Wieso hat die Barbarossa-Gegenoffensive 4 Jahre

gedauert?

Hallo zusammen.

Ich suche grad nach einer plausiblen Antwort für die Frage:

Warum haben die Russen für Moskau-Berlin 4 Jahre gebraucht wo die deutschen ,für die entgegengesetzte Strecke,nur 6 Monate gebraucht haben?. Eigentlich waren die Russen nicht schlecht aufgestellt und die gesamte Rüstüngsindustre wurde ja vorausschauender Weise nach Osten verlagert bevor die deutschen Truppen vor Moskau standen.

Danke für eure Antworten

Asi

Hallo !

Ein unvorbereitetes Land zu überfallen, ist einfacher, als eines, welches vor Waffen starrt und wartet.

Vor allem, wenn die Nachbarländer (Weißrußland, Ukraine, Baltikum usw) den Überfall als Befreieung sehen.

mfgConrad

Hallo Conrad

Hallo !

Ein unvorbereitetes Land zu überfallen,

diese These hätte ich aber mal anhand von Zahlen und Fakten und nochmals Fakten untermauert…
20.000 Panzer zu 3500,bei Flugzeugen sah es auch nicht anders aus,von den Hilfslieferungen der Westmächte ganz zu schweigen… zieh dir die Zahlen mal rein und du wirst feststellen, dass D meistens in der Unterzahl gekämpft hat und nur durch Taktik und zusammenwirken der Waffengattungen Siege errungen hat

Man sollte die Frage vielleicht anders stellen: Wie konnte D überhaupt 5 Jahre gegen den Rest der Welt durchhalten???

ist einfacher, als
eines, welches vor Waffen starrt und wartet.

und die Angreifer in allen Belangen um ein Vielfaches überlegen waren, mein alter Freund, der mit seiner 8,8 an der Westfront auf Panzerjagd war sagte immer: Wenn wir 10mal geschossen haben, bekammen wir 100 Granaten zurück, wenn wir auch soviel Munition gehabt hätten,hätte es ganz anders ausgesehen… Leider lebt er nicht mehr, aber seine 8,8 steht im Panzermuseum in Munster und ist überhaupt nicht so gewaltig, wie sie in Filmen immer aussieht…

Vor allem, wenn die Nachbarländer (Weißrußland, Ukraine,
Baltikum usw) den Überfall als Befreieung sehen.

das dauerte aber nur paar Monate an, dort hat man eklatante Fehler gemacht, die schnell das Ganze ins Gegenteil umschlagen liessen, siehe diverse Dokus über den Partisanenkrieg

mfgConrad

LG
Mikesch

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Ein unvorbereitetes Land zu überfallen,

Das hat mit Zahlen nichts zu tun.

interessanter Ansatz :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Warum haben die Russen für Moskau-Berlin 4 Jahre gebraucht wo
die deutschen ,für die entgegengesetzte Strecke,nur 6 Monate
gebraucht haben?

Ein wichtiger Grund war, das Stalin regelmäßig die halbe Generalität und Teile des Offizierkorps an die Wand gestellt hat. Dementsprechend wenig ERfahrung bzw. wenig Wissen über die deutschen Taktiken war in den russischen Offizierkreisen vorhanden. Zudem kann man die Risikofreude der russischen Obristen und Generale als minimal einstufen, da minimalstes Abweichen von befohlenen Vorgehensweisen beim Verlieren von Gefechten durchaus Karrieren bzw. Leben beendet hat.

Ein weitere Aspekt ist, dass die deutschen Soldaten schlicht gewusst haben, dass es für sie und ihr Land um das nackte überleben geht - zudem waren sie im Gegensatz zum Groß der Russen kampferfahren. Das macht viel aus, denn gewisse Fehler macht man auf dem Schlachtfeld nur einmal.

Gruß Andreas

Vor allem, wenn die Nachbarländer (Weißrußland, Ukraine,
Baltikum usw) den Überfall als Befreieung sehen.

was heisst hier Nachbarländer?? Wohl eher Zwangsmitglieder der SU , denen man wohl ein Bestreben nach Lösung der Zwangsmitgliedschaft nicht als strafbar anlasten kann

mfgConrad

Mikesch

Naja, vier Jahre waren es ja nicht, sondern nicht ganz dreieinhalb, wenn man vom „Haltebefehl“ bis zur deutschen Kapitulation rechnet.

Die deutsche Offensive hatte die Rote Armee an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Als die Wende kam, gab es ganz knapp ein Kräftegleichgewicht (vielleicht in der Summe zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal das, sondern durch Fehler in der deutschen Kriegsführung nur in strategischer Dimension). Darauf folgte ein Jahr „Bewegungs- und Abnutzungskrieg“. Nach Stalingrad entwickelte sich die Lage zuerst langsam, dann rasant zu Gunsten des sowjetischen Seite, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch bei der Produktion der Kriegsindustrie.

Dass die Deutschen Verbündete in den besetzten Ländern fanden, wurde ja schon erwähnt. Allerdings handelte es sich dabei nur um ein begrenztes Potenzial. Mit zunehmenden Übergriffen gegen die Bevölkerung und den groß angelegten Abtransport insbesondere von Nahrungsmitteln wurde dieses Potenzial zunehmend geringer, ebenso natürlich durch unmittelbare Verluste im Krieg. Im gleichen Maß wuchsen in den besetzten Ländern die Sympathien für die sowjetische Seite.

Erwähnt wurde ebenfalls, dass Stalins „Säuberungen“ dem Offizierskorps vieler fähiger Mitglieder beraubt hatte. Anführen sollte man auch, dass Stalin die Westalliierten fast schon anflehte, eine neue Front im esten zu eröffnen, was aber aus seiner Sicht viel zu spät geschah.

Dass die deutschen Soldaten motivierter als die sowjetischen gewesen wären, halte ich erstens für eine gewagte Behauptung und zweitens nicht für entscheidend, falls es denn so gewesen sein sollte.

Hallo Conrad

Hallo !

Ein unvorbereitetes Land zu überfallen,

diese These hätte ich aber mal anhand von Zahlen und Fakten
und nochmals Fakten untermauert…
20.000 Panzer zu 3500,bei

Von den 20 000 waren 19000 Schrott

Flugzeugen sah es auch nicht anders
aus

Gerade bei der Luftwaffe war D technologisch und taktisch anfangs drückend überlegen

,von den Hilfslieferungen der Westmächte ganz zu
schweigen…

Die begannen erst NACH beginn des Überfalls und tröpfelten bis Mitte 1942 so rein, das grosse Füllhorn begann erst so 1942/43…

zieh dir die Zahlen mal rein und du wirst
feststellen, dass D meistens in der Unterzahl gekämpft hat und
nur durch Taktik und zusammenwirken der Waffengattungen Siege
errungen hat

Buchtipp: Overy, Russlands Krieg.

Mike

gedauert?

Hallo zusammen.

Ich suche grad nach einer plausiblen Antwort für die Frage:

Warum haben die Russen für Moskau-Berlin 4 Jahre gebraucht wo
die deutschen ,für die entgegengesetzte Strecke,nur 6 Monate
gebraucht haben?. Eigentlich waren die Russen nicht schlecht
aufgestellt

Uneigentlich allerdings schon… Sowohl strategisch als auch taktisch war die Aufstellung der Roten Armee eine Katatstrophe

und die gesamte Rüstüngsindustre wurde ja
vorausschauender Weise nach Osten verlagert bevor die
deutschen Truppen vor Moskau standen.

Die gesamte Rüstungsindustrie… Ach neee…
Die Evakuierung begann erst nach dem Überfall, gewaltige Technische Ausrüstung konnte nicht evakuiert werden und musste zerstört werden.
Die meisten Rohstoffquellen und Schwerindustrieen gingen verloren (Verlagere mal ein Stahlwerk…)

Kurz gesagt:

  • Die alte Rote Armee wurde 1941 zerstört.
  • Die Neu aufgebaute schaffte es haarscharf, bei Moskau den Angriff abzubiegen.
  • 1942 bis Mitte 1943 Abnutzungskrieg.
    Nach Kursk erfolgten dann die Gegenschläge gegen einen zäh kämpfenden Feind, der auf seinem Rückzug alles zerstörte und verminte.
    Das Hauptproblem nach Kursk war der Nachschub, der auf den zertrümmerten Schienenwegen und wenigen Strassen immer wieder zusammenbrach. dadurch konnte D bis Mitte 1944 sich immer wieder nach dem Russischen Vorstoß neu aufstellen…

Ansonsten gilt natürlich das bereits geschriebene über die Probleme in der Kommandostruktur der Roten Armee und der Mangel an erfahrenen Unteroffizieren…

Mike

Hallo,

Ich suche grad nach einer plausiblen Antwort für die Frage:

Warum haben die Russen für Moskau-Berlin 4 Jahre gebraucht wo
die deutschen ,für die entgegengesetzte Strecke,nur 6 Monate
gebraucht haben?. Eigentlich waren die Russen nicht schlecht
aufgestellt und die gesamte Rüstüngsindustre wurde ja
vorausschauender Weise nach Osten verlagert bevor die
deutschen Truppen vor Moskau standen.

Neben den bisher genannten Aspekten und dem
für die Sowjets notwendigen „Lernprozess“ bei
der Beherrschung des modernen Gefechtsfeldes
gab es noch einen Punkt, das war imho der
„personelle Faktor“.

Auch wenn man das nicht gerne hört, aber „durch“
eine Waffen-SS-Division gab es nahezu keinen Weg.
Der Begriff „Frontfeuerwehr“ stammte aus dem
Jahre 1941(!).

http://de.wikipedia.org/wiki/Waffen-SS

 ...
 Die Waffen-SS errang teils sensationelle militärische 
 Erfolge und erwarb sich den Ruf, im Kampf unschlagbar 
 zu sein. Das aber ging freilich mit teilweise hohen 
 Verlusten einher, und im weiteren Verlauf des Krieges 
 wurde es zudem immer schwieriger, die Verluste durch 
 Soldaten von genauso hoher Qualität zu ersetzen.
 ...

Grüße

CMБ

Hallo Asi,

ganz allgemein lässt sich die Frage, wie Deutschland im 20. Jahrhundert zehn Jahre lang Krieg gegen den Rest der Welt führen konnte (und man schwerlich behaupten, Deutschlands Verbündete in beiden Kriegen seien eine Stütze gewesen) mit einem Begriff beantworten: Auftragstaktik.

Gruß,
Andreas

Ein unvorbereitetes Land zu überfallen,

Geschichte, das sind Lügen, auf die man sich geeinigt hat. So hat man sich darauf geeinigt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg begonnen habe. Auf Grund des aufgezwungenen Friedensvertrages war ein erneuter Krieg unausweichlich. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges war für Deutschland um mindestens fünf Jahre verfrüht. Viele Waffen waren noch im Konstruktionsstadium, oder in der Testfase und noch nicht in der Produktion. Zum Beispiel Thor, Dora und die V-Waffen. Das Heer war noch mit Repetierer ausgerüstet, die Gegner verfügten bereits über Rückstoß- oder Gasdrucklader. Rußland war keines Falls unvorbereitet. Gruppen von ca. zwanzig Kämpfern mit Rückstoßladern erzielten eine so hohe Feuergeschwindigkeit, daß die deutschen Angreifer glaubten, einer Übermacht begegnet zu sein und der Vormarsch immer wieder gestoppt wurde. Die Sommerausrüstung der Deutschen war ebenfalls eine große Belastung.
Wido Rahm

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Hallo Wido,

Geschichte, das sind Lügen, auf die man sich geeinigt hat. So
hat man sich darauf geeinigt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg
begonnen habe.

Manchmal wünsche ich mir, daß man nicht nur Sternchen sondern auch Negativpunkte vergeben könnte.

Marvin

Exakt, mein Lieber! Wie recht Du hast!

Wo wir den Polen doch nur mal zeigen wollten, wo`s lang geht. Was mischen sich da die Anderen ein1

Hallo Marvin

Hallo Wido,

Geschichte, das sind Lügen, auf die man sich geeinigt hat. So
hat man sich darauf geeinigt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg
begonnen habe.

Manchmal wünsche ich mir, daß man nicht nur Sternchen sondern
auch Negativpunkte vergeben könnte.

wo er Recht hat er Recht, mit der Unterschrift unter den Versailler Vertrag war allen klar, dass damit ein neuer Krieg unausweichlich war. Lies dir mal Kommentare von Politikern aus dieser Zeit dazu durch.

Den gleichen Fehler hat man 45 nicht mehr gemacht, gezwungenermassen :wink:

Marvin

Mikesch

Hallo Mikesch,

So
hat man sich darauf geeinigt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg
begonnen habe.

Manchmal wünsche ich mir, daß man nicht nur Sternchen sondern
auch Negativpunkte vergeben könnte.

wo er Recht hat er Recht, mit der Unterschrift unter den
Versailler Vertrag war allen klar, dass damit ein neuer Krieg
unausweichlich war. Lies dir mal Kommentare von Politikern aus
dieser Zeit dazu durch.

Bitte lies mal durch, was ich stehengelassen habe, und auf was ich mich dann auch mit meinem Kommentar bezogen habe.

Viele Grüße
Marvin

Hallo

Hallo Mikesch,

So
hat man sich darauf geeinigt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg
begonnen habe.

Manchmal wünsche ich mir, daß man nicht nur Sternchen sondern
auch Negativpunkte vergeben könnte.

wo er Recht hat er Recht, mit der Unterschrift unter den
Versailler Vertrag war allen klar, dass damit ein neuer Krieg
unausweichlich war. Lies dir mal Kommentare von Politikern aus
dieser Zeit dazu durch.

Bitte lies mal durch, was ich stehengelassen habe, und auf was
ich mich dann auch mit meinem Kommentar bezogen habe.

man hat 1919 mit Unterschrift unter den Vertrag dafür gesorgt,dass D zwangläufig den nächsten Krieg beginnen wird

Viele Grüße
Marvin

Mikesch

Hallo

Geschichte, das sind Lügen, auf die man sich geeinigt hat. So
hat man sich darauf geeinigt, daß Deutschland den 2. Weltkrieg
begonnen habe.

Dazu habe ich einige Fragen. Wer hat eigentlich ganz laut erklärt, dass Deutschland nach der Heimkehr des Sudetenlandes in das Deutsche :Reich keine weiteren territorialen Forderungen bestehen würden?
Die Auswirkungen des Vertrages von Versailles waren spâtestens nach der Besetzung des Rheinlandes und der Rückkehr der Saar etc. nicht mehr existent. Warum hätten sonst F und GB dem „Anschluss“ Östereichs und der Rückkehr des Sudetenlandes zugestimmt?

Auf Grund des aufgezwungenen Friedensvertrages
war ein erneuter Krieg unausweichlich.

Die Folgen des Vertrages waren 1938 quasi de facto beendet. De jure sah es etwas anders aus.

Der Ausbruch des 2.
Weltkrieges war für Deutschland um mindestens fünf Jahre
verfrüht. Viele Waffen waren noch im Konstruktionsstadium,
oder in der Testfase und noch nicht in der Produktion. Zum
Beispiel Thor, Dora und die V-Waffen.

Huch? Thor und Dora waren Gigantismen, die paarundvierzig Schuss die Dora im Einsatz abgab, waren vom Aufwand totalster Unsinn. Dora brauchte so mit allem drum herum eine Brigade.
Thor, das ist übrigens der Name eines der Mörser, korrekte Bezeichnung ist Gerät 040, wurde zwar auch eingesetzt, war aber durch seine relativ geringe Schussweite auch nur selten einzusetzen.

Das Heer war noch mit
Repetierer ausgerüstet, die Gegner verfügten bereits über
Rückstoß- oder Gasdrucklader.

Wer ist denn dran schuld, dass Deutschland bereits am 26. August 1939 kriegerische Handlungen gegenüber Polen ergriff? Wenn die deutsche Führung so dämlich war schlecht gerüstet einen Krieg zu beginnen, sollte man bei den damals Regierenden nachfragen, warum ein Krieg begonnen wurde. Im übrigen kann ich nur auf die Anweisungen Hitlers zur Waffenentwicklung nach dem Westfeldzug verweisen. Sinngemäss; alles was nicht innerhalb einer bestimmten Zeit frontreif wird, ist einzustellen. Dazu zählten Düsenjäger, halb- und vollautomatische handfeuerwaffen etc.

Rußland war keines Falls
unvorbereitet. Gruppen von ca. zwanzig Kämpfern mit
Rückstoßladern erzielten eine so hohe Feuergeschwindigkeit,
daß die deutschen Angreifer glaubten, einer Übermacht begegnet
zu sein und der Vormarsch immer wieder gestoppt wurde.

Da wird zur Abwechslung mal wieder die Präventivkriegsgeschichte ausgegraben. Wer hat denn schuld daran, dass russische Soldaten besser ausgerüstet waren als deutsche Soldaten?
Vormarsch wurde immer wieder gestoppt, weil die Versorgung einfach nicht nachkam. 1941 hatte die Wehrmacht in Russland weniger Probleme mit den Russen, als mit der fehlenden Versorgung, da keiner der Verantwortlichen sich grosse Gedanken darüber gemacht hatte, so wie man das von heute aus sehen kann.
Gruss
Rainer

Hallo,

man hat 1919 mit Unterschrift unter den Vertrag dafür
gesorgt,dass D zwangläufig den nächsten Krieg beginnen wird

Das ist ja eine sehr bequeme Distanzierung von jeder Handlungsverantwortung.
Das der Vertrag sch… war und sicher ein wichtiger Faktor für die katastrophale Entwicklung, ist unwidersprochen.
Dass Deutschland dadurch gezwungen war, einen Krieg anzufangen und damit die angegriffenen eigentlich selber schuld, ist allerdings Unsinn.
Gruß
Werner