Wiederkehrende Unterbauchschmerzen

Hallo Zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer möglichen Ursache von meinen Bauchschmerzen. Sie kommen nur alle paar Wochen mal (nicht zyklisch) und dann sehr punktuell im rechten Unterbauch, stechend und pochend. Das passiert immer wieder, schon seit Jahren.

Hatte lange Zeit Ärger mit Endometriose, das ist aber nun wirklich ruhig. Und die Schmerzen fühlen sich auch gar nicht so an… völlig anders. Außerdem hatte ich das auch, als die Eierstöcke hormonell ausgeschaltet waren. Eisprung sollte also auch ausscheiden. Diese Schmerzen gab es lange vor der Endo-Diagnose und auch während /nach den Behandlungen.

Mein Hausarzt spricht von einer chronischen Blinddarmentzündung, mein Gyn von Verwachsungen. Befundmässig ist da rein gar nichts zu sehen. Keine Veränderungen im Blutbild oder Ultraschall. Vor fünf oder sechs Jahren wurde mal eine Darmspiegelung gemacht. Dabei ist nur aufgefallen, dass ich wohl einen überlangen Darm habe. Während der Zeit mit dem Endo-Ärger wurde ich auch komplett auf den Kopf gestellt. Urologe, Psychologe, MRT (vom Gyn u. Internisten ausgewertet), Orthopäde… Da wäre ja eigentlich recht viel aufgefallen.

Die Schmerzen kommen, dauern etwa einen Tag und gehen dann wieder für mehrere Wochen. Obwohl ich das mittlerweile schon so oft gehabt habe, macht es mir immer wieder von neuem Angst. Angst, dass was platzt/reisst oder sonst irgendwie kaputtgeht.

Ich denke immer, dass es bei etwas schlimmen doch auch eine Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens geben müsste? Mir geht es dann bis auf die Bauchschmerzen immer noch gut…
Drei, Viermal bin ich in den vergangenen Jahren damit beim Notdienst gelandet. Manchmal war ein wenig freie Flüssigkeit im Douglas, manchmal nicht. Im Grunde kein Befund, Schmerztropf und dann spätestens am nächsten Tag wieder nach Hause.

Mein Hausarzt hat mir vorgeschlagen, den Blinddarm auf Verdacht entfernen zu lassen. Mein Gyn meint, man würde eigentlich eine Bauchspiegelung zur Klärung machen, möchte es aber aufgrund der Endometrioseentfernungen nicht. Ich eigentlich auch nicht…

Was denkt Ihr? Was würdet Ihr tun oder habt Ihr sogar eine Idee, wo das herkommen könnte?

Und eine konkrete Frage noch: Wäre eine chronische Blinddarmentzündung nicht auch bei einer Bauchspiegelung in der Gynäkologie aufgefallen?

LG
Marusha

Hallo Marusha,

im Normalfall könnte man eine chronische Entzündung des Blinddarms bei einem Blutest nachweisen!
Denn dann würde man Entzündungswerte im Blut nachweisen können!
> Großes Blutbild!
http://www.dr-gumpert.de/html/therapie_blinddarmentz…
Keine Ahnung warum dies Dein Hausarzt noch nicht erledigt hat!
Bei der genannten Endometriose kann es schon einmal unspezifische Beschwerden geben! Weil sich diese Problem auch auf andere Bereiche im Bauchraum ausdehnen kann!
Hier ist auch ein Darmbefall möglich der natürlich nicht ohne Beschwerden abgeht
Ich würde Dir raten einmal zu einem Facharzt für Magen / Darm (Gastroenterologen) zu gehen! Zusammen mit Deinen Befunden(Endometriose usw.). Evtl. auch einmal ein paar Stichpunkte aufschreiben Diagnose , verschriebene Medikamende udgl…
Natürlich müsste der Verdacht des Hausarztes der chronische Entzündung des Blinddarms auch geklärt werden! (> Bluttest)
Da Du nichts von Durchfall udgl. geschrieben hast, käme auch kein Reizdarm in Frage, der auch nicht unbedingt einfach zu diagnostizieren ist!

Gute Besserung
VG Joe

Hi,

da diese Schmerzen auch zum Zeitpunkt der Ausschaltung der Eierstocksfunktion auftraten, möchte ich (und auch die Ärzte) die Endometriose ausschließen. Ein Darmbefall wurde bei den Bauchspiegelungen auch explizit ausgeschlossen.

Im Text vom genannten Link habe ich nichts zu Blutwerten bei einer chronischen Blinddarmentzündung gefunden.

Die dort genannten Schmerzen beim Drücken / Loslassen habe ich in den Schmerzphasen. Allerdings denke ich, dass die bei einer echten Blinddarmentzündung noch stärker sind und auch nicht wieder von allein verschwinden…

LG
Marusha

Dann schlag doch zwei Fliegen mit einer Klappe und lass den Blinddarm Laparoskopisch entfernen. Das geht i.d.R. Problemlos.

Und dabei kann man dann gleich noch „einen kurzen Blick“ in den Bauchraum werfen bzgl. der Endometriose.

Frage vorher nach, ob ein Gynäkologe zur OP dazu kommt, der übernimmt dann nachdem der Blinddarm raus ist.

So lange der Blinddarm drin ist wirst du Beschwerden haben.

Gruß

Hallo Marusha,

ich fürchte Du hast nur die Hälfte des Textes zum Thema chronische Entzündung Blinddarm gelesen! Wenn man ganz runterscrollt stehen da noch Beiträge zum Thema Labor,Sonographie (Ultraschall)
Ausschlusserkrankungen (Differentialdiagnosen) usw.!
Nun kannst Du Dir den Blinddarm per endoskopische Eingriff entfernen lassen!
Ich bin aber schon der Meinung das man vermeidbare Operationen ausschließen sollte! Auch wenn mir klar ist das man fast alles tun würde um endlich die Beschwerden los zu werden!!

Viele Grüße
Joe

PS. Ich weis nicht ob Du hier im Forum schon einmal warst ?
http://www.endometriose-liga.eu/fragenarchiv?page=51…

Hallo,

doch - habe ich.

Der Artikel behandelt mitsamt Laborwerten die akute Blinddarmentzündung. Auf die möglichen Laborwertveränderungen beim chronischen Verlauf wird da doch gar nicht eingegangen!?

LG
Marusha

Hallo,

den Gedanken hatte ich auch schon öfter mal und bisher immer wieder verworfen. Das war auch schon mal der Vorschlag meines Hausarztes.

Ich hatte innerhalb von fünf Jahren sieben Endo OPs. Dies ist der Grund, warum man (und ich) da etwas zurückhaltend ist. Was ganz gut ist: Bei den ganzen OPs hat man nie eine Verwachsungsneigung entdeckt. Und da die Schmerzen auch schon vorher da waren, kann ich mir das mit den Verwachsungen als Ursache auch nicht so richtig vorstellen.

Es ist mir halt etwas suspekt, auf Verdacht was rausnehmen zu lassen.

LG
Marusha

P.S.
ergänzend:
Das Forum kenne ich. Über so ein Forum bin ich auch zu meinem Endo-Arzt gekommen. Ist Gold wert!

Es ist mir halt etwas suspekt, auf Verdacht was rausnehmen zu lassen.

Prinzipiell stimme ich dir zu.

ABER nur Verdacht ist es ja nicht.
Sie Symptome sprechen für den Blinddarm.

Und was auch wichtig ist, es ist kein wichtiges Organ -sondern ein kleiner übriggebliebener Fortsatz, den du zu nix brauchst.

Daher würde ich nicht lange überlegen.

Wegen der Vermeidung von Verwachsungen eben auch meine Empfehlung für die laparoskopische Vorgehensweise.

Gruß

Danke - Nachricht ist angekommen o.w.T