Ich weiß, daß dies eine wirklich merkwürdige Frage ist, aber ich bin mir nicht sicher worauf der Effekt beruht.
Ich denke, daß die Flamme durch einen Strömungsabriss erlischt. Oder spielt da eventuell noch ein anderer Effekt mit ein ?
Flammen haben eine begrenzte Ausbreitungsgeschwindigkeit. Diese ist bei brennedem Wachs hoch genug, um die Kerzenflamme gegen die Geschwindigkeit der aufsteigenden heißen Gase in der gleichen Höhe zu halten. Ist die Geschwindigkeit der Luft aber zu hoch, dann schaft es die Flamme nicht mehr zum Docht zurückzukehren und erlischt mangels Brennstoff.
Um eine Verbrennung in Gang zu halten braucht es verschiedene Faktoren.
Brennstoff: Wachs
Sauerstoff: Luft
Zündfähige Mischung aus 1 und 2
Katalysator: Docht (nicht immer nötig, wenn Wachs hoch genug erhitzt wird brennt es auch ohne Docht
Temperatur: Flamme
Wenn die Mischung nicht stimmt, brennt eine Mischung (hier Kerze) nicht. Durch das Pusten erniedigst Du die Temperatur unter die Zündtemperatur und „verdünnst“ zusätzlich die Mischung Wachs gasförmig/Luft unter die Zündgrenze.
Ein schönes Experiment ist folgendes.
In einem hohen Gefäß, das fast ganz mit Diesel gefüllt wird, wird nur der obere Teil des Diesels mit einer Lötlampe erhitzt. Wenn die Zündtemperatur erreicht ist, entzündet sich der Diesel, vorher läßt er sich selbst mit der Lötlampe nicht entzünden (selber ausprobiert). Wenn nun mit einem Stock umgerührt wird, erlischt die Flamme sofort, weil der Diesel wieder unter die Zündtemperatur abgekühlt wird. Sollte aber nur probiert werden, wenn mehrere Feuerwehrleute in der Nähe sind
Damit das Wachs brennt, muß seine Endzündungstemperatur erreicht werden. Die dazu nötige Wärme kommt von der Flamme selbst, die aus heißen Gasen besteht (exotherme Reaktion). Werden diese heißen Gase weggeblasen, kommt die Verbrennung zum Erliegen.