Wiese zu Nutzgarten

Liebe Wissende,

gerade habe ich mich an unserer Wiese via Rasenmäher abgearbeitet dieses schöne Stück Land würde ich gerne in einen Nutzgarten umwandeln.

Der Boden ist total holprig, da wir hier vor einiger Zeit eine Thujahecke entfernt haben und das Grundstück als Depot für Baumaterialien gedient hat. Aktuell wächst dort einfach alles - Disteln, Brennesseln, Klee, Löwenzahn, Brombeeren, Holunder - Wie wandel ich diesen Fleck am geschicktesten in einen „Nutzgarten“ um?

Erst umgraben und dann nach und nach das Keimende mit entsprechender Chemie behandeln, damit es nicht mehr keimt oder erst einmal großzügig mit Roundup drüber gehen und dann umgraben?

Ziel soll sein: Als Einrandung des Grundstücks diverse Sträucher mit essbaren Beeren zu kultivieren: Aktuell stehen da schon, Himbeeren, Brombeeren, Felsenbirne, Holunder, …die sollten stehen bleiben.

Auf einen Teil des Grundstücks sollen Erdbeeren und Tomaten gepflanzt werden, sowie ein hoher Apfelbaum (Haben ein paar Mal versucht Erdbeeren etc. anzupflanzen - die verbrennen einfach, so dass ein Schattenspender her muss)

auf der anderen Hälfte steht ein großer Lebensbaum und ein Wacholder in XXL - hier würde ich gerne so was wie Heide anpflanzen (die Ecke ist auch nicht ganz so sonnig)

Irgendwo dazwischen soll ein Bauwagen / Schaukel / Häuschen für unser Kind.

Aber egal wie - der Untergrund muss erst mal irgendwie eben sein.

Ach ja, wir hatten zwischendurch mal Leinen gepflanzt, sowie Bienenfreund, das Grundstück war wohl mal vor 20 Jahren Nutzgarten liegt seit dem aber brach.

Bin für Ratschläge dankbar!
Alexandra

Hallo, Alexandra,
da hast Du offenbar ähnliches vor wie Bimbalause zwei Postings weiter unten.

Ich würde das Stück zuerst mal großzügig umackern, mehrfach mit der Fräse durcharbeiten und einigermaßen eben ziehen. Und dann kommt das zum Einsatz, was Martin unten vorschlägt, zwei Jahre gehen darüber sicher ins Land in denen Du dann das Zeug (Brennesseln Giersch Quecke und andere Nettigkeiten) bekämpfen kannst.

Gut Ding will eben Weile haben.

Gruß und viel Erfolg
Eckard

Hallo!

. Aktuell wächst dort einfach alles

  • Disteln, Brennesseln, Klee, Löwenzahn, Brombeeren, Holunder
  • Wie wandel ich diesen Fleck am geschicktesten in einen
    „Nutzgarten“ um?

Schnelle, aber arbeitsreiche Methode: Umstechen und Wurzelunkräuter ausjäten.
Traditionell wird auf neu angelegten Nutzgärten ein Jahr lang Kartoffeln angebaut. Dadurch wird (vermute ich) der Boden vor allem tiefgründig gelockert. Und beim Hacken Unkraut beseitigt. Im Herbst würde ich dann Gründüngen.

Erst umgraben und dann nach und nach das Keimende mit
entsprechender Chemie behandeln, damit es nicht mehr keimt
oder erst einmal großzügig mit Roundup drüber gehen und dann
umgraben?

Und welches Gemüse möchtest Du dann da hinterher anbauen für Deine Famile? :wink:

da schon, Himbeeren, Brombeeren, Felsenbirne, Holunder,
…die sollten stehen bleiben.

Die würde ich grob jäten und schön dick mulchen mit eigenem Gehölzhäcksel und / oder Grasschnitt oder gekauftem Rindenmulch/Häcksel. Hier lohnt es sich übrigens, bei Kompostieranlagen oder Bauhöfen zu fragen, die verkaufen das Zeug günstig in größeren Mengen.

Oder, für Faule, aber erstmal recht häßlich: Die Fläche mit Silofolie, Teichfolie oder richtig dick nassem Papier oder Pappe (beschweren) abdecken und mind. 4 Monate warten. Danach fräsen/umgraben und planieren.

Ach ja, wir hatten zwischendurch mal Leinen gepflanzt, sowie
Bienenfreund, das Grundstück war wohl mal vor 20 Jahren
Nutzgarten liegt seit dem aber brach.

Das sind gute Voraussetzungen. Ich hab hier auch so ein Stück neu umgebuddelt (Grassoden abgestochen und kompostiert), das ist phänomenal fruchtbar.

Mit fräsen wäre ich ein wenig vorsichtig. Wurzelunkräuter werden dadurch u. U. vermehrt (weil Wurzeln zerstückelt und verteilt). Muss man eben vorher einschätzen.

Schöne Grüße und viel Erfolg
Gartenarbeit macht fit :smile:

kernig

Hallo Kernig,

die Variante mit der Folie werde ich ggf mal ins Auge fassen zumindest für den Bereich wo der Nutzgarten entstehe soll.- Ausstechen von Disteln etc. habe ich die letzten Jahre versucht - da ist ab Mai der Boden zu hart um wirklich erfolgreich zu sein und wegen dem Kind fehlt mir da auch ein wenig die Muße.

Der Boden an sich soll ganz gut sein, wenn wir ihn umgraben, kann man ja auch noch mal Kompost drunter kippen - haben hier ne Anlage die verkaufen das Zeug Tonnenweise.

Geschafften Gruß aus dem Garten
Alexandra