Wiese muss weg

Hallo!

Ich habe mal eine Frage, die hoffentlich nicht zu dämmlich klingt :smile:

Wir bauen gerade unser Einfamilienhaus. Der Bauplatz war vorher eine ganz normale Wiese mit allen möglichen Gräsern, Klee, Sauerampfer etc.

Nun soll aus der Wiese einmal ein Garten werden - mit normalem Rasen. Wie geht man nun hier am besten vor? Den konmpletten Garten (700 qm) mit dem Spaten umgraben, dann mit einem Rechen eben machen, Steine sammeln und walzen? Hat hier jemand Tipps?

Auf jeden Fall schon mal ein herzliches Dankeschön!

Gruß
Florian

Hallo FloM,

Ich habe mal eine Frage, die hoffentlich nicht zu dämmlich
klingt :smile:

Wir bauen gerade unser Einfamilienhaus. Der Bauplatz war
vorher eine ganz normale Wiese mit allen möglichen Gräsern,
Klee, Sauerampfer etc.

Nun soll aus der Wiese einmal ein Garten werden - mit normalem
Rasen. Wie geht man nun hier am besten vor? Den konmpletten
Garten (700 qm) mit dem Spaten umgraben, dann mit einem Rechen
eben machen, Steine sammeln und walzen? Hat hier jemand Tipps?

erstens einen ganz allgemeinen Rat: macht tatsächlich im Garten so viel wie möglich mit der Hand. Motorisierte Arbeitsgeräte haben in der Regel den Nachteil, dass sie den Boden verdichten. Mit Spaten, Schaufel und Deinen eigenen Füßen passiert das nie.

zweitens: sammle nicht nur die Steine, sammle sorgfältig alle Wurzeln aus dem Bereich, den Du als Rasen haben möchtest. Es gibt einige nette Rasen"unkräuter", die meterlange Wurzeln treiben und immer wieder neu austreiben, findest Du nicht gleich zu Beginn alles

drittens: der beste gewollte Rasen entwickelt sich mit der Zeit dahin zurück, was ursprünglich an dieser Stelle einmal wuchs. Du hast nämlich Mutterboden (den die Baufirma hoffentlich bis nach dem Bau komplett auf eine sichere Stelle schiebt)
und Mutterboden hat vorgegebene Eigenschaften.
Je nachdem, sandig, lehmig, mehr Kalk oder weniger, wächst jede gesähte Rasensorte mehr oder weniger üppig. Außerdem schickt der Wind allerhand Samen, die Du nicht willst und den Rest besorgen Ameisen und Vögel.

Ein perfekter Rasen ist nur mit Einsatz von viel Chemie und viel mechanischer Pflege möglich. Gras erträgt nämlich täglich geschnitten zu werden (Golfplatz). Anderes Grünzeug eher nicht

viel Erfolg
Geli

Auf jeden Fall schon mal ein herzliches Dankeschön!

Gruß
Florian

Hallo Florian,
wir hatten auch so ne Matte. Falls ihr einen schweren Boden habt, dann warte bis es geregnet hat, und der Boden feucht aber nicht matschig ist. Dann kann man am besten jäten.
Ich hatte zuerst die großen Unkräuter gezogen, und die Pfahlwurzel-Pflanzen mit Unkrautstecher komplett raus geholt.
Dann haben wir gemäht und den Grünschnitt sowie das Gejätete NICHT auf den Kompost geworfen, sondern zur Kompoststelle gefahren.
Weil wir Tonboden haben, mussten wir Profis engagieren, die mit einer kräftigen Fräse den Boden aufgefräst hatten. Alternativ kannst du - bei leichteren Böden - die Wiese „umdrehen“. Mit Spaten Schollen abtragen, umdrehen, von der Sonne trocknen lassen. Dann die 'Schollen mit z. B. dem Rechen dreschen, falls noch Klumpen dran hängen, die getrocknete Wiese am Schopf packen, Erde rausschütteln und den Schopf ab zum Wegfahr-Grünzeug.
Dann den Garten umspaten, mit einer Art Heugabel das Erdreich sieben. Da bleiben noch viele Wurzeln hängen. Unbedingt raus sollten weiße fleischige Wurzeln. (z. B. von Quecken), sowie die dünnen Wurzeln von Zinnkraut, weil diesen auch Rasenschnitt überleben.
Jede Art von Bauschutt, sowie größere Steine abklauben.
Prima Werkzeug: Kompostsieb. Wir haben so was in gröber selbst gemacht: Vier Latten als Rahmen, stabilen Hasendraht drauftackern - fertig. Kann man nur nicht so viel Gewicht drauf packen wie auf ein Metallsieb.

Industrielle Variante: Boden fräsen, Mutterboden drüber, Rollrasen drüber, fertig. Kommt Unkraut durch: Mit Chemiekeule zähmen. Nachteil: Bei zuviel Bauschutt im Untergrund wird es schlecht wachsende Stellen geben, und gewisse Unkräuter kommen immer wieder durch.

Falls am Rand z. B. Büsche gepflanzt werden sollen, den Boden zum Schluss mit Rindenmulch abdecken. Das unterdrückt Unkraut. Aber darauf achten, dass Rindenmulch Säure abgibt, die nicht alle Pflanzen mögen. Unsere Pfingstrosen mögen es kalkig, also umschütte ich im Frühjahr diese Pflanzen mit gemahlenem Kalkstein, und schütte den Rindenmulch drumrum.

LG
Tollkirsche

Hallo,

meine erste Antwort hier im Forum…wie aufregend:smile:

Zu dem Problem:
700 m2 sind eine überschaubare Fläche. Zwar versuche ich auch ganz gerne, Maschinen einzusetzen, aber das geht nicht immer und ist auch nicht immer angezeigt. In Deinem Fall würde ich mir eine Grabgabel nehmen und das Stück Land umgraben. Mit der Grabgabel kannst Du gleichzeitig alle Wurzelstücke (also nicht nur ganze Wurzeln)und auch Steine heraussammeln. Das ist zwar eine Menge Arbeit, es lohnt sich aber allemal.
Ich habe das selbst bei meiner Böschung gemacht habe und letztlich muss ich sagen, dass es die einzig annehmbare Alternative war.

Gruss

Iru