Verstehe ich das richtig: Es ist also nur eine Frage des
Preises? Liegt es im Endeffekt nur an den teuren
Opto-Kopplern? Ist eine Funklösung dann bedeutend billiger?
Hallo,
Es ist natürlich nicht nur eine Frage des Preises. Geliefert in die Wohnung wird DSL derzeit in Kupferkabeln, die Hardware die der Telefonanbieter mitliefert (Modem, Splitter, NTBA) setzen auch auf diese Technik auf.
Wenn z.B. Hansenet in Hamburg auch in einigen Gegenden einen Glasfaseranschluss bereitstellt, werden sie auch das entsprechend notwendige Equipment dazu haben.
Die Übertragung von Daten auf einem Glasfaserkabel funktioniert bei den Endgeräten immer nur mit entsprechenden Optischen (opto)-Kopplern. Denn die Daten müssen ja irgendwie wieder in elektrischen Strom verwandelt werden.
Im Grunde ist es das Selbe wie beim Funk! Man benötigt um Daten per Funk zu übertragen auch entsprechende „Koppler“ bzw. Sender/Empfänger die die Funkwellen wieder umsetzen.
Ich kann mir vorstellen, dass es in absehbarer Zeit auch entsprechende Glasfaserhardware für DSL gibt. Bisher scheint es noch nicht vertreten zu sein. Da die Telekom die ersten DSL-Strecken mit 25-50 Mbit testet, wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die 100 Mbit Grenze überschritten wird, und dann wird die Technik auch finanzierbarer.
Bisher kosten aber schon die „lächerlichen“ Patchkabel in ca. 3-5 Meter Länge locker 50-100 Euro. Netzwerkkarten liegen noch im mehrere 100 Euro-Bereich und Switches, Modulatoren usw. kosten gar in die 1000e, folglich nicht unbedingt etwas was unsere Kids bald in den Zimmern stehen haben … 
Aber auch ein Farbfernseher hat früher ein Monatsgehalt gekostet!
Wie ich hörte, gibt es das ja z.B. in den neuen Ländern, die
ja seinerzeit mit modernster Technik, sprich Glasfaser,
ausgestattet wurden.
Nun, die Verkabelung unter den Straßen selbst deutschlands sind teilweise mit Glasfaser ausgestattet. Colt-Telekom in Hamburg hat meines Wissens ein entsprechendes Netz. Aber nicht in der letzten Meile!
Die Daten werden dann ersteinmal wieder in elektrische Daten konvertiert und dem Haushalt dann zur Verfügung gestellt, selbst wenn auf der Straße ein Glasfaserkabel liegt. Da die Hardware zum Umsetzen noch recht teuer ist, wird halt für mehrere Abnehmer das ganze wieder umgesetzt, so teilen sich die Kosten und es wird erschwinglich.
Es wäre wohl auch ein wenig aufwendig, alle Vorgärten/Bürgersteige wieder auf zu buddeln um in jedes Haus Glasfaser zu legen?!
Mal abgesehen davon, die Technik ist beliebig störanfällig! Zwar ist das einzelne unterputz verlegte Kabel im Grunde unkaputtbar, aber mechanische Einwirkungen auf freiliegende Kabel (Stuhl rüberrollen usw.) hinterlassen spuren und senken die Qualität bis auf 0! Die Übergabepunkte (Dosen an der Wand z.B.) sind auch noch staubempfindlich. Sie müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden, mit extrem teuren Reinigungsflüssigkeiten.
Hat man ein Patchfeld mit Glasfaserkabeln, sollte man es im Grunde niemals berühren, weil danach bestimmt das eine oder andere Endgerät nicht mehr verbunden ist.
Die Fertigungstolleranzen liegen bei bruchteilen von Milimetern! Schon geht nichts mehr, also äusserst unpraktisch um es auf die Allgemeinheit loszulassen.
Gruß aus Hamburg
Knud Schiffmann
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