Hallo ihr Lieben. Ich hoffe ihr seid alle gesund und munter ins neue Jahr gestartet.
Ich habe das Gefühl die Zahl der Verletzten an Silvester steigt Jahr für Jahr. Wie viel Risiko kann in Deutschland weiterhin geduldet werden? In Paris sind Feuerwerkskörper schon verboten, wann zieht Deutschland in diesem Verbot nach?
Hallo,
das ist auch in Frankreich grundsätzlich eine lokale Massnahme der jeweiligen Kommune.
Solche lokalen Maßnahmen gibt es auch schon in Deutschland:
http://www.tuebingen.de/4251.html#6266
&Tschüß
Wolfgang
Hallo!
Paris ist eine Stadt in der es noch nie Feuerwerk gab. Und in Frankreich ist Feuerwerk generell auch nicht verboten.
Und mit einer mögliche Gefährlichkeit von Privatfeuerwerk (zugelassenem muss man ausdrücklich sagen ) hat es auch nichts zu tun.
Und deswegen wird es auch kein Verbot geben, weder in Deutschland noch in Europa.
Übrigens sind nach EU-Recht überhaupt die Bestimmungen national hier in D erleichtert worden. Man darf mehr pyrotechnische Effektmasse je Einzelstück verwenden. Nur deshalb sind die beliebten und im Effekt spektakulären Batterien und Batterieverbünde möglich geworden.
Und die Böller und sonstigen Artikel die einem bei Unvorsichtigkeit,Fehlhandhabung oder durch Produktionsfehler die Hand abreißen stammen ja aus EU-Ländern bei denen der Verkauf und das Abbrennen völlig legal sind.
Also aus Polen und Tschechien etwa.
Nur die sind in D explizit verboten (und das aus gutem Grund). Einfuhr und Benutzung sind nach Sprengstoffgesetz verboten und werden auch geahndet.
Die aktuellen Pressemeldungen, wie Körperschäden (Fuß ab, Finger ab) sind mit „normalem“ zugelassen Silvesterfeuerwerk nicht möglich.
Das macht illegales Feuerwerk, was nur gedacht ist von Profi-Feuerwerkern auf abgesperrten Bereichen angewendet zu werden. Da ist es auch sicher.
MfG
duck313
Hallo!
In einem Krankenhaus/Altenheim landende Raketen, abbrennende Gebäude und umkippende Startvorrichtungen, so dass Knallzeug waagerecht in eine Menschenansammlung gefeuert wird, hat mit Zulassungen des Materials nichts zu tun. Vielmehr gelangen (gerne auch zugelassene) Sprengkörper/Brandsätze in die Hände zumeist angetrunkener Leute, die vermutlich nicht einmal im nüchternen Zustand mit derartigem Material sachgerecht und verantwortungsbewusst umgehen können.
Mir kommt’s schon hoch, wenn ich beim Unterschichtler-Gaudium verängstigte und in Panik geratende Tiere sehe und höre. Das und der gesamte angerichtete Schaden sind einfach nur überflüssig.
Gruß
Wolfgang
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Servus,
nicht in Frankreich generell, aber in nicht ganz wenigen Präfekturen Frankreichs - unter anderem denen von Paris und des umgebenden Ballungsraums - gibt es dieses Verbot. Es bezieht sich nicht nur auf den Réveillon, sondern auch z.B. auf den Quatorze: http://www.prefecturedepolice.interieur.gouv.fr/Cespplussur/Actualites/Securite/Petards-et-feux-d-artifices
Zu Silvester 1999/2000 ging es übrigens auch in Paris ganz gut zur Sache, auch wenn der 14 Juillet als Anlass für alle Arten von Feuerwerken wichtiger ist.
Und in Strasbourg, Metz, Nancy usw. gibt es unter dem Einfluss der Nachbarn schon eine Böller- und Feuerwerkstradition zu Silvester, die jetzt unterschiedlich rigoros reglementiert wurde. Eine gute Idee hatte der Bürgermeister von Bitche, wo „privates“ Ballern untersagt ist, aber die Freunde von „son et lumière“ eingeladen wurden, in einen gemeinsamen Topf beizusteuern, aus dem die Gemeinde ein professionelles (und kontrolliertes) Feuerwerk zum Réveillon bestreitet.
Schöne Grüße
MM
Ja, habe ich auch gelesen.
Aber die Aufregung kann ich nicht nachvollziehen. Sie ist nur lächerlich.
Aldi hat eine Serie von Feuerwerksartikeln mit Städtenamen und die wurden natürlich 1 Jahr vorher produziert und so benannt.
Und der Begriff „Feuerwerksbombe“ ist ein Fachbegriff und kann nur bei bösem Willen eine Assoziation mit „Bombenattentat“ auslösen.
Genau wie (die noch im Ansatz verständlichen) Auflagen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften kein Feuerwerk abzubrennen.
mfG
duck313
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Du magst es nicht, gut, das nehme ich so hin.
Aber mit deinen Argumenten könnte man auch anderes verbieten.
etwa das Autofahren, was bei Trunkenheit auch zur Gefahr werden kann.
genau wie sonstiger Leichtsinn unter Alkohol und Gruppendynamik in Feierlaune.
Beides, Auto wie Feuerwerk, kann man verantwortungsbewußt einsetzen und dann passiert auch nichts.
MfG
duck313
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Servus,
wenn jemand in D Gaskartuschen mit dem Namen „Sonnenstein“, „Grafeneck“ oder „Hadamar“ verkaufen möchte, braucht er sich auch nicht zu wundern, wenn ihm der Umsatz in die Knie geht; egal, was er sich bei dieser Namenswahl „eigentlich“ gedacht hat. Der Markt entschuldigt keinen Fehler, auch wenn man ihn irgendwie erklären kann. Wenn man dem Lada Nova im hispanophonen Mittel- und Südamerika keinen besseren Namen gibt, muss man halt mit den Folgen leben.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
Deine subjektive Wahrnehmung mag täuschen. Einhergehend mit der digitalen Medienschwemme ist es normal, dass weit mehr über jede Kleinigkeit berichtet wird. Zum anderen ist es auch normal, dass dank der „grenzenlosen“ Kaufsucht vermehrt Böller in D verwendet werden, die es hier gar nicht geben darf. In den Medien geisterten entsprechende Meldungen zu Böllern aus Belgien umher, die mehr Explosivstoff oder Effektmittel beinhalten durften (deren Gesamtkauvolumen aber begrenzt ist) und zu den üblichen „Polen-Böllern“, die in jeder Hinsicht gesundheitsgefährdend sind. Aber auch die gibt es schon seit Jahren. Was man natürlich - ebenfalls höchst subjektiv - wahrnehmen könnte, ist eine steigende allgemeine Enthemmung. Gepaart mit Alkohol und dem ebenfalls medial kolportierten massenhaften Anstieg frei verkäuflicher Schreckschusswaffen ist die natürlich nicht gesund. Aber bis sich das manifestiert, kanns halt dauern.
Bis dahin haben mehrere Gemeinden ganz andere Probleme mit freiverkäuflichen Raketen und Leuchtfackelbatterien. Die Dinger setzen altertümliche Dacheindeckungen in Brand. Und davon haben Gemeinden wie Goslar und Spiekeroog erstens mehr als andere und zweitens die Nase voll und die Böllerei entsprechend per Ortsrecht verboten. Daran ist auch kaum was auszusetzen. Ein bundesweites Verbot geht wegen der im Grundgesetz verankerten kommunalen Selbstbestimmung nicht.
Gruß vom
Schnabel