Hallo,
Du sprichst für die Ärmsten, die 2 mal im Jahr mit dem Fahrrad
fahren.
Du vermengst da 2 Dinge. Es gibt Leute, die jeden Cent 3-mal umdrehen müssen. Und Leute wie mein Vater verzichten eher auf das Fahrrad als dass sie es anmelden und dafür zahlen.
Du bist für weniger Radwege im Sinne der Sicherheit.
Ich fühle mich i.d.R. auf der Bundesstrasse viel sicherer. Das Problem ist weniger der Radweg an sich als viel mehr die Radwegbenützungspflicht, weil da alle (Schläfer als auch Leute, die das Rad ernsthaft und daher flott benutzen) zusammengeworfen werden.
Du fährst mit dem Rad locker 50
Nicht „locker“. Im Sprint schaffe ich mit meinem MTB auf der Ebene durchaus 60km/h. Wenn ich nach der Arbeit noch schnell nach Linz rein fahre, versuche ich mit dem Verkehr mitzuschwimmen. Da sind halt schon mal 50km/h drinnen (bis zur nächsten Verkehrstockung).
und schiebst den Kinderwagen
mit einem 10er.
Noch nie mit dem Kinderwagen laufen gegangen? Natürlich laufe ich nicht immer, wenn ich einen Kinderwagen schiebe, aber es ging ja um Gefährte, welche 10km/h überschreiten können.
Es fällt mir schwer, dein Posting als ernst aufzufassen.
Warum?
Der monatliche Beitrag
muss nicht mehr als 3-4 Euro betragen, etwas was auch den
Ärmsten zugemutet werden kann und für die Wohlhabenden nicht
wirklich eine Belastung ist.
Ich weiss im Moment nicht, wie hoch meine Prämien sind, aber ich glaube doch deutlich weniger (ich zahle jährlich).
Aber alleine das Anmelden kostet bei einem KFZ ca. 200 Euro (genau weiss ich es nicht). Da werden es sich viele Leute zweimal überlegen, ob sie sich das antun.
Das Fahrrad müsste einmal jährlich zur Inspektion. Wenn man
damit auf der Strasse fahren will so soll es auch
verkehrstüchtig sein. Am Land fällt es vielleicht weniger auf,
aber schau mal in den Städten zu den Radlständern, was da an
Schrott herumsteht.
Normalerweise schaut man schon im eigenen Interesse darauf. Es muss nicht unbedingt eine jährliche (kostenpflichtige) Inspektion sein (Stichwort: Wenigfahrer), aber die Polizei könnte ruhig ab und zu ein Auge darauf werfen.
50 km/h darf ich nicht mal mit dem Mopped fahren, für welches
ich ein Kennzeichen benötige.
Dürfen nicht, aber: Welches Moped ist langsamer als 50? Auch wenn wieder an meiner Ernsthaftigkeit zweifeln wirst: Früher (vor ca. 15 Jahren) war das Mopedjagen (und -überholen
) noch einfacher als jetzt, da die Stinker Dinger immer schneller werden.
Ausserdem: Zuvor hast Du Dich über die langsamen Radfahrer beklagt, und jetzt sind sie Dir auf einmal zu schnell, nur weil sie den Verkehr möglichst wenig behindern wollen?
Wie die rechtliche Situation für Rollerblades ist, weiss ich
leider nicht hundertprozentig, ich meine mich aber zu
erinnern, dass das auf öffentlichen Strassen verboten ist.
AFAIK dürfen sie sowohl Geh- als auch Radwege benutzen. Irgendwie ist das eh blöd: Für Gehwege sind sie zu schnell, für Radwege sind (die meisten) zu langsam (ja, ich kenne welche, die mit diesen Dingern über 30 fahren).
Der durchschnittliche Fussgänger bewegt sich mit einer
maximale Geschwindigkeit von 3-4 km/h.
??? Ich weiss nicht, wie Du gehst, aber durchschnittlich gehe ich 6-8 km/h (für die 10 km vom Bahnhof nach Hause benötigte ich normalerweise 1:15 bis 1:30).
Bei einer Wette GING ich 85 km in 14 Stunden (ja, ich bin für verrückte Sachen leicht zu haben).
Wieso er mit
Kinderwagen plötzlich abgeht wie eine Raktete versteh ich
nicht.
Geh mal mit einem Kinderwagen laufen, dann reden wir weiter.
Ein Radfahrer wird im Schnitt eine Geschwindigkeit von
etwa 15-20km/h aufweisen,
Wir reden da nicht von irgendwelchen alten Mutterln, sondern von einem Radfahrer, welcher ca. 500 - 1000 km pro Monat fährt.
Wenn Deine Annahme stimmen würde, müsste ich für den Weg in die Arbeit (27 km auf dem kürzesten Weg mit einigen Steigungen über 10%) ca. 1:30h bi 2:00h brauchen. Nun, ich habe noch andere Hobbies als Arbeiten und Radfahren…
das ist ein enormer Unterschied zu
Fussgängern und Kraftfahrern.
Und auch ein grosser Unterschied zu Radfahrern, die „normal“ fahren wollen. Normalerweise fährt man auf einem Radweg ca. 30-40 km/h (schliesse nicht von Dir auf andere).
Deswegen sollten diese 3 Gruppen
voneinander getrennt werden. Die Skater können ja dann mit den
Radlern mitsausen.
Gerade Skater sind auf engen Radwegen problematisch, da sie aufgrund ihrer Bewegungsart (skaten) viel seitlichen Platz brauchen, weshalb ich normalerweise diese über die Wiese (falls vorhanden) überhole.
Die von dir angesprochene Problematik am Fahrradweg kann ich
im ländlichen Bereich durchaus nachvollziehen.
Meiner Erfahrung nach sind Radwege gerade in der Stadt problematisch. Ein realist. Beispiel: Der Verkehr rollt auf der Strasse mit 40 km/h, am rechten Strassenrand parken Autos, rechts davon befindet sich der Radweg, auf welchem der Radfahrer mit etwas über 40km/h fährt. Dann biegt auf einmal ein Auto nach rechts ab (ein Freund von mir wurde auf diese Weise schon ein paar mal vom Rad geholt, ich hatte hingegen bisher immer das Glück, noch irgendwie ausweichen zu können), oder es öffnet jemand bei den geparkten Autos die Tür.
Auf dem Land gibt es hingegen nicht soviele Radwege.
Ach ja, noch was: Wenn ich mit Freunden einfach locker spazieren fahren will (ca. 20-30 km/h) benutze auch ich gerne den Radweg.
Auch ist es auf
der Freilandstrasse geräumiger und das Verkehraufkommen oft
geringer als in der Stadt. In der Stadt sind aber wesentlich
mehr Radfahrer unterwegs. Allein in Graz werden in den
Morgenstunden mehr als tausend Menschen mit dem Rad unterwegs
sein. Erkennst du das Problem?
Und, wieviele Autofahrer sind unterwegs? (Nein, ich bin kein Autofeind, fahre selber ca. 30.000 - 40.000 km/Jahr mit dem Auto). Radwege sind gut für Leute, die langsam fahren wollen. Aber ist doch Blödsinn, dass man diejenigen, welche mit dem Auto mithalten können, auch dorthin zwingen will. Wenn ich an einem Tag in der Früh in die Arbeit und dann noch nach Linz fahre, habe ich zu Hause ca. 120km auf dem Tacho. Wenn ich das mit den von Dir angegebenen 15-20 km/h fahren würde, bräuchte ich alleine für die Strecke 6-8 Stunden! Alternativ könnte ich mit dem Auto fahren und den Stau auf der A7 verstärken. Oder aber ich fahre mit zügigem Tempo mit dem Fahrrad das ganze in ca. 4 Stunden, dann wäre allen geholfen: Den Autofahrern, weil ein Auto weniger im Stau steht, und mir, weil ich nicht sinnlos Zeit mit Langsamfahrübungen vertue.
Es wird keiner absteigen und den Autofahrer Platz machen. Das
hätte auch keinen Sinn, weil 20 m weiter der nächste Radler
ist.
Hallo, bin ich keiner? OK, ich steige nicht ab, sondern fahre ganz langsam, bis das behinderte Fahrzeug vorbei ist.
Ein Beispiel: Auf meinem Weg in die Arbeit gibt es eine ca. 500 m lange Steigung, bei welcher die vollbeladenen LKWs kaum über 30 km/h kommen. Ich schaffe es dort im Sprint max. 20km/h, bin aber meistens drunter. Wenn ich nun von hinten solch einen LKW kommen höre, fahre ich, falls dort gerade niemand unterwegs ist, auf den Gehsteig und winke den LKW vorbei. Alternativ fahre ich in die Bus-Haltestelle.
Ich habe das Gefühl, Du bist zuviel mit schlechten Radfahrern unterwegs. Wie wäre es mal mit einer gemeinsamen Radtour?
Pürsti