Wiener FPÖ

Hallo Raserkollegen,

Die Wiener FPÖ hat einen interessanten Vorschlag gemacht:
Eine Geschwindigkeitsbeschränkung für Fahrräder von 15-20 km/h, da dies bereits „sehr schnell“ sei.
Ich finde, wir sollten diesen Vorschlag im Sinne der Verkehrsicherheit (bekanntlich gehen die meisten Toten auf Kosten von rasenden Radfahrern) und Umweltschutzes (eine Person im Auto sitzend erzeugt durch die Atmung viel weniger CO2 als ein sich abstrampelnder Radfahrer) tatkräftig unterstützen.

Einen schönen Sonntag,
Pürsti

Hallo Raserkollege,

Die Wiener FPÖ hat einen interessanten Vorschlag gemacht:
Eine Geschwindigkeitsbeschränkung für Fahrräder von 15-20
km/h, da dies bereits „sehr schnell“ sei.

interessant. Hat sie auch schon einen Lieferanten für geeichte Tachos, die automatisch die Reifengröße, den Luftdruck etc. berücksichtigen?

Ich finde, wir sollten diesen Vorschlag im Sinne der
Verkehrsicherheit (bekanntlich gehen die meisten Toten auf
Kosten von rasenden Radfahrern) und Umweltschutzes (eine
Person im Auto sitzend erzeugt durch die Atmung viel weniger
CO2 als ein sich abstrampelnder Radfahrer) tatkräftig
unterstützen.

Nicht zu vergessen den immensen Schaden, den sie auf unseren Straßen durch die Abnutzung und die Ablagerungen aus der Atemluft verursachen.

Hach, das ist genauso schön, wie die Kennzeichenpflicht. Wo doch selten mal einer ein Autokennzeichen ablesen und sich merken kann, geschweige denn die Versicherungskennzeichen von Mofas und dergl.

Danke für den Lacher,

Karin

Was spricht dagegen

Hach, das ist genauso schön, wie die Kennzeichenpflicht.

Hi!

Ich bin schon lange für eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder, gekoppelt mit einer günstigen Haftpflichtversicherung.

Was spricht dafür: Der Radler wäre nicht mehr anonym und hätte dadurch mehr Ansporn sich an Verkehrsregeln zu halten. Da auch der Radfahrer nicht vor Fehlern gefeit ist, wäre er im Falle eines verschuldeten Unfalls auch gleich finanziell abgesichert.

Was spricht dagegen?: ???

Grüße Dusan

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Hallo doosun,

Ich bin schon lange für eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder,
gekoppelt mit einer günstigen Haftpflichtversicherung.

immerhin zahlt auch die gemeine Privathaftpflicht für Fahrradschäden. Auch z.B. der ADFC bietet seinen Mitgliedern eine subsidiarische Haftpflicht in seinem Beitrag an. Also, ich bin schon für Haftpflichtversicherung.

Was spricht dafür: Der Radler wäre nicht mehr anonym

Und genau das wollte ich mit der schlechten Ablesbarkeit der Kennzeichen anzweifeln. Verhält sich ein Mofa-Fahrer denn „anders“, nur weil er so ein Mini-Nummerntäfelchen spazieren fährt. Und größer kann das „Kennzeichen“ für ein Fahrrad ja auch nicht sein, eher müsste es noch kleiner sein.

und hätte dadurch mehr Ansporn sich an Verkehrsregeln zu halten.

Wenn ich mir hier in München anschaue, wieviel „Ansporn sich an Verkehrsregeln zu halten“ die motorisierten Verkehrsteilnehmer haben, die ja immerhin weithin ablesbare Kennzeichen haben, die sogar per Fotografie festgehalten werden können…

Da auch der Radfahrer nicht vor Fehlern gefeit ist, wäre er im Falle
eines verschuldeten Unfalls auch gleich finanziell
abgesichert.

Wie gesagt, dafür genügt nach wie vor die einfache Privathaftplicht, oder aber z.B. eine Mitgliedschaft im ADFC.

Was spricht dagegen?: ???

Der Verwaltungsaufwand bei etlichen Millionen Fahrrädern zum Beispiel. Auch evtl. die abnehmende Bereitschaft, Rad zu fahren. Immerhin ist das Rad das für die Allgemeinheit kostengünstigste Nahverkehrsmittel, was den Infrastrukturbedarf angeht.

Gegenfrage: Wieso können sich soviele angeblich (oder auch tatsächlich) im Auto sich normal verkehrsgerecht verhaltende Menschen dieses auf dem Fahrrad nicht mehr? Ich fahre das ganze Jahr Fahrrad und bin jedes Jahr im Frühjahr von Neuem davon fasziniert, wie sehr man das Radfahren und die damit verbundenen Verhaltensregeln in einem Winter verlernen kann. So gegen Juni wissen es die meisten dann wieder, dass sie z.B. mit Fahrrad eine sehr viel höhere Tiefe haben als zu Fuß. (Der Beispiele gäbe es fast unendlich viele).

Gruß, Karin

Hallo KUHmax!

immerhin zahlt auch die gemeine Privathaftpflicht für
Fahrradschäden.

Dann sollte das verpflichtend vorgeschrieben sein.

Und genau das wollte ich mit der schlechten Ablesbarkeit der
Kennzeichen anzweifeln. Verhält sich ein Mofa-Fahrer denn
„anders“, nur weil er so ein Mini-Nummerntäfelchen spazieren
fährt. Und größer kann das „Kennzeichen“ für ein Fahrrad ja
auch nicht sein, eher müsste es noch kleiner sein.

Also ich hab noch kein Problem mit der Lesbarkeit gehabt. Als Gegenargument könnte man die Kennzeichen vom Mofa/Mopped dann ja auch gleich abschrauben.

Wenn ich mir hier in München anschaue, wieviel „Ansporn sich
an Verkehrsregeln zu halten“ die motorisierten
Verkehrsteilnehmer haben, die ja immerhin weithin ablesbare
Kennzeichen haben, die sogar per Fotografie festgehalten
werden können…

Was glaubts du wie es zugehen würde wenn es keine Kennzeichen gäbe?

Der Verwaltungsaufwand bei etlichen Millionen Fahrrädern zum
Beispiel.

Gäbe ein paar neue Jobs.

Auch evtl. die abnehmende Bereitschaft, Rad zu
fahren. Immerhin ist das Rad das für die Allgemeinheit
kostengünstigste Nahverkehrsmittel, was den
Infrastrukturbedarf angeht.

Und wird es auch bleiben. Die Versicherung muss ja nicht viel kosten.

Gegenfrage: Wieso können sich soviele angeblich (oder auch
tatsächlich) im Auto sich normal verkehrsgerecht verhaltende
Menschen dieses auf dem Fahrrad nicht mehr?

Ich persönlich hab die Erfahrung gemacht, dass hauptsächlich Schüler und Studenten ziemliche Chaoten mit dem Fahrrad sind. In Graz im Gebiet der Uni mag ich schon gar nicht mehr fahren. Leider ist das nicht möglich, weil die Uni neben 2 Hauptdurchzugststrassen liegt. Weiters ist das Fahrrad doch wesentlich anders zu bedienen, wie du ja auch selbst weiter unten beschreibst. Anstatt bequem den Blinker zu betätigen muss man die Hand eine Zeitlang rausstrecken, dabei gleichzeitig lenken. So mancher vollbepackte Hausmann kommt dabei ins schlingern oder lässt die Hand gleich am Lenker. Auch das telefonieren wird durch solch lästige Handzeichen massiv gestört. Gruppen müssen grundsätzlich nebeneinander fahren, sonst kann man sich ja nichts erzählen. In Österreich darf der Radfahrer auch noch gegen die Einbahn fahren. Hat auch schon manch böse Überraschung gegeben, an der nächsten Kreuzung, wo der Autofahrer nicht mit Verkehr aus der Einbahn rechnet.

Ich bin in der warmen Jahreszeit auch sehr viel mit dem Rad in der Stadt unterwegs und hab mich schon per Rad über andere Radler geärgert. Ich hab mich aber auch schon über Autofahrer geärgert, so ist es schon auch nicht.

Für ein friedliches Miteinander trennen Fahrrad und motorisierten Verkehr schon einmal wesentlich die Geschwindigkeit. Nichts ist lästiger als in der Einbahn dem Radler 2 Kilometer nicht überholen zu können. Also wird versucht vorbeizufahren - eine Situation über die ich ich immer besonders freue, wenn der Spiegel meinen Lenker streift.

Deswegen wäre es notwendig den Radfahrer, wie man es ja beim Fussgänger auch schon gemacht hat, von der Strasse wegzuholen und ihm eigene Wege zuzuweisen. Wird teilweise schon gemacht, aber noch viel zu wenig.

Und bis es soweit ist, sollte der Radler, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer der schneller als 10km/h fahren kann, ein Kennzeichen haben.

Grüße Dusan

Hallo Dusan,

immerhin zahlt auch die gemeine Privathaftpflicht für
Fahrradschäden.

Dann sollte das verpflichtend vorgeschrieben sein.

Naja, wenn man keine Versicherung hat, muss man aus der eigenen Tasche für den Schaden aufkommen. Wenn der Verursacher kein Geld hat… Aber willst Du jetzt gerade den Ärmsten auch noch das Radfahren (wie ist der aktuelle Stand der Rechtschreibreform?) verbieten? (Ich bin versichert)

Der Verwaltungsaufwand bei etlichen Millionen Fahrrädern zum
Beispiel.

Gäbe ein paar neue Jobs.

Genau, wir zahlen eh zu wenig Steuern. Ich denke, dass sich der Fahrradbestand schnell reduzieren würde („wegen zweimal im Jahr zahlt sich das nicht aus“).

Gegenfrage: Wieso können sich soviele angeblich (oder auch
tatsächlich) im Auto sich normal verkehrsgerecht verhaltende
Menschen dieses auf dem Fahrrad nicht mehr?

Ich persönlich hab die Erfahrung gemacht, dass hauptsächlich
Schüler und Studenten ziemliche Chaoten mit dem Fahrrad sind.
In Graz im Gebiet der Uni mag ich schon gar nicht mehr fahren.
Leider ist das nicht möglich, weil die Uni neben 2
Hauptdurchzugststrassen liegt. Weiters ist das Fahrrad doch
wesentlich anders zu bedienen, wie du ja auch selbst weiter
unten beschreibst. Anstatt bequem den Blinker zu betätigen
muss man die Hand eine Zeitlang rausstrecken, dabei
gleichzeitig lenken. So mancher vollbepackte Hausmann kommt
dabei ins schlingern oder lässt die Hand gleich am Lenker.
Auch das telefonieren wird durch solch lästige Handzeichen
massiv gestört. Gruppen müssen grundsätzlich nebeneinander
fahren, sonst kann man sich ja nichts erzählen. In Österreich
darf der Radfahrer auch noch gegen die Einbahn fahren.

Nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.

Hat
auch schon manch böse Überraschung gegeben, an der nächsten
Kreuzung, wo der Autofahrer nicht mit Verkehr aus der Einbahn
rechnet.

Das ist aber ein Problem des Autofahrers. Ich erlebte auch schon Autofahrer, die beim Queren eines Radweges überrascht feststellten, dass dort Radfahrer unterwegs sind…

Ich bin in der warmen Jahreszeit auch sehr viel mit dem Rad in
der Stadt unterwegs und hab mich schon per Rad über andere
Radler geärgert. Ich hab mich aber auch schon über Autofahrer
geärgert, so ist es schon auch nicht.

Jepp, ich glaube, das kennt jeder.

Für ein friedliches Miteinander trennen Fahrrad und
motorisierten Verkehr schon einmal wesentlich die
Geschwindigkeit.

Naja, im Ortsgebiet ist die Geschwindigkeitsdifferenz (in der Ebene) nicht so gross. Bei Bedarf kann man durchaus kurzfristig die Geschwindigkeit auf 50km/h steigern. Auf Steigungen fährt man, falls notwendig, halt mal kurz rechts ran (oder ein paar Meter auf dem Gehsteig) und lässt den motorisierten Verkehr vorbei.
Überland ist zwar meistens die Geschwindigkeitsdifferenz grösser, aber i.d.R. stellt es für die Motorisierten das Überholen kein Problem dar. Um den Berufsverkehr am Morgen nicht zu behindern, fahre ich normalerweise vor 6:00 in die Arbeit - da tut sich noch nicht so viel auf den Strassen.
Mit ein bisschen guten Willen ist ein friedliches Miteinander also kein Problem.

Nichts ist lästiger als in der Einbahn dem
Radler 2 Kilometer nicht überholen zu können.

S.o. Normalerweise erhöht man als Radfahrer das Tempo oder fährt rechts ran.

Deswegen wäre es notwendig den Radfahrer, wie man es ja beim
Fussgänger auch schon gemacht hat, von der Strasse wegzuholen
und ihm eigene Wege zuzuweisen. Wird teilweise schon gemacht,
aber noch viel zu wenig.

Im Gegenteil: Nicht „viel zu wenig“ sondern „viel zu oft“! Ich hasse Radwege (in Zusammenhang mit der Radwegbenützungspflicht). Da sind einmal die Autofahrer, welche beim Queren von Radwegen nicht auf die Radfahrer achten. Dann benutzen viele Fussgänger den Radweg als Gehweg (und schimpfen wie ein Rohrspatz, wenn man an ihnen vorbeifährt).
Oft ist dann nur einseitig ein Radweg vorhanden, d.h. man hat auf dem (i.d.R. schmalen) Radweg Gegenverkehr und darf dann auch noch ein paar mal die Seite wechseln (natürlich mit „Drück-mich“-Ampeln). Desweiteren sind die Ampeln auf den Radwegen meistens mit den Fussgänger-Ampeln gleichgeschaltet (und dann event. auch noch „Drück-mich“-Ampeln).
Klar, für jemanden, der mit seinem Enkerl gemütlich spazieren fahren will, ist ein Radweg nicht schlecht. Aber um schnell von A nach B zu kommen (also als Autoersatz) sind Radwege hinderlich. Daher nehme ich öfters kleine Umwege in Kauf, um Strecken zu befahren, wo es keine Radwege gibt. Da bin ich dann in Summe schneller (und auch sicherer) und StVO-konform unterwegs.

Und bis es soweit ist, sollte der Radler, wie jeder andre
Verkehrsteilnehmer der schneller als 10km/h fahren kann, ein
Kennzeichen haben.

Was ist mit den ganzen Läufern? Inlineskatern? Kinderwägen (wenn ich einen Kinderwagen schiebe, sind 10 km/h kein Problem)?

Just my 2 cents,
Puersti

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Hi!

Du sprichst für die Ärmsten, die 2 mal im Jahr mit dem Fahrrad fahren. Du bist für weniger Radwege im Sinne der Sicherheit. Du fährst mit dem Rad locker 50 und schiebst den Kinderwagen mit einem 10er.

Es fällt mir schwer, dein Posting als ernst aufzufassen.

Ein Kennzeichen könnte ohne viele Kosten eingeführt werden. Im ländlichen Bereich gibt es nicht so viele Neuzulassungen, da gehts sicher so nebenbei. In Städten wird man eventuell einen oder zwei zusätzliche Stellen benötigen, man könnte die erforderlichen Beamten eventuell von den Schlachtplätzen der Fussballfelder abziehen(Budgetmässig). Der monatliche Beitrag muss nicht mehr als 3-4 Euro betragen, etwas was auch den Ärmsten zugemutet werden kann und für die Wohlhabenden nicht wirklich eine Belastung ist. Ein geringer Betrag im Vergleich mit einem verursachten Schaden, für den man aus eigener Tasche aufkommen müsste. Eine private Haftpflicht, die solcherlei Schäden deckt, befreit von der zusätzlichen Versicherung.

Das Fahrrad müsste einmal jährlich zur Inspektion. Wenn man damit auf der Strasse fahren will so soll es auch verkehrstüchtig sein. Am Land fällt es vielleicht weniger auf, aber schau mal in den Städten zu den Radlständern, was da an Schrott herumsteht.

50 km/h darf ich nicht mal mit dem Mopped fahren, für welches ich ein Kennzeichen benötige. Abgesehen davon, dass außer bergab niemand so leich einen 50er fahren wird können. Ausser vielleicht ein paar Rennfahrer, keinesfalls Klein-Michael auf den Weg zu Schule oder der verschlafene Student auf dem Weg zur Uni.

Wie die rechtliche Situation für Rollerblades ist, weiss ich leider nicht hundertprozentig, ich meine mich aber zu erinnern, dass das auf öffentlichen Strassen verboten ist. Der durchschnittliche Fussgänger bewegt sich mit einer maximale Geschwindigkeit von 3-4 km/h. Wieso er mit Kinderwagen plötzlich abgeht wie eine Raktete versteh ich nicht. Ein Radfahrer wird im Schnitt eine Geschwindigkeit von etwa 15-20km/h aufweisen, das ist ein enormer Unterschied zu Fussgängern und Kraftfahrern. Deswegen sollten diese 3 Gruppen voneinander getrennt werden. Die Skater können ja dann mit den Radlern mitsausen. Die 10 km/h wurden von mir angesprochen, da es meines Wissens eine besondere Regelung bereits gibt, hauptsächlich Traktoren bzw. landwirtschaftliche Gerätschaften betreffend.

Die von dir angesprochene Problematik am Fahrradweg kann ich im ländlichen Bereich durchaus nachvollziehen. Auch ist es auf der Freilandstrasse geräumiger und das Verkehraufkommen oft geringer als in der Stadt. In der Stadt sind aber wesentlich mehr Radfahrer unterwegs. Allein in Graz werden in den Morgenstunden mehr als tausend Menschen mit dem Rad unterwegs sein. Erkennst du das Problem?

Es wird keiner absteigen und den Autofahrer Platz machen. Das hätte auch keinen Sinn, weil 20 m weiter der nächste Radler ist.

Und weil so viel passiert bin ich für ein Kennzeichen.

Grüße Dusan

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da ich mich nur im deutschen Straßenverkehr auskenne, aber nicht im österreichischen.

Und Deine Beschreibung klingt so anders als das, was ich als ehrenamtliche ADFC-Arbeit hier in München vor Ort kenne, dass ich da leider nicht mitreden kann.

Auf jeden Fall wäre eine Zulassung à la Mofa hierzulande ein jährlicher Aufwand, da die Kennzeichen jedes Jahr erneuert werden müssen. Also nichts mit „nur ein paar Neuzulassungen“. Nur so als Beispiel für die offensichtlich vorhandenen Unterschiede.

Und ich kenne hier in Deutschland genug Verunfallte, die keinen Schadensersatz von KFZ-Haltern kriegen konnten, weil das Kennzeichen nicht rechtzeitig abgelesen wurde. Das wird bei kleineren Kennzeichen ganz sicher nicht einfacher.

Gruß, Karin

Hallo,

Du sprichst für die Ärmsten, die 2 mal im Jahr mit dem Fahrrad
fahren.

Du vermengst da 2 Dinge. Es gibt Leute, die jeden Cent 3-mal umdrehen müssen. Und Leute wie mein Vater verzichten eher auf das Fahrrad als dass sie es anmelden und dafür zahlen.

Du bist für weniger Radwege im Sinne der Sicherheit.

Ich fühle mich i.d.R. auf der Bundesstrasse viel sicherer. Das Problem ist weniger der Radweg an sich als viel mehr die Radwegbenützungspflicht, weil da alle (Schläfer als auch Leute, die das Rad ernsthaft und daher flott benutzen) zusammengeworfen werden.

Du fährst mit dem Rad locker 50

Nicht „locker“. Im Sprint schaffe ich mit meinem MTB auf der Ebene durchaus 60km/h. Wenn ich nach der Arbeit noch schnell nach Linz rein fahre, versuche ich mit dem Verkehr mitzuschwimmen. Da sind halt schon mal 50km/h drinnen (bis zur nächsten Verkehrstockung).

und schiebst den Kinderwagen
mit einem 10er.

Noch nie mit dem Kinderwagen laufen gegangen? Natürlich laufe ich nicht immer, wenn ich einen Kinderwagen schiebe, aber es ging ja um Gefährte, welche 10km/h überschreiten können.

Es fällt mir schwer, dein Posting als ernst aufzufassen.

Warum?

Der monatliche Beitrag
muss nicht mehr als 3-4 Euro betragen, etwas was auch den
Ärmsten zugemutet werden kann und für die Wohlhabenden nicht
wirklich eine Belastung ist.

Ich weiss im Moment nicht, wie hoch meine Prämien sind, aber ich glaube doch deutlich weniger (ich zahle jährlich).
Aber alleine das Anmelden kostet bei einem KFZ ca. 200 Euro (genau weiss ich es nicht). Da werden es sich viele Leute zweimal überlegen, ob sie sich das antun.

Das Fahrrad müsste einmal jährlich zur Inspektion. Wenn man
damit auf der Strasse fahren will so soll es auch
verkehrstüchtig sein. Am Land fällt es vielleicht weniger auf,
aber schau mal in den Städten zu den Radlständern, was da an
Schrott herumsteht.

Normalerweise schaut man schon im eigenen Interesse darauf. Es muss nicht unbedingt eine jährliche (kostenpflichtige) Inspektion sein (Stichwort: Wenigfahrer), aber die Polizei könnte ruhig ab und zu ein Auge darauf werfen.

50 km/h darf ich nicht mal mit dem Mopped fahren, für welches
ich ein Kennzeichen benötige.

Dürfen nicht, aber: Welches Moped ist langsamer als 50? Auch wenn wieder an meiner Ernsthaftigkeit zweifeln wirst: Früher (vor ca. 15 Jahren) war das Mopedjagen (und -überholen :smile:) noch einfacher als jetzt, da die Stinker Dinger immer schneller werden.
Ausserdem: Zuvor hast Du Dich über die langsamen Radfahrer beklagt, und jetzt sind sie Dir auf einmal zu schnell, nur weil sie den Verkehr möglichst wenig behindern wollen?

Wie die rechtliche Situation für Rollerblades ist, weiss ich
leider nicht hundertprozentig, ich meine mich aber zu
erinnern, dass das auf öffentlichen Strassen verboten ist.

AFAIK dürfen sie sowohl Geh- als auch Radwege benutzen. Irgendwie ist das eh blöd: Für Gehwege sind sie zu schnell, für Radwege sind (die meisten) zu langsam (ja, ich kenne welche, die mit diesen Dingern über 30 fahren).

Der durchschnittliche Fussgänger bewegt sich mit einer
maximale Geschwindigkeit von 3-4 km/h.

??? Ich weiss nicht, wie Du gehst, aber durchschnittlich gehe ich 6-8 km/h (für die 10 km vom Bahnhof nach Hause benötigte ich normalerweise 1:15 bis 1:30).
Bei einer Wette GING ich 85 km in 14 Stunden (ja, ich bin für verrückte Sachen leicht zu haben).

Wieso er mit
Kinderwagen plötzlich abgeht wie eine Raktete versteh ich
nicht.

Geh mal mit einem Kinderwagen laufen, dann reden wir weiter.

Ein Radfahrer wird im Schnitt eine Geschwindigkeit von
etwa 15-20km/h aufweisen,

Wir reden da nicht von irgendwelchen alten Mutterln, sondern von einem Radfahrer, welcher ca. 500 - 1000 km pro Monat fährt.
Wenn Deine Annahme stimmen würde, müsste ich für den Weg in die Arbeit (27 km auf dem kürzesten Weg mit einigen Steigungen über 10%) ca. 1:30h bi 2:00h brauchen. Nun, ich habe noch andere Hobbies als Arbeiten und Radfahren…

das ist ein enormer Unterschied zu
Fussgängern und Kraftfahrern.

Und auch ein grosser Unterschied zu Radfahrern, die „normal“ fahren wollen. Normalerweise fährt man auf einem Radweg ca. 30-40 km/h (schliesse nicht von Dir auf andere).

Deswegen sollten diese 3 Gruppen
voneinander getrennt werden. Die Skater können ja dann mit den
Radlern mitsausen.

Gerade Skater sind auf engen Radwegen problematisch, da sie aufgrund ihrer Bewegungsart (skaten) viel seitlichen Platz brauchen, weshalb ich normalerweise diese über die Wiese (falls vorhanden) überhole.

Die von dir angesprochene Problematik am Fahrradweg kann ich
im ländlichen Bereich durchaus nachvollziehen.

Meiner Erfahrung nach sind Radwege gerade in der Stadt problematisch. Ein realist. Beispiel: Der Verkehr rollt auf der Strasse mit 40 km/h, am rechten Strassenrand parken Autos, rechts davon befindet sich der Radweg, auf welchem der Radfahrer mit etwas über 40km/h fährt. Dann biegt auf einmal ein Auto nach rechts ab (ein Freund von mir wurde auf diese Weise schon ein paar mal vom Rad geholt, ich hatte hingegen bisher immer das Glück, noch irgendwie ausweichen zu können), oder es öffnet jemand bei den geparkten Autos die Tür.
Auf dem Land gibt es hingegen nicht soviele Radwege.
Ach ja, noch was: Wenn ich mit Freunden einfach locker spazieren fahren will (ca. 20-30 km/h) benutze auch ich gerne den Radweg.

Auch ist es auf
der Freilandstrasse geräumiger und das Verkehraufkommen oft
geringer als in der Stadt. In der Stadt sind aber wesentlich
mehr Radfahrer unterwegs. Allein in Graz werden in den
Morgenstunden mehr als tausend Menschen mit dem Rad unterwegs
sein. Erkennst du das Problem?

Und, wieviele Autofahrer sind unterwegs? (Nein, ich bin kein Autofeind, fahre selber ca. 30.000 - 40.000 km/Jahr mit dem Auto). Radwege sind gut für Leute, die langsam fahren wollen. Aber ist doch Blödsinn, dass man diejenigen, welche mit dem Auto mithalten können, auch dorthin zwingen will. Wenn ich an einem Tag in der Früh in die Arbeit und dann noch nach Linz fahre, habe ich zu Hause ca. 120km auf dem Tacho. Wenn ich das mit den von Dir angegebenen 15-20 km/h fahren würde, bräuchte ich alleine für die Strecke 6-8 Stunden! Alternativ könnte ich mit dem Auto fahren und den Stau auf der A7 verstärken. Oder aber ich fahre mit zügigem Tempo mit dem Fahrrad das ganze in ca. 4 Stunden, dann wäre allen geholfen: Den Autofahrern, weil ein Auto weniger im Stau steht, und mir, weil ich nicht sinnlos Zeit mit Langsamfahrübungen vertue.

Es wird keiner absteigen und den Autofahrer Platz machen. Das
hätte auch keinen Sinn, weil 20 m weiter der nächste Radler
ist.

Hallo, bin ich keiner? OK, ich steige nicht ab, sondern fahre ganz langsam, bis das behinderte Fahrzeug vorbei ist.
Ein Beispiel: Auf meinem Weg in die Arbeit gibt es eine ca. 500 m lange Steigung, bei welcher die vollbeladenen LKWs kaum über 30 km/h kommen. Ich schaffe es dort im Sprint max. 20km/h, bin aber meistens drunter. Wenn ich nun von hinten solch einen LKW kommen höre, fahre ich, falls dort gerade niemand unterwegs ist, auf den Gehsteig und winke den LKW vorbei. Alternativ fahre ich in die Bus-Haltestelle.

Ich habe das Gefühl, Du bist zuviel mit schlechten Radfahrern unterwegs. Wie wäre es mal mit einer gemeinsamen Radtour?

Pürsti

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Kurz nochmal etwas zu den Geschwindigkeiten, alles andere weiter zu debattieren hat wenig Sinn, da unsere Ansichten und Erlebnisse zu verschieden sind.

Hier Links zum Thema Radgeschwindigkeit: http://www.polar-austria.at/1_News_2003/2_news_rad/r…
http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

Gehgeschwindigkeit, ein bischen runterscrollen: http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fachbe…

500bis 1000km im Monat wird in der Stadt nicht so schnell jemand schaffen. Fr. Dusan fährt das ganze Jahr mit dem Rad zur Arbeit und kommt auf eine Leistung von ca. 250 km im Monat. Sie ist, wie ich versichern kann, kein altes Mutterl. Bei gemeinsamen Radtouren mit dem Citybikeschaffen wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 22 km/h, je nach Strecke. Geübte Hobbyrennfahrer werden mit Rennrädern etwas schneller sein, aber wir reden hier vom Weg zur Arbeit, wo der durchschnittliche Städter nicht extrem verschwitzt erscheinen will.

Die Anmeldung eines KFZ kostet im Moment 165 Euro. Warum das so teuer ist kann niemand erklären. Du erinnerst dich vielleicht noch, dass vor der Umstellung die Anmeldung grad mal die Hälfte gekostet hat. Für sozialle Grenzfälle muss natürlich eine Lösung geschaffen werden.

Grüße Dusan

Kurz nochmal etwas zu den Geschwindigkeiten, alles andere
weiter zu debattieren hat wenig Sinn, da unsere Ansichten und
Erlebnisse zu verschieden sind.

Scheint so. Aber das Angebot mit der Radtour steht.

Hier Links zum Thema Radgeschwindigkeit:
http://www.polar-austria.at/1_News_2003/2_news_rad/r…

Ich kenn die Bahnräder nicht. Aber falls es Dich interessiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stundenweltrekord#Weltb…

http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

Interessante Berechnungen. Danke für den Link. Aber danach würde ich bei 20 km/h nicht einmal 100 W Leistung erbringen. Da habe ich ja beim Bergsteigen alleine durch den Höhenunterschied mehr als die doppelte Leistung (einfach Höhendifferenz*Gewicht/Zeit gerechnet).

Gehgeschwindigkeit, ein bischen runterscrollen:
http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fachbe…

Das sind theoret. Berechnungen anhand eines Modells. Ich bin hingegen Experimentalphysiker und habe daher Messergebnisse :wink:

500bis 1000km im Monat wird in der Stadt nicht so schnell
jemand schaffen. Fr. Dusan fährt das ganze Jahr mit dem Rad
zur Arbeit und kommt auf eine Leistung von ca. 250 km im
Monat.

250km im Monat bei 20 Arbeitstagen mit 2 Fahrten ( 1x hin und 1x zurück) macht ca. 6 km pro Strecke. Das ist ehrlich gesagt ziemlich ungut, da man die ca. ersten 10 km langsam fahren muss, bis man warm ist. Das würde auch die langsame Geschwindigkeit erklären.

Bei gemeinsamen Radtouren mit dem Citybikeschaffen wir eine
Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 22 km/h, je nach
Strecke. Geübte Hobbyrennfahrer werden mit Rennrädern etwas
schneller sein, aber wir reden hier vom Weg zur Arbeit, wo der
durchschnittliche Städter nicht extrem verschwitzt erscheinen
will.

Der Schweiss ist kein Problem - wir haben eine Dusche in der Firma. Ich wechsle dann einfach die Kleidung.

Die Anmeldung eines KFZ kostet im Moment 165 Euro. Warum das
so teuer ist kann niemand erklären. Du erinnerst dich
vielleicht noch, dass vor der Umstellung die Anmeldung grad
mal die Hälfte gekostet hat. Für sozialle Grenzfälle muss
natürlich eine Lösung geschaffen werden.

Einen schönen Tag noch,
Pürsti

Hallo,

Der Schweiss ist kein Problem - wir haben eine Dusche in der
Firma. Ich wechsle dann einfach die Kleidung.

Ich hatte mal kurzzeitig und im Sommer eine Entferung von 47 km einfache Fahrt. War angesichts des Wetters recht, bei einem planmäßigen 10-Stunden-Tag habe ich das dann aber auch nicht jeden Tag gemacht.

Manchmal fehlt mir derzeit die Entfernung zur Arbeisttstelle tatsächlich etwas :smile:

Gruß,

Sebastian

Danke vielmals für die Einladung zur Radtour, aber bei deinen Durchschnittsgeschwindigkleiten müsst ich mit dem Motor rad kommen:wink:

Grüße Dusan

Hallo Sebastian,

Ich hatte mal kurzzeitig und im Sommer eine Entferung von 47
km einfache Fahrt.

Die 47 km habe ich im Moment Freitag und Samstag auch: Soweit ist nämlich die Baustelle von Freunden entfernt. Genaugenommen habe ich freitags die 47 km nur bei der Heimfahrt, da die Distanz von der Arbeit 30 km beträgt.

Eine gute Fahrt,
Pürsti

Hallo Dusan,

Danke vielmals für die Einladung zur Radtour, aber bei deinen
Durchschnittsgeschwindigkleiten müsst ich mit dem
Motor rad kommen:wink:

Ich glaube, Du hast ein falsches Bild von meinen Fahrradkünsten bekommen: Nur weil ich kurze Strecken im Windschatten von anderen Fahrzeugen mit 50 km/h fahre, heisst das noch lange nicht, dass ich eine so hohe Durchschnittsgeschwindigkeit hätte.
Ausserdem bin ich bei Gruppenfahrten (speziell bei über 10 Teilnehmer) meistens das Schlusslicht (und Pannendienst).

Eine gute Fahrt und wenig Ärger mit den Radfahrern,
Pürsti

P.S.: Zum Thema „Spitzengeschwindigkeit“ vs. „Durchschnittsgeschwindigkeit“:
Ein ehemaliger Arbeitskollege fuhr einmal 20 km lang mit 80 km/h hinter einem LKW nach. Beim 24-Stunden-Rennen schaffte er hingegen „nur“ 730 km (wobei er aber 2 Stunden schlief, also nur 22 Stunden unterwegs war). Dieser Ex-Arbeitskollege war aber ein Ausnahmetalent.

Hallo,

weil ich kurze Strecken im
Windschatten von anderen Fahrzeugen mit 50 km/h fahre,

Ein ehemaliger Arbeitskollege fuhr einmal 20 km lang mit 80
km/h hinter einem LKW nach.

Was seid ihr für ein komische Laden? Seit ihr auf der Arbeit oder auf der Flucht?

Was für grausame Waffen hat denn Euer Chef?

SCNR,

Sebastian