenamtliche Mitarbeiter öffentlich-rechtlicher Körperschaften wie Kirchen z. B. als Kollektensammler, Messdiener, Vorbeter, beim Rasenmähen usw. usw. bei der VBG versichert sind?
Bei Betriebsunfällen sind keine Rezeptgebühren und Krankenhaus-Selbstbehalte zu zahlen. Es gibt sinnvolle statt notwendige Heilverfahren.
Liebe Grüße
Black Eddy